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Leselupe.de > Humor und Satire
Der Untergang des Hauses Seidler
Eingestellt am 26. 07. 2001 16:25


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Chinasky
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2001

Werke: 3
Kommentare: 31
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Der Untergang des Hauses Seidler
Da war dieses Flimmern. Nicht ĂŒber die gesamte FlĂ€che, nur unmerklich, an den Seiten ein bißchen. Trotzdem verschluckte sich Mama Seidler an ihrem DiĂ€tleberwurstbrötchen vor Schreck ganz krĂ€ftig, als bei der Tagesschau plötzlich die BildrĂ€nder sich anlösten wie ein StĂŒck Zucker, das man vorsichtig und nicht zu weit in die Kaffeetasse tunkt.
- ?Huch!?, hustete sie, ?Was ist das? Kann man das nicht wegkriegen, Wolfram??
So direkt war die Frage fĂŒr Papa nicht beantwortbar, er bewahrte aber zuerst einmal kĂŒhlen Kopf: ?Das ham wir gleich!?
Ganz souverĂ€nes Familienoberhaupt, drĂŒckte er sich gewichtig Ă€chzend aus dem guten alten Ohrensessel und schlurfte gemĂ€chlich zum Apparat, um den Fehler zu beheben. Nach einigem Fummeln hatte er die nötige Kuhle fĂŒr den Fingernagel gefunden, um die kleine Klappe zu öffenen. Und da waren sie, die Drehknöpfe. Sechzehn an der Zahl, fĂŒr jeden Empfangskanal einer. Mit einem ZweipfennigstĂŒck oder langen Fingernagel konnte man die KanĂ€le fein justieren. Das schickte Papa Seidler sich auch an zu tun. Aber die Nachrichtensprecherin verwirbelte sich nur noch mehr zu einem kunterbunten Schneehaufen, rieselte nach links und rechts, war mal zwei- mal dreigetreilt, besaß bald einen lila Schatten, bald ein gelbgepunktetes Spiegelbild. Einmal sagte sie: ?Komm Baby, zier dich nicht so!? oder gab ein Eidechsenzischen von sich. Besser als mit den ZuckerrĂ€ndern war die Tagesschau nicht reinzukriegen.
- ?Is nix zu machen.?, stellte Papa fest, ?Morgen geh ich mal hoch auf den Boden, um nach der Antenne zu sehen.? Ein klein wenig besorgt klang seine Stimme. Probehalber griff er sich die Fernbedienung und flippte durch alle Programme. Aber siehe, die anderen liefen einwandfrei. Nur Erstes und Drittes litten unter dem rĂ€tselhaften VerflĂŒchtigungssyndrom.
- ?Vielleicht liegt?s ja auch an der Sendeanstalt. Weil bei denen der Funkturm nicht in Ordnung ist.?, schlug Boris, der Àltere und verstÀndige Sohn vor. Damit mochte er recht haben. Die ganze Familie Seidler atmete auf.
- ?Ja, und was ist mit meinem Thriller heute abend??, wollte Sonja wissen, ?Der mit Brad Pitt! So kann ich den doch unmöglich auf Video aufnehmen mit diesen ZuckerrÀndern, und dabei hatte ich es meiner Freundin Renate versprochen!?
- ?Ach wo, es laufen immer wieder Thriller im Fernsehen!?, tröstete Mama. Ein schwacher Trost.
Am folgenden Morgen allerdings bekam Mama Seidler selbst einen leichten Schock, als sie vom RTL-FrĂŒhstĂŒcksfernsehen auf das Erste umschaltete: Es war nahezu gĂ€nzlich verschwunden, anstelle der Spielfilmwiederholung tauchten nur bruchstĂŒckhafte Schemen auf und ein Stimmenchaos machte das rein akkustische Verfolgen der Handlung auch unmöglich. Böses ahnend drĂŒckte sie auf den Kopf fĂŒr das zweite Programm. Und richtig: Auch hier begannen sich die RĂ€nder aufzulösen, Richard Chamberlain flirtete in einem milchigen Strahlenkranz, der vielleicht dem Film angemessen, aber sicher vom Regisseur nicht beabsichtigt war. Ängstlich harrte Mama der Heimkehr Papas von der Arbeit. Hier waren Technikkentnisse, mithin ein Mann gefordert.
Papa hatte wiederum mich mitgebracht, nachdem wir uns wĂ€hrend der Schicht ausfĂŒhrlich ĂŒber die rĂ€tselhaften Macken seines Fernsehers ausgetauscht hatten. Von mir hatte er erfahren mĂŒssen, daß bei mir zuhause das Erste am vorigen Abend erstklassig funktioniert hatte.
Nun sollte ich unten am Apparat bleiben und aufpassen, wie das Bild sich vehalten werde, wÀhrend Papa oben im Dachboden an der Antenne rummanipulierte. Wir verstÀndigten uns rufend, durch das ganze Haus, fortissimo.
- ?Jetzt besser?!?
- ?Nein, es rauscht wie gehabt!?
- ?Und jetzt!?
- ?Was - und jetzt!? Kein Bild!?
- ?Wird?s so besser?!?
- ?Waas?!?
- ?Ob es so besser wird??
- ?Neihein!!?
- ?Und so?!?
- ?Auch nicht!!?
- ?Scheiße, verdammte!?

Papa kaute ratlos auf den FingernĂ€geln. Wir standen vor dem Fernseher, dem nun nach dem Ersten und Dritten wohl demnĂ€chst auf das Zweite amputiert werden wĂŒrde. Wir flĂŒsterten, wie in Gegenwart eines kranken Kindes.
- ?Ob es an dem Apparat liegt?? ? Papa sah mich flehentlich an.
- ?Schon möglich. Vielleicht aber auch an dem Haus, diesem Wolkenkratzer, den sie nebenan bauen.?
- ?Ja, das könnte schon sein, nicht??
- ?Hhm, möglich. Wie laufen die anderen Apparate denn??
- ?Ach ja, richtig, die anderen. Laß uns nachschauen!?
Wir gingen ins Kinderzimmer der vierjÀhrigen Elke.
- ?Tut mir leid?, entschuldigte Papa sich, ?Wir mĂŒssen deine Teletubbies kurz unterbrechen.? Er ging zu Elkes rosafarbenen Fernseher und schaltete um auf das Erste. Elke bekam einen Schreikrampf. Das Erste rauschte gleichmĂ€ĂŸig und unbekĂŒmmert vor sich hin.
- ?Das ist bedenklich!?, gab Papa zu bedenken. Ich stimmte zu und regte an, wieder auf die Teletubbies umzuschalten. Papa tat?s und Elke verstummte prompt.
Die gleichen MĂ€ngel auch beim KĂŒchenfernseher, bei Boris und Sonja auf den Zimmern.
- ?Lieg wohl doch an der Antenne?, urteilte ich fachkundig und schlug vor, einen Fachmann vom Reparaturdienst zu bestellen. Der jedoch konnte auch nicht sagen, woran die ProgrammausfĂ€lle lagen. Meine Idee mit dem Hochhaus verwarf er. Nein, nein, das GebĂ€ude liege viel zu weit entfernt und stehe ĂŒbrigens als Rohbau schon seit zwei Monaten, da hĂ€tten sich die Bildstörungen doch schon viel frĂŒher einstellen mĂŒssen.
Er wechselte die Antenne aus, installierte probehalber eine SatelitenschĂŒssel. Ohne merkbaren Erfolg. Sein abschließender Kommentar, Seidlers hĂ€tten sich eben verkabeln lassen sollen, offenbarte sein Scheitern.
- ?Kabelanschluß!?, brummte Papa Seidler auffallend lakonisch.
Er setzte Himmel und Hölle in Bewegung. Da die Nachbarn schon verkabelt waren, ging es schneller, als man hĂ€tte denken sollen. Innerhalb von fĂŒnf Tagen hatten Seidlers ihren Kabelanschluß. Jetzt bekamen sie 1 Plus, 3 Sat, Eurosport, Super RTL und zwei Dutzend anderer KanĂ€le rein, mit dem unbestreitbaren Vorteil, die Wettervorhersagen auf Französisch und NiederlĂ€ndisch zu empfangen. Klein Elke hĂ€tte rund um die Uhr drei Kinderserien gleichzeitig sehen können, Boris konzentrierte sich auf Catch-Übertragungen, um seine Englischkenntnisse zu erweitern.
Nur Erstes, Zweites und Drittes ? die rauschten und flimmerten wie gehabt. Eine dĂŒstere Wolke hing ĂŒber Seidlers Fernsehabenden.
Papa erzĂ€hlte mir auf Schicht, er habe sogar einen neuen Fernseher angeschafft, mit grĂ¶ĂŸerer Bildröhre, fĂ€hig, wesentlich mehr Bildpunkte auf wesentlich mehr Bildzeilen abzubilden. Fraglos eine technisch bedeutende Errungenschaft, aber auch eine betrĂ€chtliche finanzielle Belastung. Allein, auch diese habe nicht den gewĂŒnschten oder doch erhofften Effekt gehabt. Im Gegenteil! Das Rauschen weitete sich statt dessen aus, es metastasierte hinĂŒber auf Sat1 und Pro Sieben, auch Kabel1 begann zu bröckeln. Wie Ameisen, sagte Papa, wie wenn Ameisen an den RĂ€ndern knabberten und sich immer weiter ins Zentrum vorarbeiteten, so scheine es ihm. Ja, wenn ihn nicht alles tĂ€usche, sei selbst RTL schon leicht in Mitleidenschaft gezogen. Wie Bakterienkulturen, sagte Papa, wie Schimmelpilz, wie Neurodermitis, wie angelöster Zucker...
Aus der Schule hörte man neuerdings Klagen. Alexander, der jĂŒngere Sohn, habe einem Klassenkameraden zwei SchneidezĂ€hne augeschlagen, weil dieser begeistert von einer Miami-Vice-Folge erzĂ€hlte. Zwar hatte es sich nur um ohnehin bereits wackelige MilchzĂ€hne gehandelt ? immerhin... Sonja brachte schlechtere Noten heim. Sie, die einstige MusterschĂŒlerin! Boris schwĂ€nzte, um in einer griechischen Imbißbude nahe der Schule fernzusehen. Giros, Pommes und Cola waren Stimulanzien fĂŒr seine dankbaren Pickel. Kurz ? die Seidlerkinder entwickelten sich zu Klassenkaspern und EinzelgĂ€ngern. Sie waren uninformiert und einfach nicht mehr auf dem Stand der Zeit. Ihre Wissensdefizite im Bereich des Marienhofes waren beispielsweise erschreckend, und wer nicht wußte, wie es um Verlobungen, Verliebungen, Heiraten, Trennungen und SchwangerschaftsabbrĂŒche in GZSZ stand, der wurde von gleichaltrigen Kindern selbstredend ausgegrenzt. Die Seidlerkinder waren bemĂŒht, den Schaden dadurch gering zu halten, daß sie bei Bekannten wenigstens die obligaten Freitagabendkrimis und die samstĂ€gliche Spielshow verfolgten. Aber die Einladungen wurden spĂ€rlicher...
Mama Seidler war jetzt oft zu beobachten, wie sie ratlos vor den Einkaufsregalen der SupermĂ€rkte verharrte. Seit sie nur noch selten störungsfreie Werbesendungen mitbekam, stand sie dem Warenangebot hilflos und unwissend gegenĂŒber. Wie erniedrigend, sich von anderen Hausfrauen beraten lassen zu mĂŒssen: ?Nehmen sie das neue Super-doppelrosa-dreifachlagige Toilettenpapier mit ph-neutraler Gleitschicht und keimfreien Sterilistaionsemulsionen in den feinen, holzfreien Ultra-Poren von Arschiclean im praktischen, quadratischen FĂŒnferpack mit Tragehenkel und wiederverwendbarer Hartplastikverpackung sowie ökologischer Selbstreinigung! Das soll ganz besonders gut sein und man bekommt Treuepunkte...?
Um nicht aufzufallen, mußte Mama dann lĂŒgen: ?Jaja, ich war nur am Überlegen, ob wir noch genug davon zuhause haben.?
Obgleich Arschiclean ihr ein böhmisches Dorf war. Wer kennt schon Arschiclean? Ihr etwa? Oh, es war erniedrigend!
Eine ernstliche Katastrophe kĂŒndigte sich an, als der Videorekorder seinen Dienst aufkĂŒndigte. Kurz danach wurde selbst Alexanders Computerbildschirm von der unheimlichen Zuckerrandkrankheit heimgesucht. Eine Diskette, von einem Freund entliehen, ward vom Computer ruiniert, eine unersetzliche Raubkopie! Zum Dank waren eines Morgens die Reifen seines Fahrrades aufgeschlitzt. Alexander begann, Rambo-Poster ĂŒber seinem Bett aufzuhĂ€ngen.
Mit der Seidlerfamilie ging es bergab. Als Papa Seidler zwei Tage unentschuldigt bei der Arbeit gefehlt hatte, wurde ich vorbeigeschickt, um mich nach seinem Befinden zu erkundigen. Denn ans Telefon ging bei Seidlers niemand mehr.
Ich trat durch die offenstehende HaustĂŒr und konnte die dramatisch zugespitzte Situation förmlich riechen. Schon gleich zu Anfang gellte mir aus Elkes Zimmer ein nadelspitzer Schrei, ein selten unterbrochener Dauerton wie schrilles Telefonklingeln entgegen: ?Teletubbiiiiiiiies!?
Im Wohnzimmer, das von Jalousien verdunkelt war, saß Papa Seidler, das speckige Hamd halb nur und verkehrt zugeknöpft, vor fĂŒnf nebeneinander traulich rauschenden Fernsehapparaten. Nur auf dem einen waren noch schemenhafte Schatten zu erahnen. Es handelte sich vielleicht um den Sportkanal, wobei allerdings schwer zu entscheiden war, ob nun ein Boxkampf oder eine Tanzveranstaltung ĂŒbertragen wurde. Das graue Gestöber auf allen KanĂ€len hatte im ersten Programm einen neuen Höhepunkt erreicht. Dort blieb der Bildschirm völlig leer, als sei der Apparat ĂŒberhaupt nicht eingeschaltet. Auf meinen Gruß hin murmelte Papa undeutlich etwas von LĂ€nderspielĂŒbertragung am kommenden Mittwoch und wies einladend auf den Fußboden, wo Unmengen an Bierdosen herumlagen. Ich zog es vor zu stehen. Papas Augen waren blĂ€ulichrot unterlaufen, ein fortgeschrittener Stoppelbart und fahrige Handbewegungen sprachen deutlich und unmißverstĂ€ndlich. Seit vier Tagen hatte Papa nicht mehr geschlafen.
- ?Was haben wir nur getan?!?, jammerte er mit gebrochener Stimme, seine Lippen klebten zwischen den einzelnen Silben aneinander. ?Es ist mir unerklÀrlich! Im GeschÀft liefen sie tadellos!? Er deutete auf die Fernseher. ?Warum tut man uns das an??
Geschlagen und besiegt, ein gebrochener Mann, saß er in seinem Ohrensessel und schaute mir fragend in die Augen. In den Seinen konnte ich ĂŒber die Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt lesen.
- ?Und wenn ihr alle, du und deine Familie, wenn ihr mich besucht??, schlug ich aufmunternd vor, ?Meine Glotze lÀuft doch einwandfrei, da könnt ihr euch zumindest das LÀnderspiel ansehen!?
Papa winkte resigniert ab: ?Nein, nein, wir sind verflucht. Boris hat schon angerufen. Er war ja zu seiner Freundin gezogen, nun zeigen sich auf ihrem Bildschirm die ersten Symptome. Deswegen fÀngt sie an, andern Jungs schöne Augen zu machen. Unsere Freundschaft will ich nicht auf?s Spiel setzen.?
Ich wollte gerade zu einer lĂ€ngeren Trostrede ansetzen, da drang aus der KĂŒche ein Krachen und Scheppern, gefolgt von einem langgezogenen Quietschen. Das Schlimmste befĂŒrchtend, eilte ich dorthin. Mama Seidler hatte den KĂŒchenfernseher ausgeschlachtet und in das halbleere GehĂ€use den Familendackel eingesperrt. Der zerschnitt sich an den scharfen Kanten und pieksenden DrĂ€hten Kopf, Bauch und LĂ€ufe und jaulte zum Steinerweichen. Mama saß gebannt vor diesm spannenden Programm. Als ich entrĂŒstet ob solcher TierquĂ€lerei das arme Viech befreien wollte, ging sie mit Steakbeil und Tomatenmesser auf mich los. Mir blieb nur der ungeordnete RĂŒckzug.
In der Hoffnung, daß Sonja und Alex noch zurechnungsfĂ€hig seien, setzte ich die Treppe hoch zu den Kinderzimmern. Alex saß vor seinem Computerbildschirm, gespenstisch blau von dem rauschenden Rechteck beleuchtet, und hielt krampfhaft einen Joy-Stick umklammert. Er gab nur Pieps- und Tutlaute von sich, ab und an unterbrochen von einem martialischen Kampflaut, wie er in Egoshooter-Spielen vorkam. Ich ließ ihn tuten und versuchte es bei Sonja.
Die hatte sich eingeschlossen. Ob sie sich etwas angetan hatte? Sorgenvoll und in Panik brach ich die TĂŒr zu ihrem Zimmer auf. Ich ĂŒberraschte sie, wie sie gerade das achtzehnte Testbild mit Ölkreiden an die Wand malte. Das einst so hĂŒbsche MĂ€dchen hatte gewiß zehn Kilo abgenommen, seine Haare waren zerzaust und klebten ungepflegt im Gesicht. Die Wangen waren eingefallen, das Kleid hing verdorben an ihr herab wie ein Lumpen. Dabei summte sie monoton vor sich hin: ?Hier sind der Westdeutsche Rundfunk und der Sender Freies Berlin mit dem ersten Progamm. Hier sind der Westdeutsche Rundfunk und der Sender Freies Berlin mit dem...?
Ich riß sie von ihrem Kunstwerk fort, gab ihr, um sie zu sich zu bringen, zwei krĂ€ftige Ohrfeigen und zwang sie, mich anzuschauen. Sie grinste apathisch und ihre Augen blickten weit offen durch mich hindurch.
?He, was ist los mit euch allen??, schrie ich und schĂŒttelte sie verzweifelt. ?So schlimm kann doch die ganze Sache nicht sein. Es handelt sich doch nur um Fernsehen! Komm endlich zu dir!?
?Guten Abend, meine Damen und Herren! Wir begrĂŒĂŸen Sie zu unserem heutigen Abendprogramm, das wieder einmal eine unterhaltsame Mischung von Spannung und Information verspricht. Nach der Tagesschau können Sie bei uns - ...?
Ich hörte sie nur noch wie von fern reden. Hier waren alle Hilfsversuche zwecklos.

Ich ging heim und zerschlug meinen Fernseher. Vorsichtshalber warf ich auch mein Radio auf den MĂŒll.
Als ich am nĂ€chsten Morgen beim FrĂŒhstĂŒck die Zeitung aufschlug, waren dort die Überschriften ganz verschmiert und ausgefranst.

__________________
- "Ich geh dann mal."
- "Yeah..."
Und dann ging sie.

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