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Leselupe.de > Humor und Satire
Der wunderbare Schreiberladen
Eingestellt am 10. 11. 2002 02:25


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Mazirian
???
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Der wunderbare Schreiberladen


Elvira und ich arbeiten zusammen in der Marketing-Abteilung. Im Marketing hat man nat├╝rlich jede Menge Zeit. Zeit, die man mit Schwatzen, Kaffeetrinken, Telefonieren und Internetsurfen totschl├Ągt. Letzteres taten wir besonders ausgiebig und so waren wir in dieses Literaturforum geraten.
"Schreibstube" hie├č es; ein virtueller Treffpunkt an dem Menschen mit potentiellem Talent aber ohne Beziehungen ihre nach Feierabend entstandenen literarischen Werke der ├ľffentlichkeit pr├Ąsentieren konnten.
Elvira zum Beispiel schrieb in ihrer Freizeit kleine Gedichte. Sehr sensibel, sehr romantisch, aber bislang nur f├╝r f├╝r die Schublade und f├╝r ihre Freundinnen. Und ich selbst hatte schon als kleiner Junge davon getr├Ąumt einen dicken, bedeutenden Roman zu schreiben. In umgebauten Turnhallen vor tausend Leuten zu sitzen und ihnen daraus vorzulesen - oder in ├╝berf├╝llten Buchhandlungen meine Werke zu signieren. Auch daraus war leider nie etwas geworden.
Aber das konnte jetzt vielleicht anders werden! Elvira meldete sich unter dem Namen "Lebenstrinkerin" an und ich w├Ąhlte ein schwergewichtiges "Literatos", um ├╝ber den Anspruch meines Wirkens keinen Zweifel aufkommen zu lassen.
Elvira schickte ein halbes Dutzend ihrer Gedichte hin und eines davon brachte es auf Anhieb zu einer mittelm├Ą├čigen Bewertung. Sie durfte daraufhin den Titel "Typenreiniger" f├╝hren, was mich f├╝r sie freute, aber wenig beeindruckte. Denn der h├Âchste erreichbare Rang war "Literaturpapst" - und genau das war mein Ziel!
Immerhin, ihr Erfolg machte mir Mut. Am n├Ąchsten Wochenende setzte ich mich daher an den PC, um eins meiner seit Jahrzehnten g├Ąrenden Romanprojekte endlich auf die Schiene zu bringen. Eine High-Fantasy-Dekalogie sollte es werden. Alles schon seit Jahren fertig in meinem Kopf. Brauchte eigentlich nur noch abgetippt zu werden. Aber nachdem ich eine halbe Stunde in den Monitor gestarrt hatte und der immer noch leer war, sp├╝rte ich, da├č irgendetwas nicht stimmte.
'Schreibblockade!', schoss es mir durch den Kopf. Ich kannte dieses Ph├Ąnomen; selbst die weltbesten Autoren litten manchmal darunter. Und ganz besonders die Besten!
Ich konnte einfach keinen Anfang finden. Dabei war der Anfang das allerwichtigste. Wenn er der Bedeutung des ├╝brigen Textes nicht gerecht wurde, brauchte man gar nicht erst weiter zu schreiben. Viele bedeutende Werke der Literatur sind nur durch ihren ├╝berzeugenden Anfang zu Ruhm gelangt.
Lag es vielleicht am Werkzeug? Konnte man an einem elektronischen Ger├Ąt wirklich authentische fantastische Literatur schreiben? Romantische Verwicklungen erfinden? Bizarre Welten erschaffen? Mir kamen Zweifel. Also setzte ich mich mit einem B├╝ndel Schreibmaschinenpapier und einem Bleistift an meinen Schreibtisch und gr├╝belte.
Nach einer weiteren halben Stunde tauschte ich den Bleistift gegen einen F├╝llhalter mit schwarzer Tinte. Ich hatte mal gelesen, dass der ber├╝hmte Lord Dunsany seine besten Werke so verfasst hatte. Aber wom├Âglich hatte er eine andere Tinte verwendet, denn es klappte immer noch nicht. Gegen Mitternacht lie├č ich die leeren Bl├Ątter seufzend leere Bl├Ątter sein und ging zu Bett. Vielleicht war es einfach nicht mein Tag.
Es war auch nicht meine Woche. Nach sieben Tagen angestrengtesten Anfangsschreibens war ich im Grunde keinen Schritt weiter - nur mein Papierkorb war bis zum Rand voll. Ich war verzweifelt.
Und Elvira hatte es inzwischen bis zum "Kalligraphen-Lehrling" gebracht.
Nun muss ich gestehen, dass Elvira mir nicht ganz gleichg├╝ltig ist und ich eigentlich gehofft hatte, sie durch meine literarischen Erfolge beeindrucken zu k├Ânnen.
Aber die Situation komplizierte sich. Sie hatte die Internet-Adresse n├Ąmlich auch Werner Wenzel aus der Buchhaltung gegeben, der daraufhin seine literarische Berufung entdeckte und unter dem Pseudonym "Giovanni" flei├čig erotische Kurzgeschichten zu schreiben begann. Nicht ohne Erfolg - nach der dritten war er bereits "Dichterf├╝rst", was Elvira mir in immer wiederkehrenden Nebens├Ątzen beil├Ąufig auf's Brot schmierte. ├ťberhaupt war sie in der letzten Zeit ziemlich oft in der Buchhaltungsabteilung zu finden. Und einmal waren sie und Werner sogar eine Tag lang gleichzeitig krank. Zufall?
Ich fand Werners Geschichten beschissen und chauvinistisch und schrieb ihre Faszination der Tatsache zu, dass Werner keineswegs wie ein Buchhalter aussah, sondern eher wie ein S├╝dtiroler Skilehrer.
Die Lage spitzte sich zu. Der Weg zu Elviras Herz schien im Moment allein ├╝ber die Literatur zu f├╝hren. Und ich litt in dieser Beziehung an einer signifikanten Impotenz. D├╝stere Endzeitvisionen beherrschten mein Denken...

Dann fiel mir, als ich eines Tages in der Mittagspause durch die Seitengassen der Altstadt bummelte, jener kleine versteckte Laden mit dem handgemalten schmiedeeisernen Schild auf. "Schreib gut! - Schreiberbedarf" war darauf zu lesen. Merkw├╝rdig, er war mir noch nie aufgefallen, obwohl ich fast regelm├Ą├čig durch diese Gasse ging. Ich blieb stehen und runzelte die Stirn. Schreiberbedarf - was mochte damit gemeint sein? Schreibwaren? Das konnte ich mir nicht vorstellen. Jeder braucht Schreibwaren, aber "Schreiberbedarf" h├Ârte sich sehr spezifisch an. Doch das kleine blinde Schaufenster gab mir keinen Aufschluss, denn es war bis auf ein paar ausgebleichte Chintz-Draperien leer.
Ich schaute auf die Uhr. Eine halbe Stunde hatte ich noch. Zeit genug, sich den Laden mal von innen anzusehen. Ich ├Âffnete die T├╝r und trat ein.
Palimm, Palimm! - eine altert├╝mliche Ladenglocke rief nach dem Inhaber. Da er jedoch nicht gleich auftauchte, blieb mir ein wenig Zeit, mich umzuschauen. Der Laden war klein und d├╝ster, hatte aber hohe W├Ąnde, die verdeckt wurden durch wuchtige dunkle Regale, die vollgestopft waren mit B├╝chern, Pappkartons und dicken B├╝ndeln von Mappen und Papieren. Was an Platz noch ├╝brig blieb, wurde eingenommen von einigen schweren Tischen, die gleicherma├čen ├╝berh├Ąuft waren. Auffallend war der Staub, der das alles bedeckte, und die Spinnweben, die wie kleine Vorh├Ąnge die L├╝cken zwischen den B├╝chern und Kartons verdeckten
'Was immer das f├╝r ein Laden sein soll, leben kann man davon nicht', dachte ich und streckte den Zeigefinger aus um ein Herzchen in den Staub auf einer der Tischplatten zu malen.
"Kann ich Ihnen weiterhelfen, junger Mann?" fragte eine heisere Piepsstimme.
Ich fuhr herum. Vor mir stand ein kleines vetrocknetes M├Ąnnchen mit pergamentenen Schlupflidern, einem Kugelbauch, h├Ąsslichen Hosentr├Ągern und einer verschmierten Nickelbrille. Er erinnerte mich an jene steinalten Barkeeper aus den fr├╝hen Italowestern, deren Titel einem meistens nicht einfallen.
"Oh, ich hab sie gar nicht bemerkt ...", stammelte ich erschrocken.
"Ein Gl├╝ck, dass ich Sie bemerkt habe, bevor sie wieder hinausgelaufen sind", kicherte er. "Aber ich passe auf wie ein Schie├čhund. Von den paar Leuten, die sich noch in meinen Laden verirren lass ich keinen entwischen. Haben Sie schon etwas gefunden?"
Ich zuckte unschl├╝ssig mit den Schultern.
"Ja... nein... eigentlich hab ich nur das Schild gelesen ... Schreiberbedarf ... naja, ich wollte mal wissen, was ich mir darunter vorzustellen habe."
"Sind sie denn Schreiber?"
"Äh, nein ... ja ... eigentlich noch nicht, ich schreibe ... bis jetzt nur als Hobby - aber trage mich mit dem Gedanken ..."
"Soso, sie wollen einer werden?"
"Naja, so k├Ânnte man es sagen."
"Aber es geht noch nicht so wie sie wollen?"
"Ja, stimmt. Ich bin so unsicher und krieg keine Zeile mehr auf's Papier."
"Dann sind Sie bei mir genau richtig. Ich habe alles, was man braucht, wenn es mal an der Inspiration fehlt, oder wenn einem partout der richtige Reim nicht einfallen will", er lachte h├╝stelnd. "Wir haben hier faszinierende Charaktere, befreiende Durchbr├╝che, ├╝berraschende Wendungen, Schl├╝sselerlebnisse, weitgreifende Spannungsb├Âgen, Schlussequenzen, Endreime, Stabreime, Sch├╝ttelreime..." er wies mit einer weit ausholenden Bewegung auf die verstaubten, ├╝berquellenden Regale.
"Hm, an der Inspiration fehlt es eigentlich nicht. Und Gedichte schreiben will ich auch nicht. Mehr epische Sachen - Romane, sie wissen schon. Mein Problem ist es eher, einen richtigen Anfang zu finden."
"Dann wei├č ich Bescheid", nickte er eifrig. "Dieses Problem kenne ich. Das ist weit verbreitet - selbst bei den ganz Gro├čen. Melville zum Beispiel hatte ungeheure Schwierigkeiten, einen Anfang f├╝r seinen "Moby Dick" zu finden. Das Buch w├Ąre wohl nie geschrieben worden, wenn er nicht ...", der Rest des Satzes ging in einem trockenem H├╝steln unter.
"Wie auch immer", fuhr er fort, "wenn das Ihr einzige Sorge ist, kann ich ihnen weiterhelfen."
"Das w├Ąr ja sch├Ân, was h├Ątten Sie denn anzubieten?"
"Nun, was wollen Sie denn schreiben?"
"Es geht um einen Fantasy-Roman. Eine Dekalogie. Angelegt auf etwa 4000 Seiten. Wie "Der Herr der Ketten", aber viel l├Ąnger und besser. Ich - ich hab die ganze Geschichte schon fertig im Kopf - bis auf den Anfang."
"Hm", er runzelte bedenklich die Stirn und rieb sich das Kinn. "Sowas wird freilich selten verlangt. Fantasy-Autoren fangen meistens irgendwie an und schreiben dann einfach weiter. Das m├╝sste ich bestellen. Kann ein paar Wochen dauern."
"Ich br├Ąuchte es aber schnell", stie├č ich hastig hervor... ein bisschen zu hastig vielleicht.
Er schaute mich aus seinen alten w├Ąssrig-traurigen Augen verstehend an.
"Ihnen pressiert's, wie?"
Ich bekam wohl rote Ohren und schaute verlegen auf den Boden, als ich sagte:
"Naja, ich m├Âchte eben jemanden beeindrucken, sie wissen schon. Und ich m├Âchte vermeiden, dass jemand anders der das auch versucht, schneller ist."
Seine m├╝den Augen leuchteten pl├Âtzlich auf.
"Vielleicht kann man ein bisschen improvisieren."
Meine Augen leuchteten auch auf.
"Ahja, und wie?"
Er zog wortlos eine weinrote Mappe aus einem H├Ąngeregister.
"Nun, ich h├Ątte hier eine Kollektion historischer Romananf├Ąnge. Alles sehr solide und bew├Ąhrt. Damit kann man eigentlich nichts falsch machen. Historische Romane - besonders solche, die in der Antike spielen - und Fantasy-Epen sind einander ja sehr ├Ąhnlich. Man braucht nur ein paar Namen zu tauschen und einen Hauch Magie hineinzubringen - und fertig ist die M├Ąrchenwelt"
"Das h├Ârt sich ganz gut an - was soll's denn kosten?"
"Ich geb's ihnen ein bisschen g├╝nstiger."
Drei Minuten sp├Ąter stand ich wieder auf der Stra├če; mit dem Gef├╝hl, dass ein Sportwagen haben muss, wenn der Anlasser gestartet wird. Ich fuhr zur├╝ck in die Firma hetzte in die Personalabteilung und lie├č mir zwei Wochen Urlaub geben. Noch am selben Abend schnappte ich mir die Mappe und suchte nach "meinem" Anfang. Es waren Nasskopien, die mindestens f├╝nfzig Jahre alt waren. Blassblaue Schrift auf braunem Papier. Aber egal, Herman Melville und Thomas Mann waren viel ├Ąlter. Ein guter Romananfang muss zeitlos g├╝ltig sein.
Schon nach wenigen Seiten hatte ich es. Einen Anfang, der perfekt zu meinem Roman passte - archaisch, romantisch und geheimnisvoll. Ich warf einen raschen Blick in die Namenslisten, die ich schon vor langer Zeit erstellt hatte und legte los:

Es war eine schw├╝le Sommernacht im Jahre Dreitausendsechshundertundzw├Âlf des d├╝steren Zeitalters. Schwer lagerte dichtes Gew├Âlk ├╝ber der dunklen Fl├Ąche des Nebelmeeres, dessen K├╝sten und Gew├Ąsser zusammenflossen in unterscheidungslosem Dunkel. Nur ferne Blitze warfen hier und da ein zuckendes Licht ├╝ber das schweigende Uzuldaroum...

Die Initialz├╝ndung war erfolgt! Ich schrieb wie ein Besessener. In der Mittagspause, nach Feierabend, in der Badewanne, beim Friseur... 40 Seiten am Tag waren das Mindeste, was ich schaffte. Meine Augen waren zwar von dunklen Ringen umgeben, aber mein sch├Âpferischer Geist strahlte wie eine Sonne. Mit der Sicherheit, einen guten und richtigen Anfang zu haben, brauchte ich mich praktisch nur noch um die Handlung zu k├╝mmern.
Und das Beste war: Nach den ersten hundert Seiten f├╝hlte ich mich so sicher in meiner Geschichte, dass ich zum Anfang zur├╝ckkehrte und ihn aus meiner eigenen Inspration neu schrieb! Ich hatte mich abgenabelt, dieses Buch w├╝rde mein ureigenstes Werk sein.
Zugegeben, den einen oder anderen H├Ąnger hatte ich schon, aber bis auf einen bew├Ąltigte ich alle mit Bravour und Eleganz. Und dieser eine ... nun, ich glaube, das h├Ątte ich nicht tun sollen. Als ich n├Ąmlich dasa├č und gr├╝belte, wie es nun weitergehen sollte, fiel mein Blick wieder auf jene Mappe mit Anf├Ąngen.
Hm, konnte mir das weiterhelfen? Ein Anfang konnte ja auch der Anfang eines Absatzes oder einer Seite oder eines Kapitels sein. Und schlie├člich hatte ich daf├╝r bezahlt. Eifrig bl├Ątterte ich durch dir vergilbten Xerographien. Ah ja, das hier h├Ârte sich gut an, das w├╝rde nahtlos passen. Also her damit!

"Na sch├Ân, mein Prinz, Ginhaila und Locris sind nur noch Lehen der Solfunamiden-Dynastie, die ein paar h├╝bsche Tribute einbringen. Ich warne Sie: wenn Sie mir nicht sagen, dass es Krieg gibt, wenn Sie sich mit all den Gemeinheiten und Grausamkeiten dieses Nekromanten selbst beschmutzen..."

Und weiter ging's. Seite um Seite, Kapitel um Kapitel. Bis endlich am letzten Tag meines Urlaubs der Schlusssatz auf dem Monitor stand. Tief ausatmend sank ich zur├╝ck. Das erste Buch war fertig. Volle vierhundert Seiten. Werner mit seinen literarischen Quickies konnte die Flagge streichen.
Nat├╝rlich dr├Ąngte alles in mir danach, diesen Monolithen in das entsprechende Forum zu rammen. Aber zuerst sollte diejenige ihn lesen und bewundern f├╝r die er errichtet worden war. Freitagnachmittag schickte ich Elvira ein E-Mail mit gewichtigem Anhang und der Bitte, mir doch zu sagen, ob sie es f├╝r w├╝rdig hielt, in der "Schreibstube" ver├Âffentlicht zu werden zu werden.
Und sie las es tats├Ąchlich! Ich wei├č nicht, wie sie es gemacht hat, aber sie schaffte es wirklich, den ganzen Text ├╝ber's Wochenende zu durchzulesen.
Montagmorgen schlenderte ich wie ├╝blich durch die Abteilung und bedachte jeden mit einem freundlichen "Guten Morgen. Sch├Ânes Wochenende gehabt?" Nur bei Elviras Schreibtisch hielt ich inne.
"Du, ich hab dir da am Freitag was geschickt..."
"Jaja, ich hab's gelesen."
"Und, was h├Ąltst du davon?"
"Najaaaah..."
"Was, "naja"?"
"Es ist ja ganz spannend und fantasievoll, aber..."
"Aber was?"
"Najaaaah..."
"Nun sag schon, findest du's nicht gut?"
"Doch, schon, aber..."
"Also was jetzt?"
"Du hast ja den Anfang genau in die Mitte geschrieben!"

***

Nun m├╝sste ich eigentlich etwas neues, besseres schreiben, um diese Scharte wieder auszuwetzen. Aber mittlerweile war ich einige Dutzend Male in jener engen Seitengasse. Ich kann den Laden einfach nicht mehr wiederfinden ...


(c) 2002 by Achim Hildebrand








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Michael Schmidt
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Ehrlich gesagt, hat mich das Ende etwas entt├Ąuscht, da k├Ânntest du dir noch etwas einfallen lassen.

Gru├č,
Michael

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Mazirian
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Oha...

...das wird ziemlich schwierig. Die ganze Geschichte ist zwanghaft auf den letzten Satz (des Dialogs) hin angelegt. Vielleicht hab ich die "Moral" nicht scharf genug herausgearbeitet. Also die uralte Klage vieler Einsteiger "Ich find einfach keinen Anfang f├╝r meine Geschichte?" (siehe Diskussionsforen ) - und die damit verbundene Erwartungshaltung, dass es spezielle Anfangstexte/-formulierungen geben muss ... denen man dann ja auch ansehen m├╝sste, dass es typische "Anf├Ąnge" sind.
Ich hab mal versucht mit dem Zeichnen anzufangen und mir monatelang die teuersten K├╝nstlerstifte und Spezialpapiere besorgt, bis ich festgestellt habe, dass ich einfach kein Talent und/oder keine Lust zum ├╝ben hatte.

Ist nat├╝rlich nicht der Schenkelklopfer - aber ich fand's ganz "sophisticated".

Nichtsdestotrotz, wenn du einen Vorschlag f├╝r einen wirklich fetzigen Schluss h├Ąttest, w├╝rde ich den nat├╝rlich dankbar entgegennehmen. So auf den ersten Blick f├Ąllt mir noch nichts gescheites ein.

sch├Ânen Gru├č

Achim
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Michael Schmidt
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Mir f├Ąllt ehrlich gesagt auch nichts besseres ein, aber halte es mal im Kopf, vielleicht kommt ja irgendwann die geniale Idee.
Hatte auch ganz vergessen zu erw├Ąhnen, ansonsten hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, fl├╝ssig erz├Ąhlt mit einer Prise Humor.

Gru├č,
Michael

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majissa
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Lieber Mazirian,

diesen Text habe ich wirklich gern gelesen, fand aber das Ende etwas entt├Ąuschend. Mit dem Anfang hattest du keine Schwierigkeiten

Das Ende, auch wenn es zwanghaft auf den letzten Satz hin angelegt ist, wird der dieser Geschichte immanenten Qualit├Ąt nicht gerecht. Da stimme ich Michael zu. Leider habe ich momentan keine Idee parat, bin aber davon ├╝berzeugt, da├č dir etwas Passendes einfallen wird, ohne wirklich auf die "Botschaft" verzichten zu m├╝ssen.

Ein paar Fl├╝chtigkeitsfehler sind mir aufgefallen, die ich aber hier nicht aufz├Ąhlen m├Âchte. Es sei denn, du bestehst darauf.

Du hast sehr sorgf├Ąltig geschrieben. Das f├Ąllt sofort auf.

Liebe Gr├╝├če
Majissa

P.S. Danke f├╝r die Aufkl├Ąrung in Sachen Zehbehaarung

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Mazirian
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liebe Majissa,

neenee, mit Anf├Ąngen hab ich keine Probleme, ich schreib ja meistens SF und F, und du wei├čt, die fangen irgendwie an...

Vielen Dank f├╝r's ermuntern und anschubsen. Sicher wird mir fr├╝her oder sp├Ąter noch was Peppigeres einfallen, nur m├╝sst ich dann alles nochmal umschreiben *seufz*. Und wie du richtig bemerkt hast, schreib ich sehr langsam (du nennst es netterweise sorgf├Ąltig . Na gut, ich werd dranbleiben.

Ich h├Ątt aber noch was eher "brachiales" zum Thema Anf├Ąngerfehler - ├╝ber einen schweren Logikfehler bei Tolkien. Wei├č aber nicht, ob das was f├╝r die Leselupe ist oder eher f├╝r eine Fansite. Was meinst du?

Die Fl├╝chtigkeitsfehler lass mal lieber stecken , hab selbst schon einige gefunden.

sch├Ânen Gru├č und sch├Ânes Wochenende

Achim
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