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Leselupe.de > Lange Texte
Der innere Kampf 1
Eingestellt am 02. 08. 2004 15:50


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Najitzabeth
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Ich sag lieber dazu, dass ich es noch nicht nach Fehlern dursucht habe und wahrscheinlich einige drin sein werde. Das hole ich aber so bald wie möchlich nach...

Der innere Kampf


Keith sprang zur Seite und hielt sich seinen schmerzenden Arm, der vor wenigen Sekunden das Schwert seines Gegners zu spĂŒren bekommen hatte.
Der Regen prasselte auf den Boden und verwandelte den Trainingsplatz in das reinste Schlammloch. Es war ihm egal. Er konzentrierte sich voll und ganz auf sein GegenĂŒber.
In den wenigen Stunden in denen er mit dem königlichen Schwertmeister kÀmpfte konnte er alles andere um sich herum vergessen. Den Schmerz und die Leere in sich, genauso wie all die anderen Probleme die ihn belasteten.
Haraz nij Gitnurk setzte zum Sprung an und hob seine Waffe ĂŒber den Kopf um den letzten Schlag auszufĂŒhren. Keith sah ihn auf sich zukommen und wich im letzten Augenblick aus. Aus diesem Schwung heraus drehte er sich und versuchte selbst einen Treffer zu landen aber der Mann war trotz seines Alters schneller und Keith’ Schlag ging ins Leere. Dann griff Haraz direkt an und Keith versuchte seine Deckung nicht zu vernachlĂ€ssigen. Immer schneller kamen die Attacken seines Lehrers und er versuchte sich aus dieser ZwickmĂŒhle zu befreien, indem er sich unter dem Schwert des anderen Mannes hinwegduckte und Abstand zwischen sich und den alten Krieger brachte. Dennoch, jedes Mal wenn Keith glaubte selbst einen Schlag ausfĂŒhren zu können war Haraz schon da und drosch auf ihn ein.
Er wusste, dass er bis jetzt jedes mal gegen den Schwertmeister verloren hatte und dass ihm zu einem Sieg nicht nur die Erfahrung und die Kraft fehlte, aber trotzdem versuchte er es immer wieder.
Keith wĂŒrde nicht aufgeben. Irgendwann wĂŒrde er ihn besiegen und bis es soweit war wĂŒrde er trainieren, um selbst gegen den mĂ€chtigsten Gegner standhalten zu können.
Haraz nij Gitnurk drĂ€ngte ihn weiter zurĂŒck bis Keith mit dem RĂŒcken zur Wand stand. Sein Atem ging schwer und seine Knie zitterten bereits. Lange konnte er nicht mehr durchhalten. Keith wog seine Chancen zu entkommen ab. Vor ihm stand sein Gegner und an der Seite auszubrechen war unmöglich, denn er war zu langsam und Haraz hĂ€tte ihn eingeholt ehe er auch nur einen Schritt machte. Ihm blieb nur noch der Angriff.
Es war die einzige Möglichkeit doch noch den Sieg davonzutragen.
Noch einmal sammelte er seine KrĂ€fte und machte einen Satz nach vorne. Mit blitzschnellen Bewegungen versuchte er Haraz’ Deckung zu durchbrechen. Die Schwerter schlugen Funken als sie aufeinander prallten und das Metall vibrierte in seiner Hand, sodass es ihm schwer fiel seine Waffe zu halten. Der Ă€ltere Mann wurde von Keith immer weiter zurĂŒck gedrĂ€ngt und es sah beinahe so aus als wĂ€re das GlĂŒck heute auf seiner Seite.
Schneller und schneller krachten die Kanten der Waffen aufeinander und Keith strengte sich noch mehr an. Heute wĂŒrde er siegen.
Das nasse Haar klebte ihm an der Stirn und behinderte seine Sicht. Mit einer kleinen Bewegung wischte er sie weg wĂ€hrend er weiter Haraz’ Angriffe parierte. Aber genau in diesem kurzen Moment witterte Gitnurk seine Gelegenheit. Der Ältere setzte zu einem Streich an und stieß Keith nach hinten. Mit einem enttĂ€uschten Aufschrei rutschte er auf dem feuchten Herbstlaub aus und landete im Schlamm.
Einen Augenblick lang war er wĂŒtend. Er hatte schon wieder versagt.
Haraz kam lĂ€chelnd zu ihm und reichte ihm die Hand: „Ihr lasst euch zu leicht ablenken.“
Keith stand auf und folgte dem Mann in die Burg.
„Und ihr seid einfach zu schnell.“
Haraz lachte laut auf: „... Das sagt ihr zu einem Mann der seine besten Jahre bereits hinter sich hat!“
Sie stiegen eine Treppe nach oben bis sie zu einer Kammer kamen in der man ihnen die Schwerter abnahm.
„Es war schon besser als die letzten Male aber ihr solltet euer Temperament ein wenig zĂŒgeln und euch auf das wesentliche konzentrieren. Und nun guckt nicht so betrĂŒbt, irgendwann wird der Tag kommen, an dem ihr mich in den Dreck stoßen werdet.“
Keith nickte und versuchte sich vorzustellen, wie der hochgeschĂ€tzte KĂ€mpfer im Matsch saß. Er musste lachen.
Der FĂŒnfzigjĂ€hrige hatte sich seine Stellung im Palast verdient, in dem er immer wieder kleinere ScharmĂŒtzel an den Grenzen des Landes niederschlug. Er war der Einzige in Mysthika, der sich in der KriegsfĂŒhrung verstand.
Die politische Lage hatte sich wĂ€hrend der letzten Jahre verĂ€ndert und nun zweifelten Einige der angrenzenden Territorien die Herrschaft von Keith’ Onkel an. Eigentlich war es auch ihr gutes Recht, denn der RechtmĂ€ĂŸige König war tot und Keith hatte ihn getötet.
Saphira beschloss vor zwanzig Jahren, dass Anwar und nicht Nevytar regieren sollte. Damals hatte niemand die Entscheidung der Göttin angezweifelt, nun war das anders.
WĂ€hrend sie den schier nicht enden wollenden, gewundenen Gang entlang gingen und ihre Stiefel schmutzige AbdrĂŒcke auf dem Fußboden hinterließen, begann Haraz nij Gitnurk mit einem Thema, das Keith schon seit er volljĂ€hrig geworden war, verfolgte. Frauen!
Einige junge und recht gut aussehende Hofdamen gingen an ihnen vorbei und zeigten dabei ein offensichtliches Interesse an dem Prinzen. Keith kannte diese Sorte Menschen, die alles fĂŒr eine hohe Stellung und ein wenig Macht tun wĂŒrden.
Haraz sah den Frauen nach und wandte sich dann wieder zu seinem SchĂŒler: „Habt ihr nun schon eine Frau gefunden, die euch ansprechen wĂŒrde. Ich denke nicht, wenn ich das sagen darf, dass sie euch zurĂŒckweisen wĂŒrden.“
Keith verdrehte genervt die Augen und antwortete wie ĂŒblich: „Nein, es gibt Keine, die es wert wĂ€re, ihr meinen Thron anzubieten.“
Er wusste, dass Haraz darauf angespielt hatte, dass er nicht wie andere junge MÀnner von einem Bett in das nÀchste sprang. Einerseits war es ihm manchmal peinlich, nicht mit irgendwelchen Liebschaften prahlen zu können, andererseits war es ihm zuwider, wie manch andere ihr Privatleben heraus posaunten.
Es war nicht das erste Mal gewesen, dass ihn sein Lehrer, Freunde und Verwandten darauf ansprachen, dass er noch keine bessere HĂ€lfte fĂŒr sich gefunden hatte. Keith suchte sie auch nicht.
Sie bemerkten nie, dass sie ihn damit unter Druck setzten und er sich dadurch immer mehr zurĂŒckzog.
In Wirklichkeit trauerte er noch immer um Kim. Keith verglich jede Frau, die ihm vorgestellt wurde, mit ihr und nie konnte Irgendeine ihr das Wasser reichen.
Obwohl es schon so lange her war, fĂŒnf unglĂŒckliche Jahre, hing er noch an dem MĂ€dchen, das er damals kennen gelernt hatte. Er sah in seinen TrĂ€umen ihr Gesicht und fĂŒhlte sie neben sich, aber wenn er aufwachte war sie fort und mit ihr war auch seine Seele gegangen.
Keith fĂŒhlte sich taub. Er fĂŒhlte sich hilflos ohne sie.
Er hatte oft das GefĂŒhl, dass sie noch lebte aber unerreichbar weit fort war...
„Kim ist tot!“ rief er sich ins GedĂ€chtnis und unterdrĂŒckte den Schmerz, der sein Herz zu erdrĂŒcken schien.
Wie sollte er jemals wieder einen Menschen lieben können, wo doch seine Liebe damals mit Kim gestorben war.
Keith wurde aus seinen Gedanken gerissen als ein Junge ihnen, schwer atmend, entgegen rannte. Der Diener blieb kurz vor Keith stehen und holte erst einmal Luft. Dann verbeugte er sich vor dem Schwertmeister und dem Prinzen: „Eure Hoheit, der König möchte euch auf der Stelle sehen. Er ist außer sich...!“
„Ich werde kommen, sobald ich mich umgezogen habe.“
„Aber...!“ der Junge schluckte und Keith konnte den inneren Kampf, den er mit sich ausfocht von seinem Gesicht ablesen. Sollte er nun den Anweisungen des Königs folgen und darauf beharren, das Keith sofort mit kam oder sollte er dem Wunsch des Prinzen entsprechen und den König warten lassen...
Keith nahm ihm diese Entscheidung ab: „Also gut, ich begleite dich zu meinem Onkel.“ Der Diener verbeugte sich noch einmal vor Haraz und drehte sich dann um. Keith verabschiedete sich seinerseits von dem Ă€lteren Mann und folgte dann dem Jungen.
WÀhrend er die bekannten GÀnge und Korridore entlang schritt bereitete er sich auf die Standpauke vor, die ihm bevorstand. Keith wusste ganz genau, was er verbrochen hatte. Er hatte wieder einmal eine Verabredung, die der König organisierte, sitzen lassen und der Vater, der jungen Frau, wollte jetzt die Ehre seiner Tochter verteidigen.
Der Junge vor ihm drehte sich immer wieder um und sah Keith an.
Was er wohl von ihm dachte? Vielleicht hatte er Angst, schließlich war Keith der Sohn des schwarzen Magiers.
Viele der Menschen, die um seine Aufmerksamkeit gebuhlt hatten, hielten sich nun fern von ihm. Sie respektierten ihn nicht nur, sie fĂŒrchteten sich. Die Leute glaubten zu wissen, was damals auf Schloss Plaisir geschehen ist und Keith ließ sie in diesem Glauben. Keiner wusste, dass es einfach nur GlĂŒck gewesen war, welches den Prinzen die Chance ermöglicht hatte, den Drachen zu besiegen. Niemand kannte die wahre Geschichte.
Das ausladende Tor der Krönungshalle kam nĂ€her und Keith legte sich eine Ausrede zurecht, mit der er dem Mann, den er so lange fĂŒr seinen Vater hielt, erklĂ€ren wollte aus welchen Grund er zu seiner Verabredung nicht erschienen war. Nachdem der Diener an der TĂŒr geklopft hatte, öffnete sich diese und sie konnten eintreten. Anwar saß auf seinem Thron und blickte zu seinem Neffen hinunter. Neben ihm stand ein etwas Ă€lterer Mann in einem edlen Gewand, der eine junge Frau in den Armen hielt. Die Frau, oder eher das MĂ€dchen, denn sie musste mindestens drei Jahre jĂŒnger als Keith sein, wischte sich gerade ihre TrĂ€nen von der geröteten Wange. Als sie ihn sah wandte sie beschĂ€mt den Blick ab. Keith hatte Mitleid mit ihr, da sie nichts dafĂŒr konnte, dass er kein Interessen an den Damen hatte, die ihm sein Onkel vorstellte.
Anwar winkte ihn zu sich und der Junge, der Keith geholt hatte, verschwand möglichst unauffĂ€llig wieder. Der Prinz versuchte sich nicht anmerken zu lassen wie erschöpft er war und ging mit großen Schritten auf den König zu.
„Du weißt hoffentlich, aus welchen Grund ich dich holen ließ!“ begann Anwar ohne eine BegrĂŒĂŸung.
Keith sah noch einmal zu dem MĂ€dchen, die sich nun die TrĂ€nen mit einem bestickten Taschentuch aus dem Gesicht wischte und dabei die schwarze Farbe um ihre Augen verschmierte. Er wusste genau, das er nicht der Grund fĂŒr ihre Traurigkeit war aber eins musste er ihr lassen, sie war eine gute Schauspielerin.
„Ja, ich weiß durchaus warum ich hier bin. Und du solltest wissen, dass sich mein Leben nicht nur um Frauen dreht!“
Damit drehte Keith sich um und schritt zu der TĂŒr wieder hinaus, durch die er zuvor den Saal betreten hatte.

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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Veröffentlicht von Najitzabeth am 02. 08. 2004 15:50
Der innere Kampf


Keith sprang zur Seite und hielt sich seinen schmerzenden Arm, der vor wenigen Sekunden das Schwert seines Gegners zu spĂŒren bekommen hatte.
Der Regen prasselte auf den Boden und verwandelte den Trainingsplatz in das reinste Schlammloch. Es war ihm egal. Er konzentrierte sich voll und ganz auf sein GegenĂŒber.
In den wenigen Stunden(Komma) in denen er mit dem königlichen Schwertmeister kÀmpfte(Komma) konnte er alles andere um sich herum vergessen. Den Schmerz und die Leere in sich, genauso wie all die anderen Probleme(Komma) die ihn belasteten.
Haraz nij Gitnurk setzte zum Sprung an und hob seine Waffe ĂŒber den Kopf(Komma) um den letzten Schlag auszufĂŒhren. Keith sah ihn auf sich zukommen und wich im letzten Augenblick aus. Aus diesem Schwung heraus drehte er sich und versuchte(Komma) selbst einen Treffer zu landen(Komma) aber der Mann war trotz seines Alters schneller und Keith’ Schlag ging ins Leere. Dann griff Haraz direkt an und Keith versuchte(Komma) seine Deckung nicht zu vernachlĂ€ssigen. Immer schneller kamen die Attacken seines Lehrers und er versuchte sich aus dieser ZwickmĂŒhle zu befreien, indem er sich unter dem Schwert des anderen Mannes hinwegduckte und Abstand zwischen sich und den alten Krieger brachte. Dennoch, jedes Mal(Komma) wenn Keith glaubte(Komma) selbst einen Schlag ausfĂŒhren zu können(Komma) war Haraz schon da und drosch auf ihn ein.
Er wusste, dass er bis jetzt jedes mal gegen den Schwertmeister verloren hatte und dass ihm zu einem Sieg nicht nur die Erfahrung und die Kraft fehlte, aber trotzdem versuchte er es immer wieder.
Keith wĂŒrde nicht aufgeben. Irgendwann wĂŒrde er ihn besiegen und bis es soweit war(Komma) wĂŒrde er trainieren, um selbst gegen den mĂ€chtigsten Gegner standhalten zu können.
Haraz nij Gitnurk drĂ€ngte ihn weiter zurĂŒck(Komma) bis Keith mit dem RĂŒcken zur Wand stand. Sein Atem ging schwer und seine Knie zitterten bereits. Lange konnte er nicht mehr durchhalten. Keith wog seine Chancen zu entkommen ab. Vor ihm stand sein Gegner und an der Seite auszubrechen war unmöglich, denn er war zu langsam und Haraz hĂ€tte ihn eingeholt(Komma) ehe er auch nur einen Schritt machte. Ihm blieb nur noch der Angriff.
Es war die einzige Möglichkeit(Komma) doch noch den Sieg davonzutragen.
Noch einmal sammelte er seine KrĂ€fte und machte einen Satz nach vorne. Mit blitzschnellen Bewegungen versuchte er(Komma) Haraz’ Deckung zu durchbrechen. Die Schwerter schlugen Funken(Komma) als sie aufeinander prallten und das Metall vibrierte in seiner Hand, sodass es ihm schwer fiel(Komma) seine Waffe zu halten. Der Ă€ltere Mann wurde von Keith immer weiter zurĂŒck gedrĂ€ngt und es sah beinahe so aus(Komma) als wĂ€re das GlĂŒck heute auf seiner Seite.
Schneller und schneller krachten die Kanten der Waffen aufeinander und Keith strengte sich noch mehr an. Heute wĂŒrde er siegen.
Das nasse Haar klebte ihm an der Stirn und behinderte seine Sicht. Mit einer kleinen Bewegung wischte er sie weg(Komma) wĂ€hrend er weiter Haraz’ Angriffe parierte. Aber genau in diesem kurzen Moment witterte Gitnurk seine Gelegenheit. Der Ältere setzte zu einem Streich an und stieß Keith nach hinten. Mit einem enttĂ€uschten Aufschrei rutschte er auf dem feuchten Herbstlaub aus und landete im Schlamm.
Einen Augenblick lang war er wĂŒtend. Er hatte schon wieder versagt.
Haraz kam lĂ€chelnd zu ihm und reichte ihm die Hand: „Ihr lasst euch zu leicht ablenken.“
Keith stand auf und folgte dem Mann in die Burg.
„Und ihr (Ihr) seid einfach zu schnell.“
Haraz lachte laut auf: „... Das sagt ihr (Ihr) zu einem Mann(Komma) der seine besten Jahre bereits hinter sich hat!“
Sie stiegen eine Treppe nach oben(Komma) bis sie zu einer Kammer kamen(Komma) in der man ihnen die Schwerter abnahm.
„Es war schon besser als die letzten Male(Komma) aber ihr solltet euer Temperament ein wenig zĂŒgeln und euch auf das wesentliche (groß) konzentrieren. Und nun guckt nicht so betrĂŒbt, irgendwann wird der Tag kommen, an dem ihr mich in den Dreck stoßen werdet.“
Keith nickte und versuchte sich vorzustellen, wie der hochgeschĂ€tzte KĂ€mpfer im Matsch saß. Er musste lachen.
Der FĂŒnfzigjĂ€hrige hatte sich seine Stellung im Palast verdient, in dem er immer wieder kleinere ScharmĂŒtzel an den Grenzen des Landes niederschlug. Er war der Einzige in Mysthika, der sich in der (auf die) KriegsfĂŒhrung verstand.
Die politische Lage hatte sich wĂ€hrend der letzten Jahre verĂ€ndert und nun zweifelten Einige (klein) der angrenzenden Territorien die Herrschaft von Keith’ Onkel an. Eigentlich war es auch ihr gutes Recht, denn der RechtmĂ€ĂŸige (klein) König war tot und Keith hatte ihn getötet.
Saphira beschloss vor zwanzig Jahren, dass Anwar und nicht Nevytar regieren sollte. Damals hatte niemand die Entscheidung der Göttin angezweifelt, nun war das anders.
WĂ€hrend sie den schier nicht enden wollenden, gewundenen Gang entlang gingen und ihre Stiefel schmutzige AbdrĂŒcke auf dem Fußboden hinterließen, begann Haraz nij Gitnurk mit einem Thema, das Keith(Komma) schon seit er volljĂ€hrig geworden war, verfolgte. Frauen!
Einige junge und recht gut aussehende Hofdamen gingen an ihnen vorbei und zeigten dabei ein offensichtliches Interesse an dem Prinzen. Keith kannte diese Sorte Menschen, die alles fĂŒr eine hohe Stellung und ein wenig Macht tun wĂŒrden.
Haraz sah den Frauen nach und wandte sich dann wieder zu seinem SchĂŒler: „Habt ihr nun schon eine Frau gefunden, die euch ansprechen wĂŒrde.(Fragezeichen) Ich denke nicht, wenn ich das sagen darf, dass sie euch zurĂŒckweisen wĂŒrden.“
Keith verdrehte genervt die Augen und antwortete wie ĂŒblich: „Nein, es gibt Keine (klein) , die es wert wĂ€re, ihr meinen Thron anzubieten.“
Er wusste, dass Haraz darauf angespielt hatte, dass er nicht wie andere junge MÀnner von einem Bett in das nÀchste sprang. Einerseits war es ihm manchmal peinlich, nicht mit irgendwelchen Liebschaften prahlen zu können, andererseits war es ihm zuwider, wie manch andere ihr Privatleben heraus posaunten.
Es war nicht das erste Mal gewesen, dass ihn sein Lehrer, Freunde und Verwandten (Verwandte) darauf ansprachen, dass er noch keine bessere HĂ€lfte fĂŒr sich gefunden hatte. Keith suchte sie auch nicht.
Sie bemerkten nie, dass sie ihn damit unter Druck setzten und er sich dadurch immer mehr zurĂŒckzog.
In Wirklichkeit trauerte er noch immer um Kim. Keith verglich jede Frau, die ihm vorgestellt wurde, mit ihr und nie konnte Irgendeine (klein) ihr das Wasser reichen.
Obwohl es schon so lange her war, fĂŒnf unglĂŒckliche Jahre, hing er noch an dem MĂ€dchen, das er damals kennen gelernt hatte. Er sah in seinen TrĂ€umen ihr Gesicht und fĂŒhlte sie neben sich, aber wenn er aufwachte(Komma) war sie fort und mit ihr war auch seine Seele gegangen.
Keith fĂŒhlte sich taub. Er fĂŒhlte sich hilflos ohne sie.
Er hatte oft das GefĂŒhl, dass sie noch lebte(Komma) aber unerreichbar weit fort war...
„Kim ist tot!“(Komma) rief er sich ins GedĂ€chtnis und unterdrĂŒckte den Schmerz, der sein Herz zu erdrĂŒcken schien.
Wie sollte er jemals wieder einen Menschen lieben können, wo doch seine Liebe damals mit Kim gestorben war.(Fragezeichen)
Keith wurde aus seinen Gedanken gerissen(Komma) als ein Junge ihnen, schwer atmend, entgegen rannte. Der Diener blieb kurz vor Keith stehen und holte erst einmal Luft. Dann verbeugte er sich vor dem Schwertmeister und dem Prinzen: „Eure Hoheit, der König möchte euch auf der Stelle sehen. Er ist außer sich...!“
„Ich werde kommen, sobald ich mich umgezogen habe.“
„Aber...!“ der (Der) Junge schluckte und Keith konnte den inneren Kampf, den er mit sich ausfocht(Komma) von seinem Gesicht ablesen. Sollte er nun den Anweisungen des Königs folgen und darauf beharren, das (dass) Keith sofort mit kam oder sollte er dem Wunsch des Prinzen entsprechen und den König warten lassen...
Keith nahm ihm diese Entscheidung ab: „Also gut, ich begleite dich zu meinem Onkel.“ Der Diener verbeugte sich noch einmal vor Haraz und drehte sich dann um. Keith verabschiedete sich seinerseits von dem Ă€lteren Mann und folgte dann dem Jungen.
WÀhrend er die bekannten GÀnge und Korridore entlang schritt(Komma) bereitete er sich auf die Standpauke vor, die ihm bevorstand. Keith wusste ganz genau, was er verbrochen hatte. Er hatte wieder einmal eine Verabredung, die der König organisierte, sitzen lassen und der Vater,(kein Komma) der jungen Frau, wollte jetzt die Ehre seiner Tochter verteidigen.
Der Junge vor ihm drehte sich immer wieder um und sah Keith an.
Was er wohl von ihm dachte? Vielleicht hatte er Angst, schließlich war Keith der Sohn des schwarzen Magiers.
Viele der Menschen, die um seine Aufmerksamkeit gebuhlt hatten, hielten sich nun fern von ihm. Sie respektierten ihn nicht nur, sie fĂŒrchteten sich. Die Leute glaubten zu wissen, was damals auf Schloss Plaisir geschehen ist und Keith ließ sie in diesem Glauben. Keiner wusste, dass es einfach nur GlĂŒck gewesen war, welches den (dem) Prinzen die Chance ermöglicht hatte (gab) , den Drachen zu besiegen. Niemand kannte die wahre Geschichte.
Das ausladende Tor der Krönungshalle kam nĂ€her und Keith legte sich eine Ausrede zurecht, mit der er dem Mann, den er so lange fĂŒr seinen Vater hielt, erklĂ€ren wollte(Komma) aus welchen (welchem) Grund er zu seiner Verabredung nicht erschienen war. Nachdem der Diener an der TĂŒr geklopft hatte, öffnete sich diese und sie konnten eintreten. Anwar saß auf seinem Thron und blickte zu seinem Neffen hinunter. Neben ihm stand ein etwas Ă€lterer Mann in einem edlen Gewand, der eine junge Frau in den Armen hielt. Die Frau, oder eher das MĂ€dchen, denn sie musste mindestens drei Jahre jĂŒnger als Keith sein, wischte sich gerade ihre TrĂ€nen von der geröteten Wange. Als sie ihn sah(Komma) wandte sie beschĂ€mt den Blick ab. Keith hatte Mitleid mit ihr, da sie nichts dafĂŒr konnte, dass er kein Interessen (Interesse) an den Damen hatte, die ihm sein Onkel vorstellte.
Anwar winkte ihn zu sich und der Junge, der Keith geholt hatte, verschwand möglichst unauffĂ€llig wieder. Der Prinz versuchte sich nicht anmerken zu lassen(Komma) wie erschöpft er war und ging mit großen Schritten auf den König zu.
„Du weißt hoffentlich, aus welchen (welchem) Grund ich dich holen ließ!“(Komma) begann Anwar ohne eine BegrĂŒĂŸung.
Keith sah noch einmal zu dem MĂ€dchen, die (das) sich nun die TrĂ€nen mit einem bestickten Taschentuch aus dem Gesicht wischte und dabei die schwarze Farbe um ihre Augen verschmierte. Er wusste genau, das (dass) er nicht der Grund fĂŒr ihre Traurigkeit war(Komma) aber eins musste er ihr lassen, sie war eine gute Schauspielerin.
„Ja, ich weiß durchaus(Komma) warum ich hier bin. Und du solltest wissen, dass sich mein Leben nicht nur um Frauen dreht!“
Damit drehte Keith sich um und schritt zu der TĂŒr wieder hinaus, durch die er zuvor den Saal betreten hatte.


ich freue mich riesig, dass die geschichte endlich weiter geht.
ganz lieb grĂŒĂŸt
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Hey
Du glaubst gar nicht wie ich mich ĂŒber deine Antwort gefreut hab*g*. Ich war schon die ganze Zeit online und hab auf die email gewartet
Jetzt ist der ganze Streß endlich vorbei und ich kann mich wieder aufs schreiben konzentrieren. das ist ein richtig tolles GefĂŒhl *gg*
mfg Najitzabeth
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ich giere nach weiteren folgen.
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diese gier kann ich befriedigen *G*
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