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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Zahnzieher (Alles egal!?)
Eingestellt am 16. 06. 2003 13:33


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Dichterwicht
Hobbydichter
Registriert: May 2003

Werke: 10
Kommentare: 17
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Hallo an alle!
Bevor ihr hoffentlich meine Kurzgeschichte lest, möchte ich hier noch etwas klarstellen. Ich poste diesen Text hier in das Forum, weil ich gerne, klar wie alle hier, mein Werk kritisiert haben will, aber zudem möchte ich noch die Frage von euch geklärt haben bzw. eine Rückmeldung darüber bekommen, ob ich den Text im Rahmen eines Literaturkurses hinsichtlich des moralischen Aspektes veröffentlichen kann. Ich weiß, dass das Thema dieses Textes ein sehr umstrittenes Thema ist. Der Text ist angelehnt an "Die Ermittlung" von Peter Weiss. Meine Intention ist es aber doch nur diese Perversion und Brutalität aufzuzeigen und Kritik aufzuzeigen.
Also ich hoffe mal, dass ich angemessene Kritiken und Rückmeldungen von euch bekomme. Ich wäre euch sehr sehr danklbar und es würde mir sehr weiterhelfen!
Danke!

GruĂź an alle!


Der Zahnzieher (Alles egal!?)

So! Gleich kommt der Abfall vom „Duschen“ wieder. Pah! Und die Dummköpfe dachten, dass sie sich waschen und säubern dürften. Die haben doch so einen Luxus gar nicht verdient! Unser Führer wusste schon ganz genau, warum er ES ins KZ schickte.
Dann lass mal sehen, ob es noch ein paar Goldzähnchen vor uns versteckt hat und der deutschen Rasse schenken könnte.
So erst mal schön die Fresse auf. Halt! Warte! Besser noch Handschuhe anziehen. Wer weiß, welche Krankheiten dieses Pack noch mit sich rumschleppt!
Boah! Was für ein Mundgeruch! Überhaupt stinken diese Dinger wie die Hölle!
Aahh da! Schon beim ersten fündig geworden! Was für ein Glück! Hoffe mal dass, das schnell geht! Ich hab nämlich keinen Bock wieder ne halbe Stunde an dem Ding hier rum zu werkeln. Nur um so einen popeligen Goldzahn zu ergattern. Außerdem hab ich ja noch einen ganzen Berg von diesen Fleischstücken vor mir!
Die Zange genĂĽgt diesmal hoffentlich! Tja ansonsten muss ich erst noch den Kiefer mit Hammer und Brecheisen bearbeiten.
Na gut! Dann mal ran an den Speck!
Na komm schon!
Aah! Er hat schon mal geknackt.
Ein bisschen drehen noch!
Soo! Da isser ja!
Naja sehr viel Karat scheint der ja nicht zu haben. Aber erst mal das dreckige rote Zeug abwaschen. Das könnte ja sonst noch den schon ohne hin niedrigen Wert mindern.
„Herbert! Bring das nächste Stück rüber!“
„Danke!“
HA die hat schon gewaltige Hängetitten! Und was für Speckrollen! Naja auch hässliche Schabracken muss es geben!
Mmmhh also der runde Kopf kommt mir schon irgendwie bekannt vor. Nee aber das kann ja nicht sein!
Und dann die braun-gelockten Haare versetzt mit grauen Stränen, wie meine Mutter!
Nein, das kann doch nicht!

„Nein!“
Das ......das.... das kann nicht sein!
Ganz ruhig! Wenn sie meine Mutter wäre, dann hätte sie ja ein Muttermal an der rechten Schulter. Also werde ich einfach mal nachgucken!
Einfach?
Wieso ĂĽberhaupt?
Warum kann ich nicht einfach es in den Ofen schieben und fertig?
Also eigentlich ist das ja egal wer sie ist. Sie ist im KZ gelandet und nur das zählt. Das muss schon so seine Richtigkeit doch haben!
Aber wenn sie es doch ist?!
Wenn ich’s nicht tu, dann......dann..scheiße!
Ich muss es machen!
Ich muss es wissen!
Ganz vorsichtig sie auf den Bauch drehen......
„Scheiße!“
SIE ist es!
Nein das geht nicht!
Das kann doch nicht!
Aber was macht sie hier? Sie ist doch arisch! Naja war... . Ich doch erst recht! Sonst wäre ich doch jetzt auch bei dem Dreck dort drüben gewesen. Dann muss es was politisches gewesen sein.
Aber wir waren doch erst recht auch keine vaterlands-verräterischen Kommunisten.
„Was ist los?“ Alles okay bei dir da drüben?“ erkundigt sich Herbert nach meinen Schreien.
ScheiĂźe! ScheiĂźe! ScheiĂźe!
Was mach ich jetzt?
Wenn er das rauskriegt, dass ich der Sohn einer dieser Nicht-Lebenswerten bin, dann...dann wird er mich sicher auch verpfeifen und dann bin ich auch dran!
Ganz ruhig! Ich muss ganz ruhig bleiben.
„Nee nee. Ist alles in Ordnung hier! Dieses...äh....Ding hier wollte sein Gold nicht hergeben!“
Scheiße! Das klang zu zögerlich und zu harmlos und zu gefühlvoll. Hoffentlich kommt er nicht rüber.
„Achsoo!“ Desinteresse!
Puuuhhh! Zum GlĂĽck! Das war knapp! Nicht das er doch noch rĂĽber kommt!
Aber was sollte der schon entdecken?! Mich mit nem Kadaver! Aber meine Unsicherheit hätte er sicher bemerkt... und.. und meinen Angstschweiß doch gesehen.
Gute Idee. Den sollt ich mir mal erst abwischen.
Baaaah! ScheiĂźe! Jetzt hab ich mir auch noch das rote Dreckszeug an den Kopf gewischt! Muss ich nachher direkt desinfizieren, die holen sich doch hier alle was weg. Obwohl er sah gar nicht krank aus, der Mann. Also er wirkte noch recht gesund.
Trotzdem! Es war kein arisches Blut schon alleine das ist ein triftiger Grund!
Jetzt nur nicht weich werden, Junge! Komm! Die Arbeit muss weiter gehen, sonst fällt’s noch auf.
Glücklicherweise hatten wir früher nie das Geld um uns Goldzähne leisten zu können.
Daher wird Mutter wohl auch keine haben! Oder? Ich hab sie jahrelang nicht mehr gesehen geschweige denn Kontakt zu ihr gehabt. Ich studierte in Augsburg und ich ging dann zum Militär... .
Wieso ĂĽberhaupt?!
Ach egal!
Aber sie hat sicher auch nie das Geld dafür auftreiben können. Außerdem ein Weib gehört hinter’n Herd und braucht so etwas überhaupt nicht.
Also muss ich sie jetzt auch nicht untersuchen.
„Kann ich jetzt mal endlich das nächste bringen? Wir müssen diese Fuhre in zwei Stunden erledigt haben und hier liegen noch 30 davon! Sonst gibt’s wieder Stress bei der Lagerverwaltung!“ meldete sich Herbert dann doch schon ungeduldig.
Komm, Junge, jetzt verweichlich nicht! Niemand scheint was zu wissen.
Einfach rein in den Ofen und schweigen.


__________________
Wie oft kann ein Herz brechen?

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Gabriel
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Dichterwicht!

Meine ganz persönliche Meinung:
Aller literarischen Freiheit zum Trotz - ein klares Nein!

Ich möchte dir auch die Begründung dazu geben:
Die von dir angefĂĽhrte 'Kritik' ist fĂĽr mich lediglich die zweifelhafte Moral: Was du nicht willst, das man dir tut ...
(Die Mutter)
Dem angeführten Aufzeigen der Perversion und der Brutalität fehlt jegliche Aussage. Es liest sich für mich wie reine Effekthascherei mit einem schon tausenfach ausgeschlachteten Thema.

Nimm es mir bitte nicht ĂĽbel, aber du wolltest ehrliche Meinungen und das ist meine.

GruĂź, Gabriel




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Zefira
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 14
Kommentare: 1113
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Ich bin der gleichen Meinung.

Eine moralische Botschaft - ist m.E. genau das, was dem Text fehlt. Er befaĂźt sich nicht wirklich mit dem Thema, sondern kommt ĂĽber das bloĂźe Hervorrufen von Ekel und Abscheu nicht hinaus.

Mich erinnert das an manche Splattertexte, deren Autoren auch gern behaupten, durch "Ăśberzeichnung von Gewalthandlungen" ĂĽbten sie implizit Kritik an der Gewalt. Es mag gut gemeint sein, aber mir ist das eindeutig zu sehr vereinfacht bei einem so schwierigen Thema.

lG, Zefira

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Rote Socke
Guest
Registriert: Not Yet

Ich sage mir stets: Die Anfänge solcher Texte sind immer gut, weil sie Tabuthemen oder einfach nur schwierige/heikle Themen aufgreifen, die den Leser interessieren und er neues erfährt und über all das nachdenkt. Leider gehen die Texte dann schnell (wie auch in diesem Beispiel) ins Leere und hinterlassen einen fahlen Geschmack.

Also Dichterwicht, das heiĂźt: Dein Grundgedanke ist gut, aber die AusfĂĽhrung schlecht! Warum? Weil, entweder mĂĽssen solche Texte von den Betroffenen selbst stammen; oder Du hast mit einem Zeitzeugen gesprochen und verfasst dann einen Text; oder aus dem textlichen gehen fundierte Recherchen hervor mit entsprechenden Quellenangaben; oder man bastelt aus oben genannten Dingen eine nachvollziehbare Story.

Einfach etwas nach Gefühl zu erfinden (so könnte es gewesen sein) ist eine Effekthascherei.

So solltest Du bei solchen Dingen und Themen vorgehen.

Gruss
Socke

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

Werke: 64
Kommentare: 1400
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Hallo lieber Dichterwicht,
ne Dichtung ist das wahrlich nicht.

Aber im Ernst. Im Großen und Ganzen kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. So läßt sich das Thema nicht runterspulen. Ich möchte nicht nachplappern, was die anderen schon ausführten. Ich beschränke mich lieber darauf zu verweisen, dass bei dem Text auch historisch mehr als nur ne Menge schief gegangen ist.

Der Zahnzieher (Alles egal!?)

So! Gleich kommt der Abfall vom „Duschen“ wieder. Pah! Und die Dummköpfe dachten, dass sie sich waschen und säubern dürften. (Gehen wir mal davon aus, ein SS-Mann wäre tatsächlich der „Zahnzieher“. Glaubst Du wirklich, bei dem kam nach tausenden von Leichen immer noch Häme auf? Höchstens Stumpfsinn. Doch mit dem Entfernen der Goldzähne waren meines Wissens Häftlinge beschäftigt. SS-Leute haben das lediglich beaufsichtigt. Also schon deshalb kannst Du die Geschichte vergessen. Sie kann so nicht stattgefunden haben)

Die haben doch so einen Luxus gar nicht verdient! Unser FĂĽhrer wusste schon ganz genau, warum er ES ins KZ
(nicht nur KZ, sondern Vernichtungslager)
schickte.
Dann lass mal sehen, ob es noch ein paar Goldzähnchen vor uns versteckt hat und der deutschen Rasse schenken könnte. (So einen Schwachsinn traue ich nicht mal einem SS-Mann zu)
So erst mal schön die Fresse auf. ( Ich würde meinen, die ist schon auf. Das Opfer ist nämlich qualvoll erstickt) Halt! Warte! Besser noch Handschuhe anziehen. Wer weiß, welche Krankheiten dieses Pack noch mit sich rumschleppt!
Boah! Was für ein Mundgeruch! Überhaupt stinken diese Dinger wie die Hölle! ( Wieder Schwachsinn – dieser Mensch wurde vergast!!!)
Aahh da! Schon beim ersten fündig geworden! Was für ein Glück! Hoffe mal dass, das schnell geht! Ich hab nämlich keinen Bock wieder ne halbe Stunde an dem Ding hier rum zu werkeln. (Dein SS-Mann hatte garantiert keinen Bock – den Ausdruck gebrauchte man erst Jahrzehnte später!!) Nur um so einen popeligen Goldzahn zu ergattern. Außerdem hab ich ja noch einen ganzen Berg von diesen Fleischstücken vor mir!
Die Zange genĂĽgt diesmal hoffentlich! Tja ansonsten muss ich erst noch den Kiefer mit Hammer und Brecheisen ( reine Splatterphantasie) bearbeiten.
Na gut! Dann mal ran an den Speck!
Na komm schon!
Aah! Er hat schon mal geknackt.
Ein bisschen drehen noch!
Soo! Da isser ja!
Naja sehr viel Karat scheint der ja nicht zu haben. Aber erst mal das dreckige rote Zeug abwaschen. Das könnte ja sonst noch den schon ohne hin niedrigen Wert mindern.
„Herbert! Bring das nächste Stück rüber!“
„Danke!“
HA die hat schon gewaltige Hängetitten! Und was für Speckrollen! Naja auch hässliche Schabracken muss es geben!
Mmmhh also der runde Kopf kommt mir schon irgendwie bekannt vor. Nee aber das kann ja nicht sein!
Und dann die braun-gelockten Haare (Recherchieren!!! Die Opfer wurden vor der Vergasung geschoren!!) versetzt mit grauen Stränen, wie meine Mutter!
Nein, das kann doch nicht!

„Nein!“
Das ......das.... das kann nicht sein!
Ganz ruhig! Wenn sie meine Mutter wäre, dann hätte sie ja ein Muttermal an der rechten Schulter. Also werde ich einfach mal nachgucken!
Einfach?
Wieso ĂĽberhaupt?
Warum kann ich nicht einfach es in den Ofen schieben und fertig? (Also die Verbrennung nahmen auf alle Fälle Häftlinge vor. Das glaube ich genau zu wissen)
Also eigentlich ist das ja egal wer sie ist. Sie ist im KZ gelandet und nur das zählt. Das muss schon so seine Richtigkeit doch haben!
Aber wenn sie es doch ist?!
Wenn ich’s nicht tu, dann......dann.. scheiße!
Ich muss es machen!
Ich muss es wissen!
Ganz vorsichtig sie auf den Bauch drehen......
„Scheiße!“
SIE ist es!
Nein das geht nicht!
Das kann doch nicht!
Aber was macht sie hier? Sie ist doch arisch! Naja war... . Ich doch erst recht! Sonst wäre ich doch jetzt auch bei dem Dreck dort drüben gewesen. Dann muss es was politisches gewesen sein.
Aber wir waren doch erst recht auch keine vaterlands-verräterischen Kommunisten.
„Was ist los?“ Alles okay bei dir da drüben?“ ( Okay wird dort bestimmt nicht gerufen. Das kam erst mit den Amis ins Land – mein Gott – wie kann man nur solch einen Stoff anfassen, wenn man nicht mal die elementarsten Dinge beherrscht) erkundigt sich Herbert nach meinen Schreien.
ScheiĂźe! ScheiĂźe! ScheiĂźe!
Was mach ich jetzt?
Wenn er das rauskriegt, dass ich der Sohn einer dieser Nicht-Lebenswerten bin, dann...dann wird er mich sicher auch verpfeifen und dann bin ich auch dran! (Wie denn? Wenn es einer rauskriegen könnte, dann jemand aus der Lagerverwaltung. Dort liegen die Papiere der Opfer)
Ganz ruhig! Ich muss ganz ruhig bleiben.
„Nee nee. Ist alles in Ordnung hier! Dieses...äh....Ding hier wollte sein Gold nicht hergeben!“
Scheiße! Das klang zu zögerlich und zu harmlos und zu gefühlvoll. Hoffentlich kommt er nicht rüber.
„Achsoo!“ Desinteresse!
Puuuhhh! Zum GlĂĽck! Das war knapp! Nicht das er doch noch rĂĽber kommt!
Aber was sollte der schon entdecken?! Mich mit nem Kadaver! Aber meine Unsicherheit hätte er sicher bemerkt... und.. und meinen Angstschweiß doch gesehen.
Gute Idee. Den sollt ich mir mal erst abwischen.
Baaaah! ScheiĂźe! Jetzt hab ich mir auch noch das rote Dreckszeug an den Kopf gewischt! Muss ich nachher direkt desinfizieren, die holen sich doch hier alle was weg. Obwohl er sah gar nicht krank aus, der Mann. Also er wirkte noch recht gesund.
Trotzdem! Es war kein arisches Blut schon alleine das ist ein triftiger Grund!
Jetzt nur nicht weich werden, Junge! Komm! Die Arbeit muss weiter gehen, sonst fällt’s noch auf.
Glücklicherweise hatten wir früher nie das Geld um uns Goldzähne leisten zu können.
Daher wird Mutter wohl auch keine haben! Oder? Ich hab sie jahrelang nicht mehr gesehen geschweige denn Kontakt zu ihr gehabt. Ich studierte in Augsburg (Ein Studierter der damaligen Zeit, der außer dem Wort „Scheiße“ nicht viel drauf hat und eigentlich wie ein Sechste-Klasse-Abgänger spricht, ist schwer vorstellbar. Außerdem wäre er dann wohl Offizier geworden. Jetzt sag aber nicht, er ist KZ-Arzt) und ich ging dann zum Militär... .
Wieso ĂĽberhaupt?!
Ach egal! (Wenn man nicht mehr weiter weiß, dann egal. Gerade sein Motiv, zur SS (nicht Militär) zu gehen wäre vielleicht interessant gewesen)
Aber sie hat sicher auch nie das Geld dafür auftreiben können. ( Aber für’s Studium! Mein Gott – schon mal was über die Vorkriegszeit gehört oder gelesen?) Außerdem ein Weib gehört hinter’n Herd und braucht so etwas überhaupt nicht.
Also muss ich sie jetzt auch nicht untersuchen.
„Kann ich jetzt mal endlich das nächste bringen? Wir müssen diese Fuhre in zwei Stunden erledigt haben und hier liegen noch 30 davon! Sonst gibt’s wieder Stress (Modewort aus heutiger Zeit – damals zumindest umgangssprachlich nicht gebräuchlich) bei der Lagerverwaltung!“ meldete sich Herbert dann doch schon ungeduldig.
Komm, Junge, jetzt verweichlich nicht! Niemand scheint was zu wissen.
Einfach rein in den Ofen und schweigen.


Tja – vielleicht hast Du etwas anderes gewollt, aber so geht es nun wahrlich nicht. Eigentlich schade. Das Thema hätte es vielleicht verdient, behandelt zu werden. Aber nicht so und schon gar nicht in der Splattersprache unserer Zeit.

GruĂź Ralph


__________________
Schreib ĂĽber das, was du kennst!

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Aneirin
Autorenanwärter
Registriert: May 2003

Werke: 5
Kommentare: 61
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Moral!?

Hallo Dichterwicht,

ohne grundlegende Ăśberarbeitung solltest Du den Text nicht in einem Literaturkurs einreichen und schon gar, wenn eine moralische Aussage gefordert wird. Ich kann mich meinen Vorkommentatoren nur anschlieĂźen

Eine Moral kann ich wirklich nicht entdecken. Ich denke, dass den Opfern in der Literatur ein respektvoller Umgang zusteht und gerade den vermisse ich. Selbst wenn mit den Leichen auf diese Weise umgegangen wurde, so sollte fĂĽr eine Moral doch das MenschenunwĂĽrdige zum Ausdruck kommen. Daran fehlt es aber.

Es gibt in Deiner Gechichte niemand, mit dem sich der Leser identifizieren kann oder möchte und schon deshalb lässt sich kaum eine Moral darstellen. Die Geschichte rief in mir nur Ekel hervor, und ich war froh, dass sie nicht allzu lang war.

Bei historischen Themen solltest Du recherchieren und Dich bemühen den Zeitgeist einzufangen. Es liest sich als wären Leute von heute 60 Jahre zurückversetzt worden.

Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Viele liebe GrĂĽĂźe
Aneirin

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