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Leselupe.de > Kurzprosa
Der letzte Dichter schließt die Augen
Eingestellt am 13. 10. 2009 16:46


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Ralf Langer
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Der letzte Dichter schließt die Augen


Es ist Nacht, mittelmeerische Gefilde:
Der Klang der Brandung bahnt sich seinen Weg durch den kleinen Pappelhain, die Klippen hinauf, vorbei an wilden Orchideen, und weiter hoch bis an den Rand der Veranda.
Dort sitzt der alte Mann, mit ernstem Blick ins sternenklare Dunkel.
Sein Rollstuhl quietscht ein wenig, als die Krankenschwester die Bremsen drückt und ihn an seinem Lieblingsplatz abstellt.
„ Das ist der letzte Dichter“, flüstert hinter ihm ein feister Medienvertreter und nickt gewichtig in die Runde der zukünftigen Autoren.
„Der hat schon lang nicht mehr geredet. Man erzählt, er spricht nur noch mit den Pappeln!“
„ Ein großer Geist!“
„Wie alt?“
„ Gleich hundert vier!“
„Schon hundert vier?“
„ Ruhe bitte! So geht das nicht. Wenn der nun plötzlich spricht!“
Der Medienmann räuspert sich, und bittet um Entschuldigung.

Ein Nachtkauz ruft und Wind stößt durch die Pappeln!
Es blitzt hell im Hirn des letzten Dichters:
Dieser Gedanke wird zum Wort. Und Wort für Wort zur Zeile.
Fast fertig ist schon das Gedicht. Er seufzt. Die Krankenschwester reicht ihm ein Glas Wasser.
Er trinkt`s gemächlich und schaut lange in die Runde.
„ Dies hier behalte ich wohl für mich.“
Dann schließt er seine Augen.

__________________
RL

Version vom 13. 10. 2009 16:46
Version vom 13. 10. 2009 18:53
Version vom 15. 10. 2009 15:37
Version vom 15. 10. 2009 17:41

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Wipfel
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Hallo Ralf,

ich habe einige Minuten überlegt, ob ich mir die Zeit nehme...

Du erzählst eine Mini-Geschichte: von einer Brandung, deren Klang sich einen Weg bahnt und schließlich bei einem alten Dichter landet und seiner Verwandten. Etwas später ist Stille und dann Party, und Vögel flirren.

Tipp von mir: Nimm dir jeden einzelnen Satz noch mal vor. Prüfe jedes Bild, welches du verwendest. Gibt es ein besseres? Wird das Adjektiv unbedingt gebraucht?

Kurz: ich finde die Idee reizend, die Umsetzung schlecht.

Der erste Satz als Beispiel, der sicher besonders "schön" wirken soll:

quote:
Aus dem Dunkeln der Nacht heraus, schlugen die Wellen gleichmäßig an den Strand.

Was willst Du wirklich sagen? Es war Nacht. Die Wellen schlugen gleichmäßig (was sie nie tun!) an den Strand. Wenn überhaupt, dann schlagen Wellen aus dem Meer/der See. Und das Komma - bist du dir sicher, dass es richtig gestzt ist? Und all die anderen? Prüfe jeden Satz.

Grüße von wipfel

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

eher nicht - witze erzählen können ja bekanntlich schon erstklässler. wenn's schon witzchen sein müssen, lieber @ralf, dann solltest du sie so einpacken, dass man nicht nur nicht gähnen muss, sondern auch gleichzeitig den eindruck gewinnt, hier hätt' einer etwas niedergeschrieben, der's drauf hat.

du kennst bestimmt jene langweiler, die zu einer gesellschaft nichts besseres beizutragen haben als witzchen. am schlimmsten sind die, bei denen der witz erst dann kommt, wenn schon lang keiner mehr zuhört.

nochmal der tipp: schreiben, nicht fade witze reißen. übrigens - wie der alte stirbt, steht nicht da. nur dass er unbemerkt hinscheidet. hahaha, ist das luuustig! rülps! da kenn ich auch einen - da war mal...

...*bubbles*...

bluefin

p.s.:; die steinkäuzchen besser nicht an der marinen südküste verorten, und obachtgeben, dass man um mitternacht, wenn sie zu rufen beginnen, auch alles das wirklich sieht, was dem dichter das so vor dem aug webt. die wiegenden palmwedel, zum beispiel. muss ja mindestens windsträke 7 gehabt haben, wa? tipp: flutlicht einschalten! das reichte bis ganz hinauf ins geäst! und der urenkelin sag besser, dass sie, wenn sie schon so ätherisch mit der palmwedelbrise kost, den stummel nicht mit beiden plattfüßen breittreten sollte. das machen nur trampel. ein zehenspitzerl nur, wenn's danach ans leichtfüßige durchfliegen der räume ginge, hm?

und sag den partygästen, sie sollen die zungen drinlassen bei ihren begrüßungsbussis. schweinegrippe!

..*bubbles*...

bluefin

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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Hallo bluefin,
hallo wipfel,

hab `s nochmal komplett überarbeitet.
Seit ihr jetzt gnädig ?
Hoffnungsfrohe Grüße!
RAlf
__________________
RL

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KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Ralf,

ich persönlich finds gut. Habs gern gelesen. Das Ende fand ich auch gut. Anbei ein paar Vorschläge. Womöglich passt das eine oder andere ...

LG, KaGeb

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Es ist Nacht, mittelmeerische Gefilde:
Der Klang der Brandung bahnt sich seinen Weg durch einen den kleinen Pappelhain, die Klippen hinauf, vorbei an wilden Orchideen, und weiter hoch bis an den Rand der Veranda.
Dort sitzt der alte Mann, mit ernstem Blick ins sternenklare Dunkel.
Sein Rollstuhl quietscht ein wenig, als die Krankenschwester die Bremsen drückt und ihn an seinem Lieblingsplatz abstellt. (vielleicht hier ein Absatz?)

Dies Das ist der letzte Dichter“, flüstert hinter ihm ein feister Medienvertreter und nickt gewichtig in die Runde der zukünftigen Autoren.
„Der hat schon lang nicht mehr geredet. Man erzählt, er spricht nur noch mit den Pappeln!“
„ Ein großer Geist!“
„Wie alt?“
„ Gleich hundert vier!“
„Schon hundert vier?“
„ Ruhe bitte! So geht das nicht. Wenn der nun plötzlich spricht!“
Der Medienmann räuspert sich, und bittet um Entschuldigung. (Vielleicht hier ein Absatz?)

Da, ein Nachtkauz ruft und ein Wind stößt durch die Pappeln!
Es blitzt hell im Hirn des letzten Dichters:
Dieser Gedanke wird zum Wort. Und Wort für Wort zur Zeile.
Fast fertig ist schon das Gedicht. Er seufzt. Die Krankenschwester reicht ihm ein Glas Wasser.
Er trinkt`s gemächlich und schaut lange in die Runde.
„ Dies hier behalte ich wohl für mich.“
Dann schließt er seine Augen.

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