Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92210
Momentan online:
234 Gäste und 5 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Wald
Eingestellt am 09. 07. 2002 18:43


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
peutz
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: May 2002

Werke: 3
Kommentare: 8
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Er schlug mit der flachen Hand auf das Steuerrad und lachte triumphierend. Es war ihm gelungen, sie abzuh├Ąngen. Die Sirene des Polizeiwagens war nur noch aus der Ferne zu vernehmen. Ein letzter Blick in den R├╝ckspiegel, es war weit und breit nichts zu sehen. Seit er vor ein paar Minuten auf den Feldweg eingebogen war, hatte sich seine Spur f├╝r die Verfolger verloren.
Zun├Ąchst sah es nicht so aus, als w├Ąre sein ├ťberfall gelungen. Als er mit der Tasche voll Geld die Bank verlassen hatte, dauerte es keine Minute, bis er die Sirene h├Ârte. Einer der Bankangestellten musste still und heimlich einen verdammten Knopf gedr├╝ckt haben.
Das kann nur dieser Glatzkopf mit der Nickelbrille gewesen sein, dachte er. Den h├Ątte er am liebsten noch nachtr├Ąglich eine ├╝bergezogen. Aber alles in allem war es doch exakt so abgelaufen, wie er es erhofft hatte. Nun lag die Tasche mit Geld neben ihm auf dem Beifahrersitz, prallvoll. Nun ja, den Wagen musste er noch loswerden. Aber den konnte er im Wald verstecken. Bis zum Rastplatz auf der Schnellstra├če war es nicht weit, das konnte er abends gem├╝tlich zu Fu├č laufen. Der Wagen war sowieso geklaut, es lohnte nicht, lange dar├╝ber nachzudenken. Bis die Polizei merkte, dass er in eine andere Richtung gefahren war und seine Spur neu aufgenommen hatte, war gen├╝gend Zeit vergangen, um sich abzusetzen.
Er drosselte das Tempo etwas und hielt jetzt in einem leichten Bogen auf den Wald zu. Der Weg war immer noch gut befahrbar und Staub wirbelte er auch nicht auf, der Boden war noch nass vom n├Ąchtlichen Dauerregen.
Als er den Waldrand erreichte, hielt er kurz an, um sich die Karte noch einmal anzusehen. Das mit dem Wald war eigentlich ein Gl├╝cksfall gewesen, gestern abend hatte er die Karte studiert, aber ein Waldst├╝ck war nicht eingezeichnet gewesen. Er stieg aus, sah sich kurz um und breitete dann die Karte auf der Motorhaube aus. Richtig, der Weg war eingezeichnet, aber er endete genau am Feldrand, alles war als Ackerland eingezeichnet, nicht als Wald.
Er sch├╝ttelte den Kopf, die Karte war hochaktuell. Das gab's doch nicht. So klein schien dieser Wald doch gar nicht zu sein, wieso war er nicht eingezeichnet?
Er beschlo├č, den Weg weiter zu fahren und dann irgendwo im Wald abzuwarten. Er faltete die Karte wieder zusammen, setzte sich in den Wagen und startete den Motor. Im Schrittempo fuhr er in den Wald. Der Weg verlief relativ gerade, er war breit und war gut befahrbar.
Nach einigen Minuten hielt er an und stieg aus. Zun├Ąchst stutzte er, weil keine Laute zu h├Âren waren. Weder Vogelgezwitscher noch das entfernte Rauschen der Schnellstrasse. Nur der leichte Wind spielte zeitweilig mit den Bl├Ąttern. Ihn fr├Âstelte jetzt leicht. Irgendwie hatte er das Gef├╝hl, dass der Wald eine dunkle und kalte Atmosph├Ąre ausstrahlte. Er holte seine Jacke aus dem Auto. Beim Anziehen sp├╝rte er die H├Ąrte der Waffe, die in der Tasche steckte. Er holte sie heraus und betrachtete sie, als sehe er sie zum ersten Mal. Er sah sich verstohlen um. Irgendwie sp├╝rte er ein merkw├╝rdiges Kribbeln. Nicht, weil er Menschen in der N├Ąhe vermutete, sondern der Wald selbst war es, der ihn beunruhigte.
Er steckte die Pistole wieder ein, rauchte ein paar Zigaretten und dachte in aller Ruhe nach. Anschlie├čend fuhr er noch tiefer in den Wald. Nach einer Weile meinte er, dass er das andere Ende eigentlich erreicht haben m├╝sste.
Er hielt abermals an und holte wieder die Karte heraus. Er ma├č die Strecke vom Ende des Feldweges am Waldrand bis zur Schnellstrasse. Das waren ungef├Ąhr f├╝nf Kilometer. Er stutzte, er war inzwischen mindestens das doppelte gefahren.
Er sch├╝ttelte genervt den Kopf. Also war er in einem Bogen gefahren und fuhr inzwischen in eine andere Himmelsrichtung. Egal, irgendwo musste er ja schlie├člich wieder heraus kommen. Die B├Ąume standen dicht zusammen und viele halb hohe Tannen versperrten jede Sicht.
Etwa zehn Minuten sp├Ąter hatte sich immer noch kein Ende des Weges angedeutet. Langsam wurde er ├Ąrgerlich. Die Karte nutzte ihm nichts mehr, die Wege hier waren nicht eingezeichnet.
Pl├Âtzlich sah er etwas durch das dichte Bl├Ątterwerk glitzern und blieb nach weiteren f├╝nfzig Metern am Rand eines Teiches stehen.
Er stieg aus und stellte sich verwundert ans Wasser. Kein Zweifel, der Weg war zu Ende. Auf der anderen Seite ging der Wald weiter. Zu h├Âren war noch immer nichts. Also musste er wohl oder ├╝bel wieder zur├╝ck. Er beschlo├č, den Wagen an der n├Ąchsten breiteren Stelle einfach abzustellen und auf die D├Ąmmerung zu warten.
Den Wagen an dieser engen Stelle zu drehen, kostete ihn Schwei├č und Nerven. Der Boden war glitschig und man kam leicht ins Rutschen. Schlie├člich hatte er es geschafft und er fuhr langsam zur├╝ck. Nach etwa einem Kilometer traute er seinen Augen nicht. Der Weg endete an einer Gabelung, er konnte nur nach rechts oder links abbiegen.
Das war unm├Âglich. Diesmal klopfte er ├Ąrgerlich auf das Lenkrad und fluchte laut. Er war mit Sicherheit immer geradeaus gefahren. Das hie├č, dass er hier vorher nicht gefahren war. Einen Augenblick dachte er konzentriert nach, es musste eine einfache Erkl├Ąrung geben. Dann hatte er eine Idee und stieg aus. Er kontrollierte den Weg auf Reifenabdr├╝cke und tats├Ąchlich konnte er keine finden.
Seitdem er in diesem Wald unterwegs war, hatte er sich immer am Verlauf des Weges orientiert. Abgebogen war er nicht ein einziges Mal. Und auch jetzt, auf dem letzten Kilometer, war er doch nur wieder zur├╝ck gefahren. Wie konnte er den urspr├╝nglichen Weg verlieren?
Er stieg wieder ein, drehte den Wagen und fuhr langsam zur├╝ck. Nichts, keine M├Âglichkeit zum Abbiegen. Unglaublich, dachte er. Sein Herz klopfte, langsam wurde es ihm unheimlich. Er sah auf den Tacho, den Kilometer hatte er schon fast wieder zur├╝ckgelegt, gleich w├╝rde er wieder am Teich stehen.
Aber der Teich kam nicht.
Nach einem weiteren Kilometer hielt er den Wagen abrupt an und stieg aus. Schwer atmend betrachtete er die Umgebung. Ein leichtes Panikgef├╝hl meldete sich. Kurzerhand stieg er umst├Ąndlich auf das Dach seines Autos und versuchte, mehr in der n├Ąheren Umgebung zu erkennen. Aber es war zwecklos, nach sp├Ątestens f├╝nfzig Metern in alle Himmelsrichtungen war Schlu├č.
Sein Herz klopfte jetzt wild. Er sprang herunter, lie├č den Motor aufheulen und preschte vorw├Ąrts. Jetzt w├╝rde er so lange fahren, bis er aus diesem verflixtem Wald wieder heraus kam. Verzweifelt versuchte er, die Himmelsrichtung zu erkunden, aber da die Sonne nicht schien und die Schnellstra├če nicht zu h├Âren war, gab er es wieder auf.
Er war etwa f├╝nf Kilometer gefahren, als der Weg wieder endete. Diesmal stand er direkt vor einer Felswand. Es sah aus, als w├Ąre die Wand erst sp├Ąter dazu gestellt worden. Direkt bis an die Felsen heran war der Weg in einem guten Zustand, es sah aus wie abgeschnitten.
Ungl├Ąubig starrte er auf die Wand. Der Motor lief, w├Ąhrend er keinen klaren Gedanken fassen konnte. Dann schaltete den Motor aus, sprang aus dem Wagen heraus und knallte die T├╝r zu. Sein Fluch verhallte zwischen den B├Ąumen.
Als er sich ein wenig beruhigt hatte, betrachtete er die Wand genauer. Hinauf klettern kam nicht in Frage, herumfahren konnte er ebenfalls nicht, weil die B├Ąume den Weg nach links und rechts versperrten.
Es gab keine L├Âsung, er musste schon wieder umkehren. Er drehte den Wagen und fuhr im Schrittempo zur├╝ck. Langsam bemerkte er, wie der Tag sich dem Ende neigte. Er sah auf die Uhr, es war kurz nach f├╝nf, der ├ťberfall lag jetzt ├╝ber eine Stunde zur├╝ck. Dann fiel sein Blick zuf├Ąllig auf die Tankanzeige. Er bremste vor Schreck. Seit seinem ├ťberfall war er ├╝ber hundert Kilometer gefahren und der Zeiger bewegte sich schon nahe am roten Bereich. Das hie├č, vielleicht waren noch zehn Liter im Tank, also noch einmal etwa hundert Kilometer. Wenn er so weiterfuhr, w├╝rde es gerade bis zum Waldrand reichen.
Unsinn, dachte er und suchte nach einer L├Âsung. Am besten war es, sich darauf zu konzentrieren, den Weg komplett wieder zur├╝ck zu fahren, nur heraus aus diesem verfluchten Wald. Aber versuchte er das nicht schon in den letzten Minuten? Wieso traf er immer wieder auf Wege, die vorher gar nicht da waren?
Einige Minuten lang passierte nichts, der Weg verlief immer noch gerade und Abzweigungen kamen keine. Aber irgendwie hatte er das Gef├╝hl, dass er sich wiederum auf einem v├Âllig neuen Weg befand. Er befahl sich, ruhig zu bleiben. Nur keine Panik jetzt.
Als er wieder auf eine Weggabelung traf, die sich aber von der vorhergehenden unterschied, brauchte er einige Sekunden, um die Situation zu erfassen. Es war einfach zu unglaublich. Er schaltete den Motor aus und stellte sich mitten auf den Weg. Reifenspuren waren auch hier keine vorhanden. Nerv├Âs rauchte er seine letzten beiden Zigaretten. Er merkte, wie seine Hand zitterte. Mit der Entscheidung f├╝r eine bestimmte Richtung war er im Moment ├╝berfordert.
Er holte die Karte aus dem Auto und breitete sie wieder auf der Motorhaube aus. Er wusste, dass er mit ihr nichts anfangen konnte, aber vielleicht hatte er ja etwas ├╝bersehen. Viel konnte er nicht mehr erkennen, bald w├╝rde es dunkel sein, was die Situation auch nicht einfacher machte. Mit dem Finger verfolgte der den Weg bis zum Waldrand. Das gesamte Gel├Ąnde, das als Nutzfl├Ąche angegeben und sich als Wald herausgestellt hatte, war nicht besonders gro├č. Die Schnellstra├če war nicht weit entfernt, er hatte sie noch geh├Ârt, als er noch am Waldrand stand. Seitdem hatte der Wald alles, was von au├čen kam, einfach verschluckt. Zumindest kam es ihm so vor. Auch von einem Teich keine Spur. Von der Fl├Ąche her m├╝sste er jeweils nach wenigen Kilometern in alle Richtungen aus diesem Wald l├Ąngst heraus sein. Wie konnte er zig Kilometer in diesem Wald herumfahren, ohne das Ende zu erreichen.
Er war wieder in einer Situation, in der er sich f├╝r eine Richtung entscheiden musste. Es war zum Verr├╝cktwerden.
Ein Knacken in der N├Ąhe lie├č ihn herumfahren. Aber in der D├Ąmmerung konnte er nichts mehr erkennen. Aber es war f├╝r ihn der Anla├č, wieder in den Wagen zu steigen. Rein instinktiv w├Ąhlte er den Weg nach links. Irgendwie glaubte er, hier dem Waldrand n├Ąher zu sein. Unruhig blickte er auf seine Tankanzeige, aber die hatte sich nat├╝rlich noch nicht weiter ver├Ąndert.
Als er sechs Kilometer hinter sich hatte, machte sich die Panik wieder bemerkbar. Zu allem ├ťbel musste er feststellen, dass der Weg pl├Âtzlich schmaler wurde. Etwa zwei Kilometer weiter hatte er keine Chance mehr. Der Weg war unpassierbar. Nicht nur, dass die B├Ąume jetzt zu eng zusammen standen, auch Ger├Âll, gr├Â├čere Felsbrocken, die herumlagen, verhinderten das Weiterkommen.
Zun├Ąchst ├╝berlegte er, zu Fu├č weiter zu gehen. Aber diesen Gedanken gab er schnell wieder auf. Nur nicht von dem Wagen trennen, dachte er.
Mit viel M├╝he wendete er zum wiederholten Male. Als er zur├╝ckfuhr, merkte er, dass er der Verzweiflung nahe war. Er blickte auf die Tasche mit dem Geld. In diesem Moment war sie nichts wert, absolut nichts. Er w├╝rde einige Tausender opfern, nur um hier wieder heraus zu kommen.
Inzwischen hatte er schon wieder fast zehn Kilometer hinter sich gebracht, aber die letzte Abzweigung war nicht wieder aufgetaucht.
Er schluckte, seine Augen wurden feucht. Er wusste, etwas stimmte hier nicht, aber mit normalen Ma├čst├Ąben war es nicht zu erkl├Ąren. Immer wieder fiel sein Blick auf die Tankanzeige. Sie bewegte sich unaufh├Ârlich Richtung Rot.
Erst im letzten Augenblick erkannte er, dass er sich pl├Âtzlich in den Resten eines ehemaligen Steinbruchs befand. Wenige Meter vor dem Ende des Weges hielt er an. Zitternd verlie├č er den Wagen und sah sich um. Er war mitten in den Steinbruch hinein gefahren. Kreisf├Ârmig verlief die Abbruchkante in etwa drei bis vier Meter H├Âhe um ihn herum. Die einzige ├ľffnung war der Weg gewesen.
Jetzt war es fast dunkel, das meiste konnte er auch nur erkennen, weil er sein Licht noch eingeschaltet hatte. Den feinen Nieselregen bemerkte er erst jetzt. Gellend laut schrie er seinen Fluch in den Nachthimmel. Es war wie eine Befreiung.
├ťber ihm knackte es am Rand des Steinbruches. Mit zwei langen S├Ątzen brachte er sich im Wagen in Sicherheit.
Wovor eigentlich, fiel ihm ein, als er in einem Bogen wieder aus dem Steinbruch heraus fuhr. Nach einer Minute drosselte er das Tempo wieder. Er hatte keine Ahnung, wohin er fuhr. Links und rechts des Weges tauchten Felsw├Ąnde auf. Vorher gab es hier keine Felsen, wurde ihm sofort klar. Also auch dieser Weg war neu.
Er gab Gas, fluchte laut, schrie fast, als k├Ânne er damit den Wagen dazu bewegen, ihn aus diesem verfluchten Wald wieder heraus zu bringen.
Schlie├člich hatte er sich wieder beruhigt. Irgendwann gab er es auf und hielt an. Er schaltete den Motor aus, lie├č den Schl├╝ssel stecken und stieg aus. Es regnete jetzt heftiger. Er kn├Âpfte die Jacke zu, seine Hand glitt in die Seitentasche und er f├╝hlte wieder die Waffe.
Langsam holte er sie heraus und wog sie in der Hand. Das Gef├╝hl der Sicherheit kehrte nicht zur├╝ck. Was sollte er auch in dieser Lage mit der Pistole anfangen? Vor wem sollte er sich sch├╝tzen, gegen wen verteidigen?
Das Knacken von ├ästen kam jetzt von allen Seiten. R├╝ckw├Ąrts bewegte er sich auf den Wagen zu. Er fragte laut, wer da sei.
Zwecklos.
Schwer atmend, wie nach einem langen Lauf, setzte er sich in den Wagen. Einfach weiterfahren, dachte er. Der Wagen war seine letzte Zuflucht.
Der Motor sprang nicht an.
Zuerst stutzte er. Mein Gott, nein, das durfte nicht wahr sein. Er versuchte es, immer wieder, begleitete seine Bem├╝hungen mit Fl├╝chen, mit Versprechungen, als h├Ątte er es mit einem Kontrahenten zu tun. Schlie├člich gab er auf. Er packte die T├╝te mit dem Geld und sprang aus dem Auto.
Laut schrie er in die Nacht, als er seinen vermeintlichen Verfolgern das Geld anbot. Eine gro├če Summe, vielleicht die H├Ąlfte, nein, alles konnten sie haben. Sie sollten ihn nur wieder aus dem Wald heraus lassen.
Niemand sprach mit ihm, niemand kam auf ihn zu, niemand nahm ihn an die Hand und f├╝hrte ihn auf den richtigen Weg.
Er hatte sich nicht mehr unter Kontrolle. Er lie├č die Tasche mit dem Geld einfach fallen. Der Wagen fiel ihm pl├Âtzlich wieder ein. Er versuchte es erneut, versuchte, den Motor zu starten. Der Wagen durfte ihn nicht im Stich lassen.
Aber der Motor gab keinen Laut mehr von sich. Pl├Âtzlich flackerten die Scheinwerfer und schlie├člich ging das Licht ganz aus. Sekundenlang starrte er auf den Weg, den er von seinem Platz aus kaum noch erkennen konnte. Das Knacken kam n├Ąher, wurde lauter. Er nahm seine Waffe und feuerte einen Schu├č aus dem Fenster. Der Knall war dumpf, nicht einmal ein Echo war zu h├Âren. Das Knacken kam unaufh├Ârlich n├Ąher.
Er versuchte es mit einem zweiten Schu├č. Das Knacken kam n├Ąher.
Er schloss die Augen und schrie. Zwei weitere Sch├╝sse fielen. Das Knacken kam n├Ąher, von allen Seiten.
Mit zwei zitternden H├Ąnden umschlo├č er den Griff der Waffe und richtete sie aus dem Fenster. Er wartete, die Tr├Ąnen rannen ihn an den Wangen herunter, er merkte nicht wie er schluchzte. Als das Knacken so laut war, als w├╝rde jemand neben ihm stehen, scho├č er wieder.
Drei Sekunden sp├Ąter knackte es wieder, laut, nahe. Er schloss die Augen und wusste instinktiv, dass nur noch eine Patrone ├╝brig geblieben war. Langsam drehte er die Waffe, er konnte nur noch eins tun ...


__________________
Viele Gr├╝sse
Michael Schmill
www.watahni.de.vu

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


hopeless-1
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2002

Werke: 22
Kommentare: 67
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um hopeless-1 eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
*erstaunt bin*

hi du *g*
mir gef├Ąllt die geschichte gut. besonders das ende.
am anfang war ich etwas skeptisch. doch dann war ich immer mehr auf das ende gespannt.
du hast einen gro├čen spannungsbogen in die geschichte eingebaut. das ist gut :-)

bin begeistert.

Gru├č Hopeless-1
__________________
Ein Raum ohne B├╝cher ist ein K├Ârper ohne Seele (Cicero)

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!