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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der pelzige Baumeister (Überarbeitete Version)
Eingestellt am 08. 07. 2004 09:09


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Wendy
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Der pelzige Baumeister (überarbeitete Version)

Mitten im grünen Wald steht der Rothirsch mit seiner Familie an einem Bach und wundert sich, warum das kühle klare Wasser von Tag zu Tag weniger wird. „Mutter, so viel trinken wir doch gar nicht, hört der Bach eines Tages auf zu fließen? Müssen wir dann alle verdursten?“, fragt das braun-weiß gefleckte Kälbchen besorgt.
Die Hirschkuh schüttelt ihren großen Kopf: „Nein, mein Kind, Vater Hirsch wird uns zu einer anderen Trinkstelle führen, mache dir keine Sorgen!“ Beruhigend leckt sie mit ihrer langen rauen Zunge dem Kälbchen über den Hinterkopf.
Vater Hirsch brummt: “Lasst uns Bach aufwärts gehen, dahin, wo das Bächlein entspringt, vielleicht haben sich einige Felsbrocken verschoben und versperren der Quelle den Weg.“
Unterwegs halten sie an Bäumen und knabbern die saftigen Blätter ab. Das quirlige Kälbchen bleibt überall stehen und kostet von Gräsern und Kräutern.
„Du verdirbst dir noch den Magen, wenn du alles durcheinander frisst“, ermahnt die Hirschkuh ihr Kleines.
In der Nähe vom Bach hören sie ein schabendes Geräusch. „Pst, seid ganz leise und bleibt hinter mir!“ Zu dritt verstecken sie sich hinter einem hohen Gebüsch und beobachten einen Biber, der gerade einen Baum fällt. Ächzend stürzt die Birke zu Boden. Schnell nagt der Biber die Äste ab und schleift sie hinunter zum Bach.
Vorsichtig verlässt Vater Hirsch sein Versteck und stellt sich mutig dem Biber in den Weg. Er röhrt: „Warum zerstörst du unseren Wald? Hast du nichts besseres zu tun?“
Unbeholfen watschelt der kleine Nager zu dem ungebetenen Gast. Als er zu sprechen beginnt, kommen seine langen orangefarbenen Nagezähne zum Vorschein. „Ähm, ähm, ich baue gerade einen schönen Damm. Willst du ihn sehen?“
Übermütig springt das Kälbchen hinter dem Busch hervor und quietscht: „Ich will auch mit - ich will auch gucken!“
Erschreckt hüpft der Biber zu Seite, um nicht über den Haufen gerannt zu werden.
„In so einem Biberdamm steckt viel Arbeit, zuerst trage ich Schlamm und Steine zusammen und stapele sie im Bachbett auf, dann stecke ich die abgenagten Zweige und Äste dazwischen. Zum Schluß bedecke ich alles noch einmal mit Schlamm“, erklärt der pelzige Baumeister stolz.
„Unglaublich“, brüllt der Hirsch, „die Tiere weiter unten im Wald sind alle durstig, sie haben Angst, dass der Bach ganz versiegt. Auch die Wassermühle vom Müller wartet sehnsüchtig auf ihn, sie kann ihr großes Schaufelrad ohne die Hilfe des Bachs nicht alleine bewegen.“ Nachdenklich schüttelt er seinen Kopf und sein großes Geweih wankt bedenklich hin und her. „Hier muss ganz schnell eine Lösung gefunden werden!“
Um größer zu wirken, stellt sich der Biber auf seine langen Hinterpfoten, aufgeregt schlägt er mit seinem schuppigen platten Schwanz auf die Erde. „Der Damm bleibt! Ich habe mir die Arbeit doch nicht umsonst gemacht.“
Auf dem Waldboden breitet sich das nachfolgende Wasser immer bedrohlicher aus. „ Der Bach kann wegen deinem Damm nicht richtig fließen. Du siehst doch wie sich das Wasser bereits angestaut hat. Wenn du weiterhin so dickköpfig bleibst, dann entsteht hier in kürzester Zeit ein See!“, schreit der König des Waldes.
Der Biber klatscht in seine Hände und ruft begeistert: „Das ist ja prima, dann kann ich nach Lust und Laune schwimmen gehen!“
„Das kannst du viel einfacher haben, auch ohne den Bach zu behindern“, grunzt die Hirschkuh. „Wenn du dem Bachlauf folgst, findest du einen wunderschönen Schilf umsäumten See. Warum baust du dir nicht dort eine schöne Biberburg, in der du wohnen kannst?“
Der Biber kratzt sich mit der Hand hinter seinem kleinen Ohr. „Das ist eine super Idee! Wollen wir gleich losgehen?“
Begeistert springt das Kälbchen umher und blökt: „Dann lasse uns schnell deinen Damm abbauen, damit der Bach wieder richtig fließen kann und dann begleiten wir dich zum See!“
Fleißig hilft Familie Hirsch mit, den Staudamm zu beseitigen. Langsam kehrt der Bach in sein Bett zurück und nimmt seine Reise wieder auf.

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flammarion
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Veröffentlicht von Wendy am 08. 07. 2004 09:09
Der pelzige Baumeister (überarbeitete Version)
Mitten im grünen Wald steht der Rothirsch mit seiner Familie an einem Bach und wundert sich(Komma) warum das kühle klare Wasser von Tag zu Tag weniger wird. „Mutter, so viel trinken wir doch gar nicht, hört der Bach eines Tages auf zu fließen? Müssen wir dann alle verdursten?“, fragt das braun-weiß gefleckte Kälbchen besorgt.
Die Hirschkuh schüttelt ihren großen Kopf: „Nein, mein Kind, Vater Hirsch wird uns zu einer anderen Trinkstelle führen, mache dir keine Sorgen!“ Beruhigend leckt sie mit ihrer langen rauen Zunge dem Kälbchen über den Hinterkopf.
Vater Hirsch brummt: “Lasst uns Bach aufwärts gehen, dahin(Komma) wo das Bächlein entspringt, vielleicht haben sich einige Felsbrocken verschoben und versperren der Quelle den Weg.“
Unterwegs halten sie an Bäumen und knabbern die saftigen Blätter ab. Das quirlige Kälbchen bleibt überall stehen und kostet von Gräsern und Kräutern.
„Du verdirbst dir noch den Magen, wenn du alles durcheinander frisst“, ermahnt die Hirschkuh ihr Kleines.
In der Nähe vom Bach hören sie ein schabendes Geräusch. „Pst, seid ganz leise und bleibt hinter mir!“ Zu dritt verstecken sie sich hinter einem hohen Gebüsch und beobachten einen Biber, der gerade einen Baum fällt. Ächzend stürzt die Birke zu Boden. Schnell nagt der Biber die Äste ab und schleift sie hinunter zum Bach.
Vorsichtig verlässt Vater Hirsch sein Versteck und stellt sich mutig dem Biber in den Weg. Er röhrt: „Warum zerstörst du unseren Wald? Hast du nichts besseres zu tun?“
Unbeholfen watschelt der kleine Nager zu dem ungebetenen Gast. Als er zu sprechen beginnt, kommen seine langen orangefarbenen Nagezähne zum Vorschein. „Ähm, ähm, ich baue gerade einen schönen Damm. Willst du ihn sehen?“
Übermütig springt das Kälbchen hinter dem Busch hervor und quietscht: „Ich will auch mit - ich will auch gucken!“
Erschreckt (Erschrocken) hüpft der Biber zu Seite, um nicht über den Haufen gerannt zu werden.
„In so einem Biberdamm steckt viel Arbeit, zuerst trage ich Schlamm und Steine zusammen und stapele sie im Bachbett auf, dann stecke ich die abgenagten Zweige und Äste dazwischen. Wenn alles fertig ist, bedecke ich alles noch einmal mit Schlamm (besser: Zuletzt bedecke ich alles noch einmal mit Schlamm. Um das doppelte alles zu vermeiden)“, erklärt der pelzige Baumeister stolz.
„Unglaublich“, brüllt der Hirsch, „die Tiere weiter unten im Wald sind alle durstig, sie haben Angst, dass der Bach ganz versiegt. Auch die Wassermühle vom Müller wartet sehnsüchtig auf ihn, sie kann ihr großes Schaufelrad ohne die Hilfe des Bachs nicht alleine bewegen.“ Nachdenklich schüttelt er seinen Kopf und sein großes Geweih wankt bedenklich hin und her. „Hier muss ganz schnell eine Lösung gefunden werden!“
Um größer zu wirken(Komma) stellt sich der Biber auf seine langen Hinterpfoten, aufgeregt schlägt er mit seinem schuppigen platten Schwanz auf die Erde. „Der Damm bleibt! Ich habe mir die Arbeit doch nicht umsonst gemacht.“
Auf dem Waldboden breitet sich das nachfolgende Wasser immer bedrohlicher aus. „ Der Bach kann wegen deinem Damm nicht richtig fließen. Du siehst doch(Komma) wie sich das Wasser bereits angestaut hat. Wenn du weiterhin so dickköpfig bleibst, dann entsteht hier in kürzester Zeit ein See(Ausrufezeichen)“, schreit der König des Waldes.
Der Biber klatscht in seine Hände und ruft begeistert: „Das ist ja prima, dann kann ich nach Lust und Laune schwimmen gehen!“
„Das kannst du viel einfacher haben, auch ohne den Bach zu behindern“, grunzt die Hirschkuh. „Wenn du dem Bachlauf folgst, findest du einen wunderschönen Schilfumsäumten (von Schilf umsäumten) See. Warum baust du dir nicht dort eine schöne Biberburg, in der du wohnen kannst?“
Der Biber kratzt sich mit der Hand hinter seinem kleinen Ohr. „Das ist eine super Idee! Wollen wir gleich losgehen?“
Begeistert springt das Kälbchen umher und blökt: „Dann lasse uns schnell deinen Damm abbauen, damit der Bach wieder richtig fließen kann und dann begleiten wir dich zum See!“
Fleißig hilft Familie Hirsch mit, den Staudamm zu beseitigen. Langsam kehrt der Bach in sein Bett zurück und nimmt seine Reise wieder auf.
Mir gefällt die Geschichte. Davon kann es ein Buch geben!
Ganz lieb grüßt

__________________
Old Icke

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Wendy
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Liebe flammarion,
in der Tat, das doppelte "alles" ist mir durch die Lappen gegangen, ich habe es behoben. Als alte Berlinerin habe ich selber überlegt, ob es nun "erschreckt oder erschrocken", heißt. Laut Duden existieren beide Wörter. Warum gefällt Dir das Wort "Schilfumsäumten See" nicht? Danke für Dein Feedback.
Viele Grüße
Wendy

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flammarion
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Registriert: Jan 2001

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hm,

schilfumsäumt gefällt mir. als adjektiv aber muss es klein geschrieben werden. nach der neuen deutschen rechtschreibung auch noch getrennt, also Schilf umsäumt und korrekter von Schilf umsäumt.
ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

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