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Leselupe.de > Feste Formen
Der arme Student (Limerick)
Eingestellt am 22. 03. 2011 14:59


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Janosch
???
Registriert: Feb 2005

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Dem armen Student aus dem Tal
der Wupper, dem zittert der Aal,
der Freundin zu sagen,
dass Wünsche ihn plagen:
Er hätts doch so gern mal banal.

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2247
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"... dem zittert der Aal" ist eine starke Metapher - nur: ich verstehe sie nicht recht. Ist es "dem geht die Muffe"? Oder ist es ein Bild für den Sexualtrieb? Oder doch nur für den Reim? Es entsteht eine starke Spannung. Man erwartet jetzt viel. Und es kommt wenig, die Komik liegt im Kontrast zur nicht erfüllten Erwartung. Allerdings ist der Wunsch nach Banalität im Gegensatz zum stark dynamischen Aalbild.

Die Pointe erscheint mir gut, es ist eine schöne Untertreibung. Nur das sehr ausgeprägte poetische Zitteraalbild verschiebt das Gleichgewicht stark.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Janosch
???
Registriert: Feb 2005

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ich finde ja ohnehin, dass man das als offizielle redewendung in den deutschen sprachgebrauch aufnehmen sollte: "da zittert einem der aal", was so viel heißt wie: der hat schiss oder dem fehlen die eier, er traut sich einfach nicht. wenn du den spruch obendrein mit dem sexualtrieb in verbindung bringst, dann steht doch der doppeldeutigkeit nix im wege und die pointe wird hier schon angedeutet. dass sein wunsch sich nun in der bANALsten form äußert, hängt vielleicht auch damit zusammen (was mir übrigens just in dem moment erst eingefallen ist), dass er den eigentlichen wunsch sogar vor sich selber vergräbt und das komplette gegenteil auf der messlatte des abenteuerlichen bei raus kommt. ich müsste vielleicht im limerick selber besser deutlich machen, dass mit bANAL eben genau dies gemeint ist oder eher Banal? b-anal, b anal? ich bin mir unschlüssig.
gruß janosch

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