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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Vertriebene aus dem Paradies
Eingestellt am 17. 06. 2004 02:13


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mustafa
Autorenanwärter
Registriert: Oct 2003

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Gebaut wurde ein Brunnen.
Lang ist es her.

Gebaut wurde ein Brunnen
-mitten- in ein Meer von Blumen
so schön waren sie
mitten im Herzen des Waldes.

Gebaut wurde drum herum eine Mauer.
Keine gewöhnliche Mauer
Jeder Stein bestand aus Vergessen..
Vergessen an den schönen Garten…


Jahre vergingen…
Je länger die Zeit auf unserer Erde weilte,
desto höher wurde die Mauer.


Sonne und Mond freuten sich,
wenn sie in den Garten nieder sahen
und entdeckten den Brunnen.
Das Wasser in ihm war so rein, so klar.

Irgendwann, war die Mauer so hoch,
dass Mond und Sonne
den Brunnen nicht mehr sahen,

indem sie sich spiegelten
und sich sahen
wie sie wirklich waren.

Traurig waren Sonne und Mond.
Uns Menschen schenkte sie die Traurigkeit.
Liebe konnte Sonne und Mond lange nicht empfinden.
Einsam waren sie.


Lang ist es her, als sie sahen in den Brunnen.
Klar war das Wasser.
Sonne sah Mond, wenn sie blickte in den Brunnen,
in das Wasser der Erinnerung.

Und Mond sah Sonne….



Der Garten mit dem Brunnen
gehört noch in eine Zeit,
in der es keinen Gedanken an etwas Böses gab.


Lang ist es her, als ich war im Garten.
Versteckt in meinem Baum.
Geliebt habe ich meinen Garten.
Geliebt habe ich Eva.
Geliebt habe ich Adam.
Geliebt habe ich jede Blume und den Brunnen.
In dem sich spiegelten Sonne und Mond.

Geliebt habe ich ihren Anblick,
als ich lag auf einem Ast
an meinem Baum.

Geschmeckt habe ich das Wasser
Und immer, wenn ich es schmeckte,
wusste ich, was sich dachte die Sonne,
was sich dachte der Mond.

Schön war es…


Irgendwann gaben sie mir die Schuld,
dass sie wollten den Apfel
der wuchs an meinem Baum.

Es waren Menschen!
Eines kann ich Euch sagen
Beide wollten sie ihn haben.

Den Apfel der SĂĽnde
Den Apfel der Lust.

Und ich gab Ihnen den Apfel.

Deshalb verbannten sie mich aus Eden.

Ein Samenkorn nahm ich mit
Und pflanzte einen Baum.

Einen Baum, gleich hinter der Mauer.

Im Garten war ich seither nicht.

Froh war ich, dass ich pflanzte den Samen
Denn es wuchs ein Baum.

Es war der Samen der Hoffnung,
welcher aufging in meinem Baum.

Die Hoffnung,
jemals wieder zu sitzen in meinem Baum
und herunter zu blicken in den Brunnen,
indem sich spiegelt Sonne und Mond!

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