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Leselupe.de > Humor und Satire
Der Waschraum, das Klischee
Eingestellt am 10. 11. 2002 18:28


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JennyP.
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Der Waschraum

Das, was man an einem Ort tut, ist von bedeutend geringerer Wichtigkeit als der Ort an dem man dieses tut. Wirkt dieser Ort auch noch so unromantisch, bildet er doch die entscheidende Grundlage f├╝r ein absolut spannendes Abenteuer. Ein Abenteuer in jeder Hinsicht. Dabei spielt es keine Rolle, was man damit nun wirklich assoziiert, wenn man ins Detail gehen mag.
Die Orte, die damit gemeint sind, sind diese, welche durchaus Klischee behaftet sind. Unter diese Kategorie fallen allgemein bekannte Pl├Ątze, wie die R├╝ckbank eines bequemen Viert├╝rers, bevorzugt mit Lederausstattung, Klimaanlage und CD-Wechsler oder aber der Strand vom Fr├╝hjahr bis zum Herbst, mit entspannenden Wellengepl├Ątscher und einem sternenklarem Himmel oder einem scheinbar unbelebten Flussufer, bei dem das Ruderboot einfach auf die Seite gestellt wird, um unerw├╝nschten Einblick zu verhindern.
Unter den etwas verruchten Bereich fallen wohl die Stundenhotels. Niemand kennt sie oder den Standort, und doch ist das Preisleistungsverh├Ąltnis allgemein bekannt. Einen hohen Stellenwert in der Beliebtheitsskala solcher Schaupl├Ątze hat ebenfalls die Wohnung eines Freundes oder eines Verwandten. Man selbst kennt die Wohnung wie seine eigene und kann somit auf jeden Makel an der Toilettensp├╝le oder der harten Federkernmatratze hinweisen.
Der Nervenkitzel an so einem Ort erwischt zu werden oder darauf zu warten, ist eine Sache. Das mag den ein oder anderen nach mehrmaligem Erlebnis langweilen. Viel interessanter hingegen ist es, derartige Schaupl├Ątze selbst einfach zu genie├čen. Die m├Âglicherweise unmoralische Nuance spielt dabei nicht wirklich eine entscheidende Rolle.
Der Randgruppe der meisten Wohnungssuchenden bleiben diese Orte verg├Ânnt. Es ergeben sich einfach keine anderen M├Âglichkeiten. Somit steht der Zwang zum Heimlichen au├čer Frage. Und doch, lockt die Steigerung des Adrenalinspiegels, zu neuen Erschlie├čungszonen. Somit kommen wir zum Waschraum.
Ob in einem Neu- oder Altbau, in jedem Wohngeb├Ąude ist mindestens einer zu finden. Aber sie alle haben eins gemeinsam, totale Anonymit├Ąt. Niemand verbringt mehr Zeit dort, als er wirklich muss. Warum? Unheimlich der Gedanke, wer hier sonst noch herumlungert. Schon bei betreten des Raumes ist klar, man selbst verbringt hier nicht mehr Zeit als erforderlich.
Ob Parterre oder im Keller, je tiefer um so verlockender. Meistens dunkel, oftmals feucht, der Geruch spielt dabei keine Rolle. Das Rattengift und das Katzenkloaroma lassen sich leicht vergessen. Ein kleines geschlossenes verdrecktes L├╝ftungsfenster, von dem ein lichter Schatten ausgeht. Zwielicht. Es bet├Ârt zum entfliehen, aber wozu? Man ist ja nicht allein.
Der Klang der eigenen Stimme klingt fremd, in allen Ecken. Kahle graue unverputzte W├Ąnde von L├Âchern gesprenkelt, machen einen d├╝steren tristen Eindruck. Nicht gerade Begeisterung durchstr├Âmt einen, wenn man bedenkt, welch innigliche Pers├Ânlichkeit man dort preis gibt.
Die h├Ąngenden W├Ąscheleinen lassen erahnen, wer am Tage alles ein und aus geht. Einige Kleidungsst├╝cke h├Ąngen noch vom Vortag. Sie k├Ânnten jederzeit trocken sein. Eine alte sch├Ąbige Anbauwand, mit Folie ├╝berdeckt steht an der Wand. Sie macht einen wohnlichen Eindruck. Eine Couch, ebenfalls zugedeckt dient als Ablage f├╝r W├Ąschek├Ârbe, W├Ąscheklammern oder aber auch Sachen, die man sich vom K├Ârper streift und Handtaschen, die man ablegt oder Handys, die man dort bereitlegt, um sie als Wecker an die beschr├Ąnkte Zeit zu erinnern, die man hat.
Schon ausgebreitet liegen abgenutzte Decken und ein Kissen. Zur ├ťberlegung bedarf es nicht viel. Ein Klischee, das man genie├čen muss.

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damaskus
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Hey Jenny,
hmm ... auch diese Mail von Damaskus wird f├╝nf Sekunden nach seinem Eintreffen unter deinem Text als ├ťberarbeitungsw├╝rdig eingestuft, aber ich sage trotzdem, dass mir der Text gefallen hat. Kein Meisterst├╝ck, aber interessant wie man sich in die Beschreibungen reinlegen kann, ohne dass du derbe Worte benutzt hast.

LG Damaskus

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JennyP.
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am besten, du w├╝rdest mir ein paar Tips geben, was ich daran besser machen k├Ânnte. Sicherlich k├Ânnte ich auch hier konkreter werden, nur w├╝rde dann der Leser an Interesse verlieren, denke ich.
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w├╝rde mich ├╝ber Kommentare und jedwede Kritik freuen.

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damaskus
Guest
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Hey Jenny,
ich hab mal versucht dir ein paar Ratschl├Ąge zu geben ... Vielleicht hilft's dir ja ┬┤n bisschen:




Der Waschraum

Das, was man an einem Ort tut, ist von bedeutend geringerer Wichtigkeitist nicht so wichtig, wie der Ort an dem man dieses tut. Wirkt dieser Ort auch noch so unromantisch, bildet er doch die entscheidende Grundlage f├╝r ein absolut spannendes Abenteuer. Auch wenn der Ort unromantisch wirkt, bildet er die Grundlage f├╝r ein Abenteuer (z.B.) Ein Abenteuer in jeder Hinsicht. Dabei spielt es keine Rolle, was man damit nun wirklich assoziiert, wenn man ins Detail gehen mag. hmmm ... ich glaube, du solltest ein bisschen mehr Bilder reinbringen, ein bisschen klarer sprechen ...
Die Orte, die damit gemeint sind, sind diese, welche durchaus Klischee behaftet sind. Unter diese Kategorie fallen allgemein bekannte Pl├Ątze, wie die bequeme R├╝ckbank eines bequemen Viert├╝rers, bevorzugt mit Lederausstattung, Klimaanlage und CD-Wechsler ???? Die Klimaanalage ist ja noch einigerma├čen in Ordnung, aber was hat der CD-Spieler mit┬┤m V├Âgeln zu tun??? oder aber der Sand/Bade/irgendwas anderesStrand vom Fr├╝hjahr bis zum Herbst, mit entspannenden Wellengepl├Ątscher und einem sternenklarem Himmel oder einem scheinbar unbelebten Flussufer, bei dem das Ruderboot einfach auf die Seite gestellt wird, um unerw├╝nschten Einblick zu verhindern. Der Satz ist mir ein bisschen zu wirr, da versteht man auf den ersten Blick nicht, was du meinst ...

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JennyP.
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CD-Spieler mit V├Âgeln?
Ein bi├čchen Musik ist ab und zu auch mal ganz nett. Brauchst du so was denn nie?

Ansonsten gefallen mir deine Gedankeng├Ąnge sehr gut. Die Antwort ist meistens viel einfacher, als man denkt. Irgendwie schreibe ich alles immer zu kompliziert.
mmmhhhh....
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w├╝rde mich ├╝ber Kommentare und jedwede Kritik freuen.

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damaskus
Guest
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Hey Jenny,
ich mein, ┬┤n bisschen Rammstein oder Metallica beim V├Âgeln ist ja nicht schlecht, da kriegste den Rhythmus gleich mit ... *g*
Nein, im Ernst, eigentlich kann ich Musik dabei nicht brauchen, schlie├člich labern einem die M├Ądchen beim Sex schon gen├╝gend die Ohren zu (das ist jetzt auf den Text bezogen). ;-)
Hmmm ... jo, wenn du mit den Verbesserungen was anfangen kannst, freuts mich. Ist im Prinzip ja nicht schlecht, der Text

LG Damaskus

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JennyP.
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Meinst du? mit dem Labern? jeder mags halt anders.
Au├čerdem, woher wei├čt du, dass es um Sex geht? Das wird im Text nicht erw├Ąhnt.
Dann muss er ja die Wirkung gehabt haben, die ich mir erhofft habe.


Danke
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