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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Deutschland auf dem Weg zum neuen Kommunismus
Eingestellt am 07. 12. 2004 17:14


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LuMen
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Deutschland auf dem Weg zum neuen Kommunismus


In Deutschland ist man auf dem besten Wege, die Tr√§ume von Marx und Engels ‚Äď das waren ja auch immerhin Deutsche ‚Äď zu verwirklichen, n√§mlich den Ideal-Kommunismus:
Nicht mehr schuften m√ľssen, um seine Br√∂tchen zu verdienen, sondern nach seinen Bed√ľrfnissen kassieren und leben! Ich habe es schon lange geahnt, die wahren Kommunisten, die sich am idealen Welt- und Menschenbild orientieren, sitzen in Wirklichkeit auf der anderen Seite, n√§mlich der, die das ‚Äěchristlich‚Äú auf ihre Fahnen geschrieben hat und sich dementsprechend zur N√§chstenliebe verpflichtet f√ľhlt! Und wer k√∂nnte sich dabei effizienter engagieren als die Gro√üindustrie?
Endlich hat sich nun jemand gefunden, der dieses sich bisher bescheiden im Verborgenen vollziehende Geschehen publik gemacht und am eigenen Leib erfahren hat: Der schon immer als heimlicher Linker gehandelte Bundesvorsitzende der CDU-Sozialaussch√ľsse Hermann-Josef Arentz! RWE hat ihm zur vollen Abdeckung der zahlreichen Bed√ľrfnisse, die ein Mitglied der heutigen Konsumgesellschaft notwendigerweise hat, schon seit einigen Jahren √ľber sein gr√∂√ütenteils steuerfreies Abgeordneten-Einkommen von monatlich rd. 8.300 ‚ā¨ hinaus eine j√§hrliche Zuwendung von 60.000 ‚ā¨ gemacht nebst einem f√ľr zwei vierk√∂pfige Familien ausreichenden Jahres-Stromdeputat, ohne dass er daf√ľr einen Handschlag h√§tte tun m√ľssen!

So sieht die wahrhafte Gro√ümut und Menschlichkeit aus, wie sie sich Karl Marx als Endprodukt seiner Lehre vorgestellt haben mag! Deutsches Vaterland, du darfst wieder hoffen, so schlecht geht es uns noch nicht! Wer wei√ü, vielleicht ist Hermann-Josef Arentz noch idealtypischer, als mancher aufrechte Kommunist meint, und hat in seiner Eigenschaft als vom Volk gew√§hlter Abgeordneter schon l√§nger ohne jeden Arbeitszwang ausschlie√ülich nach seinen Bed√ľrfnissen gelebt?
In jedem Falle hat er jetzt selbstlos diese M√∂glichkeit anderen Mitmenschen offenbart. Das ist insbesondere eine Ermutigung f√ľr Deutschlands Arbeitslose. Von Arentz¬ī RWE-Bez√ľgen k√∂nnten immerhin etwa drei Arbeitslose ein Jahr lang leben!
Wie aus im Allgemeinen gut informierten Kreisen verlautet, sollen sich Anfang der Woche schon lange Schlangen von Arbeitslosen oder sonstigen Armen vor der Hauptzentrale von RWE in Essen gebildet haben, um ihre Bed√ľrfnisse anzumelden. Dazu wollte der Vorstand von RWE derzeit noch keine Stellungnahme abgeben.

Abschlie√üend will der Chronist nicht verschweigen, dass auch gute Nachrichten oft nur die halbe Wahrheit sind. Das vollst√§ndige Marx-Zitat lautet: ‚ÄěJeder nach seinen F√§higkeiten, jedem nach seinen Bed√ľrfnissen‚Äú. Von Hermann-Josef Arentz¬ī F√§higkeiten wollen wir aber lieber nicht reden.

LuMen

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Montgelas
???
Registriert: May 2004

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lieber LuMen,

soweit so gut, ich könnte mäkeln,
aber da ich herzlich gelacht habe, lass ich es.

aber eins muss ich doch sagen:

das war der richtige zeitpunkt.
die sowieso schon geschwächte
arbeitnehmerabteilung der cdu
war damit auf diesen parteitag gut beschäftigt
und innerparteilich praktisch ausgeschaltet.

was sehr bedauerlich ist, und nichts gutes ahnen läßt !


meint

montgelas

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
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Ich habe an der Botschaft

und an der Darreichungsform nichts zu meckern, LuMen.
Hat mir gut gefallen.

Ich finde, die Sache w√§re nun endlich ein guter Anlass f√ľr eine Justizreform. Es zeigt sich n√§mlich hier einmal mehr, dass die vielen verwirrenden, traditionell gerechtigkeitsfernes Verhalten bezeichnenden Begriffe, wie:

Korruption, Vergehen, Ordnungswidrigkeit, Vertrauensmissbrauch, Verbrechen, oder auch spezifischere Bezeichnungen wie: Steuerhinterziehung, Bestechung, Betrug und Bereicherung, sinnvoller Weise unter dem in Politikerkreisen einzig anerkannten und auch von dem genannten Herrn ausschließlich verwendeten Begriff "Fehler" zusammen gefasst werden sollten.

Das hätte einerseits eine enorme Vereinfachung des Strafrechts zur Folge und mit der Festlegung des Strafmaßes in einfacher Beziehung zu der Schwere des jeweiligen Fehlers wäre selbst diesen miesen Gestalten dann vielleicht endlich beizukommen.

Ich f√ľrchte nur, auf mich wird wieder mal keiner h√∂ren :o)

gareth

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