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Leselupe.de > Kurzprosa
Der letzte Abend (Freundschaft)
Eingestellt am 19. 08. 2001 20:23


Autor
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Chaotin
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

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Greta w├Ąlzte sich in ihrem Bett. Der Wecker hatte wohl schon vor einer halben Stunde geklingelt. Wie immer fiel es ihr schwer diesen warmen Ort der Geborgenheit zu verlassen. An diesem Morgen fiel es ihr noch schwerer. St├Ąndig musste sie an den letzten Abend denken. Der Abend, der wohl auch der letzte Abend mit Hanna war. Sie hatten sich gestritten. Wie immer waren es eigentlich Kleinigkeiten. Ein Wort ergab das andere. An diesem letzten Abend waren es wohl zu viele Worte.
Seit Jahren waren sie die besten Freundinnen. Sie teilten alles miteinander, wohl zu viel. Sie wussten alles voneinander. So viel, dass es f├╝r beide ein leichtes war, an diesem letzten Abend den anderen wirklich zu verletzen.
Greta kuschelte sich noch mehr in ihre Decke. Vergrub sich geradezu. Sie f├╝hlte sich verlassen, einsam, w├╝tend und traurig zu gleich.
Immer wieder sah sie vor sich die zwei besten Freundinnen. Die, die so viel erlebt hatten, die soviel Spa├č hatten. Aber auch die, die sich Trost schenkten, dem anderen zuh├Ârten oder einfach nur da waren.
Sollte das alles vorbei sein?
Wieder ├╝berkam Greta das schreckliche Gef├╝hl der Einsamkeit, die Angst, diese sch├Ânen Dinge nie wieder zu erleben, nie wieder mit Hanna.
Sie suchte die Schuld bei sich, konnte aber auch den Schmerz nicht verdr├Ąngen, den Hanna ihr zugef├╝gt hatte.
Die besten Freundinnen waren sie. Alleine das Gef├╝hl, eine beste Freundin zu haben, hatte Greta soviel Sicherheit gegeben. Sie wusste, dass immer jemand f├╝r sie da ist. Jemand der sie versteht. Sie akzeptiert wie sie ist. Jemand der genauso denkt wie sie, aber auch ehrlich sagt, wenn er anders denkt. Jemand, der vergeben kann.
Gretas Herz schlug schnell. Vergeben.
Sie streckte den Arm unter ihrer Decke heraus und griff zum Telefon. Sie zitterte als sie die Nummer w├Ąhlte. Freizeichen. Ihr Herz schlug schneller.
Am anderen Ende meldete sich eine m├╝de Stimme. Greta hatte das Gef├╝hl, ihre eigene w├╝rde gleich versagen. Mit zittriger Stimme begann sie zu sprechen.
ÔÇ×Hallo Hanna, hier ist GretaÔÇŽÔÇť


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ElsaLaska
Guest
Registriert: Not Yet

liebe chaotin,

herzlich willkommen, dies war dein allererster post.

ich frage mich nur ein wenig, wieso du ihn in die schreibwerkstatt stellst? ich kann keine m├Ąngel drin finden.

was m├Âchtest du denn verbessern? bzw. wo glaubst du, sind schwachstellen?

Sollte das alles vorbeisein.
hier w├Ąre ein fragezeichen angebracht.

Jahrelang waren sie die besten Freundinnen.
Seit Jahren schon waren sie die besten Freundinnen. (?)

Sie wussten alles voneinander. So viel, dass es f├╝r beide ein leichtes war, an diesem letzten Abend den anderen wirklich zu verletzen.

Sie wussten so gut wie alles voneinander, so viel, dass es f├╝r beide...(?)

kompliment f├╝r den namen "greta"

frohes schaffen noch
elsa

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Chaotin
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

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Liebe Elsa,

das war nicht nur mein erster post, es war auch ehrlich gesagt die erste Kurzgeschichte die ich verfasst habe.
Aus diesem Grund habe ich ihn auch in die Schreibwerkstatt gestellt.
Naja, und das Theme Freundschaft, das dort gerade behandelt wird habe ich als kleinen Versuch gesehen.
Da ich noch nie etwas geschrieben bzw. ver├Âffentlicht habe, wollte ich einfach mal sehen, ob es klappt.
Danke auch f├╝r Deine Verbesserungsvorschl├Ąge, vieles sieht man selber auch gar nicht, wenn man es durchliest... z.B. das Fragezeichen bei "Sollte das alles vorbei sein?"
Man betont es ja von selber so, wie man es denkt. Da habe ich dann gar nicht an die richtige Zeichensetzung gedacht.
Liebe Gr├╝├če
Chaotin
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gladiator
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2001

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"Bitte, bitte viel Kritk!"

Kein Problem, Chaotin (witziger Nick ├╝brigens),
hier meine Kritik:

Die Idee an sich finde ich gut, einige Formulierungen sind auch gelungen.
So viel, dass es f├╝r beide ein leichtes war, an diesem letzten Abend den anderen wirklich zu verletzen.

Jemand der sie versteht. Sie akzeptiert wie sie ist. Jemand der genauso denkt wie sie, aber auch ehrlich sagt, wenn er anders denkt. Jemand, der vergeben kann.


Aber ├╝ber weite Strecken liest es sich doch wie ein Expos├ęe, das man mit einiger Anstrengung auf ein weit h├Âheres Niveau heben k├Ânnte.

Wie immer waren es eigentlich Kleinigkeiten. Ein Wort ergab das andere. An diesem letzten Abend waren es wohl zu viele Worte. Welche Kleinigkeiten, welche Worte? Welche Worte waren zu zuviel?
Wenn ich solche Fragen stelle, bekomme ich oft zur Antwort, das sei nicht wichtig, es gehe halt um "irgendwelche" Worte in "irgendeinem" Streit. Aber zum einen geht es ja gerade nicht um "irgendeinen Streit", sondern um einen wirklich harten Zoff, zum anderen habe ich einmal gelesen, da├č oftmals Amateure (und nichts anderes sind wir ja hier) den Versuch, dem Leser Freiraum zu geistigen Entfaltung zu geben, mit Beliebigkeit und Uneindeutigkeit verwechseln, in die ihre Texte letztlich abrutschen, weil sie sich nicht Gedanken um das Konkrete machen.

So geht es mir mit vielen S├Ątzen in Deinem Text. Ich erkenne den allgemeinen Konflikt, dem sicher viele Menschen ausgesetzt sind, aber ich vermissen die Reflexion konkreter Dinge, die diesen Text aus seiner Beliebigkeit holen.

Gru├č
Gladiator


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Die Raben fliegen in Scharen, der Adler fliegt allein.

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Chaotin
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

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Hallo Gladiator,

danke f├╝r Deine Kritik, habe es ja nicht anders gewollt! Meine Antwort darauf kommt ein bi├čchen sp├Ąt, aber mir hat ein bi├čchen die Zeit gefehlt.
Zu Deiner Aussage, dass der Text an ein Expos├ęe erinnert kann ich nur sagen, dass ich bei der Problematik gar nicht ins Detail gehen wollte, weil ich in ertser Linie einen kurzen Text schreiben wollte.
Au├čerdem sollte der Schwerpunkt der Geschichte nicht der Streit an sich sein, sondern eine kleine Definition von dem Begriff Freundschaft.
Trotzdem bin ich Dir nat├╝rlich dankbar f├╝r die Kritik und lasse mir den Mut nicht nehmen, vielleicht nochmal einen Text von mir zu posten!

LG
Chaotin
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Willi Corsten
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2001

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Liebe Chaotin,
dein erster Text ist recht gut gelungen. Kompliment! Ich w├╝rde ihn zun├Ąchst einmal eine Zeit lang ruhen lassen, flei├čig neue Sachen schreiben, und sp├Ąter ├╝berarbeiten. Genau so mache ich es auch. Selbst Texte, die schon im Buch ver├Âffentlicht sind, ├Ąndere ich noch um, wenn mir eine bessere Formulierung einf├Ąllt. Aus Spa├č schaue ich manchmal im Computer nach, wie oft ich bestimmte Geschichten schon umgeschrieben habe. Spitzenreiter ist ein bereits mehrfach abgedruckter Text, der soeben seine zweiunddrei├čigste ├änderung erfahren hat. Ich erz├Ąhle das nur, um dir Mut zu machen. Hier in der Schreibwerkstatt bist du genau richtig.

Warte schon gespannt auf deine n├Ąchste Arbeit.
Bis bald
Willi

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Rote Socke
Guest
Registriert: Not Yet

Tja, nun hat auch meine liebe Nichte...

...den Weg zu LL gefunden.

Hut ab! Auch mir gef├Ąllt dieser erste Versuch sehr gut. Auch ein angenehm lesbarer Schreibstil ist Dir da gelungen.

Des weiteren kannst Du Dich sorglos an die Kritiken von elsa, willi und gladiator halten. Auch ich finde, wie der gladi schon sagte, wenn Du ernsthaft weiter schreiben willst, dann beachte auch ein wenig den Spannungsbogen, schreibe, schreibe, schreibe, lass es ruhen und gehe wieder an das Werk!

Beste Gr├╝├če
RO (Der rote Onkel)

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