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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Deutschland einig Jammerland – ein Trauerspiel
Eingestellt am 30. 12. 2002 14:30


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dubidu
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Zum Jahreswechsel ist das bundesdeutsche Befinden so düster wie selten zuvor. Nur ein Drittel der Deutschen blicke mit Hoffnung in die Zukunft, so meldet das Allensbach-Institut.
Die Angst geht um. Überall wird gejammert und geheult. Die deutsche Seele sorgt sich und blickt skeptisch nach vorne.

Dabei war 2002 kein schlechtes Jahr für das nationale Selbstbewusstsein: die deutsche Mannschaft gewann die Medaillenwertung bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City. Tante Käthes Zauberer arbeiteten sich mit Teamgeist und Disziplin ins Finale der Fußballweltmeisterschaft.
Mit der gleichen Entschlossenheit trotzten deutsche Bürger der Jahrhundertflut: in größter Not zeigten sie Solidarität und grenzenlose Hilfe.

Doch die Seele kränkelt. Dabei ist Deutschland viel gesünder als man meint:
viele Länder, die eine geringere Arbeitslosenquote und eine höhere Wachstumsrate als die Bundesrepublik aufweisen, betrügen sich selbst und zimmern sich mit billiger Oberflächenstatistik eine saubere Weste zusammen.

Es gibt durchaus positive Fakten und Trends. Selbst der ach so geschundene Mittelstand sieht einen Silberstreifen am Horizont. Und eine Tatsache wird gerne immer wieder unter den Tisch gekehrt: Deutschland ist auch Exportvizeweltmeister!
Und weiter im Takt: die deutsche Automobilindustrie wächst und gedeiht, dem Maschinenbau geht es überwiegend prächtig, Fliegen ist so günstig wie noch nie, das Pfand für die völlig überflüssigen Dosen wird endlich eingeführt. Und, und, und!

Doch wir suhlen uns selbstmitleidig in den Wörtern des Jahres und erfreuen uns an der schlechten Stimmung: Teuro, Stellenabbau, Konjunkturflaute; hoch sollen sie leben!
Und genau hier liegt das Übel in uns, das wir bekämpfen müssen. Jeder kennt den Teufelskreis der „sich-selbst-erfüllenden Prophezeiung“: die schlechte Stimmung lässt die Verbraucher mehr sparen, es wird weniger konsumiert, die Unternehmer stellen Investitionen zurück und schließlich werden Arbeitsplätze abgebaut.

Natürlich ist die Umsetzung des Hartz-Konzepts nicht mehr als ein Anfang. Es gibt noch viel zu tun. Höhere Steuern helfen nicht weiter. Wir brauchen Reformen in den Bereichen Altersvorsorge, Gesundheit und Bildung, dazu mehr Markt und weniger Bürokratie. Die Jahre 2003 bis 2005 werden Reformjahre sein müssen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Mein Wunsch für 2003: Deutschland verlässt das Jammertal.
Packen wir es endlich an! Mit diesem Motto verabschiedet sich das dubidu für dieses Jahr und wünscht allen Lupianern ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Neues Jahr.



__________________
Die Tollkühnheit des Schreibers und sein spontanes Bedürfnis nach Wahrheit müssen allemal größer sein als dessen Furcht vor den Konsequenzen seiner Aussagen.
RAFAEL SELIGMANN

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itsme
???
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.....

dubidu ... willst du dich als Redenschreiber für Schröder empfehlen?


Na denn, auf das positive Denken
itsme
__________________
Life is too short to paint a single kiss

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dubidu
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Bewahre - lieber itsme,

mir ging nur dieses typisch germanisch-miesepetrige Herumgeseiere tierisch auf den Sack.
Gruß
das dubidu
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RAFAEL SELIGMANN

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