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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der erste Abend
Eingestellt am 11. 12. 2001 18:27


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animas
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

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Eines Abends stand er einfach so vor meiner Tür.
Ich fühlte wie meine Beine weich wurden und mein Herz dahin schmolz.

Manuela T. konnte es nicht glauben, als sie die Wohnungstür öffnete und den völlig durchnässten Edi im Hausflur stehen sah. An diesem Abend lernte sie Ihren Nachbarn kennen. Sie liebte in vom ersten bis zum letzten Augenblick.

Den Abend, an dem das Glück zu mir kam konnte ich bis heute nie vergessen. Und es sollte fast auf den Tag genau ein Vierteljahrhundert bei mir bleiben.
Am Morgen dieses grauen, nassen Regentages begann ich meine zweite Woche im Büro einer der hiesigen Zementfirmen. Es war August. Und seit ich vor drei Wochen aus Detmold, hier in diese kleine Stadt umgezogen war, regnete es. In der Mittagspause befiehl mich eine innere Unruhe und die sollte andauern bis ich den Grund erfahren hatte.
Das war am späten Nachmittag, als es an meiner Wohnungstür klingelte. Ich zog mir schnell den Bademantel über und eilte zur Tür. Als ich sie geöffnet hatte erblickte ich ihn. Er stand da vor mir, in seinen nassen Motorradsachen und schaute verlegen zu mir herab. Ich fühlte wie meine Beine weich wurden und mein Herz dahin schmolz.
„Hallo, guten Abend,“ kam es etwas verlegen aus seinem Mund, „Ich bin der Nachbar von nebenan. Ich habe meinen Schlüssel vergessen und kann nicht in meine Wohnung. Mein Freund kommt erst morgen früh zurück.“ Sein Freund? Ein Schauer der Enttäuschung durchfuhr mich. Ich hörte ihm gar nicht mehr zu. Ich hörte nur noch seine Stimme und tausend Gedanken eilten in meinem Kopf sinn- und ziellos umher. Als ich mich dann schließlich aber etwas gefasst hatte, schaute ich lächelnd zu dem vor mir stehenden schlanken, athletisch gewachsenen Mann in der Motorradkleidung auf und konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Er schaute aus wie ein nasser Hund. Ich erwartete, dass er sich jeden Moment sein Fell trocken schütteln würde.
„Oh, das ist aber ein großes Pech“, sagte ich etwas schnippiger als ich es wollte und ergänzte schnell etwas schelmig.“ Dann musst du dir eine andere Wohnung suchen,“ und trat einladend einen Schritt zurück.
„Vielleicht kann ich über deinen Balkon auf meinen hinüber klettern? Die Glasstür lässt sich von außen öffnen. Darf ich mal nachsehen?“ Ich verstand nicht was er wollte aber bat ihn herein.
Jetzt war er in meiner Wohnung, ein Mann, den ich nicht kannte, in den ich mich im ersten Augenblick verliebt hatte. Nichts mehr spürte ich von einer inneren Unruhe. Eine starke Gewissheit und Zuversicht ergriff nun Besitz von mir. Mein Herz schrie nach Liebe aber meine Gedanken wurden klar, wie die einer Frau, die weiß was sie will. Ich konnte das nicht verstehen. Aber, jetzt schenkte ich meine ganze Aufmerksamkeit diesem Mann und ignorierte meinen verrückten Zustand.
Er überzeugte sich mit einem kurzen Blick und sah ein, dass er keine Chance hatte, über den Balkon zu steigen. Er suchte nun nach Worten. „Ich habe mich gar nicht vorgestellt. Ich heiße Edi und ich gehe hier zur Meisterschule.“
Ich ging einen Schritt auf Edi zu und stand nun neben Ihm am Fenster. Gemeinsam schauten wir hinaus in den Regen.„Ich bin über die Bundesstraße 140 km hergefahren. Es war nicht schön.“ Er machte eine Pause und ich fragte ihn: „Möchtest du ein heißes Bad nehmen? Das schützt vor einer Erkältung.“
Edi war überrascht von meinem Angebot und nickte. Er setzte sich auf das Sofa und ich zog ihm die Stiefel aus. Dann ging ich ins Bad und ließ das heiße Wasser ein. Ich achtete auf viel Schaum und nahm ein Badetuch aus dem Schrank. Als ich wieder ins Zimmer kam stand Edi in Shorts vor dem Fenster. Ich legte ihm das Badetuch über die Schulter, ging dann zum Plattenspieler und wählte eine Musik aus.
„Was magst du hören?“ fragte ich. Ohne auf seine Antwort zu warten fügte ich hinzu: „Phil Collins, ist das ok?“
„ Ja das ist OK“, sagte er und ging ins Bad. Dann erklang die kräftige Stimme Phil Collins aus den Boxen hinter den Vorhängen. "I cannot believe it`s true”.
Ich zündete ein paar Kerzen an und drehte das Licht dunkler. Dann kleidete ich mich schnell an und ging in die Küche. Als ich mit heißem Tee und dem Abendessen ins Zimmer kam, saß Edi in Shorts bereits auf dem blauen Sofa. Ich gab ihm meinen Bademantel, aber er passte mit seinen breiten Schultern nicht in die Ärmel.
Wir aßen Schnittchen mit Wurst und Käse und tranken Tee mit Rum. Wir sprachen über unsere lustigsten Erlebnisse und unsere Zeit im Kindergarten. Dann als die LP wieder am Ende war, suchte ich eine andere Schallplatte aus. „Magst du Grieg hören? Es ist eine zauberhafte Musik. Ich fühle mich bei dieser Musik wie in der Welt der nordischen Elfen.“
„Wenn du sie liebst wird sie auch mir gefallen“, antwortete er und schaute mich verlangend an. Als die Musik erklang wurde er still, stand auf und betrachtete meine Aquarelle an der Wand. Ich folgte ihm, da drehte er sich um, sah mir tief in die Augen und sprach: „Frau, ich kann dich sehen. Wie ist das möglich? Ich schließe meine Augen und sehe dich noch deutlicher. Du bist so wunderschön, so zärtlich und zauberhaft. Ich liebe deine Stimme und den Duft deines Körpers.“ Dann fasste er mich behutsam, zärtlich an meiner nackten Schulter, so das mir ein wollig kalter Schauer über den Rücken lief. Er neigte seinen Kopf herab und während er mir fesselnd tief in die Augen blickte fanden unsere Lippen zu einander.
Mein Glück mit Edi hielt eine Ewigkeit, doch die endete im Nebel auf der Landstraße. Ich überlebte den Unfall wie durch ein Wunder. Heute wich meine Trauer der tiefen Dankbarkeit, die schönsten Jahre meines Lebens mit Edi geteilt haben zu dürfen. Meine Kinder schenken mir bald neues Glück mit der Geburt meines ersten Enkels.


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flammarion
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zu

erst einmal herzlich willkommen auf der lupe. ist das eine wahre geschichte oder hast du sie erfunden? leider wiederholst du dich mehrmals, das macht das lesevergnügen fast zunichte. ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

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McFire
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Abend

Hi,
animas,
nette Geschichte, aber ein bissel dran arbeiten solltest Du noch. Wortwiederholungen, Schreibebene und so Dingens. Und ein durchgängiger Stil müßte da sein. Du fängst z.B. an mit einer Schachtelung, die aber später "vergessen" ist. Das soll aber erstmal genug der "Meckerei" sein. Geht ja nicht alles auf einmal.

Gruß, McFire.

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