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Leselupe.de > Gereimtes
Der „eiserne“ Vorhang
Eingestellt am 08. 10. 2001 20:15


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Feder
Häufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2000

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Etwas sagt: „Halt! Bloß nicht bewegen!“
Wer kennt ihn nicht, den Unterton?
Wer hat sich ihm noch nie ergeben –
dem Wiesenfeld – voll blauem Mohn?

Ein schwerer Duft entsteigt der Blüte.
Mit seinem Aufstieg weicht die Kraft.
Ahnung, die im voraus verfügte.
Die Psyche – viel ist schleierhaft.

Den Nebel scheint nichts zu durchdringen.
Sein Mantel haftet. Schwer, wie Blei.
Innere Einkehr. Angst bezwingen.
Der Selbstschutz siegt. Bricht Fesseln frei.

Zweifel verbrennt. Furcht ist erfroren.
Prinzip, das fest am Leben hält.
Die Selbstachtung geht nicht verloren.
Nur Wasser, wenn der Vorhang fällt!

__________________
copyright by Feder______________________Die Dinge sind nie so, wie sie sind.Sie sind immer das,was man aus ihnen macht.*Jean Anouilh*http://www.feder-online.de

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Bernd
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da lag ich da im feld von mohn
und rote blüten schwebten sacht
und trugen zarte düfte schon
der nachttraumkönig aber wacht
und bringt der ganzen welt den lohn,
sie hätte nie daran gedacht
der schere duft dringt in den traum
und läßt figuren flattern, schweben
drei krähen sammeln sich auf einem baum
auf dem drei kanker röcke weben
drei ameisen versäubern ihren saum
und was das alles soll? man nennt es leben
der vorhang fällt, die knaben applaudieren,
die sänger hinter den kulissen frieren


__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Brigitte
Autorenanwärter
Registriert: Dec 2000

Werke: 98
Kommentare: 933
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Ein Feld voll Mohn -
wer kennt das nicht.
Doch er zeigt stets
erst sein "wahres" Gesicht,
wenn man gerochen
der Blüte Duft -
der in ein "anderes" Leben ruft.
Steigt auf bis in
des Geistes Innnern,
nur schwer kann man
ihm noch entrinnen.
So schön eine Mohnwiese auch sei,
"schau" sie nur an und geh vorbei.

Liebe Feder,
da ist dir wieder ein schönes, aber auch nachdenkliches Gedicht gelungen.

Liebe Grüsse
Deine Brigitte
__________________
Brigitte

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.

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Feder
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Hallo, ihr Lieben!

Ich dachte an die zähen Stunden.
An Uhren, die so langsam drehn.
An kleine Brände, Feuerwunden.
Mit bloßem Auge kaum zu sehn.

Ich dachte an die Form von Wissen,
die mancher Tage uns beschleicht.
An Pritschen, statt an Daunenkissen.
An Wind, der einem Angriff gleicht.

Ich träumte von der schwarzen Rose.
Jene, die voll von Sehnsucht ist.
An Selbstbeherrschung, an Narkose.
An etwas, das man gern vergisst.

Die helle Sorte fließt in Liebe.
Die dunkle wächst im Schattenland.
Doch beide Wurzeln haben Triebe
und alle sind sich artverwandt.

Sieht man die dunkle oft an Mauern
ist sie zugleich robust wie sanft.
Sie kann selbst Winter überdauern.
Der Schnee liegt unter ihr und dampft...


Lieber Bernd!
Liebe Brigitte!

Manchmal muss man etwas überwinden, manchmal sich selbst, manchmal beides zugleich und manchmal muss man dazu einen Vorhang fallen lassen hinter dem man innehalten möchte und muss ...

Lb. Gruß und gute Nacht!
Euere Feder

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