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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Der schwarze Mann
Eingestellt am 07. 12. 2017 20:15


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inanymos
Hobbydichter
Registriert: Nov 2017

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Was haltet ihr davon als Anfang einer Geschichte

Wann hat das ganze angefangen?"
Ich ├╝berlegte.
"Das muss vor etwa vier Jahren gewesen sein. Glaube ich."

Ich sah zu Tim. Er sa├č brav auf seinem Sessel. Den Kopf hielt er gesenkt, die Augen starr auf den Boden gerichtet.
"Ja", sagte ich. "Tim war damals zwei. Da sind wir in das neue Haus gezogen und einige Monate sp├Ąter fing es an."
Der Therapeut machte sich Notizen in seinen Block. Er schrieb schnell und es machte den Eindruck, als w├Ąre es wichtig, sich alles Gesagte zu notieren.
Ich streichelte ├╝ber Tims Bein. Er sah mich nicht an. Immer noch nicht. Ich wusste, dass er nicht hier sein wollte. Er war sauer, dass ich ihn gegen seinen Willen hierhergeschleppt hatte. Aber was sollte ich tun? Er lie├č mir keine andere Wahl mehr.

"Tim?"
Bei der Stimme des Therapeuten, Herr Kurz, zuckte Tim kaum merkbar zusammen. Er vermied dennoch jeglichen Blickkontakt.
"Tim, wie geht es dir heute?"
"Gut"
"Magst du mit mir reden?"
"Nein, das m├Âchte ich nicht."
"Tim! So redet man nicht mit Erwachsenen!" Ich kniff die Augen zusammen und sah Tim an. Herr Kurz machte eine beschwichtigende Handbewegung, die mir galt.
Es war ruhig im Zimmer. Man h├Ârte lediglich das Ticken der Uhr, die an der Wand hinter uns hing. Ich vermutete, dass das Absicht war. Die Patienten sollten sich auf das Gespr├Ąch konzentrieren, w├Ąhrend Herr Kurz die Zeit stets im Blick behalten konnte, um die Sitzung rechtzeitig zu beenden.
Ich versuchte abzusch├Ątzen wie lange wir schon hier sa├čen. 15 Minuten? Oder vielleicht doch schon 30 Minuten? Ich wollte mich umdrehen und auf diese tickende Uhr schauen, doch es kam mir unh├Âflich vor. Also tat ich es nicht. Ich sah wieder zu Tim, der nach wie vor nur dasa├č.
"Tim, wie alt bist du jetzt?" Herr Kurz versuchte es noch einmal. Doch Tim schwieg. Er w├╝rde heute nichts mehr sagen, dass wusste ich.
"Was halten Sie davon, wenn ich Tim ins Spielzimmer nebenan bringe und ich mich erst einmal mit Ihnen alleine unterhalte? Tim k├Ânnte ja beim n├Ąchsten Mal etwas dazu sagen."
"├äh, ja klar. Das K├Ânnen wir so machen."
Herr Kurz stand auf und ging zur T├╝r. Tim folgte ihm. Kurz bevor Tim aus der T├╝r war, drehte er sich zu mir um. Seinen Kopf hielt er nach unten gesenkt. In seinen Augen erkannte ich Tr├Ąnen, die er wegblinzeln wollte.
"Mama, ich bin nicht verr├╝ckt." Traurig verlie├č er den Raum

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