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Leselupe.de > Kurzprosa
Der abgestorbene Wahrnehmungssinn
Eingestellt am 21. 06. 2005 12:32


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Perlentaucherin
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2003

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Der abgestorbene Wahrnehmungsast namens GefĂŒhl - oder die Party des Jahrhunderts

Du betrinkst dich mit Wahn.
Deine Eitelkeit schaut dir dabei zu.
Dein gesunder Menschenverstand wird von ihr in Schach gehalten.
Stattdessen gewĂ€hrt die Frau Eitelkeit wie eine TĂŒrsteherin Herrn Skrupel, Herrn Mißtrauen, H.Verachtung,H. Hass und Herrn Gewaltbereitschaft, sowie ihrer Freundin Frau Eifersucht Einlass.
Diese geladenen GĂ€ste breiten sich ungestört in deinem Gehirn aus und lassen sich lĂ€ssig auf deinem Gewissen, deiner Moral, deinem MitgefĂŒhl und deiner Liebe nieder.
Der Raum fĂŒllt sich allmĂ€hlich. Neue GĂ€ste, wie die List, die sich mit der TĂŒcke verbrĂŒdert hat, gesellen sich hinzu.
Dein Gewissen fÀngt unter der schweren Last an zu fluchen.
Deine Moral ist am Boden zerstört.
Dein MitgefĂŒhl geht den Bach hinunter und deine Liebe schreit um Hilfe in Richtung deines Herzens.
Doch dein Herz ist lÀngst vom Wahn befallen und von hÀsslichen verachtenswerten Kriegerkreaturen umzingelt.
Es gibt auf, verwandelt sich in Stein, zerfĂ€llt in unĂŒbersichtliche Einzelteile, Splitter.
Diese Herzsplitter verletzen deine Augennetzhaut und entweichen als SeelentrÀnen deinem toten stumpfsinnigen Körper.
Dein Körper verwandelt sich in ein reines TrÀnenmeer und wird weich und nachgiebig.
Die Scham traut sich nicht herein und begrĂŒsst zaghaft aus dem Hintergrund die unerwarteten Neuankömmlinge Herrn Trauer und Frau Hoffnungslosigkeit, die sich niederlassen.
Ein Hoffnungsschimmer schaut kurz zur TĂŒr herein und blinzelt der Hoffnungslosigkeit zu.
Nach und nach leert sich der Saal und nimmt Abschied von seinen unliebsamen GĂ€sten, die furchtsam zurĂŒckweichen.
Der lindernde, tröstende TrĂ€nentropfentrank von Frau Trauer selbst gebraut, beruhigt dein Gewissen, deine Moral, dein MitgefĂŒhl und deine Liebe.
Dein Herz jubiliert in einem neuen, reinen, klaren und lebendigen Gewand.
Die Freude fĂŒhrt ein TĂ€nzchen mit dem aufkeimenden Optimismus auf.

__________________
IE
"Genau in dem Moment,als die Raupe dachte,die Welt geht unter,wurde sie zum Schmetterling ."(Peter Benary)

Version vom 21. 06. 2005 12:32

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jimmydean
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2005

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hallo perlentaucherin,

wĂ€hrend der ersten zeilen war ich skeptisch und wusste nicht wohin dein text den leser fĂŒhrt ... ich befĂŒrchtete eine moralpredigt, wegen dem trinken und der eitelkeit ... aber dann bin ich in deine gedanken rein und war in deinem kopf auf dieser wahnsinns party (party der wahnsinnigen?!)

du triffst das alles erschreckend gut. deine sprache deutet auf ein junges alter hin, nicht weil wenig ausgereift oder schlecht, sondern erfrischend und glaubwĂŒrdig. Die Gedanken jedoch sind sehr ausgereift und scheinen lange durchdacht. der rahmen wiederrum wirkt jugendlich, die idee der Party ist gut getroffen, sie macht das schwierige Thema der eitelkeiten und gefĂŒhle lebendig.

eine gute freundin hat mal zu mir gesagt, meine schreibe und gedanken sind alterslos und ich wusste nicht sorecht was damit anzufangen. ich denke jetzt weiß ich es: dein text hier ist auch alterslos, perlentaucherin (wohl gut, denn diese dinge kennt jeder, unabhĂ€ngig welchen alters.) ich glaube es ist gut alterslos zu sein und nur manchmal in bestimmten situationen farbe bekennen.

gruß
jimmydean

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Perlentaucherin
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2003

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Kommentare: 36
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Re: hallo perlentaucherin,

Hi !
Danke Jimmy !

Gruß
Perlentaucherin
__________________
IE
"Genau in dem Moment,als die Raupe dachte,die Welt geht unter,wurde sie zum Schmetterling ."(Peter Benary)

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Tezetto
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Oct 2002

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Hallo Taucherin,

der Text selber spricht mich schon sehr an, nur bitte bitte bitte, die Kommasetzung verdirbt einem schon ein wenig die Freude am Lesen. Ich bin mir allerdings auch nicht ganz darĂŒber im Klaren, ob Du das vielleicht sogar absichtlich machst oder eben einfach nur ein gewaltig schluderst.

Nur wenn es Absicht ist, warum?

Nicht böse sein, ich wĂŒrde Deine Sachen nur noch viel lieber lesen, wenn die Interpunktion stimmiger wĂ€re.

Liebe GrĂŒsse
Ciao
Torsten
__________________
© by Torsten Sammet 1981-2017

"Eine strenge und unumstĂ¶ĂŸliche Regel, was man lesen sollte und was nicht, ist albern. Man sollte alles lesen. Mehr als die HĂ€lfte unserer heutigen Bildung verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten." Oscar Wilde

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