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Leselupe.de > Kurzprosa
Der ganz normale Wahnsinn...
Eingestellt am 23. 12. 2002 22:56


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Das Licht
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2002

Werke: 51
Kommentare: 17
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Wenn ich mich umschaue stelle ich fest das die Welt so langsam in das
Stadium des totalen Chaos fließt. Ich sehe Momentan kein Land so wie alles
sich entwickelt.

Umweltkatastrophen, Kriege, Mord, Seuchen, Isolation, Genforschung, Hass,
Zerstörung, Politik, Umwelt, Arbeitslosigkeit, Dritte Welt, Hunger, Durst,
Krankheit, Drogen, Ellbogengesellschaft, Neid, Misstrauen, Egowahn,
Misshandlungen, Gewaltbereitschaft, Konsumdenken, UnterdrĂŒckung,
Ausrottung, Vergiftung, Menschenhandel usw...

Was bleibt ? Eine gute Frage.

Durchhalten ? Sich wehren ? Dagegen ankÀmpfen ?
Nach uns die Sintflut ? Ignorieren ? Still halten ? Augen schließen ? An
die Seite schieben ? Alles wird gut ? Beten ? Auflehnen ? KĂ€mpfen ?
Schreien ? Vergeben ? Bitten ? TrÀumen ? Aufwachen ? Helfen ? Demut ?

Man kann noch so viel schreiben...

Haben wir eine Zukunft ?
Einige sagen ja und andere sagen nein...
Könne wir noch das Ruder rumreißen ?
Habe ich die Macht etwas zu Àndern ?
Was kann ich bzw wir zusammen bewirken ?

Ich bin da gespalten. Auf einer Seite glaube ich
das langsam ein Umdenken bei uns statt findet
oder ist es nur Wunschdenken ? Ich bin mir da
nicht so sicher aber was ist schon sicher...

Eine andere Seite in mir sagt: Alles wird untergehen,
es muss untergehen denn dann wird der Boden
fĂŒr das Neue geschaffen. Hmmm... ?!


Tja.. was nun ?

Ich fĂŒr mich hab mir eins vorgenommen in diesen Zeiten.
Ich fange bei mir an, ich möchte nicht mein GegenĂŒber
verÀndern sondern mich. Meine Gedanken möchte ich in
positive Bahnen lenken (scheiße ist das schwer). Ich möchte
lernen mich besser kennen zu lernen und so mit auch
diese Welt. Das heißt jetzt nicht das ich die Welt bin doch
bin ich ein Teil von ihr. Ich möchte lernen mit weniger zufrieden
zu sein. Ich möchte dankbarer und zufriedener sein fĂŒr das was
ich schon hab. Ich möchte zurĂŒck zum Ursprung, die Natur.
Ich möchte das was ich habe mit meinem GegenĂŒber teilen.
Ich möchte nicht mehr Menschen in die Schubladen schieben.
Möchte begreifen was mir das Leben erzÀhlen möchte.
Mein Wissen und meine Begabungen dafĂŒr nutzen die Welt
ein wenig besser und schöner zu gestalten. Ich möchte lernen mein
Ego zurĂŒck zu nehmen und damit Platz fĂŒr diejenigen schaffen die
unsere Hilfe brauchen. Mich auf das Wesentlich konzentrieren
was in unser heutigen Gesellschaft sehr schwer geworden ist.
Ich möchte wieder im Gleichgewicht mit mir und meiner Umwelt
stehen und aus der entstehenden Klarheit heraus meine Entscheidungen
treffen. Ich möchte lernen mich immer ein wenig mehr zu lieben
um so lieben zu können. Egoistisch ? Nein, es ist der einzige Weg
wahre Liebe zu geben. Ich möchte immer mehr das Vergeben und
Verzeihen lernen, möchte los lassen können und mein tiefes Vertrauen in
diese Welt wachsen lassen.


Jetzt werden viele sagen:

Hey du Weltverbesserer, von deiner Art gibt es ja sooooooo
viele und... hat es was gebracht du kleiner TrÀumer ?!


Ich frage mich wo wir Heute wÀren wenn wird die Menschen nicht
hĂ€tten die sich jeden Tag aufs neue fĂŒr ihre Mitmenschen und Lebewesen
auf dieser Welt einsetzen, fĂŒr sie kĂ€mpfen, die sich auflehnen
und sagen „NEIN da mache ich nicht mit“. All die jenen die fĂŒr
uns alle beten, diejenigen die uns ein LĂ€cheln schenken, die, die uns
in gute und heilsame Gedanken betten, die trotz aller Qual und
Erniedrigung an das Leben glauben.
Die ihre Talente und Ideen fĂŒr das Gute einsetzen.

Diejenigen die fĂŒr andere ihr Leben gegeben haben.

Gerade die kleinen Dinge des Lebens haben oft eine große Wirkung.
Die wahren Helden brĂŒsten sich nicht mit ihrer Arbeit
an den Menschen und der Welt, nein man findet sie oft im Stillen, oft im
Unscheinbaren...

Ich denke, wenn wir erst verstanden haben das wir alle in einem Boot
sitzen, wenn wird begreifen das das was ich mir an tu ich allen anderen
Lebewesen
auch an tu und umgekehrt, wenn wir verstehen das die Welt sich nicht um
uns einzelnen dreht, das wir erkennen das wir uns immer weiter von unser
wahren Natur distanziert haben und zurĂŒck kehren sollten, das wir aufhören
sollten unser Ego mit immer mehr falscher Eitelkeit zu fĂŒttern, das wir
erkennen das oft weniger mehr ist, das wir mit unseren Gedanken
schöpferisch aber auch vernichtet handeln können,
das wir anfangen sollten fĂŒr uns selbst und unseren GegenĂŒber die
Verantwortung zu ĂŒbernehmen und nicht stĂ€ndig die Fehler bei einem Andern
zu suchen,
das wenn wir alle das teilen was wir haben und uns gegenseitig
unterstĂŒtzen nicht weniger haben werden, das wir uns in Demut zurĂŒcknehmen
und dankbar sein sollten das wir sein dĂŒrfen, das vieles was uns tĂ€glich
umgibt nicht selbstverstÀndlich ist.

Das wir endlich erkennen das wir uns alle untereinander brauchen...

Ich hatte vor langer Zeit einen Traum.

Ich stand mit allen Menschen dieser Welt in einen dunklen Saal.
Es war kalt und alle froren, viele hatten Angst denn sie konnten nicht
erkennen wer neben ihnen stand. Mit angestrengten Augen schaute ich um
mich herum und konnte auf einmal ein kleines MĂ€dchen neben mir erkennen.
Ihre Kleidung hang in Fetzen von ihren abmagerten, geschwÀchten Körper.
Sie hatte eine weiße Kerze in ihrer Hand. Plötzlich entzĂŒndete sie sich
von selbst und
im Glanz des Lichtkegels funkelten ihre wunderschönen Augen. Ich sah sie
an und beobachtete wie ihr Körper durchtrÀnkt wurde von diesem hellen
Licht. Ich konnte es nicht fassen, langsam vor meinen Augen fing das
kleine MĂ€dchen an zu heilen.
Sie blickte zu mir hoch, ein wunderschönes LÀcheln
kam mir von ihr entgegen. Mein Herz pochte vor GlĂŒck und plötzlich
erwachte ich
aus meinen tiefen langen Schlaf. Überrascht merkte ich das auch ich eine
weiße Kerze in meiner Hand hielt. Das kleine MĂ€dchen erhob ihr Licht und
zĂŒndete meine Kerze damit an. Mein Gesicht erstrahlte und meine Angst und
Schmerzen wichen. So gab ich mein Licht weiter an dem der neben mir stand
und er tat das selbe.Und so weiter und so weiter... Ich schaute mich um,
es wurde langsam immer heller
in dem Saal und ich konnte in fröhlichen Gesichter schauen. Ich weinte vor
Freude und begriff das wenn ich mein Licht das ich in mir trug mit meinem
GegenĂŒber teile es nicht weniger wird, nein es wird mehr, es wird heller
und es wird wÀrmer.
Nach kurzer Zeit erstrahlte der ganze Saal in einem Lichtermeer. Wir
schauten uns alle an und niemand hatte mehr Angst. Alle standen dicht bei
einander, jeder wÀrmte mit seinem Licht seinen NÀchsten.

Klarheit, WĂ€rme, Licht, Freude, Heilung, Liebe,
Geborgenheit, Gemeinschaft, Wahrhaftigkeit,

In dieser Nacht, in diesem Saal sind alle meine WĂŒnsch
in ErfĂŒllung gegangen. Ab diesen Traum habe ich mir
geschworen meinen alten Weg zu verlassen und einen
anderen einen neuen Weg zu beschreiten.
Ab da hat sich langsam, StĂŒck fĂŒr StĂŒck vieles in meinem
Leben verÀndert.
Dieser Traum war mein neuer Anfang und ich gehen ihn nun
diesen neuen Weg.

Ob ich Angst hab ? Ja das hab ich, doch weis ich das erste
mal in mein Leben das ich ein Ziel habe und alles auf mich
nehmen werde um es zu erreichen.

Es begann ein Kampf mit meinem Ego.
Mit Einsichten und ErnĂŒchterungen, mit
TrÀnen und Vergebungen, mit los lassen
und Vertrauen.

Auf diesen neuen Weg bekomme ich alles was ich brauche,
Menschen, Situationen, Lehren und Proben.

Die Belohnung fĂŒr all das ist:

Liebe, Klarheit, Gesundheit, Gleichgewicht, Wissen,
Ruhe und Frieden.
Aber auch Abenteuer und Freude, Ausgelassenheit
und Freiheit. Tiefes MitgefĂŒhl und Dankbarkeit.
Den Einblick in tiefe Geheimnisse des Lebens.

Eins der schönsten Geschenke auf diesen Weg ist:

Die Gewissheit das das Leben fĂŒr dich sorgt und du
dich in ihren Schoss fallen lassen kannst, das sie dich
behĂŒtet und dir alles das geben wird damit du zur
deinen GlĂŒck zu finden.

Mein wiedergefundenes Licht und mein Glaube an das Leben
wird mich in diesen Zeiten des -ganz normalen Wahnsinns- tragen.
GestÀrkt mit Hoffnung und Zuversicht werde ich weiter gehen.

Wo es mich hinfĂŒhren wird ?
Das wissen nur die Sterne und meine Seele.

Das grĂ¶ĂŸte was ich gefunden hab ist das:

Ich war nie allein
ich bin nicht allein
und ich werde nicht allein sein.

Vielleicht wirst du nun die Stirn runzeln
oder mich anschmunzeln...

Doch schaue ich dich lÀchelnd an und lausche deinem Herzen.

Hier... ja ... ich schenke dir mein Licht... spĂŒrst du es ?!
Es ist ganz warm und hell und wenn du möchtest dann
nimm deines und schenke es an deinem NĂ€chsten weiter.

Alles Liebe an dich wo auch immer du bist...



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casy01
Guest
Registriert: Not Yet

Tja.. was nun ?

Zitat:

"Ich fĂŒr mich hab mir eins vorgenommen in diesen Zeiten.
Ich fange bei mir an, ich möchte nicht mein GegenĂŒber
verÀndern sondern mich. Meine Gedanken möchte ich in
positive Bahnen lenken (scheiße ist das schwer). Ich möchte
lernen mich besser kennen zu lernen und so mit auch
diese Welt. Das heißt jetzt nicht das ich die Welt bin doch
bin ich ein Teil von ihr. Ich möchte lernen mit weniger zufrieden
zu sein. Ich möchte dankbarer und zufriedener sein fĂŒr das was
ich schon hab. Ich möchte zurĂŒck zum Ursprung, die Natur."



dahin wandern wir......ohne Ende

Alles Liebe an dich wo auch immer du bist...

Licht

auch an Dich

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

schön, dass du dein licht gefunden hast, licht.
ich mag deine ehrlichen (einfachen) texte.
mit dem herzen sehen, ist sicher nicht das schlechteste.
gerade im umgang mit seinen mitmenschen.
dem chaos kann man nicht entgehen. der wahnsinn ist
tatsĂ€chlich normal und ĂŒberall, wo menschen sind.
das leben ist die gegenwart und nicht die zukunft.
man muß es dort einrichten und menschlich machen, wo
man gerade ist.
das bild des licht weiterreichens ist mir irgendwoher
bekannt. ein gutes bild, um sich hoffnung zu machen,
und um zu erkennen, dass das licht von einem selbst
ausgehen muß.
religiös verklÀrt will ich dabei nicht werden.

bon.


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