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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der graue Mann und die Blumen
Eingestellt am 12. 08. 2011 14:24


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Shawn Gut
???
Registriert: Jul 2011

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Der graue Mann und die Blumen


Endlich. Endlich hatte sie eingewilligt mich zu treffen.
Nun stand ich an unserem Treffpunkt an einer Mauer gelehnt und wartete.
Es war kurz vor Drei. Ich war ein wenig zu fr├╝h dran und wurde immer nerv├Âser. Mein Herz schlug schneller. Meine Blase wollte sich entleeren..
Um mich zu beruhigen, zog ich mir eine Zigarette aus der vollen Schachtel in meiner Hosentasche.Es war die mittlerweile tausendste letzte Zigarette meines Lebens.

Ich steckte sie mir in den Mund, hielt die Flamme meines Feuerzeugs an ihre Spitze und inhalierte den grauen Dunst.

Als der Rauch meine Lungen f├╝llte und das Nikotin sich in meinen Kreislauf ausbreitete, zeigte es sofort seine Wirkung und beruhigte meinen nerv├Âsen K├Ârper.
Nach der H├Ąlfte der Zigarette, bemerkte ich auf der anderen Stra├čenseite einen Mann.
Er trug einen altmodischen, grauen Stoffanzug und einen Borsalino Hut auf dem Kopf.
Nicht nur seine Kleidung wirkte grau, sondern ebenfalls seine Haut. Er machte den Eindruck, als w├Ąre er einem Schwarzweissfilm entsprungen. Er wirkte grauer als der Asphalt, auf dem er sich bewegte.
Schnurstracks lief er ├╝ber die Stra├če und einen kurzen Moment hatte ich den Eindruck, er k├Ąme auf mich zu.
Kurz bevor er mich erreichte, bog er jedoch ab und bewegte sich auf den Blumenk├╝bel zu, der in meiner N├Ąhe stand.
Dort hielt er an, zog seine Anzugjacke aus, faltete sie und legte sie feins├Ąuberlich neben sich auf die Stra├če.

Nun krempelte er die ├ärmel seines (in der Vergangenheit vielleicht einmal wei├čen) Hemdes hoch und begann, die Blumen in dem K├╝bel zu verspeisen.

Zuerst dachte ich, er wolle nur an den Blumen riechen, doch er a├č sie.

Er machte sich ├╝ber die Blumen her, wie ein hungriger L├Âwe ├╝ber eine frisch gerissene Gazelle.
Blume um Blume verschwand in seinem Mund.
Nach zwei Minuten hatte er er alles Rote und Gr├╝ne verspeist und ├╝brig blieb ein grauer, kahler K├╝bel.
Er krempelte seine ├ärmel wieder runter, zog seine Anzugjacke an, strich sie noch kurz glatt und drehte sich zu mir um. L├Ąchelte, hob kurz seinen Hut, als Zeichen des Abschieds und verschwand hinter einer H├Ąuserecke.

Ich nahm den letzten Zug an meiner Zigarette, trat sie auf dem Boden aus und r├╝hrte danach nie wieder eine an.

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KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo,

grunds├Ątzlich finde ich die Idee des Plots gut, trotzdem st├Ârt mich die banale Erkenntnis. Vielleicht w├Ąre es mit Alkohol besser, da k├Ąmen Halluzinationen etc. glaubhafter r├╝ber - und auch das Ende w├Ąre dann (f├╝r mich) stimmig.

Ein paar Vorschl├Ąge:

______________________________________________________________
Endlich. Endlich hatte sie eingewilligt mich zu treffen.
Nun stand ich an unserem Treffpunkt an einer Mauer gelehnt und wartete.
Es war kurz vor Drei. Ist die Uhrzeit f├╝r den weiteren Handlungsverlauf relevant?

Ich war ein wenig zu fr├╝h dran und wurde immer nerv├Âser. Mein Herz schlug schneller. Meine Blase wollte sich entleeren..
Um mich zu beruhigen, zog ich mir eine Zigarette aus der vollen Schachtel in meiner Hosentasche.Es war die mittlerweile tausendste letzte Zigarette meines Lebens.

Ich steckte sie mir in den Mund, hielt die Flamme meines Feuerzeugs an ihre Spitze und inhalierte den grauen Dunst.

Als der Rauch meine Lungen f├╝llte und das Nikotin sich in meinen Kreislauf ausbreitete, zeigte es sofort seine Wirkung und beruhigte meinen nerv├Âsen K├Ârper mich.

quote:
Nach der H├Ąlfte der Zigarette, bemerkte ich auf der anderen Stra├čenseite einen Mann. Er trug einen altmodischen, grauen Stoffanzug und einen Borsalino Hut auf dem Kopf.
Nicht nur seine Kleidung wirkte grau, sondern ebenfalls seine Haut. Er machte den Eindruck, als w├Ąre er einem Schwarzweissfilm entsprungen. Er wirkte grauer als der Asphalt, auf dem er sich bewegte.

Das klingt i-wie abgedroschen. Vielleicht sowas wie: Pl├Âtzlich sah ich den Mann auf der anderen Stra├čenseite. Gew├Âhnlich h├Ątte ich ihn ignoriert, aber er war grau. Hut, Mantel, Gesicht - alles grau. Als ob er einem Schwarzwei├čfilm entsprungen w├Ąre.
Weder ist wichtig, ob der Anzug aus Stoff ist, noch ob es ein "Borsalino"-Hut ist - bei einer Kurzgeschichte sollte man sich m.M.n. auf das Notwendigste reduzieren - nichts, was sinnloser Weise ausschm├╝ckt noch die Handlung in hilfreicher Weise unterst├╝tzt - alles redundant.


Schnurstracks lief er ├╝ber die Stra├če und einen kurzen Moment hatte ich den Eindruck, er k├Ąme auf mich zu.
Kurz bevor er mich erreichte, bog er jedoch ab und bewegte sich auf den Blumenk├╝bel zu, der in meiner N├Ąhe stand.
Dort hielt er an,


quote:
zog seine Anzugjacke aus, faltete sie und legte sie feins├Ąuberlich neben sich auf die Stra├če.

Ist diese Info wichtig?

Nun krempelte er die ├ärmel seines (in der Vergangenheit vielleicht einmal wei├čen) Hemdes hoch und begann, die Blumen in dem K├╝bel zu verspeisen.

Zuerst dachte ich, er wolle nur an den Blumen riechen, doch er a├č sie.

Er machte sich ├╝ber die Blumen her, wie ein hungriger L├Âwe ├╝ber eine frisch gerissene Gazelle. Logischer Weise hat der L├Âwe die gerade gerissen. Man muss es nicht schreiben. Lass dem Leser seine "intelligente" Fantasie walten. Solche Details am besten nur anrei├čen ...
Blume um Blume verschwand in seinem Mund.
Nach zwei Minuten hatte er er alles Rote und Gr├╝ne verspeist und ├╝brig blieb ein grauer, kahler K├╝bel.
Er krempelte seine ├ärmel wieder runter, zog seine Anzugjacke an, strich sie noch kurz glatt und drehte sich zu mir um. L├Ąchelte, hob kurz seinen Hut, als Zeichen des Abschieds und verschwand hinter einer H├Ąuserecke.

Ich nahm den letzten Zug an von meiner Zigarette, trat sie auf dem Boden aus und r├╝hrte danach nie wieder eine an.


So, muss ins Bett :-)

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Shawn Gut
???
Registriert: Jul 2011

Werke: 6
Kommentare: 4
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Oha...welch ausf├╝hrliche und konstruktive Kritik! Vielen Dank ertsma daf├╝r! Freut mich sehr!

Die Verbesserungsvorschl├Ąge kann ich, weitesgehend so annehmen, jedoch ist mir der graue Mann in Kombination mit den Zigaretten lieber als mit Alkohol. Da er ja ein Sinnbild f├╝r den Qualm der Zigarette sein soll. Und er ist ja nicht wirklich eine Halluzination, sondern eine "unerkl├Ąrliche Erscheinung" ^^

Sobald ich Zeit habe, werd ich mich mal mit den Korrekturen auseinandersetzen.

Good day!

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Garjan
Guest
Registriert: Not Yet

Aber KaGeb hat Recht. Wenn man eine Idee verfolgt, diese aber mit einem v├Âllig falschen Beispiel bringt, kommt die Botschaft nicht r├╝ber. Selbst wenn der graue Mann nur abstrakt gemeint ist, passt es nicht zum ausgew├Ąhlten Suchtmittel. Dadurch wird die Geschichte auch durch die ├ťberarbeitung nicht stimmiger.

Man sollte sich entscheiden. Entweder ein anderes Suchtmittel oder eine passendere Assoziation zum Suchtmittel Nikotin finden.

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