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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die Angst um Carlos
Eingestellt am 04. 08. 2003 23:55


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Inga Rothe
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Mar 2003

Werke: 20
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Fr├Âhlich machte sich Susi auf dem Heimweg. Endlich Ferien!
Ihr Zeugnis konnte sich sehen lassen, denn es waren nur Einser und Zweier darin. Mama hatte ihr versprochen, dass sie in den Ferien mehr Zeit haben wollte f├╝r sie. Papa hat n├Ąchste Woche Urlaub und dann wollten sie auch einige Tagesausfl├╝ge machen.
In Urlaub fahren war nicht drin, denn sie hatten viele H├╝hner, G├Ąnse und Enten zu Hause, die versorgt werden mu├čten. Susi fand es herrlich, auf einem Hof zu wohnen, mit all dem Federvieh. Nat├╝rlich hatte Mama viel Arbeit, aber jetzt konnte sie mithelfen und alle hatten mehr Zeit.
Freunde hatte sie kaum, denn sie wohnte ziemlich au├čerhalb und keiner von denen verstand, wie man so leben konnte. Die Eltern kauften sich lieber die Eier, w├Ąhrend Susi fast jeden Morgen ihre aus den Nestern holte.Gem├╝se, Kartoffeln, alles aus eigenem Garten. Klar, da gab es dann auch schon mal H├Ąhnchen, Enten oder G├Ąnsebraten, das war nun mal so. Meistens wurden die Tiere verkauft und so lange sie die Tiere ohne Kopf sah, also so, wie sie auch im Gesch├Ąft gekauft werden, machte ihr das nicht viel aus. Einfach nicht daran denken, dachte sie.

Ihr geh├Ârte Carlos, ein wundersch├Âner Hahn. Sie hatte miterlebt, als er aus seinem Ei schl├╝pfte und seit dem geh├Ârt er einfach zu Susi. Wenn sie in die Schule geht, mu├č er eingesperrt werden, sonst l├Ąuft er ihr auch dahin nach. Papa sagte schon immer zu ihr, sie sei die H├╝hnersusi, aber das meinte er scherzhaft. In der Schule wurde sie nur ├ľkosusi genannt, aber das machte ihr nichts aus.Endlich sah sie ihren Hof. Es war ein hei├čer Tag, so wie er im Juli sein sollte, durch die B├Ąume war sie etwas vor der Sonne gesch├╝tzt. Die meiste Strecke f├╝hrte an einem Wald vorbei und wenn man die Anh├Âhe erreicht hatte, lag vor einem ein Tal, mit gr├╝nen Wiesen und Weiden. Susi begr├╝├čte zuerst die Pferde, von Bauer Brune, dann die K├╝he vom Bauer Lennert. Es war, als w├╝rde die Tiere schon auf sie warten.Gerne h├Ątte sie auch K├╝he und Pferde gehabt, aber das w├Ąre zu viel Arbeit f├╝r Mama gewesen, denn alleine von Ackerbau und Viehzucht zu leben, lohnt nicht mehr, meinte der Papa.Fr├╝her geh├Ârte das ganze Land ihren Opa. aber auch der hatte es sehr schwer.
Nach seinem Tod zogen sie hier ein. Die Weiden wurden verpachtet und es blieb nur noch das Federvieh ├╝brig.
Das ist nun schon f├╝nf Jahre her, Susi erinnerte sich, sie feierte hier ihren 6. Geburtstag.Am Wegesrand standen Mohnblumen, Susi band einen Strau├č und lief schnell noch die paar Meter bis zum Haus.
"Da bist du ja, meine Gro├če." begr├╝├čte sie die Mutter.
Susi hielt ihr den Blumenstrau├č und ihr Zeugnis entgegen. Stolz umarmte Frau Franz ihre Tochter. Ja, wie gro├č sie doch schon geworden ist, ihr kleiner Wirbelwind von einst.
Kaum hatte Susi ihre Schultasche abgelegt, h├Ârte sie auch schon Carlos kr├Ąhen.Schnell befreite sie den Hahn aus seinem Stall, der nun gl├╝cklich um sie herum gackerte.
"Ich wei├č auch nicht, was der heute hat, den ganzen Tag kr├Ąht er schon. Das wird immer schlimmer. Langsam k├Ânnte er sich ja auch einmal um seine H├╝hnerdamen k├╝mmern, aber die scheinen ihm nicht zu interessieren." lachte die Mama, als sie das sah.
Nach dem Mittagessen wurde schnell wieder alles abgesp├╝lt und Susi machte mit ihrer Mutter einen Spaziergang. Carlos folgte den Beiden brav wie ein Hund."Ach Mama", sagte pl├Âtzlich Susi, "wir haben es doch wirklich sch├Ân. Schau nur diese tolle Gegend, es riecht nach Natur."
"Ja mein Kind, du bist genauso naturverbunden wie ich. Niemals k├Ânnte ich in der Stadt wohnen und dein Vater auch nicht."
Susi nahm Mamas Hand und sie schlenderten langsam zur├╝ck.
Irgend etwas stimmte heute nicht, denn man h├Ârte die H├╝hner gar nicht gackern, wie sonst, wenn man den Hof betritt.Carlos flog auf einem Zaunpfahl und kr├Ąhte, als wolle er auch sagen, hier ist etwas nicht in Ordnung.
In diesem Augenblick kam auch schon Susis Vater von der Arbeit.
"Oh je,"sagte die Mutter, wir haben uns richtig verplaudert. Ich mu├č Papa schnell das Essen w├Ąrmen. Schaut ihr doch gleich mal nach den H├╝hnern, vielleicht ist es aber auch nur die Hitze."
Susi brauchte dem Vater nichts zu sagen, denn dem fiel sofort auf, das es stiller war als sonst.Als sie auf der H├╝hnerwiese ankamen, sahen sie einige H├╝hner in einer Ecke gekauert. Es schien, als bek├Ąmen sie keine Luft. Entsetzt sah Susi ihren Vater an. "Heute Morgen ging es ihnen noch gut, was kann das denn sein?"
"Ich wei├č es nicht, aber ich werde sofort den Tierarzt verst├Ąndigen," meinte er und ging schnell ins Haus.
Ängstlich folgte Susi ihm. Carlos flog von dem Pfahl herunter und setzte sich vor die Haustür.Mama schaute sorgenvoll auf Susi und es schien, als würde sie beten.
"Der Tierarzt kommt sofort und ich hoffe, es ist nicht die H├╝hnerpest." sagte der Vater und setzte sich erst einmal hin.
"Oh Gott, ich habe es heute Morgen erst wieder im Radio geh├Ârt, in Kevelar soll es auch einen Fall geben." antwortete die Mutter.
"Mama, was ist das? Was ist los?" wollte nun Susi wissen und sie hatte pl├Âtzlich wahnsinnige Angst. H├╝hnerpest, Carlos ist doch auch ein Huhn. Schon klingelte es und die Tierarzt war da.
Die Mutter meinte, Susi solle hier im Haus auf sie warten, aber sie schlich etwas sp├Ąter leise hinterher und versteckte sich.
"Nein", schrie ihre Mutter, "das darf doch nicht sein. Alle unsere H├╝hner?"
Der Vater legte seinen Arm um sie und auch er hatte Tr├Ąnen in den Augen."Ja, Frau Franz, es handelt sich um H7N7, dieses Killervirus sorgt bei H├╝hnern f├╝r Fieber, Atemnot und Durchfall. Sie legen keine Eier mehr, sterben in nur wenigen Tagen."
"Stimmt, heute habe ich keine Eier gefunden." murmelte die Mutter.
"Es tut mir sehr leid f├╝r sie, aber wir m├╝ssen hier alles absperren. Alle H├╝hner m├╝ssen get├Âtet werden und..."

Den Rest h├Ârte Susi nicht mehr, denn das was sie geh├Ârt hatte, reichte. Sie mu├čte so schnell es geht mit Carlos fliehen, sonst w├╝rde auch er get├Âtet werden.Schnell lief sie ins Haus, holte den gro├čen Vogelk├Ąfig, packte ganz schnell ein paar Sachen zusammen und lief zum Hinterausgang. Aber da stand pl├Âtzlich ein Polizeiauto. Zum Gl├╝ck gab es noch einen Seitenausgang und es war inzwischen dunkel geworden.Beinahe w├Ąre sie noch ├╝ber Carlos gestolpert, der vor der T├╝r stand, als ob er es geahnt h├Ątte. Susi steckte ihn in den gro├čen K├Ąfig und hoffte, er w├╝rde ruhig sein.
Bald erreichten sie den Wald und um so mehr sie darin verschwanden, um so sicherer f├╝hlte Susi sich.
Zeit zum Ausruhen nahm sie sich kaum, denn sie wu├čte aus Filmen, man w├╝rde alles absuchen, um jemanden zu finden. Nur gut, das sie an die Taschenlampe gedacht hatte, denn es wurde stockfinster.
Erst als die Sonne aufging, setze sie sich v├Âllig ersch├Âpft auf einen Baumstamm. Sie hatte keine Ahnung wo sie war, hatte einige Stra├čen ├╝berquert und sich immer weit von einer Stra├če gehalten. Carlos verhielt sich ruhig, er sp├╝rte wohl die Gefahr, in der er sich befand.Susi lie├č ihn erst einmal aus seinem K├Ąfig und teilte mit ihm eine Scheibe Brot.Nun sah sie sich erst einmal genauer um. Vor ihr lag das Wiehengebirge, da mu├čte sie hin, da w├╝rde man sie nicht so leicht finden. Zum Gl├╝ck regnete es nicht, sondern es begann wieder ein sch├Âner Sommertag.Carlos setzte sich wieder in den K├Ąfig, als wollte er sagen, weiter.Susi packte schnell alles ein und setzte ihren Weg fort. Nach ungef├Ąhr 15 Kilometer, durch Wald und Wiesen, erreichte sie das Gebirge. Sie passte immer ganz genau auf, das sie niemand sah.Als sie endlich oben war und auch einen Unterschlupf fand, lie├č sie sich nieder. Hunger hatte sie gar nicht, da war nur diese Angst.Schnell noch ein paar Zweige ├╝ber die Mulde und endlich konnte sie ausruhen. Sie fiel sofort in einem tiefen Schlaf.
Am n├Ąchsten Mittag wurde sie wieder wach und bemerkte nun ihre Blasen an den F├╝├čen. Carlos, den sie abends aus dem K├Ąfig gelassen hatte, lag friedlich in einer Ecke.
Er hatte seit der Flucht nicht mehr gekr├Ąht und dar├╝ber war Susi sehr froh, denn sonst h├Ątte er sie verraten.
Nachdem sie nun erst einmal etwas gegessen hatte, erkundete sie die Umgebung, gefolgt von Carlos, dem es hier anscheinend gut gefiel.
Sie fand eine Quelle und auch eine H├Âhle.
In der Schule hatte sie gelernt, da├č unter dem Wiehengebirge fr├╝her ein Bergwerk war und viele H├Âhlen zu finden sind, ja sogar ganze Stollen, die aber zu gef├Ąhrlich geworden und mit Gittern verschlossen wurden.
So eine H├Âhle fand sie. Genug Platz um gesch├╝tzt zu sein. Die Quelle war ganz in der N├Ąhe, was wollte sie also mehr.
Sie holte ihre Sachen und versuchte es sich so gem├╝tlich wie m├Âglich zu machen. Wenn nur nicht dieses Heimweh w├Ąre. Was Mama und Papa wohl machen. Die Tr├Ąnen kullerten ├╝ber ihr Gesicht. Carlos dr├╝ckte sich an sie, als wolle er sie tr├Âsten.Irgendwann schlief sie ein und wurde durch ein gewaltiges Donnern in der Nacht geweckt.
Sie hatte Gl├╝ck, denn die H├Âhle blieb trocken. Fr├╝her hatte sie immer Angst vor Gewitter, aber jetzt gar nicht mehr. Sie f├╝hlte sich geborgen, trotz allem.
Am Morgen machte sie sich auf, um Waldbeeren zu pfl├╝cken, denn sie mu├čte ja etwas essen und sparsam mit dem wenigen Brot sein, was sie sich mitgenommen hatte.
Auf ihren Streifz├╝gen fand sie eine Kuhwiese unten im Tal und sicher hatte der Bauer nichts dagegen, wenn sie den K├╝hen etwas Milch abnahm. Gemolken hatte sie noch nie, aber es bei Bauer Lennert gesehen. Tats├Ąchlich, es dauerte zwar, aber es klappte. Somit war also auch f├╝r Milch gesorgt.

Susi lebte nun schon ├╝ber eine Woche in der H├Âhle. ├ťberall waren ihre Bilder in den Zeitungen und man warnte auch vor dem Hahn, da sich auf dem Hof die H├╝hnerpest breit gemacht hatte. Alle Tiere konnten get├Âtet werden, bis auf dem Hahn.
Die Medien berichteten t├Ąglich, aber Susi blieb verschwunden.Herr und Frau Franz hatten die schlimmsten Bef├╝rchtungen, denn es gab auch Meldungen von entf├╝hrten Kindern. Dieses nutzten einige Trittbrettfahrer und forderten L├Âsegeld. Susi bekam davon nichts mit. Es wurden Suchmanschaften aufgestellt, aber nichts, keine Spur von ihr.

Leider verschlechterte sich das Wetter und es wurde immer schwieriger ins Tal zu kommen, denn Susi hatte sich keine Jacke mitgenommen und neue Anziehsachen schon gar nicht.Sie konnte ihr Kleidung jetzt auch nicht mehr waschen, da sie ja nicht trocknete.
Dennoch, obwohl es beinahe vier Wochen waren, sie hielt durch. Carlos fand kaum noch e├čbares, aber auch er war k├Ârperlich fit.
An einem Nachmittag f├╝hlte Susi sich richtig schlecht, sie konnte gar nicht aufstehen, alles tat ihr weh. Der Hals besonders. Sie schien Fieber zu haben, denn sie fror, obwohl die Sonne wieder schien.
Trotzdem mu├čte sie aufstehen und ins Tal hinunter, denn sie brauchte Milch. Sie schleppte sich hinunter, mu├čte mehrere Pausen einlegen und kam endlich unten an. Zitternd versuchte sie eine Kuh zu melken, aber heute klappte es nicht.Carlos suchte sich mittlerweile etwas zu fressen, blieb aber immer in der N├Ąhe.
Pl├Âtzlich wurde es schwarz vor Susis Augen und sie wurde ohnm├Ąchtig.

Als sie erwachte, befand sie sich auf einem Sofa. Eine alte Frau sa├č ├╝ber sie gebeugt und k├╝hlte ihr Gesicht.
"Hallo, kleine Dame, geht es dir wieder besser?"Susi f├╝hlte sich sehr schwach und fror entsetzlich.
"Gleich kommt Doktor Wiesner, der hilft dir schon wieder auf die Beine." sagte die Frau sanft und dr├╝ckte Susi leicht wieder in die Kissen.
Sofort schlief sie wieder ein und wurde erst wach, als ein ├Ąlterer Herr sie abh├Ârte.
"Na, da hat sie aber Gl├╝ck gehabt, es ist nur eine Grippe, keine Lungenentz├╝ndung."
In diesem Moment kr├Ąhte Carlos vor dem Fenster und Susi erschrak beinahe zu Tode. Jetzt fiel ihr wieder alles ein und sie fing an zu weinen.
Der Doktor gab ihr eine Spritze, damit ihr Fieber runter ging und nun erz├Ąhlte die alte B├Ąuerin, dass sie Susi mitten auf der Kuhweide gefunden h├Ątte. Um sie herum lief ein Hahn, der sich wie wild geb├Ąrdete, als sie n├Ąher kam.
"So etwas habe ich noch nie erlebt, Doktor Wiesner! Ich habe das Kind auf den Heuwagen geladen und der Hahn sprang mit hinauf. Nun kr├Ąht er wie ein Besessener und will ins Haus."
Kopfsch├╝ttelnd schaute dieser nach draussen. Aber da war doch vor Wochen eine Geschichte, wo ein M├Ądchen verschwand mit einem Hahn, fiel ihm ein.
"Sag mal, wie hei├čt du denn, Kleine?" fragte er Susi.
"Ich sehe schon, du f├╝rchtest dich, aber wir tun dir nichts. Du bist das M├Ądchen, das weggelaufen ist, wegen der H├╝hnerpest, oder?"
Susi nickte schwach.
Doktor Wiesner lie├č sich den Kuchen schmecken, den ihm die B├Ąuerin reichte. Nachdem er den Kaffe getrunken hatte, fragte er sich, wie es nun weiter gehen sollte.
"Na, deine Eltern werden sich freuen, das es ihrem Kind so weit ganz gut geht. Ich denke, wir sollten sie anrufen. Hast du die Telefonnummer im Kopf?" fragte er Susi.
"Aber was wird aus Carlos? Wird er get├Âtet?"
"Nein, er ist doch gesund. Du hast ihm das Leben gerettet."
Nachdem Susi ihm die Telefonnummer gab, rief der Doktor die Eltern an. Diese waren ├╝bergl├╝cklich und machten sich sofort auf dem Weg, um Susi zu holen.
Der Doktor blieb noch und erkl├Ąrte Susi, wie gef├Ąhrlich es war, so zu handeln.
"Strenge Hygienevorschriften herrschen in den betroffenen Gebieten. Alles mu├č desinfiziert werden, alle H├╝hner m├╝ssen get├Âtet werden, der Kot kann ├╝berall kleben, an Autoreifen und an Stiefeln kann er von Hof zu Hof getragen werden. Der Mensch kann aber nicht nur ├ťbertr├Ąger sein, er ist auch selbst gef├Ąhrdet.
In dem Kot gibt es ganz viel Virus, und wenn man das einatmet, so diese kleinen Partikel vom Kot, dann kann man sich infizieren oder wenn es in die Augen kommt. Folge kann eine Bindehautentz├╝ndung sein, dazu k├Ânnen Fieber und Husten kommen. Zum Gl├╝ck aber hast du nur eine normale Sommergrippe, denn deinem Hahn fehlt nichts. Wo hast du dich denn aufgehalten die ganzen Wochen?"
Nun erz├Ąhlte Susi alles ganz genau. Es ging ihr pl├Âtzlich wieder besser, ob das nur die Freude war, endlich wieder nach Hause zu k├Ânnen?
Als ihre Eltern kamen, nutze Carlos die Gelegenheit, sofort durch den T├╝rspalt zu Susi zu kommen. Er flog wie ein zu gro├č gewordener Wellensittich direkt auf ihrer Schulter.
Doktor Wiesner und die alte B├Ąuerin konnten sich kaum halten vor lachen.Es wurde sp├Ąt, als Susi mit den Eltern den Hof betraten. Traurig schaute Susi zum H├╝hnerstall.
Papa nahm sie in die Arme und sagte:
"Wenn dieser Virus erst einmal vorbei ist und nicht mehr in Deutschland grassiert, dann kaufen wir uns wieder H├╝hner. Vorerst aber mu├č Carlos alleine bleiben, aber den interessiert ja sowieso nur seine Susi."
"Also wenn ich mich so recht erinnere, hatte ich mir die Ferien auch anders vorgestellt." meinte Mama, "wenn du wieder gesund bist, dann mu├čt du uns dein Versteck zeigen."

Am n├Ąchsten Tag meldeten sich die Medien und auch die Zeitungen um ├╝ber Susis Abenteuer zu berichten. Carlos kr├Ąhte mal wieder mehr als sonst, denn schlie├člich war er doch die Hauptperson!
Als die Schule wieder begann, war Susi richtig ber├╝hmt und jeder wollte mit ihr befreundet sein, denn f├╝r sie war sie eine Heldin!
__________________
Immer laecheln, dann wir auch mal zur├╝ckgelacht!

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schade, wenn eine so nette geschichte mit so vielen fehlern behaftet ist. bin mal mit m stift dr├╝bergegangen und habe alle ├Ąnderungsvorschl├Ąge in klammern gesetzt.
Die Angst um Carlos
Ver├Âffentlicht von Inga Rothe am 04. 08. 2003. 23:55
Fr├Âhlich machte sich Susi auf de(n) Heimweg. Endlich Ferien!
Ihr Zeugnis konnte sich sehen lassen, denn es waren nur Einser und Zweier darin. Mama hatte ihr versprochen, dass sie in den Ferien mehr Zeit haben wollte f├╝r sie. Papa hat n├Ąchste Woche Urlaub und dann wollten sie auch einige Tagesausfl├╝ge machen.
(Eine) Urlaub(sreise) war nicht drin, denn sie hatten viele H├╝hner, G├Ąnse und Enten(), die versorgt werden mu(ss)ten. Susi fand es herrlich, auf einem Hof zu wohnen, mit all dem Federvieh. Nat├╝rlich hatte Mama viel Arbeit, aber jetzt konnte sie mithelfen und alle hatten mehr Zeit.
Freunde hatte sie kaum, denn sie wohnte ziemlich au├čerhalb und keiner (der Mitsch├╝ler) verstand, wie man so leben konnte. (Ihre) Eltern kauften sich lieber die Eier, w├Ąhrend Susi (sie) fast jeden Morgen ()aus den Nestern holte.() Klar, da gab es dann auch schon mal H├Ąhnchen, Enten oder G├Ąnsebraten, das war nun mal so. Meistens wurden die Tiere verkauft(,) und so lange sie die Tiere ohne Kopf sah, also so, wie sie auch im Gesch├Ąft gekauft werden, machte ihr das nicht viel aus. ()
Obst und Gem├╝se zogen sie auch im eigenen Garten.
Susis Liebling war Carlos, ein wundersch├Âner Hahn. Sie hatte miterlebt, als er aus seinem Ei schl├╝pfte und seit()dem geh├Ârt er einfach zu Susi. Wenn sie in die Schule geht, mu(ss) er eingesperrt werden, sonst l├Ąuft er ihr auch dahin nach. Papa sagte ()immer(), sie sei die H├╝hnersusi, aber das meinte er scherzhaft. In der Schule wurde sie nur ├ľkosusi genannt, aber das machte ihr nichts aus.()

Endlich sah sie ihren Hof. Es war ein hei├čer Tag, so wie er im Juli sein sollte(.) Durch die B├Ąume war sie etwas vor der Sonne gesch├╝tzt. Die meiste Strecke f├╝hrte an einem Wald vorbei und wenn man die Anh├Âhe erreicht hatte, lag vor einem ein Tal() mit gr├╝nen Wiesen und Weiden. Susi begr├╝├čte zuerst die Pferde() von Bauer Brune, dann die K├╝he vo(n) Bauer Lennert. Es war, als w├╝rde die Tiere schon auf sie warten.()
Gerne h├Ątte sie auch K├╝he und Pferde gehabt, aber das w├Ąre zu viel Arbeit f├╝r Mama gewesen, denn alleine von Ackerbau und Viehzucht zu leben, lohnt nicht mehr, meinte der Papa.()Fr├╝her geh├Ârte das ganze Land ihre(m) Opa.() Nach seinem Tod zogen sie hier ein. D(as) Weide(land) wurden verpachtet und es blieb nur noch das Federvieh ├╝brig.
Das ist nun schon f├╝nf Jahre her, Susi erinnerte sich, sie feierte hier ihren (sechsten) Geburtstag.()Am Wegesrand standen Mohnblumen, Susi band einen Strau├č und lief schnell noch die paar Meter bis zum Haus.
"Da bist du ja, meine Gro├če."(,) begr├╝├čte sie die Mutter.
Susi hielt ihr den Blumenstrau├č und ihr Zeugnis entgegen. Stolz umarmte Frau Franz ihre Tochter. Ja, wie gro├č sie doch schon geworden ist, ihr kleiner Wirbelwind von einst.
Kaum hatte Susi ihre Schultasche abgelegt, h├Ârte sie auch schon Carlos kr├Ąhen.()Schnell befreite sie den Hahn aus seinem Stall, (und er gackerte) gl├╝cklich um sie herum.
"Ich wei├č auch nicht, was der heute hat, den ganzen Tag kr├Ąht er schon. Das wird immer schlimmer. Langsam k├Ânnte er sich ja auch einmal um seine H├╝hnerdamen k├╝mmern, aber die scheinen ih(n) nicht zu interessieren." lachte die Mama, als sie das sah.
Nach dem Mittagessen wurde schnell (das Geschirr) gesp├╝lt und Susi machte mit ihrer Mutter einen Spaziergang. Carlos folgte den Beiden brav wie ein Hund.()"Ach Mama", sagte pl├Âtzlich Susi, "wir haben es doch wirklich sch├Ân. Schau nur diese tolle Gegend, es riecht nach Natur."
"Ja(,) mein Kind, du bist genauso naturverbunden wie ich. Niemals k├Ânnte ich in der Stadt wohnen und dein Vater auch nicht."
Susi nahm Mamas Hand und sie schlenderten langsam zur├╝ck.
Irgend etwas stimmte heute nicht, denn man h├Ârte die H├╝hner gar nicht gackern, wie sonst, wenn man den Hof betr(a)t.()Carlos flog auf eine(n) Zaunpfahl und kr├Ąhte, als woll(t)e er auch sagen, hier ist etwas nicht in Ordnung.
In diesem Augenblick kam auch schon Susis Vater von der Arbeit.
"Oh je,"(,) sagte die Mutter, („wir haben uns richtig verplaudert. Ich mu(ss) Papa schnell das Essen w├Ąrmen. Schaut ihr doch gleich mal nach den H├╝hnern, vielleicht ist es aber auch nur die Hitze."
Susi brauchte dem Vater nichts zu sagen, denn dem fiel sofort auf, das(s) es stiller war als sonst.()Als sie auf der H├╝hnerwiese ankamen, sahen sie einige H├╝hner in eine() Ecke gekauert. Es schien, als bek├Ąmen sie keine Luft. Entsetzt sah Susi ihren Vater an. "Heute Morgen ging es ihnen noch gut, was kann das denn sein?"
"Ich wei├č es nicht, aber ich werde sofort den Tierarzt verst├Ąndigen," meinte er und ging schnell ins Haus.
Ängstlich folgte Susi ihm. Carlos flog von dem Pfahl herunter und setzte sich vor die Haustür.()Mama schaute sorgenvoll auf Susi und es schien, als würde sie beten.
"Der Tierarzt kommt sofort und ich hoffe, es ist nicht die H├╝hnerpest."(,) sagte der Vater und setzte sich erst einmal hin.
"Oh Gott, ich habe es heute Morgen erst ()im Radio geh├Ârt, in Kevelar soll es auch einen Fall geben."(,) antwortete die Mutter.
"Mama, was ist das? Was ist los?"(,) wollte nun Susi wissen und sie hatte pl├Âtzlich wahnsinnige Angst. H├╝hnerpest, Carlos ist doch auch ein Huhn. Schon klingelte es und d(er) Tierarzt war da.
Die Mutter meinte, Susi solle hier im Haus auf sie warten, aber sie schlich etwas sp├Ąter leise hinterher und versteckte sich.
"Nein", schrie ihre Mutter, "das darf doch nicht sein. Alle unsere H├╝hner?"
Der Vater legte seinen Arm um sie und auch er hatte Tr├Ąnen in den Augen.()"Ja, Frau Franz, es handelt sich um H7N7, dieses Killervirus sorgt bei H├╝hnern f├╝r Fieber, Atemnot und Durchfall. Sie legen keine Eier mehr, sterben in nur wenigen Tagen."
"Stimmt, heute habe ich keine Eier gefunden."(,) murmelte die Mutter.
"Es tut mir sehr leid f├╝r (S)ie, aber wir m├╝ssen hier alles absperren. Alle H├╝hner m├╝ssen get├Âtet werden und..."

Den Rest h├Ârte Susi nicht mehr, denn das(,) was sie geh├Ârt hatte, reichte. Sie mu(ss)te so schnell es geht mit Carlos fliehen, sonst w├╝rde auch er get├Âtet werden.()Schnell lief sie ins Haus, holte den gro├čen Vogelk├Ąfig, packte ()ein paar Sachen zusammen und lief zum Hinterausgang. Aber da stand pl├Âtzlich ein Polizeiauto. Zum Gl├╝ck gab es noch einen Seitenausgang und es war inzwischen dunkel geworden.()Beinahe w├Ąre sie noch ├╝ber Carlos gestolpert, der vor der T├╝r stand, als ob er es geahnt h├Ątte. Susi steckte ihn in den gro├čen K├Ąfig und hoffte, er w├╝rde ruhig sein.
Bald erreichten sie den Wald und um so mehr sie darin verschwanden, um so sicherer f├╝hlte Susi sich.
Zeit zum Ausruhen nahm sie sich kaum, denn sie wu(ss)te aus Filmen, man w├╝rde alles absuchen, um jemanden zu finden. Nur gut, das(s) sie an die Taschenlampe gedacht hatte, denn es wurde stockfinster.
Erst als die Sonne aufging, setz(t)e sie sich v├Âllig ersch├Âpft auf einen Baumstamm. Sie hatte keine Ahnung(,) wo sie war, hatte einige Stra├čen ├╝berquert und sich immer weit (weg) von einer Stra├če gehalten. Carlos verhielt sich ruhig, er sp├╝rte wohl die Gefahr, in der er sich befand.()Susi lie├č ihn erst einmal aus seinem K├Ąfig und teilte mit ihm eine Scheibe Brot.()Nun sah sie sich ()genauer um. Vor ihr lag das Wiehengebirge, da mu(ss)te sie hin, da w├╝rde man sie nicht so leicht finden. Zum Gl├╝ck regnete es nicht, sondern es begann wieder ein sch├Âner Sommertag.()
Carlos setzte sich wieder in den K├Ąfig, als wollte er sagen, weiter.()Susi packte schnell alles ein und setzte ihren Weg fort. Nach ungef├Ąhr (f├╝nfzehn) Kilometer durch Wald und Wiesen, erreichte sie das Gebirge. Sie passte immer ganz genau auf, das(s) sie niemand sah.()Als sie endlich oben war und auch einen Unterschlupf fand, lie├č sie sich nieder. Hunger hatte sie gar nicht, da war nur diese Angst.()Schnell noch ein paar Zweige ├╝ber die Mulde und endlich konnte sie ausruhen. Sie fiel sofort in eine(n) tiefen Schlaf.
Am n├Ąchsten Mittag wurde sie wieder wach und bemerkte nun ihre Blasen an den F├╝├čen. Carlos, den sie abends aus dem K├Ąfig gelassen hatte, lag friedlich in einer Ecke. Er hatte seit der Flucht nicht mehr gekr├Ąht und dar├╝ber war Susi sehr froh, denn sonst h├Ątte er sie verraten.
Nachdem sie ()etwas gegessen hatte, erkundete sie die Umgebung, gefolgt von Carlos, dem es hier anscheinend gut gefiel. Sie fand eine Quelle und auch eine H├Âhle.
In der Schule hatte sie gelernt, da(ss) unter dem Wiehengebirge fr├╝her ein Bergwerk war und viele H├Âhlen zu finden sind, ja sogar ganze Stollen, die aber zu gef├Ąhrlich geworden und mit Gittern verschlossen wurden.
So eine H├Âhle fand sie. Genug Platz(,) um gesch├╝tzt zu sein. Die Quelle war ganz in der N├Ąhe, was wollte sie also mehr.
Sie holte ihre Sachen und versuchte es sich so gem├╝tlich wie m├Âglich zu machen. Wenn nur nicht dieses Heimweh w├Ąre. Was Mama und Papa wohl machen(?) Die Tr├Ąnen kullerten ├╝ber ihr Gesicht. Carlos dr├╝ckte sich an sie, als wolle er sie tr├Âsten.()Irgendwann schlief sie ein und wurde durch ein gewaltiges Donnern in der Nacht geweckt.
Sie hatte Gl├╝ck, denn die H├Âhle blieb trocken. Fr├╝her hatte sie immer Angst vor Gewitter, aber jetzt gar nicht mehr. Sie f├╝hlte sich geborgen, trotz allem.
Am Morgen machte sie sich auf, um Waldbeeren zu pfl├╝cken, denn sie mu(ss)te ja etwas essen und sparsam mit dem wenigen Brot sein, was sie sich mitgenommen hatte.
Auf ihren Streifz├╝gen fand sie eine Kuhwiese unten im Tal und sicher hatte der Bauer nichts dagegen, wenn sie den K├╝hen etwas Milch abnahm. Gemolken hatte sie noch nie, aber es bei Bauer Lennert gesehen. Tats├Ąchlich, es dauerte zwar, aber es klappte. Somit war also auch f├╝r Milch gesorgt.

Susi lebte nun schon ├╝ber eine Woche in der H├Âhle. ├ťberall waren ihre Bilder in den Zeitungen und man warnte auch vor dem Hahn, da sich auf dem Hof die H├╝hnerpest breit gemacht hatte. ()
Die Medien berichteten t├Ąglich, aber Susi blieb verschwunden.()Herr und Frau Franz hatten die schlimmsten Bef├╝rchtungen, denn es gab auch Meldungen von entf├╝hrten Kindern. ()Susi bekam davon nichts mit. Es wurden Suchman(n)schaften aufgestellt, aber nichts, keine Spur von ihr.

Leider verschlechterte sich das Wetter und es wurde immer schwieriger(,) ins Tal zu kommen, denn Susi hatte sich keine Jacke mitgenommen und neue Anziehsachen schon gar nicht.()Sie konnte ihr(e) Kleidung jetzt auch nicht mehr waschen, da sie ja nicht trocknete.
Dennoch, obwohl es beinahe vier Wochen waren, sie hielt durch. Carlos fand kaum noch (Ess)bares, aber auch er war k├Ârperlich fit.
An einem Nachmittag f├╝hlte Susi sich richtig schlecht, sie konnte gar nicht aufstehen, alles tat ihr weh. Der Hals besonders. Sie schien Fieber zu haben, denn sie fror, obwohl die Sonne wieder schien.
Trotzdem mu(ss)te sie aufstehen und ins Tal hinunter, denn sie brauchte Milch. Sie schleppte sich hinunter, mu(ss)te mehrere Pausen einlegen und kam endlich unten an. Zitternd versuchte sie eine Kuh zu melken, aber heute klappte es nicht.()Carlos suchte sich mittlerweile etwas zu (F)ressen, blieb aber immer in der N├Ąhe.
Pl├Âtzlich wurde es schwarz vor Susis Augen und sie wurde ohnm├Ąchtig.

Als sie erwachte, befand sie sich auf einem Sofa. Eine alte Frau sa├č ├╝ber sie gebeugt und k├╝hlte ihr Gesicht.
"Hallo, kleine Dame, geht es dir wieder besser?"()Susi f├╝hlte sich sehr schwach und fror entsetzlich.
"Gleich kommt Doktor Wiesner, der hilft dir schon wieder auf die Beine."(,) sagte die Frau sanft und dr├╝ckte Susi leicht wieder in die Kissen.
Sofort schlief sie wieder ein und wurde erst wach, als ein ├Ąlterer Herr sie abh├Ârte.
"Na, da hat sie aber Gl├╝ck gehabt, es ist nur eine Grippe, keine Lungenentz├╝ndung."
In diesem Moment kr├Ąhte Carlos vor dem Fenster und Susi erschrak beinahe zu Tode. Jetzt fiel ihr wieder alles ein und sie fing an zu weinen.
Der Doktor gab ihr eine Spritze, damit (das) Fieber runter ging und nun erz├Ąhlte die alte B├Ąuerin, dass sie Susi mitten auf der Kuhweide gefunden h├Ątte. Um sie herum lief ein Hahn, der sich wie wild geb├Ąrdete, als sie n├Ąher kam.
"So etwas habe ich noch nie erlebt, Doktor Wiesner! Ich habe das Kind auf den Heuwagen geladen und der Hahn sprang mit hinauf. Nun kr├Ąht er wie ein Besessener und will ins Haus."
Kopfsch├╝ttelnd schaute dieser nach drau(├č)en. Aber da war doch vor Wochen eine Geschichte, wo ein M├Ądchen verschwand mit einem Hahn, fiel ihm ein.
"Sag mal, wie hei├čt du denn, Kleine?"(,) fragte er Susi.
"Ich sehe schon, du f├╝rchtest dich, aber wir tun dir nichts. Du bist das M├Ądchen, das weggelaufen ist() wegen der H├╝hnerpest, oder?"
Susi nickte schwach.
()
"Na, deine Eltern werden sich freuen, das(s) es ihrem Kind so weit ganz gut geht. Ich denke, wir sollten sie anrufen. Hast du die Telefonnummer im Kopf?"(,) fragte er Susi.
"Aber was wird aus Carlos? Wird er get├Âtet?"
"Nein, er ist doch gesund. Du hast ihm das Leben gerettet."
Nachdem Susi ihm die Telefonnummer (gegeben hatte), rief der Doktor die Eltern an. Diese waren ├╝bergl├╝cklich und machten sich sofort auf de(n) Weg, um Susi zu holen.
Der Doktor blieb noch und erkl├Ąrte Susi, wie gef├Ąhrlich es war, so zu handeln.
"Strenge Hygienevorschriften herrschen in den betroffenen Gebieten. Alles mu(ss) desinfiziert werden, alle H├╝hner m├╝ssen get├Âtet werden, der Kot kann ├╝berall kleben, an Autoreifen und an Stiefeln kann er von Hof zu Hof getragen werden. Der Mensch kann aber nicht nur ├ťbertr├Ąger sein, er ist auch selbst gef├Ąhrdet.
In dem Kot gibt es ganz viele Vir(en) und wenn man (sie) einatmet, ()diese kleinen Partikel vom Kot, dann kann man sich infizieren oder wenn es in die Augen kommt. Folge kann eine Bindehautentz├╝ndung sein, dazu k├Ânnen Fieber und Husten kommen. Zum Gl├╝ck aber hast du nur eine normale Sommergrippe, denn deinem Hahn fehlt nichts. Wo hast du dich denn aufgehalten die ganzen Wochen?"
Nun erz├Ąhlte Susi alles ganz genau. Es ging ihr pl├Âtzlich wieder besser, ob das nur die Freude war, endlich wieder nach Hause zu k├Ânnen?
Als ihre Eltern kamen, nutz(t)e Carlos die Gelegenheit, sofort durch den T├╝rspalt zu Susi zu (gelangen). Er flog wie ein zu gro├č gewordener Wellensittich direkt auf ihre() Schulter.
Doktor Wiesner und die alte B├Ąuerin konnten sich kaum halten vor (L)achen.()Es (war) sp├Ąt, als Susi mit den Eltern den Hof betrat(). Traurig schaute (sie) zum H├╝hnerstall. Papa nahm sie in die Arme und sagte: "Wenn dieser Virus erst einmal vorbei ist und nicht mehr in Deutschland grassiert, dann kaufen wir uns wieder H├╝hner. Vorerst aber mu(ss) Carlos alleine bleiben, aber den interessiert ja sowieso nur seine Susi."
"Also(,) wenn ich mich ()recht erinnere, hatte ich mir die Ferien auch anders vorgestellt."(,) meinte Mama, "wenn du wieder gesund bist, dann mu(ss)t du uns dein Versteck zeigen."

Am n├Ąchsten Tag (berichteten) die Medien und auch die Zeitungen ├╝ber Susis Abenteuer. Carlos kr├Ąhte mal wieder mehr als sonst, denn schlie├člich war er doch die Hauptperson!
Als die Schule wieder begann, war Susi richtig ber├╝hmt und jeder wollte mit ihr befreundet sein, denn (nun galt) sie (als) Heldin!




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Old Icke

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