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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Weg ist das Ziel oder Paradiesische Farbe
Eingestellt am 16. 10. 2007 11:01


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Franka
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Der Weg ist das Ziel oder Paradiesische Farbenpracht
(auch unter "schlaflos 1 bis ?" zu finden)


Man sagte mir, hinter dem Horizont lĂ€ge das Paradies, man mĂŒsse nur daran glauben, dann fĂ€nde man auch den Weg dorthin. Ich habe ihn gefunden, den Weg meine ich, noch nicht das Paradies.
Dort, wo Milch und Honig fließen soll, ist alles schwarz, BĂ€ume, HĂ€user, Menschen, einfach alles, selbst die Wolken. Ich kann keine andere Farbe ausmachen, nur leichte Abstufungen: dunkelgrau, schwarz, schwĂ€rzer, noch schwĂ€rzer. Dabei hatte ich gelernt, dass es fĂŒr Schwarz keine Steigerungsform gibt, Schwarz keine Farbe, sondern ein Zustand sei. Jetzt weiß ich, dies waren falsche Informationen. Hier, gleich hinter dem Horizont, gibt es viele schwarze Farbtöne, mindestens so viele, wie Irland grĂŒne hat.

Die Menschen starren mich an, starren auf das bunte Sommerkleid, auf das Rot meiner Lippen, das Gold meiner Haare, das leichte Rosa meiner Haut. Wir mustern uns eine Weile gegenseitig. Sie meine Farben, ich ihr Schwarz.
Kein Wort fĂ€llt in die Stille. Dann bemerke ich, dass jeder Laut fehlt. Die Vögel singen nicht, BlĂ€tter fallen ohne zu Rascheln, keine Uhr tickt, kein Wasser fließt. Die Stille ist Stille im wahrsten Sinne des Wortes.

Menschen stehen mir gegenĂŒber, kommen nĂ€her und lĂ€cheln. Selbst die ZĂ€hne sind schwarz, mit Ausnahme die der Kinder, die sind grau.
Mit jedem Schritt AnnÀherung verblassen Farben. Das Bunte, das Rot, das Gold und auch das leichte Rosa.
Als die Masse mich verschlingt bin ich im Paradies angekommen. Neuankömmlinge wie ich heben sich grau von den Anderen und der Landschaft ab. Das bleibt auch so, solange, bis wieder ein Mensch den Weg hierher findet. Ich kann warten, habe Zeit, den ganzen Rest meiner Ewigkeit. Hier gehe ich nie wieder fort, werde nie wieder ohne diese Farbigkeit atmen.


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Haki
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Franka,

gefÀllt mir durchaus gut.

Besonders die Idee, die dahinter steckt.

Aber hÀttest du an manch einer Stelle bessere Worte finden können m.E.

quote:
Die schwarzen Vögel singen nicht,

Dass sie schwarz sind, ist dem Leser denk ich hier bereits bewusst, da ja nichts einen anderen Farbton besitzt. Also ein unnĂŒtzes Adjektiv, das man getrost streichen kann.

quote:
Übrigens sind selbst die ZĂ€hne schwarz, mit Ausnahme die der Kinder, die sind grau.

Warum ĂŒbrigens? Lass das weg und fang wie folgt an: "selbst ihre zĂ€hne sind schwarz, mit..."

quote:
Sie verringern den Abstand. Mit jedem Schritt AnnÀherung verblassen Farben.

Klingt mir zu abhgehackt und ungeschickt formuliert.
Vielleicht so:
"Der Abstand zwischen mir und ihnen verringert sich. Mit jedem Schritt verblassen die Farben. Das Bunte, das Rot, das Gold und auch das leichte Rosa. "


quote:
Als die Masse mich verschlingt, in sich aufnimmt, (unnötige doppelung)bin ich im Paradies angekommen. Als Neuankömmlinge hebe ich mich grau von den Anderen und der Landschaft ab.Zwei mal "als" klingt auch nicht gut. vielleicht nur so: Neuankömmlinge wie ich heben sich grau... Das bleibt auch so, solange, bis wieder ein Mensch den Weg hierher findet. Ich kann warten, habe Zeit, den ganzen Rest meiner Ewigkeit. Hier gehe ich nie wieder fort, werde nie wieder ohne diese Farbigkeit atmen.


Hoffe du kannst vielleicht was mit meinen Anmerkungen anfangen. WĂŒrde mcih freuen. Habe gerne deinen Text gelesen.

liebe grĂŒĂŸe,
Haki

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Franka
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Feb 2006

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Hallo Haki,

konnte alle deine Anregungen nutzen. Jetzt ist der Text noch
ein wenig runder. Habe ihn im Tagebuch auch gleich geÀndert.

Danke und LG Franka

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Balu
???
Registriert: Nov 2006

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schwarz ist dĂŒster und bedrĂŒckend und Farbe der Trauer und des Todes
haben wir gelernt! von wem ?

dein Hinweis auf die Schattierungen, von denen es mehr als im GrĂŒn gibt, ist fĂŒr mich eine der SchlĂŒsselstellen in deinem Text.

und schwarze Bienen werden sicherlich von grauen und schwarzen Blumen angezogen.

die Farben bedrĂŒcken mich weniger in deiner Beschreibung, als die Stille

fĂŒr die Eine oder Andere Verbesserung der AusdrĂŒcke hat es hier genug Helfer

es sind ja nur `ein Paar`

ein Text, der fordert,
deshalb mag ich ihn besonders

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