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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der frierende Schneemann
Eingestellt am 10. 12. 2001 17:16


Autor
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Monika M.
Hobbydichter
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Der frierende Schneemann


Die Kinder hatten ihn gebaut. Sie hatten zwei gro√üe Schneekugeln gerollt und aufeinander get√ľrmt. Dann hatten sie dunkle Steine als Kn√∂pfe hinein gedr√ľckt und zwei knorrige √Ąste als Arme. Beim Kopf hatten sie sich besonders viel M√ľhe gegeben und viel gelacht.
Sie hatten große Kiesel als Augen mitgebracht und eine Möhre als Nase. Mit kleinen Steinchen zeichneten sie den Mund, und als Krönung setzten sie ihm einen alten Hut auf.
Fertig war der Schneemann! Prächtig war er anzuschauen, doch es wurde Abend, und die Kinder mussten ihn alleine lassen. Da stand er nun, der neue Schneemann und schaute sich um. Schön war es auf der Wiese, doch als es dunkler wurde, begann er zu frieren.
Er trat auf der Stelle, um sich zu w√§rmen, schlug mit den d√ľrren Armen um sich, doch es half nichts. Dem Schneemann war erb√§rmlich kalt.
‚ÄěWas soll ich nur tun?‚Äú, dachte er. ‚ÄěDie Nacht ist noch so lang, und ich friere so schrecklich.‚Äú
Schlie√ülich beschloss er sich ein w√§rmeres Pl√§tzchen zu suchen und marschierte einfach drauf los. Es fiel ihm schwer zu laufen, doch es gelang ihm sich gerade zu halten, und so ging er quer √ľber die Wiese.
Er folgte dem Weg, den die Kinder genommen hatten und hielt eifrig Ausschau nach einem Ort, an dem er sich wärmen konnte. So kam er schließlich zu dem Haus, in dem die Kinder, die ihn gebaut hatten, wohnten. Er schaute neugierig durch das Fenster und blieb begeistert stehen.
Die Kinder sa√üen an einem warmen Kaminfeuer und hielten dampfende Teetassen in den H√§nden. Da drinnen sah es herrlich warm und gem√ľtlich aus. Der Schneemann dr√ľckte sein Gesicht ganz nahe an die warme Fensterscheibe. Sch√∂n war das!
Er wollte gerade klopfen, da fiel plötzlich seine Nase herab. Erschrocken starrte der Schneemann auf die Möhre, die jetzt auf dem Fensterbrett lag. Kleine Wassertropfen fielen auf sie herab und da begriff er!
‚ÄěIch schmelze!‚Äú, dachte er best√ľrzt.
Die W√§rme des Hauses war schuld. Schnell sprang der Schneemann einige Schritte zur√ľck und h√§tte beinahe noch seinen Hut verloren. Doch dann kam ihn eine Idee!
Er marschierte in den Garten und stellte sich dorthin. Er stand genau auf einem Tulpenbeet, doch das wusste er nicht, denn es lag ja noch √ľberall Schnee.
Jetzt konnte er zu dem hell erleuchteten Fenster hin√ľber schauen und von der W√§rme dahinter tr√§umen. Er konnte sogar von Zeit zu Zeit vorsichtig und nicht zu lange hinein schauen. So hatte er von beidem ein wenig, von der W√§rme, die leider nichts f√ľr ihn war, und genug von der K√§lte, die er brauchte, damit sein Schnee sch√∂n fest blieb.
Da stand er nun und gewiss w√ľrden die Kinder morgen fr√ľh Augen machen. Ihr Schneemann war ihnen gefolgt, und das passierte ja nicht alle Tage. Bestimmt w√ľrden sie ihm auch schnell eine neue Nase besorgen.

__________________
Der erste Schritt seinen Traum zu verwirklichen ist - aufzuwachen...

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Tadeya
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brrrrrrrr.... zitterrrrr.....

Hallo Monika!

Ich glaube, daß Deine Geschichte bestimmt Kinderherzen höher schlagen läßt!

Ich habe ein paar Anmerkungen f√ľr Dich:

Vielleicht w√§re es geschickter, nicht im Titel der Geschichte gleich zu erw√§hnen, da√ü es hier um einen frierenden Schneemann geht. Das ist doch eine kleine Pointe, die in der Geschichte selber viel lustiger r√ľberk√§me.

Am Ende fände ich es schöner, wenn der Schneemann einfach - ohne groß nachzudenken - auf dem Tulpenbeet stehenbleibt und die Kinder ihn am nächsten Morgen dort finden. Nach der ersten Verwunderung bauen sie ihm dann eine neue Nase, während der Schneemann vielleicht still vor sich hinlächelt. Das wäre ein lebendigeres Ende.

Und ein kleiner Fehler hat sich eingeschlichen:
Es heißt: "Ich schmilze".

Dies sind einige Anmerkungen einer eifrigen Leserin, die auch selbst ein wenig schreibt.

Liebe Gr√ľ√üe

__________________
Deya

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flammarion
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hallo,

im wesentlichen stimme ich tadeya zu, aber es hei√üt wirklich ich schmelze. schmilze habe ich noch nie geh√∂rt oder gelesen. ganz lieb gr√ľ√üt
__________________
Old Icke

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Tadeya
One-Hit-Wonder-Autor
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Na, wenn ich d'r√ľber nachdenke, scheint mir flammarion recht zu haben. Dummdidumm....
Sorry.
__________________
Deya

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Tadeya
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Habe noch weiter d'r√ľber nachgedacht. Mir ist aufgefallen, da√ü ich es tats√§chlich mit "i" ausspreche, und das ist wirklich grauenvoll.
Vielleicht sollte ich ab und an mal ein Wörterbuch zur Hand nehmen...

Nichts f√ľr ungut,
__________________
Deya

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Monika M.
Hobbydichter
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Hallo Deya,

du hast recht - der Titel verr√§t ja schon alles. Das ist mir noch gar nicht richtig aufgefallen. √ľberhaupt tue ich mir schrecklich schwer damit die passenden Titel zu finden. Dabei sollte der doch die Leser anziehen und neugierig machen. Na ja, √úbung macht eben Meister.
Danke f√ľr deine Anregungen mit dem Schlu√ü. Vielleicht schreibe ich einen neuen.
Gr√ľ√üe
Monika

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