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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Zug
Eingestellt am 20. 08. 2006 17:38


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Lyricahp
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: May 2004

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Der Zug, er fuhr nicht weit von der Bank entfernt, auf der ich immer sa├č. Oft habe ich dann gedacht, einfach einsteigen zu m├╝ssen. In diesen Zug, der gleichg├╝ltig immer seine Strecke f├Ąhrt, jeden Tag... immer. Alles dunkle, kalte und die Gedanken verlassen zu k├Ânnen,... nur durch das Einsteigen in diesem Zug. Einfach wegfahren, weit weg, nichts denken, nichts mitnehmen und irgendwann ankommen, da wo vielleicht Licht ist. Licht, ohne Nebel und ohne innere K├Ąlte.

Ich wusste aber, dass dieser Zug immer vorbeifuhr, einmal, zweimal... immer.

Er nahm mich nie mit, dieser Zug der immerw├Ąhrenden Sehnsucht f├╝r mich. Daf├╝r habe ich diesen Zug manchmal gehasst.
Heute wei├č ich, warum mich dieser Zug nie mitnehmen konnte. Er kannte mein Ziel des Lichtes ohne Nebel nicht f├╝r mich.
Damals auf der Bank, in der K├Ąlte meines Herzens, habe ich nicht geahnt, dass ich eines Tages im Gedr├Ąnge eines ankommenden Zuges dieses Licht sehen w├╝rde, ein Licht des Gl├╝cks.
Ich wusste nicht, dass es dieses Licht je f├╝r mich geben w├╝rde, ein Licht, was jetzt bei mir ist, f├╝r viele Stunden des Gl├╝ckes.
Der Zug bringt mich oft zu diesem Gl├╝ck. Er ist aber auch derjenige, der mich dann wieder von diesem Gl├╝ck entfernt. Augenblicke des Gl├╝ckes wechseln dann mit den Augenblicken der unendlichen Traurigkeit eines Abschiedes.

Was bleibt ist dieser Zug, der gleichm├Ą├čig seine Strecke f├Ąhrt, ohne zu wissen, ob er unendliche Traurigkeit oder Gl├╝ck bringt. Trotzdem hat dieser Zug mein Leben ver├Ąndert, einfach dadurch, dass er das Ziel des Lichtes jetzt f├╝r mich kennt.

Ich habe gelernt, die Gleichg├╝ltigkeit des Zuges zu lieben.

┬ę Kati Simona, Kathie Meier
__________________
Unendlich sind die Gedanken - Himmelweit die Phantasie

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