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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Zauber einer Blume
Eingestellt am 13. 04. 2010 15:36


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Franka
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Der Zauber einer Blume

Ich hatte dich gewarnt, wieder und wieder. Hatte dir gesagt, dass alles Schöne auch eine andere Seite hat. Sei nicht zu leichtgläubig, hatte ich gerufen, komme mir nicht zu nahe, ich bringe dein Leben in Gefahr. Doch du hast nur das Schöne gesehen, ihre Farbe, dieses wunderbare, samtene Rot, die Blätter, wie sie sich öffneten und wie der Tau sich zu kleinen Tropfen auf ihnen sammelte. Und dann dieser Duft. Trau ihm nicht, hatte ich gesagt. Geh weg! Lauf, solange du noch kannst.
Rot sei die Liebe, diese Blume ein Zeichen. Sie hat mich verzaubert, ich muss sie haben, hast du mir geantwortet.
So habe ich dich umschlossen, fester und fester, habe meine Stachel in dein Fleisch getrieben. Du hast still gehalten. Kein Schmerzlaut hat deine Lippen verlassen. Lächelnd bist du in meinen Fängen verblutet. Das ist Liebe, waren deine Worte.
Und wieder ist an meinem Strauch eine Rose erbl√ľht.

__________________
Man probiert. Vielleicht klappt es. Wenn nicht, dann probiert man was Neues. (frei nach Antje Joel)

Version vom 13. 04. 2010 15:36
Version vom 14. 04. 2010 10:03

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Spaetschreiber
???
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Ach Du ...
Das ist eine ganz schöne, erotische Geschichte, Franka. Und so schön vorsichtig eingewickelt. Hach, ja, sie gefällt mir.
Eine Bitte hab ich. K√∂nntest Du mal dr√ľber nachdenken, das "letzte" wegzulassen?
Dies hier: "Das ist Liebe, waren deine letzten Worte." Dann ist alles so schön offen.

LG
Tom

p.s. (Samstag?)
__________________
Nur ein mittelmäßiger Literat ist immer in Höchstform. (W.S. Maugham)

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Franka
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Hallo,

danke f√ľr das positive Feedback, den Tipp habe ich gerne umgesetzt.

LG Franka
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KaGeb
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Hallo Franka,

nun bin auch ich dem "Zauber einer Blume" erlegen =)

Was mir dennoch auffiel:


quote:
Hatte dir gesagt, dass alles Schöne auch eine andere Seite hätte.

Ist das nicht eigentlich eine allgemeing√ľltige Aussage, dass alles Sch√∂ne auch eine andere Seite hat? Die gilt somit ja immer, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart.
Vielleicht dann lieber:
Hatte dir gesagt, dass alles Schöne auch eine andere Seite hat.
Wenn die Aussage nicht den Charakter von Allgemeing√ľltigkeit h√§tte, w√§re sie vermutlich korrekt. Sozusagen eine M√∂glichkeitsform der Vergangenheit.

quote:
Doch du hast nur das Schöne gesehen, ihre Farbe, dieses wunderbare, samtene Rot, die Blätter, wie sie sich öffneten und wie der Tau sich zu kleinen Tropfen auf ihnen sammelte.

"ihre"? Vielleicht besser "meine" oder "die" (oder liege ich verkehrt?) Das gefällt mir so gut an deinen Texten, dass ich "meine Deutung" deines Textes durch Anregungen zu verbessern versuche und dabei mitunter den Inhalt völlig falsch deute ... =)
Ich vermute, mit "ihre" beziehst du dich auf ein Attribut von "das Sch√∂ne". F√ľr diesen Fall passt m.M.n. "deren" besser oder "dessen".

quote:
Und dann dieser Duft. Trau ihm nicht, habe ich gesagt.


Hier wechselst du plötzlich vom Plusquamperfekt zum Perfekt.
... habe ich ... = Perfekt
... hatte ich ... = Plusquamperfekt.
Plusquamperfekt wird meines bescheidenen Wissens benutzt, um in der Vergangenheit 2 Handlungen zeitlich einzuordnen. Die Handlung, die im Plqpf. steht, hat in der Vergangenheit bereits stattgefunden. Der gesamte Text steht (m.M.n.) im Plqpf., weshalb ich auch √ľber das "habe" gestolpert bin. Erbsenz√§hlerei - ich wei√ü, aber mir macht es einfach Spass, mich mit solch guten Texten zu besch√§ftigen. Learning bei doing



Geh weg! Lauf weg, solange du es noch kannst.


quote:
Rot sei die Liebe, diese Blume ein Zeichen. Ich muss sie haben, hast du mir geantwortet.

Hier w√ľrde ich (vermessener Weise) auf auf das Plqpf. hinweisen (Oberschlau kuckt)

Der Rest der Prosa verbleibt im "Perfekt". Meine Idee: Wäre das Textlein noch verzaubernder, wenn er komplett in der Gegenwart passiert?

Dennoch, er ist zuckers√ľ√ü - und falls ich Quatsch fabuliert habe, dann: MEA CULPA, MEA CULPA!!!!

LG, KaGeb

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Franka
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Lieber KaGeb,

danke f√ľr deine wertvollen Anregungen, habe versucht sie auch umzusetzen. √úbrigens ist die Erz√§hlerin die Dornenhecke, daher ihre Farbe.

LG Franka
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KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Franka,

ehrt mich sehr, dass einige meiner Ideen hilfreich waren. Was mir noch auffiel:


quote:
Doch du hast nur das Schöne gesehen, ihre Farbe, dieses wunderbare, samtene Rot, die Blätter, wie sie sich öffneten und wie der Tau sich zu kleinen Tropfen auf ihnen sammelte.


Auch hier w√§re es vielleicht zweckdientlich, die Allgemeing√ľltigkeit konsequent durchzuziehen. "Die Bl√§tter ..." √∂ffnen sich jetzt und auch in Zukunft immer - und der Tau wird sich ebenso "immer" zu kleinen Tropen darauf sammeln.
Auch mit deiner Erklärung finde ich "ihre Farbe" unpersönlich. Das reißt (mich) aus dieser herrlichen Prosa heraus. Ich (der Leser) bin eigentlich gefangen in einer (dieser) Rose(nHecke, wie auch immer) - und "ihre" deutet plötzlich auf einen Drittbezug, wodurch der (mein)Lesefluss auf einmal stolpert.

Vielleicht: Doch du hast nur das Schöne gesehen, meine Farbe, dieses wunderbare samtene Rot, die Blätter, wie sie sich immerfort öffnen und der Tau sich zu kleinen Tropfen auf ihnen sammelt. (Oder so ähnlich - oder auch nicht )


quote:
Und wieder ist an meinem Strauch eine Rose erbl√ľht.

Und hier wird die Hecke wieder ein Strauch


Ganz liebe Gr√ľ√üe, KaGeb

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Franka
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Hallo,

im Text f√§llt ja das Wort Hecke nicht, es ist ein Rosenstrauch und der tr√§gt am Anfang nur eine Blume. Ich musste beim Schreiben an die Dornenhecke aus "Dornr√∂schen" denken. Die Erz√§hlerin ist somit der Strauch und das "Opfer" wird bet√∂rt durch die Blume. Ich bin mir nicht sicher, ob ich da noch einmal √§ndern soll/muss. Trotzdem, vielen Dank, sch√∂n, wenn die Leser so mitgehen und den Autor unterst√ľtzen.

LG Franka
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