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Leselupe.de > Gereimtes
Der Zahn der Zeit
Eingestellt am 18. 03. 2004 18:34


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lokisskald
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 19
Kommentare: 34
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Es nagt der Zahn der Zeit - an mir

doch statt, dass - wie man denken möge
ich mich veringere und schwinde
lässt jeder Biß mich mehr zurück.

Was vormals knapp und straff sich gab,
davon ich hier so viel nun finde
dass ich mir Falten leisten mag.

Wo meine Waage Mangel lobte
da preist sie jetzt den Überfluss.

Wo strotzend Muskelwallung tobte
gilt mir nun geistiger Genuss.

Und all das grosse Kokettieren
folgt meinem Beispiel und wird schwer.

Auch lohnt sich nicht mehr eitles Zieren
vielleicht geht´s Morgen ja nicht mehr.

Doch einerlei, was soll das Jammern
wem nützt die ewge Wimmerei ?

Warum sollt ich mich an das Klammern,
das end und gültig ist vorbei ?

Mein Leben, das ist nicht zuende
nicht vor dem letzten Atemzug.

Was zieh ich selbst mir Zellenwände
wenn ich doch längst nicht hab genug ?

Was scheren Falten mich und Pfunde
ich biete lustvoll Qualität !

Witz, Charme, Erfahrung, Lebenskunde -
wär doch gelacht, wenn da nichts geht.

Der Leidenschaft gilt meine Gunst
ich fordere die Zeit heraus;

komm nur und probe Deine Kunst,
an mir beisst Du den Zahn Dir aus !

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IKT
Guest
Registriert: Not Yet

Hi lokisskald....

Der Zahn der Zeit,
er nagt an allem
mag uns das
auch mal nicht gefallen.

Wichtig ist nur,
wie dus sagst,
dass du selber dich
auch magst.

Dann stören
Falten nicht, noch Pfunde.
Der Zahn der Zeit -
geht vor die Hunde!

Satte Ironie auf die Schönheitsideale, bei denen nur schlank, knackig und jung zählen sollen. (Wie uns ja u.a.die Werbung täglich zeigt. Na gut, einige Ausnahmen gibts inzwischen.)
LG IKT

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Harald
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Bernhard!

Was Du in vierzehn Strophen sagst
und doch nicht zu umschreiben wagst,
ist, dass der Zahn der Zeit dir sagt:
Er nagt beständig, nagt und nagt ...

Mit nagendem Unterton
Harald

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lokisskald
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 19
Kommentare: 34
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Dank und Antwort

@ IKT

Solch freundlich Worte wärmt die Knochen
die Seele tanzt im Frühlingshauch
und nach des Winters harten Wochen
wünsch ich Dir diesen Frühling auch

LG lokisskald


@ Harald

Der Zeiten Zahn, er nagt beständig
dies in der Tat, gesteh ich ein
doch meine Lebenslust, unbändig
reift noch dabei, wie dunkler Wein.

Der Tag an dem Die Lust versieget
an dem das Leben mir verhagelt
an dem Tag ihr mir Kreuze schmiedet
an dem mein Sarg wird zugenagelt.



LG Bernhard

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