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Leselupe.de > Gereimtes
Der arme Bahnhof
Eingestellt am 28. 09. 2006 17:50


Autor
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Noir
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2006

Werke: 8
Kommentare: 3
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Ich stehe hier stumm und allein,
h├Âr die Passanten lachen oder schrein,
h├Âr sie weinen oder gar fluchen,
oder sie nach verlorenen Sachen suchen,
seh sie laufen in eiligem Schritt,
riech sie stinkend,
seh sie hinkend,
f├╝hl sie stolpern oder im stampfenden Tritt.

Da denkst du doch: "Wie w├Ąre es,
auch mal ein Bahnhof zu sein?,
Menschen spucken,
man selbst muss es dann schlucken,
es riecht dann oft nach verschimmelten Wein.
Wie eklig ist doch dieses Gef├╝hl,
mit M├╝ll bedeckt,
mit K├Âttel verdreckt,
das Wetter mal schw├╝l oder k├╝hl.

Aus Tag wird Nacht, aus Nacht wird Tag,
h├Âr jetzt gut zu, was ich dir sag,
egal wie schwer man es als Bahnhof haben mag,
dieser Job hat auch gute Seiten,
denn es gibt schlechte aber auch gute Zeiten,
zum Beispiel wenn gerade einmal niemand da ist,
nur eine Person, die gerade ihr Buch liest,
ein zarter Wind ├╝ber den Boden fegt,
nichts sich wirklich gar nichts regt,
vielleicht dann noch ein Sonnenstrahl,
Putzm├Ąnner ├╝ber mir mit Besen an gro├čer Zahl.
Ja dann geht┬┤s mir gut,
dann erfasst mich neuer Mut,
Kein Zug in Sicht,
dann geht┬┤s mir schlicht,
hin und weg einfach gut.

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druckfehler
Guest
Registriert: Not Yet

das ist wirklich sehr bizarr. moderne Kunst? Ich hab mich gefragt, wie du auf die Idee kommst, dich in einen Bahnhof hineinzuversetzen.
Das Metrum holpert ein wenig, f├Ąllt aber kaum auf, da der Leser mit v├Âllig anderen Gedanken becsh├Ąftigt ist, n├Ąmlich der Frage, was du aussagen willst (falls du etwas aussagen willst, was ich bei einem Gedicht einfach mal vorraussetze).
Der Perspektivenwechsel ist sehr merkw├╝rdig. Erst ist "ich" ein Mensch, dann in seinen Gedannken mutiert "ich" zum Bahnhof. Soweit nachvollziehbar, wenn auch nicht ganz klar, was es soll. In der 3. Strophe allerdings scheint der Mensch sich so sehr mit dem Bahnhof identifiziert zu haben, dass er sich nicht mehr nur das dasein als Bahnhof vorstellt, sondern er der Bahnhof ist. Die Anrede "h├Âr jetzt gut zu, was ich dir sag," st├Â├čt mich als Leser auf ein anderes Problem: Wer ist denn das "du", f├╝r das diese Botschaft in irgendeiner weise relevant ist? Bahnh├Âfe? die sind wohl eine eher undankbare Leserschaft mit zu hoher Erwartungshaltung

Ich schwanke in meiner Beurteilung deines Gedichts zwischen humorvoll-bizarr und grottenschlecht. Der Titel w├╝rde in eine Satire passen, wer hat schon Mitleid mit einem Geb├Ąude? Diese Aussage kann man einfach nicht ganz ernst nehmen. Allerdings ist das f├╝r mich nicht aussagekr├Ąftig genug, da im Gedicht nicht klar wird wer oder was hier ironisiert werden soll. Wenn man blo├č w├╝sste, was deine Intention war...

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TanjaF
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Noir,

auch ich habe etwas Schwierigkeiten mit der Zeile "h├Âr jetzt gut zu...". Soll das ein Art Mahnung an den Reisenden sein, dem Bahnhof mit mehr Respekt zu begegnen, und z. B. seinen M├╝ll nicht achtlos auf den Boden zu schmei├čen? Auch der Titel passt meiner Meinung nach nicht wirklich.
Ansonsten hast Du ein paar sch├Âne Stimmungsbilder aufgefangen, und warum diese nicht niederschreiben?! Die Idee an sich finde ich gut, und an Deiner Stelle w├╝rde ich nochmal daran feilen.

Liebe Gr├╝├če,
Tanja

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Eldwyn
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2006

Werke: 8
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Hallo Noir
ein sch├Ânes Gedicht, und wie ich finde ist das was du r├╝berbringen willst recht deutlich.
Zum Schluss holpern vielleicht ein paar zeilen, vielleicht nochmal dran feilen?
Aber im ganzen, doch gef├Ąllt mir.
So wie die Menschen sich am Bahnhof benehmen, wer weiss wie sie sich woanderst benehmen?
Liebe Gr├╝├če
Eldwyn

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