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Leselupe.de > Gereimtes
Des Dichters Objekt
Eingestellt am 13. 03. 2003 10:31


Autor
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Platoya
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Feb 2003

Werke: 17
Kommentare: 35
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Des Dichters Objekt

Weshalb ehrt man blo├č den Dichter, der die Zeilen einst geschrieben,
k├Ąme dem, dem sie gewidmet, nicht viel mehr zu, ihn zu lieben?

Nichts wird bleiben, au├čer Zeilen von dem einst geliebten Wesen.
War er ein begnad┬┤ter Dichter, kann man viel aus ihnen lesen.

Manche Zeile wird entbl├Ąttern einen h├Âchst erles┬┤nen Schatz,
dem der Dichter Leben einhaucht, Dauer gibt mit jedem Satz.

War es Sch├Ânheit, war es G├╝te, die den Dichter einst bewegte,
und ihm diese umgewandelt, fl├╝ssig in die Feder legte.

Tinte formte jenes Wesen, welches ihn einst inspirierte,
und in uns entsteht beim Lesen das Bild, das seine Feder f├╝hrte.

Das Bild von einem edlen Menschen, der des Dichters Geist gek├╝sst,
ging von seiner Hand zur Feder, die sein Zeichenpinsel ist.

Manchen setzte er ein Denkmal, und sie f├╝hlten sich geschmeichelt,
von den wunderbaren Versen, die er aufs Papier gestreichelt.

Schad┬┤ ist es um die Vergess┬┤nen, die nichts wussten von der Pein,
die sie ihm des nachts bereitet, als er schrieb f├╝r sie allein.

Manche haben nie erfahren, was sie einem andern wert,
Einer, der sie aus Verzweiflung zag in seinen Versen ehrt.

Stolz bewahrt ihn vor Enth├╝llung, seine Seele auszubreiten,
wo konventionelle Schranken leicht ein Ärgernis bereiten.

Mancher Dichter nahm die Liebe unerwidert mit ins Grab,
ich begreife das und schweige, weil ich eine in mir hab┬┤.

Und solange ich hier weile, wird sie in mir still beh├╝t┬┤,
nichts und niemand kann sie brechen, weil sie im Verborgnen bl├╝ht.

Hundert Zeilen oder mehr hat sie schon hervorgebracht,
in den N├Ąchten meines Kummers, als ich schlaflos hab┬┤ gewacht.

Bringt sie mir auch keine Freude, Tr├╝bsal eher und Traurigkeit,
trotzdem ist sie l├Ąngst Bed├╝rfnis - Nahrung f├╝r die Einsamkeit.







__________________
aus Verzweiflung gl├╝cklich

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Woset
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2003

Werke: 9
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Hallo Platoya !

Gef├Ąllt mir gut, auch wenn (jetzt wo ich dr├╝ber nachdenke), der Titel eigentlich ein bischen in die Irre f├╝hrt:
Es geht ja eben doch auch um die Befindlichkeit des Dichters, oder wie ist das ?

Grinsen mu├čte ich in der 10 Strophe ├╝ber das Kunstst├╝ck,
das Wort "konventionell" sauber unterzubringen.

Ein paar Vorschl├Ąge noch:

5. Str.: neu "ihn einst"
5. Str.: neu "beim Lesen das Bild das"
6. Str.: neu "Bild von"
8. Str.: "als er schrieb" (?)
letzte Str.: neu "Freude, Tr├╝bsal eher und"

Gr├╝├če !

Woset

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

Werke: 3
Kommentare: 2501
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Dichter...

Hi, Platoya!


Nur ein Dichter, der still leidet,
Schreibt oft wirklich gut,
Weil das Leiden ihn bekleidet
Mit dem Dichterhut...


Dein Gedicht hat mir auch gefallen!
Sende Dir viele Gr├╝sse und w├╝nsche Dir ein sch├Ânes Wochenende!
Schakim
__________________
┬ž┬ž┬ž> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufbl├╝hen <┬ž┬ž┬ž

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Platoya
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Feb 2003

Werke: 17
Kommentare: 35
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Vielen Dank Euch Beiden.

Sch├Âne Gr├╝├če.

P.
__________________
aus Verzweiflung gl├╝cklich

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