Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92255
Momentan online:
285 Gäste und 6 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Der kleine Vogel
Eingestellt am 04. 11. 2001 08:43


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
rabi
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 35
Kommentare: 63
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Es war einmal ein kleiner Vogel, der lebte in einem Wald zusammen mit vielen anderen Tieren. Alle Vögel bauten sich ein Nest, um darin zusammen mit ihrer Familie zu wohnen. Doch die Nester waren oft nicht stabil genug und fielen von den BĂ€umen, oder andere Tiere rĂ€uberten die Nester aus und fraßen die Jungen.

Und als der kleine Vogel sah, dass die Nester nicht sicher waren, beschloß er, nicht in ein Nest zu ziehen, sondern sich einen KĂ€fig zu bauen, und er baute sich einen schönen KĂ€fig.

Im laufe der Zeit wurde der KĂ€fig immer grĂ¶ĂŸer und bekam goldene StĂ€be, und die TĂŒr wurde mit Edelsteinen besetzt und der Wassernapf in einen Diamant eingefasst. Und alle Tiere des Waldes beneideten den kleinen Vogel um seinen goldenen KĂ€fig.

Der kleine Vogel freute sich sehr, dass er einen solch schönen KĂ€fig sein eigen nennen konnte, und er fĂŒhlte sich dort sehr wohl. Und da er sich dort so wohl fĂŒhlte, verließ er den KĂ€fig nur noch, wenn er auf Nahrungssuche ging.

Eines Tages jedoch flog der kleine Vogel aus dem Wald heraus und kam in einen wunderschönen Garten. Da ließ der kleine Vogel sich nieder.

Plötzlich hörte er ein Zwitschern hinter sich, und als er sich umsah, erblickte er eine Meisendame. „Hallo“, sagte der kleine Vogel, „kommst du öfter hierher?“ – „Ja“, sagte die Meisendame, „aber ich kenne noch viele andere schöne PlĂ€tze hier in der NĂ€he“.
„Oh toll“; sagte der kleine Vogel, „dann lasst uns doch zusammen die Gegend erkunden.“

Und so trafen sich der kleine Vogel und die Meisendame jeden Tag in dem Garten und spielten dort und flogen zusammen ĂŒber Wiesen und TĂ€ler, und des abends kehrte der kleine Vogel in seinen goldenen KĂ€fig zurĂŒck.

Da der kleine Vogel nun aber nicht mehr den ganzen Tag nur in seinem KÀfig verbrachte, sondern viel umherflog, lernte er auch, fröhliche Lieder zu zwitschern, und ward so ein lustiger Geselle, so dass die anderen Vögel ihn nicht nur wegen seines goldenen KÀfigs beneideten, sondern auch wegen seines Gezwitschers bewunderten.

Als der kleine Vogel eines Tages wieder in den Garten flog, war die Meisendame nicht zu sehen und zu hören. Er suchte sie ĂŒberall, doch nirgends konnte er sie finden. So ging das auch die nĂ€chsten Tage.

Der kleine Vogel wurde nun immer trauriger und zog sich immer mehr in seinen goldenen KĂ€fig zurĂŒck, den er schließlich nur noch zur Nahrungsaufnahme verließ.

WĂ€hrend alle anderen Vögel vergnĂŒgt und fröhlich zwitscherten, piepste der kleine Vogel immer leiser, denn er fĂŒhlte sich in seinem schönen goldenen KĂ€fig immer einsamer.
Auch konnte er sich ĂŒber den KĂ€fig, um den ihn alle anderen Vögel beneideten, gar nicht mehr so recht freuen, obwohl dieser zwischenzeitlich in immer schönerem Glanz erstrahlte.
Vor lauter Traurigkeit wurden seine FlĂŒgel immer lahmer, so dass er bald gar nicht mehr richtig fliegen konnte, sondern nur noch ungelenk durch den Wald tappelte.

Eines Tages erblickte der kleine Vogel durch die GitterstĂ€be seines KĂ€figs einen jungen Zaunkönig, der etwas unbeholfen in einer Hecke umherhĂŒpfte. Der Zaunkönig versuchte, von der Hecke auf einen nahestehenden Baum zu fliegen, doch er verfehlte den Ast und purzelte auf den Boden.

Der kleine Vogel verließ seinen KĂ€fig und tappelte zu dem jungen Zaunkönig.
“Laßt uns gemeinsam fliegen“, sagte der kleine Vogel, „und die Welt entdecken“. – „Einverstanden“, erwiderte der junge Zaunkönig, „wir können es zusammen probieren“. Und beide versuchten, von der Hecke auf den Ast zu fliegen. Der junge Zaunkönig schlug mit einen FlĂŒgeln und landete sicher auf dem Ast.

Der kleine Vogel schwang sich von der Hecke, doch da seine FlĂŒgel durch die lange Ruhezeit noch etwas unbeweglich waren, schlingerte er unter dem Ast hindurch und plumpste auf den Waldboden.

„Ach du dummer kleiner Vogel“, sagte der junge Zaunkönig, „wie willst du mir das Fliegen beibringen, wenn du selber nicht einmal fliegen kannst wie ein Vogel. Ich fliege jetzt allein weiter und entdecke die Welt.“

Da wurde der kleine Vogel wieder ganz traurig.
„Laß nicht das Köpfchen hĂ€ngen“, sagte der junge Zaunkönig zum kleinen Vogel, „irgendwann komme ich mal wieder vorbei an dieser Hecke, und dann können wir uns wieder sehen.“ Und damit verschwand der junge Zaunkönig hinter der Hecke.

Der kleine Vogel kroch zurĂŒck in seinen KĂ€fig. Wie gerne hĂ€tte er doch zusammen mit dem jungen Zaunkönig die Welt entdeckt.

Stattdessen blickte er wieder trĂŒbselig durch die StĂ€be seines KĂ€figs und beobachtete die anderen Tiere im Wald, wie sie fröhlich miteinander spielten.

. - - - - - - - - - - - - - - - -
Lieber Leser, eigentlich ist die Geschichte hier zu Ende. Ich bin jedoch gebeten worden, eine Fortsetzung zu schreiben, da MĂ€rchen immer gut ausgehen mĂŒssen. Nachdem du nun tausend und eine TrĂ€ne geweint hast, dann warfst du weiterlesen.
. - - - - - - - - - - - - - - - - -

Eines Tages ging die gute Fee Felicitas durch den Wald und erblickte den goldenen KĂ€fig.
„Oh, was fĂŒr ein schöner KĂ€fig das ist“, dachte die Fee und trat nĂ€her. Da entdeckte sie den kleine Vogel, der immer noch traurig auf der Stange hockte.

„Hallo, kleiner Vogel“, sagte die Fee, „du bist bestimmt sehr glĂŒcklich, weil du einen so schönen KĂ€fig hast.“

Da fing der kleine Vogel bitterlich an zu weinen und sagte: „Ja, ich habe einen sehr schönen KĂ€fig, aber keiner der anderen Vögel hier im Wald mag mit mir zusammen fliegen, und nun sind meine FlĂŒgel schon so lahm geworden, dass ich sie kaum noch bewegen kann, und fröhlich zwitschern kann ich auch nicht mehr.“ - „Ich will dir helfen“, sagte die gute Fee Felicitas, „du sollst ein genauso glĂŒcklicher kleiner Vogel werden wie all die anderen Vögel, die du den ganzen Tag siehst.“

Sie nahm den kleinen Vogel aus dem KĂ€fig und trug ihn aus dem Wald hinaus, weit weit fort, bis sie an einen wunderschönen Park kamen mit BĂ€chen, BĂŒschen und vielen .BĂ€umen. Und die gute Fee ging hinĂŒber zu einem Busch, hinter dem sich eine Amsel versteckt hatte.

„Hallo Amsel“, sagte die Fee, „sieh mal, ich habe dir einen Freund mitgebracht, einen kleinen Vogel. Weil er immer in einem KĂ€fig saß, weiß er gar nicht mehr, wie es ist zu fliegen und zu singen. Ihr werdet es aber gemeinsam schaffen“.

Die Amsel freute sich, als sie den niedlichen kleinen Vogel in der Hand von Felicitas erblickte, und auch in den Augen des kleinen Vogels blitzte es beim Anblick der Amsel, denn eine so schöne Amsel hatte er noch nie gesehen.

Behutsam setzte die Fee den kleinen Vogel neben die Amsel.
„Komm, lasst uns um den Busch herumfliegen“, sagte die Amsel zum kleinen Vogel und stupste ihn etwas an.

Der kleine Vogel blickte der Amsel ganz tief in die Augen, und seine FlĂŒgel begannen sich aufzurichten, erst noch ganz zaghaft, doch dann schlugen sie immer schneller, und der kleine Vogel erhob sich in die LĂŒfte.

„Oh, ist das toll“, zwitscherte die Amsel und schwang sich vergnĂŒgt hinterher. Auch aus dem Schnabel des kleinen Vogel drang nach einem anfĂ€nglichen „piep, piep“ nun ein fröhliches Liedlein. Die gute Fee Felicitas sah den beiden TurteltĂ€ubchen mit einem zufriedenen LĂ€cheln hinterher.

Der kleine Vogel und die Amsel waren von nun an unzertrennlich. Sie bauten sich ein schönes Nest und lebten darin glĂŒcklich zusammen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, kannst Du sie heute noch im BĂŒrgerpark sehen.


__________________
rabi

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Elli K.
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2001

Werke: 6
Kommentare: 67
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Elli K. eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Na also,

du kannst es doch!
Habe jetzt erst dieses zweite MĂ€rchen von dir gelesen. Das ist dir wirklich gut gelungen, es ist stimmig und rund!
Da gibt es Handlungs- und Spannungsbögen und du hast eine schöne Sprache gefunden.
Ein paar Formulierungen könnten vielleicht noch etwas kindgemĂ€ĂŸer gemacht werden ("stabil", "Nahrungsaufnahme"), aber das sind wirklich nur Kleinigkeiten.
Liebe GrĂŒĂŸe,
Elli

Bearbeiten/Löschen    


Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

lieber Rabi,
ich habe dir eine mail gesndet dazu..
ein paar vorschlÀge und anregung..
hĂŒbsche geschichte..
aber noch etwas ĂŒberarbeiten..
lg
sanne

Bearbeiten/Löschen    


hera
Foren-Redakteur
HĂ€ufig gelesener Autor

Registriert: May 2001

Werke: 20
Kommentare: 666
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um hera eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo rabi!

Ich habe mal beide Versionen deiner Geschichte ausgedruckt und verglichen.
Du solltest bei deiner Fassung bleiben. Es war vielleicht gut gemeint von Sanne, aber eigentlich hat sie nur einige SÀtze umgestellt, ordentlich Fehler reingehauen und in den letzten AbsÀtzen gar nichts mehr geÀndert.
NatĂŒrlich kannst du auch ein paar VorschlĂ€ge ĂŒbernehmen. Z.B. im vierten Absatz, da wiederholst du dich: ...er fĂŒhlte sich dort sehr wohl. Weil er sich dort so wohl fĂŒhlte...
Aber irritieren oder verwirren lassen, solltest du dich nicht. Das ist deine Geschichte! Steh dazu! Etwas mehr Selbstbewusstsein!
Vielleicht kannst du beide Versionen in die Schreibwerkstatt stellen. Dort kannst du gut lernen, konstruktive Kritik umzusetzen und dich mit gegenteiligen Meinungen auseinander zu setzten.

TschĂŒssie, hera

Bearbeiten/Löschen    


Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

liebe hera,
ich fĂŒhle mich nicht,ich sag vorweg..angegriffen.
aber da niemand die kleine geschichte beachtete..habe ich sie mir mal nÀher an gesehen.

rabi hat sie gepostet..ob nun hier oder in der werkstatt, wo ich ihm dasselbe geschrieben hÀtte..
als ANREGUNG..NICHT das ers SO ĂŒbernimmt!

Es bleibt so..oder so seine geschichte..da solltest du dir keine gedanken machen.:-))
Ich selbst habe heute mal endlich eines meiner gedichte,wo ich IRRE VIEL neuerungen,verbesserungen,anregungen,bekam..zu ende gebracht.
DENNOCH..auch wenn ich viel ĂŒbernahm..ist es MEIN Gedicht,da der INHALT gleich blieb..die aussage.

Es war nicht GUT GEMEINT..es war INTERESSE..
und ich denke mal..die zeit und interesse anderer..kann nicht schÀdlich sein...

dazu noch..ist es DEINE persönlich,subjektive meinung..
so wie es MEINE war..

lg
sanne

Bearbeiten/Löschen    


hera
Foren-Redakteur
HĂ€ufig gelesener Autor

Registriert: May 2001

Werke: 20
Kommentare: 666
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um hera eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Sanne!

Persönlich angreifen? Nein, dass wĂŒrde auch zu weit gehen.

Aber meiner Meinung nach, ist die Sache dumm gelaufen.
rabi ist offensichtlich irritiert.
Gegen Kritik ist auch nichts zu sagen, dass muss sein. Aber deine Überarbeitung scheint mir etwas halbherzig gewesen zu sein.
Ich persönlich finde es besser, Anmerkungen zu machen, diese zu begrĂŒnden (was fĂŒr mich nicht leicht ist, da muss ich noch lernen), als einen Text komplett zu ĂŒberarbeiten.
Deswegen gab ich den Tipp mit der Schreibwerkstatt, da melden sich mehr Leute zu Wort. Ändern und Überarbeiten muss man dann selbst.

Nichts fĂŒr ungut, hera

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!