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Leselupe.de > Kurzprosa
Die Antwort
Eingestellt am 12. 04. 2004 17:42


Autor
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Candice
???
Registriert: Jun 2003

Werke: 10
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Alle paar Wochen innerhalb des vergangenen Jahres kaufte sie sich die dicke Samstagsausgabe der S├╝ddeutschen Zeitung.
Mit einer Tasse Kaffee und einem frischen Strau├č Blumen auf dem K├╝chentisch begann sie mit der Lekt├╝re.
Von besonderem Interesse war dabei die Seite mit den Heiratsannoncen, Abteilung "Bekanntschaften Herren".
Eines Tages war es dann soweit. Pl├Âtzlich konnte sie sich ganz einfach daf├╝r entscheiden auf eine dieser Anzeigen zu antworten.
"Suche starke Frau mit kleinem Ego: eigensinnig, aber introvertiert, Kumpeltyp, mat.bescheiden;weibl.-nat├╝rl., aber uneitel.Bin 40/185."
Das Lesen von Kontaktanzeigen fordert die Leserin heraus sich mit der ewig alten Frage:"Wer bin ich"? auseinanderzusetzen.Und was will ich von diesem Mann?
Sicher ist, und das kommt in den Antwortbrief:ich brauche keinen Mann, der meint, mich aus dem Dornr├Âschenschlaf wachk├╝ssen zu m├╝ssen.Ebenso ist die betreffende Dame an einer Familiengr├╝ndung nicht interessiert, da sie bereits seit einigen Jahren als alleinerziehende Mutter vision├Ąr auf die familienfreie Zeit vorausblickt um dann endlich all das zu tun, wozu jetzt oft weder Zeit noch Geld in ausreichendem Ma├č vorhanden sind.
Also keinen Vater f├╝r die S├Âhne. Keinen Prinzen.
Aber das alles scheint der Verfasser der Anzeige ja auch nicht sein zu wollen. Wer m├Âchte er seiner Freundin sein?
Ein extrovertierter,m├Ąnnl.-nat├╝rl., auf ├äu├čerlichkeiten wenig Wert legender Typ zum Pferde stehlen?
Er scheint sich nicht daf├╝r zu interessieren ob sie schlank und attraktiv ist, beschreibt sich selbst nicht als "vorzeigbar", ├╝bt m├Âglicherweise keinen akademischen Beruf aus und geht wahrscheinlich keiner Sportart wie Segeln oder Golfen nach.
Er spricht nicht von weiblicher Oberweite oder seiner Kinderliebe.
Die Lesende, mittlerweilen Antwortende, ger├Ąt ein bi├čchen in`s Schw├Ąrmen. Sie entwirft Bilder, von ihm, von sich, von einer m├Âglichen gemeinsamen Zeit- und sie schreibt in ihrem Brief davon.
Morgen wird sie in zur Post bringen, heute nacht steht er noch auf dem kleinen Hausaltar zwischen Buddha und Tara, als k├Ânnte sie damit Einflu├č aus├╝ben auf die Verbindung die entstehen k├Ânnte.
Es ist eine M├Âglichkeit der Begegnung, die sie sucht.
Indem sie schreibt, zeigt sie sich.
Indem sie sich zeigt, antwortet sie.

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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Ich finde, das liest sich alles ein wenig lasch. Es fehlt
der Pepp. Klingt wie ein Bericht. Wie w├Ąr es mit Spannung?

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Candice
???
Registriert: Jun 2003

Werke: 10
Kommentare: 14
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Danke f├╝r die Anregung, werde dar├╝ber nachdenken. Ich habe tats├Ąchlich einen Hang zu sachlicher Berichterstattung, gehe davon aus, da├č die Spannung in der/dem Lesenden bereits vorhanden ist, also gar nicht erzeugt werden mu├č. Da ich mich beim Lesen allerdings auch schon gelangweilt habe, kann da was nicht stimmen.

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