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Leselupe.de > Humor und Satire
Der schlaue Trinker
Eingestellt am 29. 05. 2002 15:52


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Helmut D.
???
Registriert: Jan 2002

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Der schlaue Trinker

Ich war einmal in einem Heim. Dort zog eines Tages, das Heim lag in einem Dorf, ein Mensch namens Deger ein, dessen Laster war es, immer wieder trinken zu mĂŒssen. Und dieser Deger verstand es, obwohl er arm war, sehr gut an das Geld fĂŒr seine Trinkerei zu gelangen. Am Anfang noch kaufte er sich den Wein, das Bier und den Schnaps von seinem Taschengeld (150 DM pro Monat) Und obwohl das sehr wenig war und er auch noch rauchte, kam er damit gut zurecht. Ab und zu wurde er bei seinen Feiern erwischt und es wurde ihm das Bier abgenommen, aber meistens verschaffte er sich das Bier heimlich und keiner merkte es. Da er ein Ă€ußerst ruhiger Trinker war, fielen seinen Trinkgelage kaum auf. Das einzige was man bemerkte, war, daß er am nĂ€chsten Tag schwankte wie ein Seemann. Und dabei war er immer lustig und hatte fĂŒr jeden ein gutes Wort, auch wenn er bezĂŒglich Frauen manchmal ordinĂ€r klang.

Als ihn dann das Taschengeld quasi gesperrt wurde, ging er in die nĂ€chste Pfarrei und in ein Kloster, das ebenfalls am Ort war. Dort erbettelte er sich mit allerlei LĂŒgen, um die er nie verlegen war sein Geld. Und so kam er wieder zu seinen Schnaps den er leise und ruhig wĂ€hrend der Nachtstunden trank. Am Morgen schwankte er dann wieder wie ein Seemann und war lustig und froh.

Irgendwann einmal gab ihm aber der Pfarrer und auch das Kloster nichts mehr. Und was machte nun der Kerl? Er ging einfach in das nĂ€chste Wirtshaus und bestellte Bier nach Bier. Als er schließlich um die Rechnung gebeten wurde, verwies er die Wirtsleute an das Heim und dieses mußte am nĂ€chsten Tag die Rechnung begleichen.

Irgendwann kam er auf die Idee allen möglichen Leuten und vor allen guten Hirten, nÀmlich Pfarrern Bettelbriefe zu schreiben in denen er ihnen alles mögliche vorlog, warum er Geld brÀuchte. Und nicht nur er sondern alle anderen in Heim waren dann verdutzt, als er zweimal aus den Antwortschreiben 300 DM hervorholte.

So konnte er immer wieder trinken und wenns ganz schlimm war, reiste er per Anhalter in eine nÀhere Stadt und besorgte sich beim Pfarrer etwas.

Dieses Spiel ging lange gut und er schaffte es sogar, aus dem Heim wieder heraus zu kommen und in eine Wohnung zu gelangen. Dort versoff er dann seine Sozialhilfe und irgendwann wurde er verhaftet und in eine geschlossene Anstalt geschafft.

Das war das letzte, was ich von diesen Menschen hörte, aber ich bin mir sicher, daß er schon bald wieder sein Spiel spielen wird, das ihm soviel Freude bereitetet und das er mit grĂ¶ĂŸten Geschick zu spielen wußte.

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Helmut,
wie Du das geschildert/erzÀhlt hast, gefÀllt mir.Er ist ja ein sehr fantasiereicher Mann..dieser Trinker. Und entspricht wohl auch der RealitÀt.
Aber..das ist irgendwie..kein "Spiel"..lustiges Spiel das er treibt..
er MUSS ja trinken..ist also krank..
vergeiche es ein wenig mit einem DrogensĂŒchtigen,der allerlei bis hin zu stehlen und Prostitution..an das Geld dafĂŒr kommt.
Auf der einen Seite amĂŒsiert es..wie er da zu Geld kommt, auf der anderen Seite tut er mir sehr leid.
Naja, in der geschlossenen..wird er ja vieleicht clean..??
Aber gefÀllt mir Deine Geschichte.
lG
Sanne

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