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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Der Zauberklang der Harfe
Eingestellt am 08. 09. 2002 10:12


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Aceta
???
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Der Zauberklang der Harfe
_____________________

Er war Stimmf├╝hrer der zweiten Geige, hatte Charme, Witz und war
der Schwarm vieler im Orchester. Aber irgendwie hatte ich es
geschafft: Nach den Proben in einer kleinen Kammer liebten wir uns.
"Harfinistinnen", sagte er einmal, "sind ganz besondere Frauen, und
so selten!"

Wenn er mich liebkoste, seine abenteuerlichen erotischen Ideen
verwirklichte, war es wie ein irres Piccicato auf seiner Geige - und




lie├č meinen K├Ârper klingen.

"Spiele f├╝r mich!" sagte er schlie├člich, und schob mich - nackt wie
ich war - aus der Kammer auf die leere B├╝hne. Meine Haut brannte
noch, seine wilden K├╝sse tief in meinem Scho├č, als ich den k├╝hlen
Schemel nahm.
Die Harfe mochte wohl, wie ich sie nun ber├╝hrte -
mich selbst bezauberte der Klang der Sph├Ąren.

Da pl├Âtzlich ├Âffnet sich der Vorhang - und feixende Gesichter treiben
├╝blen Scherz.
Die Harfe aber klingt, bis sie alle verstummen - wie im Rausch hab'
ich gespielt.

Dann bin ich gegangen - meine Nacktheit meine Zier - er aber hatte
ausgegeigt ...


____________________________________

urspr├╝nglich in Strophen geschrieben wurde der
Text am 28.9.2002 formal ge├Ąndert nach einer
Anregung von Zeder, das Orgiginal wird f├╝r
interessierte Leser(innen) in den nachfolgenden
Kommentaren vorgestellt.
Vielen Dank f├╝r die konstruktive Kritik!


__________________
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Gelungen

Ein gut gelunger Text - Aufgabe gel├Âst, meint Android!

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Aceta
???
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Vielen Dank !

Mikel hat
- so extrem fr├╝h
- so extrem gut
eine H├╝rde geschaffen: da getraute frau/man sich kaum noch, einen Beitrag zu tun! (Einfach originell und gelungen!)

Die klassische Vorlage beschreibt eine Situation - und es ist halt offen, wie weit diese interpretiert werden darf, als was wir hier schreiben noch beanspruchen kann, dem Gedanken des Originals zu folgen.

Ich bin, die ich bin -
*l├Ąchel*
- und habe mir nat├╝rlich auch (wie Mikel bereits) eine etwas erotische Interpretation ausgesucht ...

F├╝r das Lob bedanke ich mich - l├Ąngst kritischer gegen mich selbst geworden, was ich noch in die LL stelle, freue ich mich dar├╝ber ...

Zeder sei Dank: die "Schreibaufgabe" ist jedenfalls eine interessante Herausforderung!

Aceta

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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Zeder
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Kritischer geworden

Hallo Aceta,

"F├╝r das Lob bedanke ich mich - l├Ąngst kritischer gegen mich selbst geworden, was ich noch in die LL stelle, freue ich mich dar├╝ber ..."

Die Schreibaufgabe dient dem Nachdenken dar├╝ber, welche M├Âglichkeiten, Facetten, Gedankenans├Ątze sich bieten, schriftstellerisch t├Ątig zu werden.

Und: Ich gebe Dir Recht: Mikel hat eine sehr gute Fassung wahnsinnig schnell gezaubert ... das Thema lag ihm wohl sehr.

Eines muss ich allerdings relativieren: "Zeder sei Dank".
Die Moderatorin "hera" hat mir die Grundidee f├╝r diese Schreibaufgabe geliefert, und daf├╝r geb├╝hrt ihr der Dank.

Jetzt aber zu Deiner Textgestaltung:

Inhaltlich ist der Text gut gelungen; nur optisch w├╝rde ich nicht den poetischen Stil unterst├╝tzen.
Anders formuliert: Warum ver├Âffentlichst Du nicht linksb├╝ndig und als Prosatext?

Viele Gr├╝├če,

__________________
"Die Ceder ist ein hoher Baum, oft schmeckt man die Citrone kaum" (Wilhelm Busch)

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Aceta
???
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die Form ... zur Anregung von Zeder

Vielen Dank f├╝r die Anregung, den Text formal anders zu gestalten.
Irgendwie sch├Ąme ich mich wohl, wenn ein Prosatext so kurz ist - *l├Ąchel* - mit der Form kurzer Zeilen und optischer Abs├Ątze wollte ich die Leserin/den Leser quasi langsamer durch die Worte f├╝hren.
Noch als Kind habe ich einen kleinen Roman geschrieben - damals ├╝ber 50 eng beschriebene Schreibmaschinenseiten. - Als ich es sp├Ąter wieder gelesen habe, dachte ich: wie lang und intensiv hatten diese Szenen in meinem Kopf stattgefunden - und wie kurz wurden sie nun - weil zu lesen eben viel schneller geht als das (m├╝hsehlige) Schreiben (mit 3-Finger Suchsystem).
Diese Erfahrung ist der Grund, weshalb ich bei den kurzen Texten dazu neige, optische H├╝rden f├╝r den Leseflu├č zu gestalten, damit w├Ąhrend des langsameren Lesens die Phantasie mehr Spielraum gewinnt.
Mich interessiert, was Ihr davon haltet!
*l├Ąchel*

Aceta

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Zeder
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Optische Darstellung

Der Zauberklang der Harfe
_____________________

Er war Stimmf├╝hrer der zweiten Geige, hatte Charme, Witz und war der Schwarm vieler im Orchester. Aber irgendwie hatte ich es geschafft: Nach den Proben in einer kleinen Kammer liebten wir uns.
"Harfinistinnen", sagte er einmal, "sind ganz besondere Frauen, und so selten!"

Wenn er mich liebkoste, seine abenteuerlichen erotischen Ideen verwirklichte, war es wie ein irres Piccicato auf seiner Geige - und lie├č meinen K├Ârper klingen.

"Spiele f├╝r mich!" sagte er schlie├člich, und schob mich - nackt wie ich war - aus der Kammer auf die leere B├╝hne. Meine Haut brannte noch, seine wilden K├╝sse tief in meinem Scho├č, als ich den k├╝hlen Schemel nahm. Die Harfe mochte wohl, wie ich sie nun ber├╝hrte - mich selbst bezauberte der Klang der Sph├Ąren.

Da pl├Âtzlich ├Âffnet sich der Vorhang - und feixende Gesichter treiben ├╝blen Scherz.
Die Harfe aber klingt, bis sie alle verstummen - wie im Rausch hab' ich gespielt.

Dann bin ich gegangen - meine Nacktheit meine Zier - er aber hatte ausgegeigt ...


Hallo Aceta,

ich habe mir erlaubt, Deinen Text in Prosa-Form umzusetzen. Die "Verlangsamung" des Leseflusses erreicht man durch Abs├Ątze und durch Gedankenstriche. Letztere waren ja schon in Deiner Version vorgegeben.

Wenn ein Prosatext kurz ist, sollte jeder Satz ein "Treffer" sein. Der Leser rast durch gute Formulierungen nicht im ICE-Tempo durch - er genie├čt sie doch.

Meiner Meinung nach sollte die poetische Darstellung dann gew├Ąhlt werden, wenn ein Text durch diese Form noch eine inhaltliche Erg├Ąnzung erh├Ąlt, die nicht durch (wie auch immer gew├Ąhlte) Worte zum Audruck gebracht werden kann.

Viele Gr├╝├če,


__________________
"Die Ceder ist ein hoher Baum, oft schmeckt man die Citrone kaum" (Wilhelm Busch)

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