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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der kleine Tannenbaum
Eingestellt am 23. 11. 2006 18:07


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MĂ€rchentante
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Der kleine Tannenbaum

Ein kleiner Tannenbaum stand einsam auf einer tief verschneiten Waldschonung. GeschĂ€ftiges Treiben war den ganzen Tag um ihn herum, denn Heiligabend nahte und die Menschen kamen, um sich einen Christbaum fĂŒr das große Fest auszusuchen. Nun herrschte wieder tiefe Stille auf der Lichtung. Er war der einzige ĂŒbrig gebliebene Baum. Alle seine Kameraden wĂŒrden bald in den warmen Stuben stehen, aufs wunderbarste herausgeputzt. Viele bunte Kugeln und noch mehr Lichter zierten dann ihre grĂŒnen Zweige. Und unter ihren Ästen wĂŒrden viele kunstvoll verpackte Geschenke liegen. Sogar ein Tannenbaumlied sangen die Menschen ihnen zu Ehren. Dies alles wusste er von seinen Ă€lteren Kameraden. Der kleine Baum seufzte tief.
„Sicherlich hĂ€tte man mich auch mitgenommen, wenn ich nicht von so kleinem Wuchs wĂ€re. Nun stehe ich hier ganz allein“, weinte er laut auf, „alle meine Tannenfreunde sind fort.“ Das hörte ein zufĂ€llig vorbei fliegendes Englein. Es hatte vom Weihnachtsmann den Auftrag, die Wunschzettel der Kinder einzusammeln.
„Warum bist du so traurig?“, fragte der Himmelsbote voller Mitleid. „Es ist bald Weihnachten, das Fest der Freude.“
„FĂŒr mich nicht“, antwortete die kleine Tanne leise mit hĂ€ngenden Zweigen, und erzĂ€hlte ihm von ihrem Kummer. Der Engel ĂŒberlegte hin und her, sie tat ihm von Herzen leid. „Sei nicht bekĂŒmmert“, sagte er, „ich bin in Eile und muss weiterfliegen, doch ich habe eine Idee, glaube mir, alles wird gut.“

Nachdem das Englein seine Anweisung erledigt hatte, erzĂ€hlte es dem Weihnachtsmann von der unglĂŒcklichen Tanne. „Da wird sich schon was machen lassen“, lĂ€chelte der gute, alte Mann und klappte das goldene Buch, indem er gerade las, zu. „Wir werden das traurige BĂ€umchen auf unserem Weg zu den Kindern besuchen.“
Am Heiligen Abend spannte Knecht Ruprecht sechs Rentiere mit prĂ€chtigen Geweihen vor einen wunderschönen, großen Schlitten. Er hatte goldene Kufen und war mit vielen Glöckchen geschmĂŒckt. Danach halfen ihm das Engelchen und die anderen Himmelsboten beim Beladen der Geschenke. Dann ging es durch dichtes Schneegestöber in Richtung Erde. Viele Kinder schauten jetzt schon sehnsĂŒchtig zum Himmel, und so manches meinte, von weitem ein helles Glöckchenklingeln hören zu können.

Als sie sich dem Wald nĂ€herten, rief der Weihnachtsmann den Rentieren zu: „Hoho, ihr braven Tiere, landet dort auf der Lichtung bei dem kleinen Tannenbaum.“
Na, da staunte das BÀumchen nicht schlecht als es sah, wer da plötzlich neben ihm stand.
„Mir ist zu Ohren gekommen, dass du gerne mal ein echter Christbaum sein möchtest“, sagte der Weihnachtsmann, sprang mit seinen roten Stiefeln vom Schlitten und schĂŒttelte sich den Schnee von seiner MĂŒtze.
„Oh, ja“, meinte das TĂ€nnchen ehrfurchtsvoll, „davon trĂ€ume ich schon lange.“
„Na gut“, lĂ€chelte der Alte mit dem langen, weißen Bart. Er gab den Engeln ein Zeichen, die den kleinen Baum daraufhin mit dem schönsten Zierrat herausputzten. Goldene Kugeln und Glöckchen hingen jetzt an seinen Zweigen, silberne Zapfen und glitzerndes Lametta. Silberne Vögelchen mit langen, seidigen Schwanzfedern saßen in seinem GeĂ€st. „Jetzt bist du der prĂ€chtigste Weihnachtsbaum weit und breit“, lachten sie fröhlich.

Ein großer Uhu flog ĂŒber die Lichtung. Erstaunt rief er: „Oh, was ist denn hier los? Das muss ich sofort den anderen Waldbewohnern erzĂ€hlen.“
Neugierig nÀherte sich kurz darauf eine hungrige,bunte Tierschar. Ein Hirsch mit seiner Familie, einige HÀschen, ein Dachs, Eichhörnchen und sogar kleine WaldmÀuse kÀmpften sich durch den hohen Schnee. Schon seit Tagen hatten sie nichts Fressbares mehr finden können. Sprachlos bewunderten sie den strahlenden Baum.
„Nein, so was“, sagten sie, „solch eine Pracht.“
„Frohes Fest, kommt nur nĂ€her“, rief der Weihnachtsmann ihnen zu, „wir haben auch fĂŒr euch etwas im Schlitten.“ Schon kam Knecht Ruprecht mit einem prall gefĂŒllten Sack herbei und leerte ihn. Wunderbare Leckereien wie Kastanien, Eicheln, NĂŒsse, Möhren und vieles mehr was Waldtiere so mögen, kam zum Vorschein.

„So, meine Lieben“, sagte der Weihnachtsmann, „wir mĂŒssen nun weiter, die Kinder warten schon sehnlich auf ihre Bescherung.“ Ehe sich Tiere und Christbaum versahen, war der Schlitten wieder verschwunden. Nur das Klingeln der Glöckchen war noch eine Weile zu hören.
Die kleine Tanne war ĂŒberglĂŒcklich. In ihrer ganzen Schönheit stand sie mitten auf der Lichtung und feierte zusammen mit den Tieren den Heiligen Abend.

MĂ€rchentante

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maerchenhexe
???
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ein putziges

WeihnachtsmĂ€rchen ist dir da gelungen, aber ĂŒber zwei Stellen im Text bin ich ein bißchen gestolpert. Die kleine Tanne könnte doch so laut geschluchzt haben, dass der vielbeschĂ€ftigte Engel trotz echtem Stress, weil er Zettel fĂŒr Zettel möglichst schnell transportieren muss, das Weinen hört. Und der Weihnachtsmann könnte mit seiner tollen Idee doch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, weil die Waldtiere auch ganz traurig sind, weil keiner an sie denkt und sie an Weihnachten nie einen Tannenbaum haben.
Sa könnte vielleicht noch ein bißchen mehr Spannung in das MĂ€rchen kommen.

ganz lieber Gruß

maerchenhexe
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MĂ€rchentante
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Hallo MĂ€rchenhexe,

ich freue mich, dass Dir die kleine Geschichte gefĂ€llt. Sie ist fĂŒr 3jĂ€hrige Kita-Kinder gedacht. Der Vorschlag mit den Waldtieren ist sehr gut, danke dafĂŒr. Werde nachher mal echt darĂŒber nachdenken.

Lieber Gruß
MĂ€rchentante

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maerchenhexe
???
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wÀre

schön, wenn dir mein Vorschlag ein wenig helfen wĂŒrde.
lg
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