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Leselupe.de > Gereimtes
Der Webstuhl der Liebe
Eingestellt am 23. 04. 2001 10:09


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Feder
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In einem Land zwischen den Welten
das Zauber, Hoffnung fĂĽhlt,
an diesem Ort, dort steht ein Webstuhl
der Zartes, GroĂźes, webt.

Hört man nur einmal die Geschichte
den Grund, von Anfang an,
dann scheint es, als ob dies verpflichte:
sie zieht in einen Bann.

Dieses Massiv und sein Getriebe
scheint nicht von dieser Welt.
Denn jede Nadel webt aus Liebe
Gefühle – ungezählt.

Die Grundsubstanzen, Elemente,
aus dem der Stoff gewebt
erfassen das, was niemals trennte,
was jeden Mensch umgibt.

So, wie das Schicksal oder Karma,
stets Ăśberraschung bringt
äußert der Webstuhl sich ein paarmal,
während sein Lied erklingt.

Die alte Weise zieht ein Muster.
Dann bringt sie Fäden ein.
Beim Zuschauen wird nun bewuĂźter;
kein Stoff wird zweimal sein.

Durch Art des Knüpfens aller Fäden
entsteht ein Unikat.
Ein MaĂźanzug, passend zum Leben,
der ihn erhalten mag.

So leicht, so reiĂźfest und so weich,
wie sonst kein Material.
Ein Schutzmantel, der keinem gleicht,
in seiner Farbauswahl.

Die Form, die Länge und die Weite
wird hier schon angepaĂźt.
Die Ärmellänge, ihre Breite,
die bald den Mensch umfaĂźt.

Die Ăśbersendung dieser HĂĽlle
geschieht äußerst bedacht.
Sehnt sich ein Mensch nach dieser FĂĽlle
dann schwebt sie hin – mit Macht.

So lastenfrei auch das Gewebe
so faltenfrei, so transparent.
Man muss sie achten, jene Liebe,
denn ihr Bestand ist konsequent.

Sie setzt den Reichtum aller Tage
in Gold - aus tief ErfĂĽhltem - um.
Sie stellt niemals etwas in Frage ..
erst recht nicht sich! So sei es drum:

Sie achtet Menschen aller Arten!
Sie achtet Leben und Natur!
Sie kann mit einem Thron aufwarten!
Sie gibt sich selbst, ohne Zensur!

Sie schenkt sich fort, sie will nur geben!
Sie fordert nichts, doch sie hält ein ..
wenn Menschen an den Fäden ziehen:
Sie will stets wie am Anfang sein.

Sie hält beständig an den Gründen,
die sie einst hier geschaffen hat.
Sie kann sich selbst in sich nur finden;
da sonst niemand den SchlĂĽssel hat.

Was so entsteht, läßt sich nicht lenken.
Dies soll, wer es erhält, bedenken.

__________________
copyright by Feder______________________Die Dinge sind nie so, wie sie sind.Sie sind immer das,was man aus ihnen macht.*Jean Anouilh*http://www.feder-online.de

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Brigitte
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Nimm immer gute Wolle,
recht reiĂźfest und doch fein.
Und lege in das Schiffchen
auch viel Geduld mit ein.

Recht bunt darf das Gewebe
ja sein wohl allemal,
und niemals trĂĽbe Farben,
machen das Geschaff´ne fahl.

Fürwahr ein schönes Stück
entsteht hier, und was zählt,
ist Liebe und viel GlĂĽck,
was ein ganzes Leben hält.
__________________
Brigitte

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist fĂĽr das Auge unsichtbar.

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Feder
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Geduld, bei dem Gewissen,
wird sie das Erste sein.
Sie ist ein Ruhekissen,
dort schläft man dankbar ein.

Zwar nehm ich keine Wolle,
aus Seide spinnt man selber
den Faden auf die Rolle
wie Sonnenschein, nur gelber!

Die Schmetterlinge fliegen
wo Seidenraupen einst.
So wird man sicher liegen,
doch weiĂź ich, was du meinst.

Das Garn ist sehr solide
sehr gradlinig und fest.
Die Weichheit macht es biegsam,
so es sich spinnen läßt!

Der Webstuhl nimmt es gerne
fädelt es fröhlich auf
und singt bis in den Ferne
das Lied: "Hab Mut und lauf!"

Dann kettelt er die Fäden
sie bilden einen Rand
und man erkennt gleich jeden
Herz, Glaube und Verstand!

Lieben GruĂź,
jetzt saus ich weiter!
Auf bald!

Deine Feder

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jon
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Das Gedicht gefällt mir – es fliest so schön. Und nach dem zweiten Lesen bin ich auch mit dem „Rhythmus gegen den Strich" ganz gut klar gekommen. Der Fluss wird aber an in paar Stellen unterbochen und das ist schade. Vielleicht kriegst du's ja noch "glatt":



Dieses Massiv und sein Getriebe
scheint nicht von dieser Welt.
Denn jede Nadel webt aus Liebe
Gefühle – ungezählt.

(…weben Nadeln? Ich kenn mich da nicht aus…)

...................

Die Grundsubstanzen, Elemente,
aus dem der Stoff gewebt
erfassen das, was niemals trennte,
was jeden Mensch umgibt.

(…in einem Gedicht wie diesem muss die Grammatik stimmen: Es heißt: „was jeden Menschen umgibt.“ Das stört den Rhythmus, ich weiß. Die einzig Idee, die ich dazu habe, ändert jedoch den Inhalt etwas:

“Die Grundsubstanzen, Elemente,
aus dem der Stoff gewebt
erfassen das, was niemals trennte,
was Menschen stets umgibt. “)
....................

Durch Art des Knüpfens aller Fäden
entsteht ein Unikat.
Ein MaĂźanzug, passend zum Leben,
DER ihn erhalten mag.

(…wer ist DER? Der Maßanzug doch wohl nicht, auf den bezieht sich - rein gramatikalisch - das DER aber.)
.....................

Die Form, die Länge und die Weite
wird hier schon angepaĂźt.
Die Ärmellänge, ihre Breite,
die bald den Mensch umfaĂźt.

(… die Breite der Ärmellänge?
UND
Meinst du: "ihre Breite, die bald den MenschEN umfasst" oder "ihre Breite, die bald DER Mensch umfasst" oder "die Form, die den Menschen umfasst" oder… na jedenfalls hab ich ein Problem mit dem Bild)
................
Die Ăśbersendung dieser HĂĽlle
geschieht äußerst bedacht.
Sehnt sich ein Mensch nach dieser FĂĽlle
dann schwebt sie hin – mit Macht.

(Wer sendet die Hülle? Oder schwebt sie doch allein? Wenn die Hülle bedacht versandt wird, dann bedenkt sich jemand oder etwas, wer sie kriegt – und das kann dann ja nicht jeder sein, der sie ersehnt. Oder? Und wer sie ersehnt, der muss sie doch nicht mit Macht gesandt bekommen…)
..........
Sie achtet Menschen aller Arten!
Sie achtet Leben und Natur!
Sie kann mit einem Thron aufwarten!
Sie gibt sich selbst, ohne Zensur!

(DAS FINDE ICH GANZ STARK FORMULIERT
„Sie gibt sich selbst, ohne Zensur!" – Genau! Die so gennante "wahre Liebe" gibt sich ohne Einschränkung hin, ohne Filter.
Wenn du die Ausrufezeichen in dieser Strophe weglässt, kommt's noch stärker. Mit den ! habe ich den Eindruck, hier soll dick aufgetragen werden.)

..............
Sie schenkt sich fort, sie will nur geben!
Sie fordert nichts, doch sie hält ein ..
wenn Menschen an den Fäden ziehen:
Sie will stets wie am Anfang sein.

( ! siehe oben)

.............
Sie hält beständig an den Gründen,
die sie einst hier geschaffen hat.
Sie kann sich selbst in sich nur finden;
da sonst niemand den SchlĂĽssel hat.

(Rhythmus-Stolperer – besser umdrehen:

„Sie kann sich selbst in sich nur finden;
da niemand sonst den Schlüssel hat.“ )



TschĂĽĂź und danke fĂĽr dieses Gedicht!

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Feder
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Hi Sanne, danke für deinen lieben Gruß! Knuddel dich feste zurück, hoffe, es geht dir gut und du bist bald frisch und munter wieder in der Heimat und damit öfter bei uns! Auf bald!

Dein Federchen

PS: Dein Sonnengruß hat uns erreicht! Plötzlich wurde es ganz warm in Deutschland! DANKE !!!

Hi Jon,
danke fĂĽr deinen RIESENBEITRAG !
Da ich deine Gedanken erst einmal "durcharbeiten" und damit "wirken" lassen möchte, an dieser Stelle erst einmal ein lieber Gruß und ein herzliches Dankeschön! Komme später noch einmal wieder und antworte, beantworte und wir sehen, was daraus geworden ist, o.k.???

Auf bald!
Feder

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Brigitte
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Hallo Feder,
hoffe, Du/Ihr hattet ein schönes Wochenende und das Wetter ist im Moment doch schön.
Will mich auch nicht lang aufhalten, denn ich möchte noch ein paar Werke lesen.

Einen schönen 1. Mai
deine Brigitte
__________________
Brigitte

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist fĂĽr das Auge unsichtbar.

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