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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der letzte Blick
Eingestellt am 06. 04. 2001 15:46


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Kyra
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Mar 2001

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Der Letzte Blick


Wawa ├Âffnete der Feuerwehr die Haust├╝r. Vier Feuerwehm├Ąnner rannten an ihr vorbei und st├╝rmten die Treppe hinauf. Eine weitere Gruppe folgte, bepackt mit Feuerl├Âschern und anderem Ger├Ąt. Zuletzt kamen ein Arzt und zwei Sanit├Ąter mit einer Trage.
Hier konnte Wawa den Rauch kaum riechen, aber in der Wohnung zw├Ąngte er sich aus der verschlossenen T├╝r ihrer Mutter. Zuerst hatte sie zusammen mit ihrer Gro├čmutter gerufen und geklopft. Kein Laut drang aus dem Zimmer, nur ein stinkender schwarzer Rauch, der sich sehr langsam in der Wohnung ausbreitete. Bis die Feuerwehr kann, war das Unheil sehr bed├Ąchtig und leise geschehen. Kein knistern eines Feuers, keine Bewegung. Sommerliche Mittagsstille.
Nachdem sie es aufgegeben hatten zu klopfen, lauschten sie beide in das Schweigen hinter der T├╝r. Schlie├člich hatte Wawa die Feuerwehr gerufen.
Der letzte Feuerwehrmann, dr├Ąngte sie gesch├Ąftig zur Seite um einen Keil unter die T├╝r zu schieben. Hier wurde sie nicht mehr gebracht.
Wawa ging langsam aus dem Haus und gesellte sich zu der kleinen Gruppe Neugieriger die sich auf der anderen Stra├čenseite versammelt hatten. Nur eine Gruppe Kinder, die mit Fahrr├Ądern der Feuerwehr gefolgt waren, standen mit erwartungsvollen Gesichtern dicht neben der Haust├╝r um einen Blick ins Treppenhaus zu erhaschen. Ihre R├Ąder hatten sie achtlos auf den B├╝rgersteig geworfen.
Wawa stand am Bordstein als ihre Mutter mit der Trage herausgebracht wurde. Die Erwachsenen hinter ihr fragten sich gegenseitig wer das sei. Wawa drehte sich rasch um und antwortete wichtigtuerisch,
"das ist meine Mutter".
Als sie sich wieder dem Haus zuwandte h├Ârte sie das ungl├Ąubige Fl├╝stern hinter ihrem R├╝cken. Die einzig laute Stimme kam von einer Frau die ├Ąrgerlich meinte, solche Scherze d├╝rfe man nicht machen.
Niemand glaubte ihr. Alle starrten auf die leblose Frau, die am hellichten Tag in einen Morgenmantel geh├╝llt war, sie sogen kennerisch den letzten Tropfen aus dem Ungl├╝ck, bevor sie ihren Weg fortsetzten.
Wawa sah ihre Mutter noch einmal an. Der Kopf mit dem kurzgeschnittenen schwarzen Haar pendelte leicht durch die Bewegung der Trage. Sie trug ihren zerrissenen gr├╝nen Bademantel, obwohl sie vor einer Woche einen neuen gekauft hatte. An einem Fu├č hing noch eine blaue Wollsocke, der andere Fu├č war nackt. Die Socken hatte Wawa in der Schule gestrickt und ihrer Mutter geschenkt.
Als die Sanit├Ąter sie in den Notarztwagen schoben, fiel ihr Kopf zur Seite. Wawa schien es als w├╝rde ihre Mutter sie direkt ansehen, aber ihre Augen waren geschlossen.



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Jasmin
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Sep 2000

Werke: 141
Kommentare: 1135
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Eine gute Geschichte,

Kyra.

Sie kann aber noch verbessert werden.
Perfektioniert.

Liebe Gruesse

Jasmin

__________________
Jasmin

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

Werke: 64
Kommentare: 1400
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Hallo kyra,

ich schlie├če mich Jasmins Meinung an. Und ich werde warten, bis sich deine kleinen Geschichten um Wawa nach und nach zu einem Gesamtbild f├╝gen. So lange werde ich mich mit Kommentaren zur├╝ck halten, aber alle deine Beitr├Ąge mit (sicherlich wachsendem) Interesse verfolgen.

Gru├č Ralph
__________________
Schreib ├╝ber das, was du kennst!

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Rainer Hei├č
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

Werke: 21
Kommentare: 78
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kleine Fehler...

Hi Kyra,

mit Spannung lese ich gerade weiteren Wawa-Wahnsinn. Du schreibst, Kritik sei dir willkommen, darum m├Ąkle ich auch an dieser, ├╝brigens ebenfalls sehr gelungenen Geschichte noch minimal herum: Du hast zwei Mal den Plural verwendet, wo du Singular brauchst. Obendrein hat sich in dieser Passage eine Wiederholung eingeschlichen:
"... und gesellte sich zu der kleinen Gruppe Neugieriger, die sich auf der anderen Stra├čenseite gebildet HATTE" (Bezug auf Gruppe, nicht auf Neugieriger), "Nur eine SCHAR Kinder,..., STAND..." Bezug ebenfalls auf Gruppe, ersetzt durch Schar - nur als VORSCHLAG! -, nicht auf Kinder).
Hoffentlich geht dir das nicht auf den Keks!
Ansonsten, wie gesagt, eine weitere interessante Wawa-Episode; und jetzt auf zur n├Ąchsten...
Gr├╝├če, Rainer

__________________
die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst

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