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Leselupe.de > Erzählungen
Der feine Herr Gruber
Eingestellt am 10. 11. 2014 22:00


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Ciconia
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Ferdinand D. Gruber zählte zu jenen Chefs, die „Management by Staubsauger“ betreiben: Den ganzen Tag herum surren und sich um jeden Dreck kümmern. Dazu gehörten schon mal die welken Blätter einer Topfpflanze in unserem sogenannten Großraumbüro, das ich mit neun Kollegen teilte. Rechnete man alle elektronischen und elektrischen Gerätschaften dazu, blieb für den Einzelnen nicht viel Luft zum Atmen. Gruber, Geschäftsführer unserer deutschen Niederlassung, residierte in einem fast ebenso großen Einzelbüro, befand sich allerdings mehr als die Hälfte des Jahres auf Geschäftsreisen. Die Bitte, in der Abteilung wegen der im Sommer unerträglichen Hitze eine Klimaanlage installieren zu lassen, lehnte er kategorisch ab. Er brauche schließlich auch keine. Sie hätte damals etwa 6.000 DM gekostet. Dagegen waren die knapp 600 DM für eine Flugumbuchung in letzter Minute, um etwas früher von einer Reise daheim zu sein, wirklich Peanuts.

Unter uns Kollegen herrschte trotz allem ein gutes Klima. An schlimmen Tagen nannten wir Gruber gern „Das kleine Arschloch“, in Anlehnung an den damals gerade aktuellen Comic. Sobald Gruber nach einer wichtigen Verlautbarung oder Durchhalteparole an das Team die Bürotür hinter sich schloss, kam es schon mal vor, dass der eine oder andere Kollege „Du mich auch“ murmelte.
Wofür das „D.“ in seinem Namen stand, wusste keiner so genau, die Vermutungen reichten von Dieter über Detlef zu Dussel. Letztere Variante stammte aus der Zeit, als Gruber nicht mehr verhindern konnte, endlich einen PC auf seinem Schreibtisch zu dulden. Seine Vorgesetzten und Kollegen in der Konzernzentrale und anderen europäischen Niederlassungen korrespondierten untereinander längst per e-mail, während sich Gruber jeden gemailten Text von seiner Sekretärin ausdrucken ließ und die Antworten diktierte. Der PC blieb lange ungenutzt, freundliche Einweisungsangebote wehrte er zunächst ab, angeblich aus Zeitmangel. Böse Zungen behaupteten, er habe den „Ein“-Schalter noch nicht gefunden. Wochen später überraschte er uns alle: Äußerst konzentriert bearbeitete er im Zwei-Finger-Suchsystem die Tastatur. Da er seine Zimmertür meistens geöffnet hielt, um die Bewegungen auf dem Gang überwachen zu können, bot er allen Vorübergehenden beste Unterhaltung.

Niemand wagte, offen gegen Gruber aufzumucken. Manche Kollegen profitierten durchaus davon, ihm nach dem Munde zu reden, denn er zahlte in unregelmäßigen Abständen Prämien an seine loyalsten Verkäufer, die nicht immer die besten sein mussten. Fast alle waren Familienväter, und alle hatten Angst um ihre Arbeitsplätze. Ich konnte ihnen ihre Einstellung nicht verübeln. Schnell war dank Flurfunk durchgesickert, dass Gruber für jede arbeitsrechtliche Unstimmigkeit einen der besten Anwälte der Stadt beauftragte und dafür enorme Summen hinblätterte. Besonders gut verdiente dieser Anwalt, als es zu einem von der Zentrale vorgegebenen Personalabbau zur „Gesundschrumpfung“ des Unternehmens kam. Gruber kündigte nicht nach Sozialauswahl, sondern nutzte die Gelegenheit, um missliebige Mitarbeiter loszuwerden. Dementsprechend liefen mehrere Kündigungsschutzprozesse, von denen er die meisten verlor und hohe Abfindungen zahlen musste.

Unsere Branche wurde von Männern dominiert. Grubers Vorgänger hatte mich eingestellt und große Stücke auf mich gehalten, doch Gruber bereitete es von Anfang an Probleme, mich als gleichwertige Mitarbeiterin unter männlichen Kollegen anzuerkennen. Er akzeptierte Frauen nur in wenigen Funktionen. Vertriebskauffrauen für technische Produkte gehörten nicht dazu, sondern vor allem Sekretärinnen. Aber keine hielt es längere Zeit bei ihm aus. Welche erwachsene Frau sah es gern, dass ihre Arbeiten grundsätzlich mit Rotstift korrigiert und mit Kommentaren von „sehr gut!“ bis „Ändern!!!“ versehen wurden. Selbst die entsprechenden Korrekturstriche am Rand fehlten nicht. Kaum eine schaffte es, seiner fast krankhaft pedantischen Art gerecht zu werden.

Solange man sich vollkommen unterordnete, konnte er erstaunlich höflich und zuvorkommend sein, ganz Kavalier der alten Schule, ein aufrechter Kaufmann. Viel Wert legte er zum Beispiel auf den Austausch von Geburtstagsgrüßen und guten Wünschen an die Kunden zu Weihnachten und Neujahr. Seine Adresslisten für den Versand der Weihnachtskarten waren legendär und brachten manche Sekretärin an den Rand der Verzweiflung. Er unterschied zwischen Karten, die je nach Wichtigkeit des Empfängers entweder nur von ihm unterzeichnet wurden, andere, bei denen die Abteilungsleiter mit unterzeichneten, jene, auf denen nur der jeweilige Kundenbetreuer … Blieben Unterschriftsmappen mit Karten längere Zeit bei einem Kollegen liegen, war sich Gruber nicht zu schade, die Weitergabe selbst voranzutreiben. Und wehe, jemand hatte die vorgegebene Ordnung durcheinandergebracht oder eine falsche Karte unterschrieben! Von Ende November bis kurz vor Weihnachten sorgte er damit im ganzen Unternehmen für reichlich zusätzliche Unruhe.

Auch Weihnachtsfeiern bedeuteten ihm viel, möglichst mit Partnern, das betonte er jedes Jahr wieder. Besonders wir weiblichen Angestellten fragten uns fassungslos, wie Gruber zu der herzlichen und sympathischen Frau gekommen war, die er auf solchen Feiern gern präsentierte. Zeigte er sich privat gänzlich anders als im Büro? Immerhin hatten Grubers schon längst die Silberhochzeit hinter sich, erzählte mir Frau Gruber einmal beiläufig. Während die Kolleginnen grübelten, lieferten die männlichen Kollegen schmierig grinsend eine einfache Erklärung: Gruber musste wohl in gewisser Hinsicht besondere Qualitäten haben.

Das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Gruber und mir knickte vollends ein, als ich zum ersten Mal offen widersprach und eigene Vorstellungen zu meinem Aufgabengebiet äußerte. Von da an herrschte Kalter Krieg. Es gab keine laute Diskussion, nein, das entsprach nicht Grubers Art. Ich wurde ausgegrenzt und monatelang schikaniert. Die Abteilung arbeitete seit der Kündigungswelle leistungsmäßig sowieso am absoluten Limit. Trotzdem wies Gruber mir ständig neue Aufgaben zu, oft das Abtippen von Briefen, die er in gut leserlicher Handschrift vorzuschreiben pflegte. Weil seine wechselnden Sekretärinnen entweder in der Einarbeitungsphase oder sonst hoffnungslos überlastet waren, übertrug er mir irgendwann auch noch die Erstellung seitenlanger Statistiken, die mich pro Woche mindestens einen halben Tag kosteten. Ich wusste, welchen Stellenwert diese unendlich aufwändigen Tabellen für sein Wohlbefinden hatten, und erledigte diese Arbeit trotz des Zeitdrucks akribisch, um mich nicht weiteren Schikanen auszusetzen. Niemals hätte er einem männlichen Kollegen diese Arbeiten zugemutet.

Mein Überstundenkonto schwoll an. An Besprechungen durfte ich manches Mal nicht mehr teilnehmen, obwohl es um meinen Produktbereich ging. Grubers Sonderaufgaben hatten Vorrang. Bei der Genehmigung von Urlaub bevorzugte er immer öfter die Kollegen. Irgendwann zog ich die Reißleine und kündigte. Ich sah es als großes Glück an, mich an meinem letzten Arbeitstag nicht von Gruber verabschieden zu müssen, da er mal wieder auf Reisen war.

Den Vorgesetzten an meinem neuen Arbeitsplatz erlebte ich als das genaue Gegenteil von Gruber – kollegial und gerecht. Die Leidenszeit unter Gruber verblasste allmählich in der Erinnerung. Bis es mehrere Jahre später an einem Freitagvormittag zu einer überraschenden Begegnung kam.

Ich musste einen unangenehmen Untersuchungstermin in einer Facharztpraxis am anderen Ende der Stadt wahrnehmen. Angespannt betrat ich das vollbesetzte Wartezimmer. Einige Wartende erwiderten meinen Gruß leise brummelnd. Während ich den einzigen freien Platz ansteuerte, ertönte hinter mir ein lautes, fröhliches „Guten Morgen!“. Ich zuckte zusammen und sah mich irritiert um. Diese Stimme kannte ich. Tatsächlich, Gruber! Er kam auf mich zu, reichte mir freundlich die Hand und begann zu plaudern, als seien wir beste Freunde gewesen. Er sei mittlerweile im Ruhestand, berate das Unternehmen aber weiterhin. Das wusste ich bereits, denn ich telefonierte ab und zu mit einer früheren Kollegin, auch, dass er sich kurz vor seinem Ausscheiden noch einen neuen Firmenwagen genehmigt hatte, der ihm „selbstverständlich“ im Rahmen seiner beratenden Tätigkeit zustand.

Mir verschlug es erst einmal die Sprache. Ein unangenehmes Ziehen in der Magengegend machte sich bemerkbar, genau wie früher, wenn ich mich über Gruber geärgert hatte. Bevor ich selbst zu Worte kam, wurde er aufgerufen. Leicht verwirrt setzte ich mich. Ein solcher Zufall in einer so großen Stadt! Zur Beruhigung atmete ich mehrmals tief durch. Und sofort stiegen Bilder aus der Vergangenheit in mir auf.

Ich erinnerte mich, wie Gruber stets mit einem Stapel Unterlagen und Unterschriftsmappen zu Abteilungsbesprechungen erschien und während der Diskussionen permanent darin blätterte. Man war nie sicher, ob er das aktuelle Thema wirklich verfolgte. Zum Schluss galt natürlich immer sein Wort, so gut die Gegenargumente im Kollegenkreis auch gewesen sein mochten.
Ich sah ihn in kerzengrader Haltung neben seinem Schreibtisch stehen, wenn er mit seinem Vorgesetzten in der norwegischen Konzernzentrale telefonierte, hörte sein devotes „Yes, Mr. Tygsen!“, „Certainly, Mr. Tygsen“.
Ich erinnerte mich, wie er an Freitagnachmittagen regelmäßig in jedes Büro lugte und sich mit den Worten „Ihnen allen ein schönes Wochenende!“ von uns verabschiedete. Meistens lagen dann noch zwei, drei Stunden Arbeit vor mir.

Tief in Gedanken versunken, wurde ich erst wieder auf meine Umgebung aufmerksam, als zum zweiten Mal an diesem Vormittag eine bekannte Stimme erklang, die durch die geöffnete Tür offenbar mich ansprach: „Wiedersehen, Frau Cormann, und ein schönes Wochenende.“
Ich hätte dem feinen Herrn Gruber gern ein „Du mich auch“ hinterhergeworfen, entschied mich aber im letzten Moment für ein knappes „Danke gleichfalls“. Zu soviel Höflichkeit war ich gerade noch in der Lage.


Version vom 10. 11. 2014 22:00
Version vom 16. 11. 2014 10:20

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aligaga
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Hallo Ciconia,

auch wenn du mich jetzt für gaga hältst: Dein feiner Herr Gruber dauert mich.

Er scheint mir vollkommen verlassen in einem System, für das er zwar an hoher Stelle verantwortlich ist, in dem ihm aber für das, was er draufhat und (zum Wohle des Geschäfts) offenbar richtig macht, kein Dank und keine Anerkennung wird. Im Gegenteil – wären seine Untergebenen nicht zu feig dazu, würden sie ihn mobben.

Gruber ist ein Geschäftsmann, der fast vollkommen funktioniert, und wird dafür von den Morlocks beneidet und gehasst. Wie muss dieser Mensch Zeit seines Geschäftslebens einsam gewesen sein! Ich seh in ihm einen tragischen Helden, keineswegs jemanden, an dem man nicht ein einziges gutes Haar lassen könnte wie die Protagonistin.

Vielleicht hast du schon mal von Herman Wouks „Die Caine war ihr Schicksal“ gehört? Wenn nicht: Es geht darin um einen unsympathischen Kriegsschiffkommandanten namens Queeg, der Schwächen zeigt und dafür von seiner Besatzung verachtet und verlacht und am Ende des Dienstes enthoben wird. Die Offiziere, die ihn von der Brücke geschickt haben, kommen vors Kriegsgericht und werden freigesprochen. Der Showdown des Romans ist die Szene, wo Barry Greenwald, der jüdische Anwalt der Angeklagten, zu deren Siegesfeier erscheint, sich aber nicht gratulieren lässt. Er schüttet vielmehr dem Rädelsführer der Meuterei, der im zivilen Leben Schriftsteller ist, den Sekt ins Gesicht und erklärt ihm, dass ein Fehlurteil gesprochen worden wäre. Für Typen wie Queeg wäre die Marine gemacht, und sie funktionierte nur mit ihnen, nicht mit smarten Schriftstellern an der Spitze.

Ein wunderschöner, gesellschaftskritischer Roman, für den Wouk 1952 den Pulitzer-Preis bekam.

Das ist mir alles wieder gekommen, als ich deinen Text gelesen und die Einsamkeit des feinen Herrn Gruber gesehen habe.

GruĂź

aligaga

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Ciconia
Routinierter Autor
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Ach Aligaga, ist doch wurscht, wofür ich Dich halte, ob gaga oder lunatic, mich freut es, wenn Leute sehr belesen sind und hier zu jedem Text eine Brücke schlagen können. Deshalb erst einmal danke für Deine Überlegungen.

Wie immer im Leben kann man jede Geschichte von mindestens zwei Seiten betrachten: in diesem Fall von oben oder von unten. Du ziehst die Sichtweise von oben vor, fĂĽr Dich ist Gruber

quote:
Ein Geschäftsmann, der fast vollkommen funktioniert
Dies mag aus der Sicht der Konzernleitung oberflächlich richtig sein, doch andererseits bedient sich dieser Gruber reichlich (teure Flüge, Firmenwagen, etc.) aus der Firmenkasse, wenn auch im Rahmen des Legalen, aber nicht immer „zum Wohle des Geschäfts“.
Aber wie sieht eine kleine Angestellte sein Verhalten? Er presst die Leute aus, er entlässt Mitarbeiter nach Gutdünken, er hat Vorurteile gegenüber weiblichen Mitarbeitern, die er in seiner Position eigentlich nicht haben dürfte – und so ein Mensch dauert Dich? Mir persönlich würden Menschen, die nach oben buckeln und nach unten treten, niemals leid tun. Und glaub mir: Einsam werden solche Chefs durch ihr Verhalten ganz von selbst.
quote:
Ich seh in ihm einen tragischen Helden
Wenn das so rüberkommt, habe ich bei dieser Geschichte etwas grundsätzlich falsch gemacht.

GruĂź Ciconia

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nachts
???
Registriert: Jun 2007

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Nein - wenn es - auch - so rĂĽberkommt hast du was richtg gemacht (vielleicht unabsichtlich)
Wenn du Typen darstellst, die du verabscheust und in der Eindimesionalität verharrst, wirds arg öd und und du reitest auf dem geschundenen Klischee in den Sonnenuntergang.
(Ich glaub die Macher von Batman haben Joker sehr gemocht ;-)
Von daher brauchen Unsympathen auch Biss, Ecken, Kanten und möglicherweise einen guten Schuß Tragik.
LG Nachts

__________________
Heute ist nicht manchmal

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Ciconia
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2012

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Danke, nachts! Ja, „einen guten Schuss Tragik“ sollte die Geschichte schon haben, sonst wäre auch der Titel ein anderer geworden. Ich wollte durchaus die zwei Seiten des Herrn Gruber beleuchten. Nur schien mir, dass in aligagas Kommentar die Tragik und das Mitleid für diese Figur überwogen – deshalb mein Einwand.

GruĂź Ciconia

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Paloma
???
Registriert: Aug 2002

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Guten Morgen Ciconia,

die Ambivalenz deines P. kommt mMn nicht genĂĽgend durch, sodass sie den Plot etwas schwach macht. Was bleibt ist ein fieser Chef, den es zu allen Zeiten immer und ĂĽberall gab/gibt und eine sehr nachtragende Theresa.

Ich würde dir empfehlen im ersten Teil, bei all den miesen Machenschaften des Herrn Gruber eine wirklich positive Seite subtil einzubauen. Etwa so, dass es der Leser merkt/weiß aber die Mitarbeiter des Herrn Gruber nicht mitbekommen. Er könnte zum Beispiel ein Telefonat mit einem Pflegeheim führen und sich nach dem Befinden seines erkrankten Bruders/Freund usw. erkunden und sich für den Nachmittag anmelden. Halt irgendwas, das zeigt, dass Herr Gruber neben all den Fisimatenten noch ein Herz besitzt. Du musst ja nicht gleich einen Heiligen aus ihm machen.

quote:
Theresa musste einen unangenehmen Untersuchungstermin in einer Facharztpraxis am anderen Ende der Stadt wahrnehmen. Ein wenig mĂĽrrisch betrat sie das vollbesetzte Wartezimmer.


Bei unangenehm denke ich, als Frau, gleich an Gynäkologe – da wird der Gruber aber wohl nicht auftauchen. Ich meine, du könntest das weglassen oder definieren. Sie betritt mürrisch das Wartezimmer – hat also von vornherein schon schlechte Laune – eine Entschuldigung für ihr Nachtragen?

Den Schluss wĂĽrde ich anderes gestalten. Ein leichtes Stauen stĂĽnde Theresa besser als das WĂĽhlen in Vergangenem.

Um den Kreis zu schließen, könnte Theresa den Gruber bei einer wohltätigen Veranstaltung oder so wiedertreffen.

Soweit meine Gedanken zu deiner Geschichte – Es sind halt nur Gedanken.

Einen schönen Tag und liebe Grüße
Paloma
__________________
Plot - POV - Pointe

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