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Leselupe.de > Gereimtes
Der Wind weht die Samen
Eingestellt am 21. 03. 2008 22:21


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Olinn
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Zu spĂ€t erfinde ich die FarbendĂŒfte,
in deine Wangen eingemalt - mein Ich.
Der Lakensee entfloh weit in die LĂŒfte,
Rivierablau ertrank in deinem Dich.

Es stĂŒrzen Vögel gegen unsre Scheiben
zwei BlÀttern gleich, dem Atemzug entweht.
Wer wollte schon das Flutenmeer gern meiden,
es weiß der Sand, fĂŒrs Schwimmen wars zu spĂ€t.

Zu spÀt erhallt mein Wort aus einer Welle,
die mich auf deine Schultern warf und trug.
Wer dachte damals an die BlĂŒtenquelle,
ersticktes Lachen klirrt mit einem Krug.

Du meinst, dem Sonnenwind bist du nichts schuldig,
er bleichte Salz, verdorrt und nichts entsteht.
Die gelben Samen keimen sehr geduldig,
nur manchmal ists fĂŒrs PflĂŒcken viel zu spĂ€t.

ursprĂŒngliche Version, 2007

Version vom 21. 03. 2008 22:21

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Duisburger
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Es wurde 41 mal gelesen.
Die Wahrnehmung ist wohl da, es fehlt jedoch die Resonanz.
So sei es denn.

Methapern sind ein Gutes in der Lyrik, jedoch wie vieles, was im Übermaß vorhanden, vekehrt es sich in Gegenteil. Will sagen, die Bilderflut erschlĂ€gt mich als Leser.
Was mich aber am meisten gramt ist der Zwang zum Reim, dem hier so vieles und auch Gutes geopfert wurde, der dem Werk die Leichtigkeit nimmt, die mich als Leser vereinnahmen könnte. So aber scheinen die Verse gequĂ€lt, wobei ich das Formale, die Regeln gar nicht anfĂŒhren möchte. Das können andere besser.

Weiterhin kann ich dem Werk nicht folgen, was willst du mir als Leser sagen?

quote:
Zu spÀt erfinde ich die FarbenklÀnge,
in deine Wangen eingemalt - mein Ich.
Schon jener hier lÀsst mich stocken. Wie meinen?
Jede Zeile fĂŒr sich kann so stehen, aber hier im Verbund, als Folge? So ergeht es mir auch weiter in den Versen. Und auch hier vermute ich: Der Zwang zum Reim vernebelt all das, was du eingentlich an den Leser bringen wolltest.
quote:
Es stĂŒrzen Vögel gegen unsre Scheiben
zwei BlÀttern gleich, dem Atemzug entweht.
Da habe ich schon Gewichtsprobleme, denn das Blatt trifft wohl die Scheibe, das aber war es denn auch. Der Vogel jedoch dĂŒrfe anders wirken, lauter, blutiger, ggf. zerstört er das Glas, was das Blatt nie vermag.

Ich denke, du verstehst, wo ich das Problem mit deinem Werk sehe.
Nicht alles, was wohl tönt, ist auch letztlich gut.

lh
Duisburger
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Olinn
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Hallo Johanna,
ich danke Dir fĂŒr Deine RĂŒckmeldung.
Bilder wirken, man muß sie nicht alle mit dem Verstand erfassen.
Schönen Gruß, Susanne


Hallo Duisburger!

Kritik zu erfahren, konstruktive Kritik ist immer eine Chance!
Auf solche Kritik kann und will ich nicht auf der strukturellen Ebene kontern.
Möchte allerdings hier klarstellen, dass es verschiedene Sichtweisen gibt, die fĂŒr sich genommen eine Berechtigung haben. Meine Art zu schreiben entspringt aus meiner Erfahrung, aus meiner Sinnlichkeit und muss nicht zwangslĂ€ufig anderen gefallen. Es gibt Menschen, die mögen sie, es gibt andere die mögen sie nicht. So ist das nun mal. Nur verallgemeinert etwas als schlecht hinzustellen ist arrogant, intolerant und sehr einfarbig.

Ich möchte mit meinen Gedichten berĂŒhren, auf der emotionalen Ebene. Die Bildersprache wohnt und lebt in tiefen Schichten zu denen vielleicht nicht jeder Zugang haben möchte.

Ich bin hier neu und stelle bewusst bestimmte Gedichte hier rein, um Eure Resonanz erfahren zu können. Die wenigsten Gedichte von mir sind ĂŒbrigens gereimt und unterliegen gewiss keinem Zwang!

Danke fĂŒr Deine aktive Wahrnehmung!
Susanne




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Duisburger
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quote:
Nur verallgemeinert etwas als schlecht hinzustellen ist arrogant, intolerant und sehr einfarbig.

... und das tat ich wo?

Ubrigens, ich hatte zwei Stellen zitiert und kommentiert. Höflich wĂ€re es zumindest, wenn du mir hierzu antworten wĂŒrdest. Kommentare sind keine Einbahnstraße.


Oldy
(verÀrgert)
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Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Olinn
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo Duisburger,

ich habe bisher meine Bilder nie ausfĂŒhrlich erklĂ€rt. Sie stehen fĂŒr sich und eröffnen unterschiedliche GefĂŒhle oder Fragen.
Dennoch möchte ich auf Deine Quoten etwas eingehen und Dir kurz schreiben, was sich hinter den Bildern verbirgt.

Das Gedicht bewegt sich zwischen Trauma, Naturbetrachtung und Erfahrungsverrarbeitung. „Zu spĂ€t“ wiederholt sich am Anfang und am Ende der Verse gehĂ€uft (insgesamt viermal), um ein Ereignis, das bis in das Heute reicht, zu beschreiben. Dieser RĂŒckblick ist melancholisch und gegenwĂ€rtig, so prĂ€sent wie das Ich, das in den Wangen sichtbar ist, das aus der heutigen Sicht anders reagiert hĂ€tte (zu spĂ€t erfinde ich..).

In diesem Text symbolisieren die Vögel den Freiheitsdrang und die Lebendigkeit mit Konsequenzen.
Die reale Begrenzung (Scheibe) beendet einen gemeinsamen Flug, nicht blutig oder brutal, jedoch „loslassend“, wie BlĂ€tter, die in verschieden Himmelsrichtungen verwehen. Liebe ist nicht zu halten, wie der Atem, den wir nicht anhalten können.

Dein Kommentar ist durchweg negativ, ohne sich die MĂŒhe zu machen etwas Positives anzuerkennen.

„Will sagen, die Bilderflut erschlĂ€gt mich als Leser.

mich gramt ist der Zwang zum Reim, So aber scheinen die Verse gequĂ€lt, wobei ich das Formale, die Regeln gar nicht anfĂŒhren möchte.
Nicht alles, was wohl tönt, ist auch letztlich gut.“

Welche Regeln meinst Du denn?

Gewiss wollte ich Dich nicht verĂ€rgern, mir fehlte gestern die rechte Muse. Resonanz ist fĂŒr mich wichtig!
Danke Dir, Susanne

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Walther
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Registriert: Sep 2004

Werke: 1536
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Hi Olinn,

das war konstruktive Kritik, auf die unkonstruktiv geantwortet wurde. Das widerspricht der Eröffnung Deines ersten Kommentars zu diesem Kommentar. Ebenso nehme ich Dir auch die Versicherung des konstruktiven Kritikaufnehmens nicht so ganz ab, die Dein vorstehender Beitrag versichern will.

Hier ist m.E. viel BemĂŒhen und wenig Vermögen des verstĂ€ndlichen Ausdrucks, viel Wortaufwand fĂŒr wenig Ergebnis zu lesen. Wortverschwurbelungen, deren Sinn sich nicht so recht erschließt, Bildverwurstelungen, deren Grinterhund nicht klar wird, hören sich zwar imposant an, aber dann? Immerhin reimen sich die Verse und paßt das Metrum, aber sind die Strophen Lyrik?

Hier besteht zwar insofern eine Basis, weil wenigstens das Metrum stimmt. Das ist schon einmal ein gutes StĂŒck des Wegs. Nur angekommen beim rechten Dichten bist Du als Autor damit noch lange nicht.

Du wolltest wissen, wo Du stehst. Die Antwort, die Du Dir vorgestellt hast, scheinst Du nicht erhalten zu haben: Kein achtungsvolles Erstaunen, kein AusschĂŒtten vollen Lobes, kein Beifall sondersgleichen: Wasser statt Wein war es.

Anderseits ist die Antwort ehrlich. Und das hilft am Ende dem, der besser werden will, mehr als jede falsche Lobhudelei. Nimm die Hinweise als Chance, aus ihnen zu lernen. Und arbeite an Deinen Texten. Dann hast am Ende Du sogar den Gewinn der ganzen Übung.

Gruß und wieder Off

W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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