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Leselupe.de > Ungereimtes
Der letzte Zug
Eingestellt am 17. 06. 2004 18:50


Autor
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Tulpe
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Feb 2004

Werke: 130
Kommentare: 103
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Der letzte Zug

Ich Verstehe all deine Zweifel,
glaube deinen Vergeblichkeiten,
sch├Ątze deine glauben hoch,
wenn Wirklichkeit sich als Illusion
entpuppt.

Doch wenn heute, morgen, irgendwann
mein letzter Zug f├Ąhrt,
und wir uns dann treffen, am Bahnsteig,
erkennst du es am pochenden Herz,
dass ich diesmal nicht bleiben kann
wenn du nicht mitkommen kannst.

Ich fahre an einen Ort,
wo es in der W├╝ste eine Oase gibt,
wo es in der N├╝chternheit eine Idylle gibt,
wo es einen zauberhaften Ort gibt
an dem man alles vergessen kann,
was man vergessen muss,
um sich zu erinnern,

Denn es ist besser dich zu vergessen,
als immer aufs neue von dir
vergessen zu werden.

Deswegen wird mein letzter Brief
f├╝r dich auch nur Papier sein,
wie der davor, und der davor,
wo kein Wort jemals der Wahrheit,
zwischen uns entsprechen w├╝rde.


Wenn du in der Ern├╝chterung
Aufwachst, sei nicht traurig,
├╝ber meinen abschied.
Ich habe genug davon f├╝r uns beide.

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Cyrano
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jun 2004

Werke: 18
Kommentare: 12
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Alles in allem gef├Ąllt mir das Gedicht recht gut, dass Gef├╝hl ist mir (oh, wunder;-)) gut bekannt, und auch gut nachzuvollziehen.

Die Zeile "erkennst du es am pochenden Herz" sagt mir nicht so ganz zu. Die Formulierung wirkt auf mich ein wenig aufgesetzt... ich wei├č nicht genau, wie ich das erkl├Ąren soll, es passt f├╝r mich einfach nicht ganz in den Kontext. wenn du aber daran festhalten m├Âchtest, w├╝rde ich " am schlagen/ pochen des herzens" vorschlagen.

Die 4 Fache Wiederholung des Vergessens ist zwar sicher beabsichtigt, mich erschl├Ągt sie aber eher, als dass sie zum Fl├╝ssigen lesen animiert.

Die letzte Zeile bezieht sich meines erachtens auf "traurig", und macht dann gramatikalisch, glaub ich so keinen Sinn, wenn man es durch zeige keine Trauer, oder etwas ├Ąhnliches ersetzen w├╝rde, funktionierts, andererseits klingts dann arg pathetisch...

naja. sind nur ein paar kleinigkeiten, wie gesagt, im gro├čen und ganzen finde ich┬┤s gut gelungen

mfg

Cyrano

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silverbird
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2003

Werke: 35
Kommentare: 251
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Seit deinem Gedicht "Lernen" hab ich immer wieder ein Auge auf deine Werke geworfen, nur fand ich leider keine Zeit zum Kommentieren. Ich kommentiere eigentlich mehr aus dem Bauch heraus, weil ich mich fachlich zuwenig kompetent f├╝hle um "Urteile zu f├Ąllen".
Dein Gedicht spricht mich wiederum sehr an. Es ist eindringlich und ich sp├╝re, dass gerade die Angst vor dem Vergessen werden in dir steckt und du deswegen dieses Wort wiederholst. So kommt auch die Stimmung her├╝ber, in der du dein Werk verfasst hast.
Was ich beim lesen etwas st├Ârend empfinde, ist

dass ich diesmal nicht bleiben kann
wenn du nicht mitkommen kannst.
(wenn du nicht mitkommst, w├╝rde ich schreiben)

Ich fahre an einen Ort,
wo es in der W├╝ste eine Oase gibt,
wo es in der N├╝chternheit eine Idylle gibt,
wo es einen zauberhaften Ort gibt (die Wiederholung des Wortes "Ort")

diese Aussage gef├Ąllt mir ganz besonders!
an dem man alles vergessen kann,
was man vergessen muss,
um sich zu erinnern

Aber es ist dein Gedicht und es sind deine Gedanken. Hab einfach nur meine ├ťberlegungen eingebracht.

Ich w├╝nsch dir eine gute Zeit und schicke dir liebe Gr├╝sse
silverbird (die deine mutter sein k├Ânnte. smile)



__________________
es gibt immer Lichter in der Nacht, auch wenn die Augen sie erfinden m├╝ssen.
John Steinbeck

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