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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der erste Abend NEU
Eingestellt am 19. 12. 2001 20:29


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animas
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

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Eines Abends stand er einfach so vor meiner T├╝r.
Ich f├╝hlte wie meine Beine weich wurden und mein Herz dahin schmolz.

Manuela T. konnte es nicht glauben, als sie die Wohnungst├╝r ├Âffnete und den v├Âllig durchn├Ąssten Edi im Hausflur stehen sah. An diesem Abend lernte sie Ihren Nachbarn kennen. Sie liebte in vom ersten bis zum letzten Augenblick.

Den Abend, an dem das Gl├╝ck zu mir kam konnte ich bis heute nie vergessen. Und es sollte fast auf den Tag genau ein Vierteljahrhundert bei mir bleiben.
Am Morgen eines grauen, nassen Regentages begann ich meine zweite Woche im B├╝ro einer der hiesigen Zementfirmen. Es war August. Und seit ich aus Detmold, hier in diese kleine Stadt umgezogen war, regnete es. In der Mittagspause befiehl mich eine innere Unruhe. Sie dauerte an bis zum sp├Ąten Nachmittag, als es an meiner Wohnungst├╝r klingelte. Ich zog mir schnell den Bademantel ├╝ber und eilte zur T├╝r. Als ich sie ge├Âffnet hatte, stand da er vor mir, in seinen nassen Motorradsachen und schaute verlegen zu mir herab. Ich f├╝hlte wie meine Beine weich wurden und mein Herz dahin schmolz.
"Hallo, guten Abend," kam es etwas verlegen aus seinem Mund, "Ich bin dein Nachbar von nebenan. Ich habe meinen Schl├╝ssel vergessen und kann nicht in meine Wohnung. Mein Freund kommt erst morgen fr├╝h zur├╝ck." Sein Freund? Ein Schauer der Entt├Ąuschung durchfuhr mich. Ich h├Ârte ihm gar nicht mehr zu. Seine Stimme erklang in meinen Ohren und tausend Gedanken eilten in meinem Kopf sinn- und ziellos umher. Als ich mich dann schlie├člich aber etwas gefasst hatte, schaute ich l├Ąchelnd zu dem vor mir stehenden schlanken, athletisch gewachsenen Mann auf und konnte mir ein L├Ącheln nicht verkneifen. Er erinnerte mich an einen nassen Hund. Ich erwartete, dass er sich jeden Moment sein Fell trocken sch├╝tteln w├╝rde.
"Oh, das ist aber ein gro├čes Pech", sagte ich etwas schnippiger als ich es beabsichtigt hatte und erg├Ąnzte schnell etwas schelmig." Dann musst du dir eine andere Wohnung suchen," und trat einladend einen Schritt zur├╝ck.
"Vielleicht kann ich ├╝ber deinen Balkon auf meinen hin├╝ber klettern? Die Glasst├╝r l├Ąsst sich von au├čen ├Âffnen. Darf ich mal nachsehen?" Ich verstand nicht was er wollte aber bat ihn dennoch herein.
Jetzt war er in meiner Wohnung, ein Mann, den ich nicht kannte, in den ich mich im ersten Augenblick verliebt hatte. Nichts mehr sp├╝rte ich von einer inneren Unruhe. Eine starke Gewissheit und Zuversicht ergriff nun Besitz von mir. Mein Herz schrie nach Liebe, doch meine Gedanken waren klar, wie die Gedanken einer Frau, die wei├č was sie will. Ich konnte das nicht verstehen. Jetzt schenkte ich meine ganze Aufmerksamkeit diesem Mann und ignorierte meinen verr├╝ckten Zustand.
Er ├╝berzeugte sich mit einem kurzen Blick und sah ein, dass er keine Chance hatte, ├╝ber den Balkon zu steigen. Dann suchte er nach Worten. "Ich habe mich gar nicht vorgestellt. Ich hei├če Edgar und ich gehe hier zur Meisterschule."
Ich ging einen Schritt auf Edgar zu und stand nun neben Ihm am Fenster. Gemeinsam schauten wir hinaus in den Regen."Ich bin ├╝ber die Bundesstra├če 140 km hergefahren. Es war nicht sch├Ân." Er machte eine Pause und ich fragte ihn: "M├Âchtest du ein hei├čes Bad nehmen? Das sch├╝tzt vor einer Erk├Ąltung."
Edgar war ├╝berrascht von meinem Angebot und nickte. Er setzte sich auf das Sofa und ich zog ihm die Stiefel aus. Dann ging ich ins Bad und lie├č das hei├če Wasser ein. Ich achtete auf viel Schaum und nahm ein Badetuch aus dem Schrank. Als ich wieder ins Zimmer kam stand Edgar in Shorts vor dem Fenster. Ich legte ihm das Badetuch von hinten ├╝ber die Schultern, ging dann zum Plattenspieler und w├Ąhlte eine Musik aus.
"Was magst du h├Âren?" fragte ich. Ohne auf seine Antwort zu warten f├╝gte ich hinzu: "Phil Collins, ist das ok?"
" Ja das ist OK", sagte er und ging ins Bad. Dann erklang die kr├Ąftige Stimme Phil Collins aus den Boxen hinter den Vorh├Ąngen. "I cannot believe it`s true".
Ich z├╝ndete ein paar Kerzen an und drehte das Licht dunkler. Dann kleidete ich mich schnell an und ging in die K├╝che. Als ich mit hei├čem Tee und dem Abendessen ins Zimmer kam, sa├č Edgar, nackt bis auf die Shorts, auf dem blauen Sofa. Ich gab ihm meinen Bademantel, doch die Schultern waren zu eng.
Wir a├čen Schnittchen mit Wurst und K├Ąse und tranken Tee mit Rum. Wir sprachen ├╝ber unsere lustigsten Erlebnisse und unsere Zeit in der Schule. Als die LP erneut am Ende war, suchte ich eine andere Platte aus. "Magst du Grieg h├Âren? Es ist eine zauberhafte Musik. Ich f├╝hle mich bei dieser Musik wie in der Welt der nordischen Elfen."
"Wenn du die Musik liebst, dann wird sie auch mir gefallen", antwortete er und schaute mich verlangend an. Als die Musik erklang wurde er still, stand auf und betrachtete meine Aquarelle an der Wand. Ich folgte ihm, da drehte er sich um, sah mir tief in die Augen und sprach: "Frau, ich kann dich sehen. Wie ist das m├Âglich? Ich schlie├če meine Augen und sehe dich noch deutlicher. Du bist so wundersch├Ân, so z├Ąrtlich und zauberhaft. Ich liebe deine Stimme und den Duft deines K├Ârpers." Dann fasste er mich behutsam, z├Ąrtlich an meiner nackten Schulter, so das mir ein wollig kalter Schauer ├╝ber den R├╝cken lief. Er neigte seinen Kopf herab und w├Ąhrend er mir fesselnd tief in die Augen blickte fanden unsere Lippen zu einander.
Mein Gl├╝ck mit Edi hielt eine Ewigkeit, doch die endete im Nebel auf der Landstra├če. Ich ├╝berlebte den Unfall wie durch ein Wunder. Heute wich meine Trauer der tiefen Dankbarkeit, die sch├Ânsten Jahre meines Lebens mit Edi geteilt haben zu d├╝rfen. Meine Kinder schenken mir bald neues Gl├╝ck mit der Geburt meines ersten Enkels.

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Rems Florian
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Dec 2001

Werke: 4
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Hi animas,

du legst da in deiner Geschichte eine solide Basis. Allerdings fehlt Irgendetwas. Du solltest versuchen nicht so schnell zum Schluss zu kommen, und die Handlung etwas ausf├╝hrlicher zu schildern. Vielleicht k├Ânntest du auch mehr Dynamik und Leidenschaft einbauen. Ich wei├č selbst nicht genau wie das aussehen k├Ânnte. Lass einfach die Seele schreiben und das Gehirn nur die Tasten bedienen.
Aber sonst eine sch├Âne Erz├Ąhlung zum 'miterinnern'.

Gruss

Rems Florian

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kosta
Hobbydichter
Registriert: Nov 2001

Werke: 3
Kommentare: 10
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Leider einfallslos...

"Der erste Abend" hat mich ziemlich entt├Ąuscht. Wieso muss eine Liebesgeschichte immer dieselben Cliches beinhalten? Der tolle Traumprinz der auf einmal an der T├╝r klingelt, die gro├če Liebe auf den ersten Blick...
Nicht einmal die obligatorischen Boxershorts fehlen...

Ein wildfremder Mann kommt zum ersten Mal in die Wohnung und bekommt keinen Kaffee, sondern ein Bad(!) angeboten. Etwas mehr Einfallsreichtum h├Ątte dem ganzen sicherlich gutgetan
__________________
Kosta

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