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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Zauberteppich
Eingestellt am 25. 07. 2014 10:21


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molly
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Der Zauberteppich / Ab 5 Jahren

In einem fernen Land, mitten im Zaubersee, lag eine kleine Insel. Darauf stand ein Leuchtturm. Aber kein Leuchtturmwächter wohnte hier, sondern der Zauberer Jan Firlefanz.
Wie jeden Tag stieg er bis zur Turmspitze hinauf. Er schaute √ľber das weite Land, das wie verschlafen vor ihm lag. Danach beobachtete er eine Weile den Strand des Zaubersees. Es schien alles genau so ruhig und friedlich zu sein, wie am Vortag. Es waren keine Hexen auf ihren Besen unterwegs. Als sein Blick auf den Boden fiel, rieb er sich erstaunt die Augen. Vor seinem Turm lag ein wundersch√∂ner, bunter Teppich. Jan verlie√ü sofort seinen Turm und als er vor dem Teppich stand, sah er, dass ein rotes Herz, eine goldene Krone und ein Besen darauf abgebildet waren. Au√üerdem konnte er noch zwei W√∂rter lesen, eines hie√ü "Hopp" und das andere "Hoppla". Jan √ľberlegte laut: "Was hei√üt denn Hopp?‚Äú Sofort erhob sich der Teppich und schlug ein paar Wellen in der Luft. Jan rief ‚ÄěHoppla‚Äú hinterher und der Teppich legte sich wieder. Der Zauberer rieb sich vergn√ľgt die H√§nde. Mit diesem Zauberteppich konnte er nun endlich einmal verreisen. Er rannte zur√ľck in seinen Turm, zog den Zaubermantel an, steckte sein Zauberbuch und den Zauberstab ein und st√ľlpte sich seinen Zauberhut auf. Zum Schluss verschloss er seinen Turm mit einem Zauberspruch.
Vorsichtig strich Jan mit der Hand √ľber den Zauberteppich, der sehr weich und warm war. Er legte sich mit dem R√ľcken darauf und rief "Hopp", doch der Teppich warf ihn einfach ab. Nun legte sich der Zauberer auf den Bauch, aber der Teppich schlug nur ein paar Wellen und blieb liegen. Jan versuchte es mit stehen, der Teppich dachte nicht daran fortzufliegen. Danach setzte er sich im Schneidersitz darauf, zog sein Zauberbuch aus der Tasche und murmelte: "Vielleicht steht hier etwas √ľber das "Hopp" drin." Kaum hatte er das Wort ausgesprochen erhob sich der Teppich in die Luft und flog so oft um den Turm, bis es Jan schwindelig wurde.
Er rief: ‚ÄěBitte, lieber Teppich, treib keinen Scherz, flieg mich zu dem Herz". Dabei deutet er mit seinem Zauberstab auf das rote Herz im Teppich. Nun sauste dieser hoch, flog √ľber alle B√§ume, stieg h√∂her und h√∂her bis zu den Wolken und der Wind wirbelte dem Zauberer kr√§ftig um die Ohren. Stunden sp√§ter sank der Teppich langsam, Jan sah unter sich ein Schloss und bald darauf landete er dort mitten im Hof.
Ein Mann mit einer goldenen Krone trat zu ihm und sagte: "Ich bin der K√∂nig Halifax, dich hat mir der Himmel geschickt.‚Äú Er erz√§hlte Jan, dass die grauen Hexen aus dem Nebeltal seine wundersch√∂ne Herzens-Prinzessin geraubt h√§tten. Jan Firlefanz z√∂gerte nicht lange, er befahl dem K√∂nig sich im Schneidersitz hinter ihn auf den Teppich zu setzen, rief ‚ÄěHopp" und schon schwebten sie um das Schloss. Jan deutete auf den Besen im Teppich und sagte: "Lieber Teppich h√∂r einmal, flieg uns zu dem Nebeltal.‚Äú
Der Teppich sauste los. Unter ihnen war die Welt bald winzig klein und gleich darauf verschwanden sie in den Wolken. Als es Nacht wurde, schlief der Zauberer Jan ein und kippte vom Schneidersitz auf die Seite. Sofort sank der Teppich und sie landeten vor einer H√∂hle. Ein Zwerg stand davor und fragte sie, was sie hier zu suchen h√§tten. Der K√∂nig antwortete: ‚ÄěWir suchen meine Prinzessin, sie ist bei den Hexen im Nebeltal. Doch wir sind zu m√ľde, um weiter zu fliegen. Wir √ľbernachten bei dir." Der Zwerg schaute den K√∂nig verwundert an und sagte: ‚ÄěDu hast vergessen Bitte zu sagen!" ‚ÄěNein‚Äú, sagte der K√∂nig, ‚Äěich bitte nicht, ich befehle, denn ich bin der K√∂nig!" Da sagte der Zwerg: "Wer nicht bitten kann, f√§ngt noch mal von vorne an!" Die H√∂hle und der Zwerg verschwanden, Jan und der K√∂nig standen wieder im Schlosshof. Der K√∂nig bat: ‚ÄěBitte, bring mich schnell ins Hexental, ich habe gro√üe Angst um die Prinzessin." Jan g√§hnte laut und der K√∂nig brachte ihm eine gro√üe Tasse hei√üen Milchkaffee. Danach flogen sie wieder los. Sie flogen solange, bis der K√∂nig vor M√ľdigkeit umkippte. Der Teppich landete vor einem silbernen Haus. Eine wundersch√∂ne Frau stand davor und sagte: Ich bin die Fee in diesem Land, was wollt ihr?" Der K√∂nig sagte: ‚ÄěWir m√∂chten bei dir √ľbernachten!" Der Zauberer stie√ü den K√∂nig an und dieser sagte noch: "Bitte!" Die Fee f√ľhrte sie in ein helles Zimmer. Jan und der K√∂nig legten sich in die Betten und schliefen sofort ein.
Als die Sonne aufging, weckte die Silberfee den K√∂nig und Jan auf. Sie sagte: Ich wei√ü, was ihr vorhabt. Wenn ihr weiterfliegt kommt ihr zum Kn√ľllwald. Hier wohnt die freundliche Hexe Fliegenbein, aber danach beginnt das Knattertal, das Land der grauen Hexen. Damit sie euch nicht entdecken, m√ľsst ihr ganz flach auf dem Teppich liegen!"
Der K√∂nig jammerte: ‚ÄěDas geht nicht, der Teppich fliegt nur, wenn wir im Schneidersitz sind!" Die Fee holte ein silbernes St√∂ckchen, reichte es dem K√∂nig und sagte: Du musst es √ľber deinen Kopf halten, dann fliegt der Teppich, auch wenn ihr darauf liegt!" Der K√∂nig schnappte das St√∂ckchen, zog Jan zum Teppich, doch die Fee rief: ‚ÄěK√∂nig Halifax, hast du nicht etwas vergessen?" Der K√∂nig sch√ľttelte nur ungeduldig den Kopf und als er auf dem Teppich lag, rief die Fee: "Wer nicht danken kann, f√§ngt noch einmal an!"
Schwupps, schon sa√üen sie wieder im Schlosshof und das silberne St√∂ckchen hatte der K√∂nig auch nicht mehr. Der K√∂nig raufte sich die Haare, stampfte w√ľtend umher und br√ľllte einmal laut. Danach bat er den Zauberer, gleich wieder loszufliegen.

Die Rettung

Jan, der Zauberer und der K√∂nig sausten viele Stunden durch die Luft. Als sie √ľber die H√∂hle flogen, winkten sie dem Zwerg zu und sie gr√ľ√üten auch die Fee vor ihrem silbernen Haus. Nun kamen sie zum Kn√ľllwald. Die Hexe Fliegenbein ritt ihnen entgegen und lud sie zum Kaffeetrinken ein. Das lie√üen sich die beiden nicht zweimal sagen. Sie landeten vor dem kleinen schiefen Hexenhaus tranken zusammen Kaffee und a√üen Hexenbrot. Das war so knusprig und w√ľrzig, dass der K√∂nig gleich noch um ein St√ľck bat. Nachdem sie sich gest√§rkt hatten, warnte die Hexe Fliegenbein sie eindringlich vor den grauen Hexen und fragte den K√∂nig, ob er nicht etwas vergessen h√§tte. Der K√∂nig sch√ľttelte den Kopf und sagte: ‚ÄěIch habe nichts vergessen, vielen Dank f√ľr Speis und Trank!" Die Hexe Fliegenbein aber rief: Doch, du hast etwas wichtiges vergessen!" Vor Schreck stolperte der K√∂nig √ľber seine eigenen F√ľ√üe und klagte: Bitte, nicht schon wieder zur√ľck zum Schloss. Ich muss meine Herzensprinzessin retten!" Die Hexe sagte: ‚ÄěRichtig, doch dazu brauchst du das silberne St√∂ckchen, die Silberfee hat es hier abgegeben." Sie gab ihm das silberne St√∂ckchen und w√ľnschte den beiden eine gute Reise. Diese legten sich flach auf den Teppich, der K√∂nig hielt das St√∂ckchen hoch, Jan rief: ‚ÄěHopp‚Äú und weiter ging der Flug. Kaum hatten sie den Kn√ľllwald verlassen, schwebten sie √ľber einem nebeligen Tal. Es roch nach Feuer und nach alten Schuhen. Auf einmal sahen sie unter sich die grauen Hexen, die um die Prinzessin tanzten. Sie klatschten in die H√§nde, stampften mit den F√ľ√üen, schwangen ihren Besen und drehten sich im Kreis. Dabei sangen sie ihr Hexenlied:

‚ÄěWir sind die grauen Hexen aus dem Nebeltal
und klatschen unsern Hexensong noch einmal.
Wir schwingen unsere Besen und drehen uns im Kreis,
und kreischen laut, denn wir sind niemals leis.
Wir heulen und zischen und fliegen durch die Luft
und √ľberall riecht man den Hexenmuffenduft.‚Äú

Der K√∂nig schlug die H√§nde vors Gesicht. Er wusste nicht, wie er seine Herzensprinzessin aus diesem Hexenkreis befreien konnte. Aber Jan klopfte ihm auf die Schultern und fl√ľsterte ihm etwas ins Ohr. Der K√∂nig nickte eifrig, Jan fl√ľsterte "Hoppla‚Äú und der Teppich landete hinter dem Hexenhaus. Da stieg der K√∂nig ab. "Hopp" murmelte Jan und flog in einem gro√üen Bogen √ľber die Hexen. Mitten im Kreis neben der Prinzessin landete er. Neugierig heulend st√ľrzten sich die Hexen auf den Teppich. Jan hob die Hand und sagte laut: ‚ÄěSeid gegr√ľ√üt, ihr Grauen. Eure Besen fliegen schnell, aber gegen meinen Teppich sind sie lahme Enten.‚Äú Die Hexen br√ľllten: ‚ÄěPuh, du Angeber, das wollen wir sehen.‚Äú Die Oberhexe schrie: ‚ÄěAuf die Besen, fertig, los!" Noch bevor die Hexen alle auf ihren Besen sa√üen, schwebte Jan mit seinem Teppich in der Luft. Die Hexen versuchten ihn einzuholen und jagten hinter ihm her. Aber der Zauberer war schneller und als er wieder landete, wollten alle Hexen mit diesem Teppich fliegen. Jan hatte nichts dagegen. Sie stellten sich dicht neben ihn, Jan hielt das Silberst√∂ckchen √ľber seinen Kopf und gab dem Teppich leise den Befehl. Schon schwebten alle Hexen mit dem Zauberer in der Luft.
Der K√∂nig kam aus seinem Versteck, lief zu seiner Herzensprinzessin und umarmte sie. Danach sammelten sie alle Hexenbesen ein und trugen sie in den Keller vom Hexenhaus. Der K√∂nig versteckte sich wieder und die Prinzessin lief zur√ľck in den Hexenkreis. Inzwischen war der fliegende Traumteppich wieder gelandet. Die Hexen stiegen frohgelaunt ab, doch bald merkten sie, dass ihre Besen fehlten. Sie st√ľrzten sich zornig auf Jan. Er hob nur die Hand und sagte: Wenn ihr wissen wollt, wo eure Besen sind, muss die Prinzessin einmal mit mir fliegen!" Die Oberhexe war damit einverstanden und die Prinzessin setzte sich auf den Teppich. Sie flogen hinter das Hexenhaus, landeten kurz, damit der K√∂nig aufsteigen konnte. Jan rief den Hexen zu: ‚ÄěIch habe die Besen versteckt, ihr m√ľsst sie suchen." W√§hrend sich die Hexen heulend und z√§hneknirschend auf die Suche nach ihren Besen machten, deutete Jan mit seinem Zauberstab auf die Krone im Teppich und
rief:

"Jag so schnell wie ein Geschoss bis zum schönen Königsschloss.“

Der Teppich wirbelte mit dem Wind in die H√∂he, und brachte sie zum Schloss zur√ľck. Der Zauberer Jan Firlefanz verabschiedete sich von der Prinzessin und dem K√∂nig Hallifax. Er setzte sich auf den Zauberteppich und flog zu seinem Turm zur√ľck. Als Jan abgestiegen war, schwebte der Teppich in die Luft, schlug ein paar Wellen und verschwand vor seinen Augen. Das silberne St√∂ckchen nahm er mit. Jan schaute dem Teppich nach, bis der √ľber dem Zaubersee verschwunden war.¬©


Version vom 25. 07. 2014 10:21

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