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Leselupe.de > Gereimtes
Des Tuworts letzte Tat
Eingestellt am 28. 02. 2003 15:21


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VanOldi
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Des Tuworts letzte Tat

Ein Tuwort tat, wie ihm befohlen,
es machte sich auf seinen Sohlen,
beschritt den Weg der T├Ątigkeit
und ackerte die ganze Zeit.

So st├Âhnte und so ├Ąchzte es,
vertat den Tag im Megastress
und aus der Ecke sah ihm zu
die Untat in der Liegstuhlruh┬┤.

Dort sog sie an ┬┤nem frischen Drink
und gab dem Tuwort einen Wink,
lehnte lachend sich zur├╝ck,
geno├č das Nichtstun, St├╝ck f├╝r St├╝ck.

Das Tuwort schlich sich leise an,
und w├╝rgte voller Tatendrang
die Untat, die sich einfach blo├č
ergab, und zwar ganz tatenlos.

Nicht reagieren ist meist schlecht,
und blindlinks handeln selten recht.
Die Zwei vertaten, in diesem Spagat,
sich in ihrem Tun und in ihrer Tat.

Die Untat hat nun ewig Ruhe,
sie war ja nie f├╝r viel Getue,
doch aus ist┬┤s auch mit ihren Freuden,
nicht viel zu tun, nur Zeit vergeuden.

Das Tun, als Unwort, festgenommen
ist in den Kerker dann gekommen,
mu├č den Verachtungstot dort sterben,
und seine Taten tun nun Verben.


__________________
(C) 2003 by Stefan Mollenhauer
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Vera-Lena
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Tuwort

Hallo, VanOldi,

h├╝bsche Idee mit Deinem Tuwort, vor allem da├č es dann f├╝r das Verb ausgetaucht wurde. Zwei kleine Anmerkungen habe ich.1. Dieses Gedicht h├Ątte, glaube ich, ein gr├Â├čeres Echo im Forum: Humor, Satire Ironie.
2. Die Untat ist nich passiv, sondern sie ist eine vors├Ątzlich b├Âse Tat. Darum schlage ich Dir vor das Wort Untat durch das Wort "das Nichtstun" zu ersetzen. Es hat auch nur zwei Silben und w├╝rde am Rhythmus Deines Textes nichts ver├Ąndern.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
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Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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VanOldi
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Hallo Vera-Lena,

Das Wort Untat hab ich mit Absicht gew├Ąhlt, um mehr Assoziationsfreiheitsgerade zu erreichen, da es sich bei Untat um ein Mittelwort handelt, schlie├člich stecken in ihm sowohl die Tat, wie die Unt├Ątigkeit. Und das Nichtstun ist manchmal ja auch eine Untat, oder ?

Liebe Gr├╝sse - vanOldi
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Vera-Lena
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Untat

Lieber VanOldi,

so viel ich wei├č ist die Bedeutung von "Untat" ausschlie├člich "eine b├Âse Tat", das adjektiv unt├Ątig bedeutet ein passives Verhalten und das Substantiv dazu ist "Unt├Ątigkeit". So steht es auch im Duden.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
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VanOldi
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Hallo Vera-Lena,

ich dachte immer Poesie bedeutet mehr in einer Sache zu lesen als dar├╝ber im Duden steht. Wie sollte man sonst Horizonte erweitern?

liebe Gr├╝├če vanOldi
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Vera-Lena
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Untat

Lieber VanOldi,
wer wollte daran zweifeln. Wenn Du aber ein Wort so einsetzt, als w├╝├čten alle Leute, was Du damit meinst, und alle Leute wissen aber, da├č das Wort eine ganz andere Bedeutung hat, dann kann man Dein Gedicht nicht so verstehen, wie Du es meinst. Aber vielleicht ist Dir das auch nicht wichtig, und das ist dann durchaus in Ordnung.
Dein Text ist ja so gut angelegt, da├č er hinsichtlich der Grundaussage nicht falsch verstanden werden kann.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
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