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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der kleine Seestern
Eingestellt am 03. 12. 2003 11:41


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Stephanie Seelig
One-Hit-Wonder-Autor
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Der kleine Seestern


Schmusi ist ein kleiner, sandfarbener Seestern. Und, wenn er nicht gerade im großen Meer sein Unwesen treibt, liegt er auf seinem Lieblingsstein und trĂ€umt vor sich hin. Er liebt es, das Mondlicht durch die OberflĂ€che des Wassers zu sehen und oft wĂŒnscht er sich, doch einmal vom Mond aus, auf das große Meer zu schauen. Dort oben wĂŒrde er dann den Sternen, von seinen Freunden erzĂ€hlen und sie alle zu einem prĂ€chtigen Fest einladen. Er seufzt leise auf. Das ist ein Traum, der wohl immer einer bleiben wird.

Manchmal kommt seine Freundin Quella vorbei. Sie ist eine wunderschöne Qualle, deren glasklare Haut glitzernd schillert. Schwebend bewegt sie sich durchs Wasser und ihr Körper schwingt in der ruhigen Strömung des Meeres.

Eigentlich haben die Beiden stĂ€ndig etwas zu tun, aber ab und zu plagt sie auch die Langeweile. Doch dann - nehmen sie den in Überfluss vorhanden grĂŒnen Seetang und blasen darauf himmlische Melodien. Dabei steigen kleine, unzĂ€hlige Wasserblasen auf und sie tĂ€nzeln, springen und gleiten munter durch das tiefblaue Nass. Vielfache, bunte Farben malen sich in ihnen ab und wenn sie die Decke des Meeres erreichen, platzen sie lautlos auf.

„Weißt du Schmusi - am liebsten wĂŒrde ich ein Konzert geben,“ sprudelt es aus Quella hervor. Sie ist so begeistert von ihrem Einfall, dass sie eine Pirouette dreht.

Schmusi ist gleich angetan von dem Vorschlag und klatscht vor Begeisterung in die HĂ€nde. „ Ja, wir haben in drei Wochen Vollmond, dann können wir doch ein Mitternachtskonzert veranstalten. Ich leite die Musiker und du bist fĂŒr den Tanz zustĂ€ndig.“

In diesen drei Wochen erleben die Meeresbewohner eine ungewohnte Zusammengehörigkeit. Jeder hilft jedem. Es wird getröstet und gelacht. Man spricht anderen Mut zu und alle fassen zusammen an. Sogar die SchĂŒchternsten unter ihnen, werden von der Freude auf das Konzert in dessen Bann gezogen und einige ĂŒberraschen plötzlich mit Talenten, die man ihnen nicht zugetraut hĂ€tte.

Es ist geschafft. Das Konzert kann beginnen. Die GerĂ€uschkulisse der Zuschauer ist ĂŒberwĂ€ltigend. Mit so vielen hat man nicht gerechnet. NervositĂ€t macht sich unter den Darstellern breit, doch Schmusi nickt ihnen vertrauensvoll zu. Quella und die anderen Quallen liegen auf dem Meeressand und warten auf ihren Einsatz.

Schmusi schlÀgt mit seinem Taktstock dreimal auf seinen NotenstÀnder und die Zuschauer verstummen.

In diesem Moment passiert das Unvorhergesehene.

Eine riesige, dĂŒstere Wolke schiebt sich vor den Mond. Und ein Getuschel beginnt im Zuschauerraum. Daran hatte niemand gedacht - es gibt kein Licht mehr. Schmusi wischt sich eine TrĂ€ne aus dem Gesicht und ist am Boden zerstört. Einige aus dem Publikum stehen auf und wollen den Ort des Unbehagens verlassen. Mit tiefhĂ€ngenden Schultern schaut Schmusi sich das Treiben an und will es nicht glauben.

Doch was ist das? Plötzlich dringt der Mond durch die WasseroberflĂ€che und stellt sich direkt hinter die Musiker. Wie ein goldener Ball leuchtet er ihnen auf. Ein kleines Seepferdchen ist so ĂŒberrascht, dass es laut aufschreit und vor Freude ruft: „Nicht aufhören! Macht weiter! Jetzt kann es weiter gehen!“

Doch – nicht nur der Mond befindet sich nun im Meer, nein, ebenso die vielen, kleinen Sterne, die bis gerade noch am Himmelszelt gestanden haben. Jeder Einzelne von ihnen, senkt sich sanft durch das Wasser, auf den Meeresboden und sie strahlen himmlischer den je. Ihr freundliches Gekicher zieht die Meeresbewohner magisch an und mit offenen MĂŒndern verfolgten sie das Geschehen. Als endlich wieder Ruhe herrscht, schlĂ€gt Schmusi erneut mit seinem Taktstock dreimal auf seinen NotenstĂ€nder und die Zuschauer verstummen abermals.

Nach dem Konzert erschallen BeifallsstĂŒrme und die Zuschauer können sich nicht mehr auf ihren PlĂ€tzen halten. Zusammen feiern sie, noch bis in den frĂŒhen Morgen und Schmusi schlĂ€ft irgendwann neben einem Stern ein, der ihn, zum Abschied, zĂ€rtlich kĂŒsst und am Himmelszelt verschwindet.





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enniaG
Guest
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Seestern

Hallo, liebe Krebsfrau,
deine Kindergeschichte ist einfĂŒhlsam geschrieben.
Sie gefÀllt mir recht gut.

Ich gebe dir nur einige kleine Hinweise zwecks "Kommavernichtungsaktion":

° Dort oben wĂŒrde er dann - nach oben Komma weg
° Doch dann - nehmen sie den - nach sie das Komma weg!
° Weißt du, Schmusi - am liebsten wĂŒrde ich ein Konzert geben!" sprudelt .... (sprudelt klein schreiben,da Verb)

° Sogar die SchĂŒchternen unter ihnen - Komma weg!
° Mit tiefhÀngenden Schultern - klein, da Adjektiv

Liebe GrĂŒĂŸe sendet dir aus Sachsen

enniaG

NT:Übrigens, sie wĂŒrde gut zu meiner Geschichte passen:"Die kleine Muschel und das Licht" - verg. Jahr eingegeben.

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Stephanie Seelig
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hallo ennia

Danke,

war mal meine erste, endlich sagt mal einer was *g. Ja, werde es Àndern.


In diesem Sinne .....Stephanie



















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flammarion
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hm,

eine hinreißende geschichte. kommt mir sehr zupaß fĂŒr meinen fisch-sohn.
ganz lieb grĂŒĂŸt
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Old Icke

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Stephanie Seelig
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Hallo flamm

Ich glaube Schmusi und Schrabbelschrupp sollten sich mal treffen *g. Ich werde mal versuchen noch weiterfĂŒhrende Geschichten zu schreiben und das Schönste ist, meine große Tochter, malt nun die Bilder dazu. Was mich sehr freut.

In diesem Sinne.....Stephanie
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