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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der alte Mann und das Mädchen
Eingestellt am 02. 03. 2004 15:09


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treumer
Hobbydichter
Registriert: Feb 2004

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„Ich will doch mal sehen“, sagte der alte Mann, „ob ich nicht heute wieder Annika treffe.“ Natürlich wusste der alte Mann ganz genau, dass er das Mädchen treffen würde – wie jeden Abend. Er ging ja eigens darum sie zu treffen. Ebenso gut wusste er, dass das Mädchen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht Annika hieß. Dennoch verließ er seine Position vor dem Spiegel, zog sich seine beste Jacke zurecht und griff den Stock um den beschwerlichen Weg des Treppenhauses in Angriff zu nehmen.

„Endlich Feierabend“, dachte das Mädchen, „ob mein Freund etwas für mich gekocht hat?“ In Gedanken versunken ließ sie sich vom Magnet Wohnung anziehen, immer schneller, je näher sie ihrem zu Hause kam. Und stark zog der Magnet und müde war das Mädchen nach der Arbeit, so dass sie nicht wie sonst den längeren und schöneren Weg entlang lief sondern den kürzeren wählte.
Zu Hause angekommen – das Abendessen stand schon auf dem Tisch – wollte sich jedoch nicht die übliche Entspannung einstellen. Seltsam fühlte sich das Mädchen. „Ich vermisse etwas“, sagte sie.

Im schummrigen Halbdunkel seiner Stube saß der alte Mann und blickte aus dem Fenster. Ungefähr eine Stunde saß er nun schon fast reglos da – nachdem er seinen Stock und seine beste Jacke ordnungsgemäß verstaut hatte – und dachte. „Ich sollte zu Bett gehen“, dachte er, „und mich nicht grämen.“ Doch bevor er aufstand und den Flur hinunterschlich, verging eine weitere Stunde.

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Stephanie Seelig
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2001

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Hallo treumer

Hm....schon irgendwie gut die Geschichte, für mich ist der Mann gestorben und das Mädchen hat ihn jeden Abend auf dem Heimweg getroffen, aber du müßtest es vielleicht vorher einiges erwähnen. Vielleicht liege ich ja auch falsch, aber ich finde deine Geschichte ist zu kurz.

In diesem Sinne.....Stephanie
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GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

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Liebe Stephanie,

nein, er ist nicht gestorben.
Das Mädchen hat nicht den gewohnten Weg genommen. Die abendliche Begegnung ist dem alten Mann zum Lebensinhalt geworden; das Mädchen dagegen nimmt ihn gar nicht bewußt wahr, unbewußt aber sehr wohl, denn heute fehlt ihr etwas.

Gruß,
Gabi

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Stephanie Seelig
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo Gabi

Das mit dem Unbewußten hatte ich schon verstanden, mir waren nur die Sätze
Ungefähr eine Stunde saß er nun schon fast reglos da –Doch bevor er aufstand und den Flur hinunterschlich, verging eine weitere Stunde.nicht ganz klar. Ich dachte eben er sei verstorben, weil er sonst immer diesen Weg ging, warum er es dann doch nicht tat, hm.. das fehlt mir dann halt.

In diesem Sinne.....Stephanie
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GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

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Stephanie,

das Dasitzen ist nach seiner Rückkehr, denke ich.

Gruß,
Gabi

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Stephanie Seelig
One-Hit-Wonder-Autor
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hallo Gabisils

Jetzt sag doch mal echt, bin ich blöd? Ja, sie nimmt den kürzeren Weg und er war schon unterwegs. Oha, gut. Na, man sollte vielleicht doch etwas genauer lesen.
Danke dir!

In diesem Sinne.....Stephanie
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