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Leselupe.de > Gereimtes
Dichterkollegen unter sich
Eingestellt am 02. 02. 2004 20:20


Autor
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M├Â├čner, Bernhard
Routinierter Autor
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Dichterkollegen unter sich

Der gro├če Friedrich Schiller sa├č
vertr├Ąumt vor einem vollen Glas,
die Mittagssonne brannte hei├č,
von seiner Stirne rann der Schwei├č.
Die Wirtin seiner Sommerfrische
die r├╝ckte St├╝hle sowie Tische,
mit Hilfe ihres braven Gatten,
in eines alten Baumes Schatten.

Der Rotwein k├╝hlte seine Kehle,
doch heilt' er nicht die wunde Seele;
Schillers Kopf ward schwer und schwerer,
der Weinkrug wurde leer und leerer.
Er nahm sich vor, nur halb bei Sinnen,
nun gleich mit Dichten zu beginnen,
doch war's die Hitze, war's der Wein?
Er schrieb ein S├Ątzchen und schlief ein,
er schlief, und der begonnene Wisch
lag unvollendet auf dem Tisch.

Da reiste, welch Zufall, sein Dichterkollege,
der f├╝rstliche Johann Wolfgang von Goethe,
durch den selbigen Ort. Er kam nicht allein,
er kam in Begleitung der Dame von Stein.
Die war, wie wir wissen, sein heimlicher Schatz,
nun suchten die zwei einen schattigen Platz.
Sie entstiegen der Kutsche und schritten gerade,
geschminkt und gepudert, zur Kurpromenade,
sie liefen ein wenig, bald lud eine Pforte
die vornehmen G├Ąste zum gastlichen Orte.

Wen sahen die Beiden im Garten da hocken?
Friedrich, den Freund, mit den schillernden Locken!
Vor ihm auf dem Tisch, beschwert vom Gesicht,
lag das Blatt mit dem Anfang von seinem Gedicht:

"Die Sonne scheint mit ihren Strahlenspitzen
bis auf des Meeres tiefsten Grund"...


Herr Goethe fand den Anfang heiter
und dichtete am Text noch weiter,
wonach die Beiden herzlich lachten
und sich vergn├╝gt von dannen machten.

So las Herr Schiller beim Erwachen:
Die Sonne scheint mit ihren Strahlenspitzen
bis auf des Meeres tiefsten Grund;
die Fische fangen an zu schwitzen,
o Sonne, treib es nicht zu bunt!

Noch lange h├Ârte man ihn lachen.


__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

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Der M├Âssner Bernhard ist gewitzt,
denn dieses Gedichtlein hier, das ritzt
in l├Ąngst schon totgeglaubte Rinden
manch' Verslein, um es gut zu finden!

So komm' auch ich als Wandergeselle
gar m├╝de, ersch├Âpft an diese Quelle
und trinke viel von diesen tollen
Gedanken, die mich ├╝berrollen!


LG
Schakim
__________________
┬ž┬ž┬ž> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufbl├╝hen <┬ž┬ž┬ž

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M├Â├čner, Bernhard
Routinierter Autor
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Dichterkollegen..

Lieber Schakim, danke f├╝r Deinen gereimten Kommentar!
Du h├Ąltst es netterweise wie mein gro├čes Vorbild Lessing, der zu diesem Thema schrieb:

---
Dichtern, die mich spottend bessern,
kleine Fehlerchen vergr├Â├čern,
dass ich sie in ihrem Spiele
desto l├Ącherlicher f├╝hle;
---
diesen Freunden, diesen allen
w├╝nsch ich L. zu gefallen,
w├╝nsch' ich, sag' ich, zu gefallen.
-Bernhard-
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__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

Werke: 3
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Lieber Bernhard!

Auch ungereimt - ich finde Deine Gedichte super!

Ich w├╝nsche Dir noch einen sch├Ânen, sonnigen Tag!
LG
Schakim
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Rudolfus
Manchmal gelesener Autor
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Schillers Äpfel...

Vielleicht w├Ąr' Schiller bei dem Dichten
Ohne den Weinkrug ausgekommen,
H├Ątt' er die ├äpfel nur genommen!
Dann h├Ątt' er sein Tagwerk k├Ânnen verrichten!

Sch├Âne Verse!

Gru├č

Rudolfus
__________________
Sieh auf zu den Sternen, hab' acht auf die Gassen...

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M├Â├čner, Bernhard
Routinierter Autor
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Dichterkollegen

Na ja... h├Ątte Adam den Apfel abgelehnt, den ihm Eva angeboten hat, s├Ą├čen wir heut noch im Paradies. Aber das ist eine andere Geschichte, die man noch in Reime fassen k├Ânnte. Aber danke f├╝r Deinen Kommentar!
-Bernhard-

__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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