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Leselupe.de > Anonymus
Die Ankunft
Eingestellt am 06. 07. 2009 12:08


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Freitag, 16:23 Uhr. Ich stehe auf dem Bahnsteig und warte auf den Zug, der dich zu mir bringt.
Es ist warm, ich beobachte die Frauen in ihren kurzen R├Âcken. In meinen Gedanken bin ich bei dir, frage mich, was du wohl tragen wirst. Ich muss schmunzeln, wei├č ich doch, dass du einen guten Geschmack hast und ich mir keine Sorgen zu
machen brauche.

Dein Zug wird durchgesagt, jetzt ist es also soweit. Ich stelle mich an die Seite des Aufenthaltsraums, von dort habe ich einen
guten Blick ├╝ber die aussteigenden Fahrg├Ąste. Der Zug f├Ąhrt ein, es herrscht eine allgemeine Unruhe. Meine Augen ├╝berblicken die Szene mit gewisser Neugier. Da! Jetzt habe ich dich entdeckt. Etwas z├Âgerlich schaust du dich um, suchst mich, drehst dich im Kreis, aber du kannst mich nicht entdecken.
Ein L├Ącheln huscht ├╝ber mein Gesicht. Fragst du dich jetzt zum ersten Mal seit unserem Kennenlernen, ob ich dir die ganze Zeit etwas vorgemacht habe?
Der Zug hat den Bahnhof wieder verlassen, es kehrt Ruhe ein. Noch immer stehst du da und wartest. Langsam gehst du mit deiner Reisetasche auf eine Bank zu und setzt dich. Du schaust angestrengt in Richtung Treppe, z├╝ndest dir eine Zigarette an.
Ich sehe das Zittern deiner H├Ąnde und deine zwei vegeblichen Versuche, dem Feuerzeug eine Flamme zu entlocken.
Vorsichtig verlasse ich meinen Standort, gehe um das Geb├Ąude herum und n├Ąhere mich deiner Bank von hinten.
Wie sch├Ân du bist! Ich kann meinen Blick nicht von dir nehmen, und eine angenehme Unruhe, eine Vorfreude auf dich
nimmt mich in Besitz. Leise ziehe ich das Halsband aus meiner Hosentasche und warte, bis du deine Zigarette aufgeraucht hast.
Du schaust wieder den Bahnsteig auf und ab, ich h├Âre dich seufzen. Du neigst deinen Kopf nach vorn, ich erkenne, wie du dein Handy aus der Tasche nimmst. Nein, du hast keinen Anruf von mir verpasst, Liebes, auch eine SMS habe ich dir
nicht geschickt. Der Moment, dich zu fangen, ist gekommen.
Ich trete direkt hinter dich, meine H├Ąnde schlingen blitzschnell das Band um deinen schlanken Hals. Du erschrickst, ein kurzer Aufschrei entstr├Âmt deiner Kehle, doch du bist zu ├╝berrascht, um dich zu wehren.
"Hallo mein Augenstern, dachtest du etwa, ich w├╝rde dich nicht ordnungsgem├Ą├č empfangen?
Oder hattest du Angst, dass ich dich gar nicht abhole und du einem Fake aufgesessen bist?"
Ich schlie├če die Schnalle am Halsband eng, l├Âse ein Seil von meiner G├╝rtelschlaufe, ziehe es
vorne durch den Metallring und beide Seilenden rechts und links nach hinten.
Dabei halte ich kurz inne und streiche mit meinen H├Ąnden sanft ├╝ber deinen Hals bis in den Nacken.
So weich ist deine Haut und so angenehm warm! Ich beuge mich zu dir hinunter und hauche
dir von hinten einen Kuss auf deine linke Wange. Leise fl├╝stere ich: "Jetzt geh├Ârst du mir, Liebes. Du bist ganz allein, aus freien St├╝cken zu mir gekommen, damit du mir in jeder Sekunde gro├če Freude bereiten kannst, ist es nicht so?"
"Ja, Herrin", kommt deine Antwort prompt. Kurz und heftig ziehe ich an dem Seil deinen Kopf nach hinten.
"F├Ąllt dir keine andere Bezeichnung f├╝r mich ein als diese triviale Anrede? Ich dachte, du seist besser als die anderen Objekte. Wo ist deine Kreativit├Ąt?"
"Ja, Freya.....entschuldige bitte"
Meine rechte Hand umfasst beide Seilenden fester, w├Ąhrend meine Linke sich in deine Haare krallt.
"Und deine Entschuldigungen sparst du dir besser auch f├╝r andere auf, vielleicht begeistern sie ja den Fotografen."
Mit einem Ruck sto├če ich deinen Kopf nach vorne, lasse das Seil los. Ich gehe um die Bank herum und kann dich nun das erste Mal ganz betrachten. Was ich sehe, l├Ąsst mein Herz h├Âher schlagen, dein schlanker K├Ârper wirkt
wie ein Magnet auf mich. Ich trete ganz dicht vor dich hin, meine rechte Hand legt sich unter dein Kinn und zwingt dich, deinen Kopf zu heben um mich anzusehen. Du siehst das Leuchten in meinen Augen und ein leises L├Ącheln in meinem Gesicht.
"Willst du mich denn gar nicht begr├╝├čen, Augenstern?" Ich kann deine Unsicherheit sp├╝ren, dein Abw├Ągen. "Wir hatten das doch schon im Chat ausdiskutiert", grinse ich, w├Ąhrend meine H├Ąnde abwechselnd, zweimal in dein Gesicht klatschen. Ah, es ist so sch├Ân, dich zu schlagen! Innerlich flehe ich dich an, mir einen Haufen Gr├╝nde
daf├╝r zu liefern. "Nun steh endlich auf!" Deine Wangen f├Ąrben sich langsam rot, meine Lieblingsfarbe auf deiner Haut, sie steht dir ausgezeichnet. Langsam stehst du auf, ich halte deinen Blick mit meinem fest. Z├Âgernd umarmst du mich.
"Hallo meine Freya", h├Âre ich dich leise sagen. Die Ber├╝hrung deines K├Ârpers an meinem ist ein einziger Genuss, dein Duft unvergleichlich. Ich erwidere deine Umarmung fest. "Ich bin froh, dass du gekommen bist, Liebes. Wie geht es dir,
f├╝hlst du dich gut?" Ich schiebe dich ein wenig von mir weg, um dich noch einmal von oben bis unten zu mustern.
Ja, du bist eine Sch├Ânheit! Mein Blick bleibt schlie├člich auf deinem sinnlichen Mund haften.
Wir haben so oft K├╝sse im Chat getauscht, dass es absurd w├Ąre, es jetzt nicht zu tun. Schelmisch funkeln meine Augen in deine, w├Ąhrend ich in deinen Nacken greife, um deinen Kopf zu mir zu ziehen. Mit dem Daumen streiche ich sanft
├╝ber deine Lippen, bevor ich sie behutsam k├╝sse. Ein Schauer rieselt ├╝ber meinen R├╝cken, schickt mir die Lust nach mehr von dir in meinen Kopf. Ich kann es kaum erwarten, dich v├Âllig hilflos vor mir zu haben. Meine Hand wandert zu dem Seil an deinem Halsband. "Komm, Liebes, nimm deine Tasche, wir m├╝ssen jetzt gehen. Der Fotograf erwartet dich unten im Bahnhof auf der Toilette,
und du musst dich noch umziehen und schminken. Alles, was du brauchst, liegt in meinem Auto in der Tiefgarage." Damit drehe ich mich um und ziehe mein Eigentum am Seil hinter mir her in Richtung Treppe.

Mittlerweile sind neue Reisende auf den Bahnsteig gelangt, die uns beide mit ihren ungl├Ąubigen Blicken verfolgen.
Ich freue mich ├╝ber ihre stille Anteilnahme an deinem Schicksal und verteile ein paar Augenaufschl├Ąge in ihre verdutzten Gesichter, die sich schlie├člich versch├Ąmt abwenden.

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