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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Der elfte Pinsel
Eingestellt am 30. 10. 2011 10:38


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Miro
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2010

Werke: 34
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Der elfte Pinsel


Der elfte Pinsel


Viele und bunte Farben habe ich auf der Palette des Lebens gestaltet, wunderschöne transparente und pastellene ebenso wie kräftige und alles andere überdeckende und wie Leim und Lack klebend zugleich.
Farben wie Töne waren es. Sie zusammen zu verwenden war wie eine Komposition, wie ein Lied des Lebens, das ich schrieb.
Schillernd und schrill mag es manchmal erschienen sein oder erscheinen, leise und sanft ein anderes Mal und in ganz blassen Farben kaum noch zu erahnen, gerade wie wenn ich unendlich schüchtern wäre.
Laut und dröhnend könnte die Musik sein, oder unhörbar, gerade wie auf der Harfe nur die Saiten hauchzart nur berührt zu haben?

Mit meinen Farben habe ich schließlich begonnen, alles zu bemalen, was mir lieb und wichtig wäre. Die Welt in ein neues Kleid zu hüllen, ihr meinen Anstrich zu geben, damit ich sie sehen und erkennen möge, damit es meine Welt werden sollte.




Ich habe den ersten Zeigefinger über die Palette geführt, um dann damit, triefend und tropfend von Farbe meine Kleckse zu verteilen. Gar bald habe ich vier Finger der Hand gleichzeitig genommen. Ich war wie berauscht davon, Farbe in meine Welt zu bringen.
Es war ein unglaubliches Glücksgefühl.

Ich habe begonnen, dabei zu singen.
Manche mögen spotten, ich hätte nur gegrölt und geschrien, ich hätte nie auch nur einen kleinen Sinn für Harmonie und Melodie gehabt.
Aber es wurde meine Welt, in meinen Farben, Tönen und Stimmungen.

Längst habe ich mit beiden Händen und allen Fingern, auch mit den Daumen gemalt.
Wie zehnt Farbstifte waren sie.
Wie zehn geheime Pinsel des Lebens, mit denen ich malen durfte.
Alle Farben waren mein Spektrum, sie zu verstreichen, dick und dünn, hauchdünn oder wulstig und dick wurde meine Freiheit, meine künstlerische Entfaltung.

Ich habe auch Dich bemalt.
Dabei habe ich gesungen, habe ein Lied zum Bild gesellt, habe das Leben gestaltet.

Habe schließlich auch mit dem elften Pinsel eine milchig-weiße Farbe eingesetzt, auf Dir und an Dir und in Dir.
Eine neue Ebene, eine andere Qualität von Farbe, eine Musikalität, die daraus erstand: ein Duett.

Ich habe nicht länger allein gemalt, gesungen, gelebt.
In meine Töne mischte sich Deine Musik.
Farbe benetzt jetzt auch meine Haut, wie ich sie niemals selbst gemischt hätte, betrifft mich und mein Leben, voll von einer Phantasie, die meinen Horizont verändert.
Klangwelten tun sich auf.

Ich habe Dich gefunden.
Wir haben das Geheimnis des elften Pinsels zu leben begonnen.

Du und ich,
- wir gemeinsam ...


__________________
Es mag bessere Zeiten geben, aber dies ist die unsere (J.P.S.)

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