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Leselupe.de > Lange Texte
Der innere Kampf 2
Eingestellt am 03. 08. 2004 12:43


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Najitzabeth
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Der innere Kampf 2



Anwar sah seinem Neffen nach und wandte sich dann wieder seinen GĂ€sten zu: „Ich möchte mich fĂŒr sein Benehmen entschuldigen. Vielleicht lĂ€sst er spĂ€ter mit sich reden.“ Es war ihm furchtbar peinlich wie der junge Mann, den er wie seinen Sohn groß gezogen hatte, sich verhielt. Das MĂ€dchen, das er zurĂŒckwies, war durchaus hĂŒbsch, wenn auch noch ein wenig jung, und ihr Vater wĂŒrde seine rechte Hand dafĂŒr geben, sie gut zu verheiraten. Leider konnte man Keith nicht dazu zwingen sich eine Braut zu suchen.

Nachdem der König wieder alleine war, ließ er sich als erstes eine gute Flasche Wein bringen und genehmigte sich ein Glas. Er genoss den vollmundigen, herben Geschmack und dachte ĂŒber sein Problem nach. Irgendwie musste er es schaffen, dass der Junge sich dazu entschloss zu heiraten, wie sonst sollte es sonst einen Nachfolger geben?
Irgendetwas musste geschehen, so konnte es nicht weitergehen!
Er klingelte nach einem Boten und keine zwei Minuten spĂ€ter betrat ein Junge eingeschĂŒchtert den Raum. Es war der Selbe wie vorhin. Anwar schickte ihn los um Xandor zu benachtrichtigen und hierher zu bringen. Der Junge lief in windes eile los und der König lehnte sich in seinem Thron erst einmal zurĂŒck und atmete tief durch. Es wĂŒrde eine Weile dauern, bis er den alten Berater gefunden hatte.
Das Dröhnen der zugeworfenen TĂŒr halte noch in seinen Ohren und Anwar rieb sich die SchlĂ€fen. An Tagen wie diesem fĂŒhlte er, dass er langsam alt wurde. Er schenkte sich ein weiteres Glas Wein ein und betrachte die blutrote FlĂŒssigkeit, die in dem Glas hin und her schwappte. Die Gedanken kreisten in seinem Kopf und wieder ertappte er sich dabei, wie er von dieser fremden Frau trĂ€umte.
StÀndig tanzte sie. Ihr geschmeidiger Körper wand sich in seinen Gedanken wie eine Schlange. Er sah wie sie sich drehte und zur Musik bewegte. Ihre Haut glÀnzte im Licht der Sonne und im Schein der Kerzen.
Wenn er so an sie dachte, hatte er das GefĂŒhl, allein von ihrem Anblick leben zu können. Wie eine Feder schwebte sie durch die Luft und landete dann wieder sanft auf den Boden.
Das GerĂ€usch, der sich öffnenden TĂŒr riss Anwar aus seinen Gedanken und sein Glas fiel klirrend zu Boden. Der König beobachtete die purpurne FlĂŒssigkeit dabei, wie sie sich auf den Marmorfließen ausbreitete.
„In letzter Zeit bist du immer öfter abwesend!“ bemerkte Xandor, als er nĂ€her trat.
Anwar schĂŒttelte den Kopf, um sich aus seiner Trance zu befreien. Dann sah er den Berater an.
„Du hast Recht,“ er fuhr sich mit der Hand durch sein grau meliertes Haar: „ich weiß auch nicht, was mit mir los ist... Aber aus diesem Grund wollte ich nicht mit dir sprechen. Es ist wegen...“
Xandor unterbrach ihn: „Vielleicht sollten wir aber darĂŒber reden, mir scheint, als wĂŒrde dich dein Land nicht mehr interessieren. Warst du in den vergangenen Monaten einmal in der Stadt und hast dich mit nov Veyalk getroffen? Er hĂ€tte dir mit Sicherheit einiges zu berichten.“ Der Alte musterte den König bis dieser zu ihm aufsah, dann fuhr er fort: „Du solltest aufhören dein Amt auf deinen Neffen abschieben zu wollen, nur damit du einem schönen MĂ€dchen hinterher steigen kannst. Der will es nĂ€mlich auch nicht.“
„Was redest du nur fĂŒr einen Blödsinn ich will Keith nicht mein Amt aufdrĂ€ngen, ich will, dass er sich mal austobt, dass er sein Leben genießt. Er soll einfach aufhören damit, sich mit diesem Gesindel vom Festland herum zu treiben, er soll nicht mehr KĂ€mpfen. Es gibt keinen Krieg in Mysthika, wofĂŒr braucht er ein Schwert wenn er Hunderte von bezaubernden Frauen haben kann??“
Der Seher wartete bis Anwar wieder zu ihm aufsah und redete dann in einem schĂ€rferen Ton weiter: „Aber es wird Krieg geben, wenn du dich nicht bald um dein Volk kĂŒmmerst, und zwar genau vor deiner HaustĂŒre. Willst du wirklich einen BĂŒrgerkrieg riskieren?“
Anwar sah seinen Berater schockiert an: „Warum sollte denn jemand einen BĂŒrgerkrieg anzetteln? Es geht doch allen gut.“
„Bist du schon so blind, dass du das Leid, das in deiner Hauptstadt geschieht, nicht siehst? In Phjenamo wurden schon ein halbes duzend Familien, ja ganze Familien, ausgelöscht. Es geschieht sogar schon am helllichten Tag. Das Volk kann sich alleine nicht mehr wehren und vom Schloss kommen keine Soldaten zur VerstĂ€rkung der Stadtwache. Lange werden die Menschen sich das nicht mehr bieten lassen und dann werden sie nach einem SĂŒndenbock suchen...“
„Aber Keith kann doch...“
„Er tut es aber auch nicht!!! “
„Wenn er sich nur eine Frau suchen wĂŒrde, dann könnte er auch das andere MĂ€dchen vergessen.“
Xandor stöhnte auf: „ Nein, das könnte er nicht. Der Junge ist durch die Prophezeiung an Kim gebunden und das wird kein MĂ€dchen der Welt Ă€ndern... außerdem solltest du aufhören, das Thema stĂ€ndig zu wechseln.“
Der König wusste, dass Xandor so lange auf ihn einreden wĂŒrde, bis er etwas tat. Aber Anwar hatte nicht die Kraft dazu irgendetwas zu unternehmen, nicht jetzt, spĂ€ter vielleicht. Zuerst wollte er die TĂ€nzerin sehen. Er klingelte wieder nach einem Diener und erklĂ€rte Xandor, dem Mann, den er seit er denken konnte als seinen Freund bezeichnete, dass er ihn nicht mehr sehen wolle und schickte ihn fort.
Der Berater verließ vor sich her murmelnd aber ohne einen weiteren Kommentar die Krönungshalle.

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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flammarion
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Der innere Kampf 2

Anwar sah seinem Neffen nach und wandte sich dann wieder seinen GĂ€sten zu: „Ich möchte mich fĂŒr sein Benehmen entschuldigen. Vielleicht lĂ€sst er spĂ€ter mit sich reden.“ Es war ihm furchtbar peinlich(Komma) wie der junge Mann, den er wie seinen Sohn groß gezogen hatte, sich verhielt. Das MĂ€dchen, das er zurĂŒckwies, war durchaus hĂŒbsch, wenn auch noch ein wenig jung, und ihr Vater wĂŒrde seine rechte Hand dafĂŒr geben, sie gut zu verheiraten. Leider konnte man Keith nicht dazu zwingen(Komma) sich eine Braut zu suchen.

Nachdem der König wieder alleine war, ließ er sich als erstes eine gute Flasche Wein bringen und genehmigte sich ein Glas. Er genoss den vollmundigen, herben Geschmack und dachte ĂŒber sein Problem nach. Irgendwie musste er es schaffen, dass der Junge sich dazu entschloss zu heiraten (zu heiraten entschloss) , wie sonst sollte es sonst einen Nachfolger geben?
Irgendetwas musste geschehen, so konnte es nicht weitergehen!
Er klingelte nach einem Boten und keine zwei Minuten spĂ€ter betrat ein Junge eingeschĂŒchtert den Raum. Es war der Selbe (selbe) wie vorhin. Anwar schickte ihn los(Komma) um Xandor zu benachtrichtigen (benachrichtigen) und hierher zu bringen. Der Junge lief in windes eile los und der König lehnte sich in seinem Thron erst einmal zurĂŒck und atmete tief durch. Es wĂŒrde eine Weile dauern, bis er den alten Berater gefunden hatte.
Das Dröhnen der zugeworfenen TĂŒr halte noch in seinen Ohren und Anwar rieb sich die SchlĂ€fen. An Tagen wie diesem fĂŒhlte er, dass er langsam alt wurde. Er schenkte sich ein weiteres Glas Wein ein und betrachte (betrachtete) die blutrote FlĂŒssigkeit, die in dem Glas hin und her schwappte. Die Gedanken kreisten in seinem Kopf und wieder ertappte er sich dabei, wie er von dieser fremden Frau trĂ€umte.
StÀndig tanzte sie. Ihr geschmeidiger Körper wand sich in seinen Gedanken wie eine Schlange. Er sah(Komma) wie sie sich drehte und zur Musik bewegte. Ihre Haut glÀnzte im Licht der Sonne und im Schein der Kerzen.
Wenn er so an sie dachte, hatte er das GefĂŒhl, allein von ihrem Anblick leben zu können. Wie eine Feder schwebte sie durch die Luft und landete dann wieder sanft auf den (dem) Boden.
Das GerĂ€usch,(kein Komma) der sich öffnenden TĂŒr riss Anwar aus seinen Gedanken und sein Glas fiel klirrend zu Boden. Der König beobachtete die purpurne FlĂŒssigkeit dabei, wie sie sich auf den Marmorfließen ausbreitete.
„In letzter Zeit bist du immer öfter abwesend!“(Komma) bemerkte Xandor, als er nĂ€her trat.
Anwar schĂŒttelte den Kopf, um sich aus seiner Trance zu befreien. Dann sah er den Berater an.
„Du hast Recht,“ er fuhr sich mit der Hand durch sein grau meliertes Haar: „ich weiß auch nicht, was mit mir los ist... Aber aus diesem Grund wollte ich nicht mit dir sprechen. Es ist wegen...“
Xandor unterbrach ihn: „Vielleicht sollten wir aber darĂŒber reden, mir scheint, als wĂŒrde dich dein Land nicht mehr interessieren. Warst du in den vergangenen Monaten einmal in der Stadt und hast dich mit nov Veyalk getroffen? Er hĂ€tte dir mit Sicherheit einiges zu berichten.“ Der Alte musterte den König(Komma) bis dieser zu ihm aufsah, dann fuhr er fort: „Du solltest aufhören(Komma) dein Amt auf deinen Neffen abschieben zu wollen, nur damit du einem schönen MĂ€dchen hinterher steigen kannst. Der will es nĂ€mlich auch nicht.“
„Was redest du nur fĂŒr einen Blödsinn(Komma) ich will Keith nicht mein Amt aufdrĂ€ngen, ich will, dass er sich mal austobt, dass er sein Leben genießt. Er soll einfach aufhören damit, sich mit diesem Gesindel vom Festland herum zu treiben, er soll nicht mehr KĂ€mpfen (kĂ€mpfen). Es gibt keinen Krieg in Mysthika, wofĂŒr braucht er ein Schwert(Komma) wenn er Hunderte von bezaubernden Frauen haben kann??“
Der Seher wartete(Komma) bis Anwar wieder zu ihm aufsah und redete dann in einem schĂ€rferen Ton weiter: „Aber es wird Krieg geben, wenn du dich nicht bald um dein Volk kĂŒmmerst, und zwar genau vor deiner HaustĂŒre. Willst du wirklich einen BĂŒrgerkrieg riskieren?“
Anwar sah seinen Berater schockiert an: „Warum sollte denn jemand einen BĂŒrgerkrieg anzetteln? Es geht doch allen gut.“
„Bist du schon so blind, dass du das Leid, das in deiner Hauptstadt geschieht, nicht siehst? In Phjenamo wurden schon ein halbes duzend (Dutzend) Familien, ja ganze Familien, ausgelöscht. Es geschieht sogar schon am helllichten Tag. Das Volk kann sich alleine nicht mehr wehren und vom Schloss kommen keine Soldaten zur VerstĂ€rkung der Stadtwache. Lange werden die Menschen sich das nicht mehr bieten lassen und dann werden sie nach einem SĂŒndenbock suchen...“
„Aber Keith kann doch...“
„Er tut es aber auch nicht!!! “
„Wenn er sich nur eine Frau suchen wĂŒrde, dann könnte er auch das andere MĂ€dchen vergessen.“
Xandor stöhnte auf: „ Nein, das könnte er nicht. Der Junge ist durch die Prophezeiung an Kim gebunden und das wird kein MĂ€dchen der Welt Ă€ndern... außerdem solltest du aufhören, das Thema stĂ€ndig zu wechseln.“
Der König wusste, dass Xandor so lange auf ihn einreden wĂŒrde, bis er etwas tat. Aber Anwar hatte nicht die Kraft dazu(Komma) irgendetwas zu unternehmen, nicht jetzt, spĂ€ter vielleicht. Zuerst wollte er die TĂ€nzerin sehen. Er klingelte wieder nach einem Diener und erklĂ€rte Xandor, dem Mann, den er seit er denken konnte(Komma) als seinen Freund bezeichnete, dass er ihn nicht mehr sehen wolle und schickte ihn fort.
Der Berater verließ vor sich her murmelnd(Komma) aber ohne einen weiteren Kommentar die Krönungshalle.



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Old Icke

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flammarion
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Marmorfliesen werden nicht mit ß geschrieben. habe ich erst gesehen, als ich das kapitel zu den anderen stellte.
lg
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Old Icke

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