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Leselupe.de > Humor und Satire
Der Versprecher
Eingestellt am 30. 06. 2005 08:44


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Uve Eichler
Festzeitungsschreiber
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Der Versprecher

Die Tagesschau vermeldet Regen,
ein Wetter, das Gemüter quält,
doch hier und da, ach welch ein Segen,
der Sprecher mal Versprecher wählt.

VerkĂĽndet, ohne es zu wissen,
ein Wort, das so doch gar nicht passt.
Gedankengänge sind verrissen,
was der Empfänger gar nicht fasst.

In der Region ein feuchtes Hoch,
bestimmt nicht zu erwarten war.
Oh! Ein Tief und dann, …was war das noch?
Von oben kommt doch die Gefahr!

So ein Quatsch, da stimmt doch etwas nicht,
war’s Feuchtigkeit, die sollte schnei’n?
Schnell die Zauberkiste an das Licht,
der Hörer soll zufrieden sein.

Das Wasser, es wird sich ergieĂźen,
das Hoch sich schnell mal trüb verklärt.
Zur Unterbrechung - einmal niesen.
Blitzschnell ein Funke ihn durchfährt.

Aufgeregt, mit geballter Freude,
wird dann das Wetter zelebriert,
verschwomm’nes Bild, dient so als Zeuge,
verdutztes Publikum es stiert.

__________________
Uve
(Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin nur zurechtfinden)

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Olsen
Manchmal gelesener Autor
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Ich würde mich ja jetzt gern zu deinem Gedicht äußern, aber ehrlich gesagt: Ich versteh' es nicht ...

Liegt's vielleicht an dem (vom Wetterbericht nicht in dieser Intensität vorhergesagten) Regen, der seit heute Morgen auf unsere Region prasselt?

Wer weiĂź ...

Viele GrĂĽĂźe

Oli
__________________
Sämtliche Schreibfehler sind beabsichtigt und Ausdruck meiner Individualität

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Uve Eichler
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Hallo Olsen,

schade, ich dachte mit dem Text alles richtig rĂĽber zu bringen.
-Sprecher verhaspelt sich
-Ăśberlegt, wie die Situation gerettet werden kann
-Hat GedankensprĂĽnge in alle Richtungen
-Die richtigen Gedanken fehlen
-Zeitgewinnung durch das Niesen
-Gedankengang wird erklärt
-Er selbst redet unverständlich
-und das Publikum versteht gar nichts mehr
-totales Chaos ohne Fragen


__________________
Uve
(Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin nur zurechtfinden)

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Uve Eichler
Festzeitungsschreiber
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Ich sollte meinen Beitrag verschwinden lassen, da ich zu viel Verständnis in dessen Bedeutung gesetzt habe.
Hier bin ich wohl etwas zu weit in die Theorie des Machbaren vorgestoĂźen.

__________________
Uve
(Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin nur zurechtfinden)

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Udogi-Sela

Häufig gelesener Autor

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Vers-brecher

Hallo Uve,

nun ja, auch ich musste Dein Gedicht mehrmals lesen, um dahinter zu kommen, was Du meintest. Die Idee, über einen Tagesschausprecher zu schreiben, der sich verspricht, ist ja gar nicht so übel, aber man sollte als Leser doch nachempfinden können, was in situationskomischer Weise da vor sich ging.


Ein Sprecher „wählt“ keine Versprecher; sie passieren ihm einfach. Deswegen „verkündet“ er dieses „versprochene“ Wort auch nicht. „Gedankengänge“, bei wem? Der Sprecher „denkt“ nicht, er liest ab.
Was fasst welcher Empfänger nicht?

u.s.w.

Herzliche GrĂĽĂźe
Udo

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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Olsen
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Hallo Uve,

vielen Dank für die Erklärung. Und jetzt, wo du es sagst, wird es mir auch klar.
Die Idee find ich grundsätzlich wirklich gut. Nur verlangst du m.E. dem Leser zu oft ab, zwischen den Zeilen zu lesen und zu interpretieren.

Das Gedicht einfach löschen würde ich nicht. Geh doch lieber noch mal drüber. Vielleicht gelingt es dir ja, die "Handlung" deutlicher rauszubringen.
Ich denke, da wäre mit einer treffenden Wortwahl (s. Beitrag von Udo) schon viel erreicht.

Viele GrĂĽĂźe

Oli
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Sämtliche Schreibfehler sind beabsichtigt und Ausdruck meiner Individualität

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Uve Eichler
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Danke fĂĽr die liebe Hilfe,

ich habe momentan eine Menge zu verarbeiten und werde versuchen noch rechtzeitig die richtigen Worte zu treffen. Wenn ich es zeitlich nicht mehr auf die Reihe bekomme, so liegt es an meiner Unfähigkeit Gedanken von Gefühlen zu trennen.
Danke, dass Ihr Euch bemĂĽht.

Liebe GrĂĽĂźe

Uve
__________________
Uve
(Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin nur zurechtfinden)

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