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Leselupe.de > Kurzprosa
Die 15 mit Reis bitte!
Eingestellt am 15. 06. 2007 14:17


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Griot
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2005

Werke: 8
Kommentare: 7
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Die 15 mit Reis bitte!

„Ja Hallo“
und sie fragt mich was ich will
und ich kann mich nicht entscheiden
nicht entscheiden und meine Schultern zucken
und sie zucken weiter und weiter, bis es mir wieder einfällt
„ich bekomme die 15 mit Reis anstelle der Nudeln,
ne kleine Cola, und schön viel Röstzwiebeln oben drauf!“

Und sie schaut mich an und nickt und nickt,
und kann gar nicht mehr aufhören zu nicken
und sie nickt und redet und spricht mit mir:
„Ja ohne Reis kein Preis“, aber den kenne ich schon
was soll’s ich lach trotzdem, mit ihr zusammen,
ach was sind wir heute aber wieder lustig,
„Hahaha, hahahaha“

Sie notiert,
die 15 mit Reis anstelle der Nudeln:
„Hühnerfleisch ist heute aber schon aus.“
„Ja dann nehme ich halt Schwein,
da will ich mal nicht so sein
wo kommen wie denn da hin,
wenn alle plötzlich Hühnchen wollen!“

Sie schĂĽttert alles in den kleinen Wok
und es brät und schmorrt und brutzelt
und es brät und schmorrt und brutzelt
und es brät und schmorrt und brutzelt
bis der Saft spritzt
FERTIG

Und sie schaut mich an und nickt und sagt
„Zum hier essen, Mitnehmen, mit Besteck oder ohne,
und noch was dazu, Cola, Fanta, Sprite oder Suppe?“
Aber meine Schultern zucken
und ich kann mich nicht entscheiden
nicht entscheiden, nicht jetzt, nicht hier
der Hunger ist stärker.

Doch dann fällt es mir wieder ein,
ich hab ja gar kein Geld, schau hier, nix da
das Portemonnaie so leer wie der Magen
und auch der will was sagen
hat lange genug gewartet:
„Jetzt lass dich nicht voll quatschen von dieser Imbissschlampe
nimm dein Reis anstelle der Nudeln und verfatz dich!“

Mein Magen hat Recht
und so schnapp ich mir den Reis anstelle der Nudeln
und renne, renne, renne
in zickzackförmigen Linien zum Auto
das immer noch an ist,
weil es auf mich wartet, Hunger hat
und gefĂĽttert werden will

„Ihr Schweine kriegt mich nie!“
schrei ich aus dem Fenster
und mein Magen tut dasselbe,
nur kann ihn keiner hören,
weil nur ich ihn hören kann
und das Fenster bleibt offen
weil ich es nicht schlieĂźe.

Dieser Satz war völlig sinnlos,
aber das ist ganz egal,
weil ich nämlich schon zu Hause bin
mit meinem Reis anstelle der Nudeln
und ich verteil ihn von der KĂĽche bis ins Wohnzimmer
in meinem Mund und meinem Magen
und alles was dazwischen ist.

Und wir freuen uns alle, denn wir haben keinen Hunger mehr
denn die 15 mit Reis anstelle der Nudeln
hat uns den Tag, das Leben gerettet
uns wir mussten nicht mal bezahlen
weil wir einfach abgehauen sind
nur die Frau tut uns Leid,
die immer noch an der Imbissbude steht und nickt.

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