Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92249
Momentan online:
431 Gäste und 15 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Diary- Dings 4 - Die dunkelste Stunde
Eingestellt am 16. 10. 2007 22:20


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
masterplan
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: May 2001

Werke: 114
Kommentare: 121
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um masterplan eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Vielleicht kann sich niemand mehr an meine vorherigen drei EintrÀge erinnern (vielleicht auch besser so), aber heute möchte ich einen neuen Eintrag schreiben, der meiner aktuellen Situation auch mehr als gerecht wird:
Die dunkelste Stunde
Nun, es ist 21:00 Uhr und ich höre eine traurige CD der Band "Saybia". Musik die so traurig ist, dass ich weinen möchte - und das werde ich im Laufe dieses Textes auch schaffen (auch unabhÀngig von der CD).
Ich nehme noch einen Schluck von dem teuren Bourbon- Whiskey, der mit Eis gekĂŒhlt, in einem Glas neben mir steht.
Bei meinem letzten Eintrag vor drei oder vier Jahren war ich mit einer Frau zusammen - und das bin ich bis heute gewesen (oder ich bin es noch - ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung). Wir sind verheiratet. Seit fast zwei Jahren. Eine wunderschöne Frau, große, dunkle Augen. LiebenswĂŒrdig, toller Humor und so wundervoll... die Frau meines Lebens.
Wenn Du das liest, mein Engel: Ich habe dich immer mehr als alles andere geliebt... und tue das noch immer!
Nun ist sie heute Abend einen Ort weiter zu ihren Eltern gefahren. Mit einem nicht ganz emotionslosen Abgang (der traurigen Variante), hat sie mir noch versichert, sich bis morgen bei mir zu melden.
Da sitze ich nun, versuche den Fall aufzuklĂ€ren, der mit Verlaub gesagt, wohl komplizierter ist als Sherlock Holmes schwierigster Fall. Und selbst die kleveren Kerlchen von CSI wĂŒrden sich die ZĂ€hne daran ausbeißen.
Noch gestern haben wir einen Themenpark besucht, haben Spaß gehabt, und ich war wieder einmal der Sache bestĂ€tigt, dass ich einen großartigen Lebenspartner habe.
Heute allerdings habe ich sie wohl zu dem Punkt gebracht, zu gestehen, dass sie sich bereits seit einiger Zeit um sich und ihre Situation Gedanken macht und wohl in ihren Handlungen und im Lebensumfeld lieber unabhĂ€ngiger wĂ€re. Heißt wohl, meine Person steht ihrer Entwicklung irgendwie im Weg. Sie möchte sozusagen auf eigenen Beinen stehen. Ohne Hilfe anderer, ohne jemanden, der Sie auffĂ€ngt oder halten kann.
Ich muss dazu sagen, dass wir jung geheiratet haben. Ich war 25 und sie 18 Jahre alt... und wir haben uns noch bis vor zwei Stunden gut verstanden, auch nach unserem GesprĂ€ch ĂŒber eine mögliche Trennung.
Ich merke gerade, dass ich jedem Moment aufstehe und aus dem Fenster sehe, wenn ich ein Auto auf der Straße in unserem Wohnviertel höre... in der Hoffnung, dass Du das bist.

Nun merkt sie mit 20, bald 21 Jahren, dass Sie frei sein möchte und alleine durch ihr Leben kommen möchte. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, da Sie behaupten kann, alleine etwas auf die Reihe gebracht zu haben.
Und irgendwie kommt sie nicht damit klar, dass wir in einer gemeinsamen Wohnung wohnen, die dann halt hauptsÀchlich von mir finanziert wird.
Nach eigenen Aussagen hat die Gute das BedĂŒrfniss, auf eigenen Beinen zu stehen.
Ich habe mir schon öfter gedacht, dass sie viele Dinge nur eingeht, um eine VerĂ€nderung ihres Lebens hervorzurufen. Und so empfinde ich inzwischen unsere damalige VermĂ€hlung: Vielleicht wollte sie nur etwas an ihrer Situation Ă€ndern - ohne Bezug zu mir oder meinem Empfinden gegenĂŒber des verheiratet- Seins.
Dies und noch viele andere Dinge quĂ€len mich und stĂŒrzen mich in die dunkelste Stunde, die ich bisher erlebt habe.
Ich mache ihr VorwĂŒrfe, zu eigensinnig zu sein, und ermahne mich, mehr auf das Wesen und Empfinden der Person einzugehen.

Jetzt ist sie gegangen und hat einen verwirrten und zerstörten Menschen hinterlassen - das werfe ich ihr natĂŒrlich nicht vor. Auch sie leidet sicherlich und wird in diesem Moment nicht so richtig schlau aus der Situation.
Wir haben viel zusammen erlebt. Sind durch Momente gegangen, da hÀtten sich andere Paare schon mehrmals getrennt. Auch wundervolle, zauberhafte und schöne Momente haben wir geteilt. Ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen.
Wenn wir uns tatsĂ€chlich trennen sollten - fĂŒr immer oder nur fĂŒr einen Zeitraum - habe ich festegelegt, dass ich von hier weggehen werde. So lange bis ich wieder einen Grund finde zurĂŒck zu kommen. Ich gehe in die WĂŒste, ziehe wild um den Erdball und besuche den fernen Orient. Ab Januar bin ich nicht mehr an meinen Arbeitsplatz gebunden. UrsprĂŒnglich hatte ich ein eigenes Gewerbe angestrebt. Doch jetzt sieht es so aus, als könnte ich die Situation nutzen, fort zu gehen und alles hinter mir zu lassen...
Im CD- Player lÀuft:
I'm not the one for you, I'm not the one for you, but you're the one for me.
Mein Gott, ich bin so traurig und möchte von jetzt auf den nÀchsten Moment sterben.
Was immer wir uns jemals an den Kopf geworfen haben, oder was wir auch immer falsch gemacht oder gedacht haben - es tut mir leid.
__________________
Schön, dass wir einmal darĂŒber sprechen konnten...

Version vom 16. 10. 2007 22:20

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


4 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Tagebuch - Diary Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!