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Leselupe.de > Ungereimtes
Die Antwort des Echos
Eingestellt am 20. 09. 2009 01:15


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ENachtigall
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Das Echo antwortet

wenn den Hundstagen
kurze dicke NĂ€chte mit
spitzen Ohren wachsen

der Katzen Jammer juckt
und ziept der MĂ€usemond
lauert und liebt Triebeslieder

und noch ganz kleine Nager
verlassen flugs und flĂŒgge
das Loch am Rande dessen

das den Namen Himmel nicht
verdient lÀuft die Gefahr Gefahr
sich dauerhaft anzuhimmeln

eigenmÀchtig

ungefragt



© Elke Nachtigall
September 2009




__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

Version vom 20. 09. 2009 01:15

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Franke
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Hallo Elke!

Ich lese hier die Eigendynamik mancher NĂ€chte heraus. Man kann es aber auch auf Taten ĂŒbertragen. Auch dass das Echo (Antwort) auf unsere Taten nicht beeinflussbar ist, kommt bei mir mir diesem Gedicht an.

Besonders grandios finde ich den Einstieg:

quote:
wenn an Hundstagen
kurze dicke NĂ€chte mit
spitzen Ohren wachsen

Du ziehst das Tierbild dann konsequent durch dein Gedicht.
Dieses Tierbild ist auch stimmig in diesem Zusammenhang, da Tiere nicht ĂŒberlegt handeln, sondern eben eigenmĂ€chtig und unbefragt.

Der eilige Leser kann sich die Kernaussage deines Gedicht auch dadurch ziehen, indem er den ersten und letzten Vers zusammenfĂŒgt.

Sehr gerne gelesen!

Liebe GrĂŒĂŸe
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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ENachtigall
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Danke, lieber Manfred, fĂŒr den ausfĂŒhrlichen Kommentar zu dem Gedichtversuch, das in uneindeutiger Absicht eine Art Bildergeschichte darstellt, in der das spannende VerhĂ€ltnis Hund/Katze/Maus eine gewisse Nebenrolle spielt. Die Hauptrolle des Echos in seiner "einnehmenden Art" hast Du sehr schön anschaulich herausgestellt.

Dein Lob ob des gelungenen Einstiegs hat mich bewogen, den etwas schwammigen Fortlauf des Geschehens, der mir selbst noch nicht vollends zusagte, teils abzuspecken und leserfreundlicher zu strukturieren. So kommtÂŽs nun in etwas anderem Gewand daher.
(In meinen Augen kein Text auf den die Welt gewartet hat, aber ein gutes StĂŒck, um in Übung zu bleiben.) Freut mich, dass er Dir trotzdem gefallen hat!

Eine guten sonntĂ€glichen Ausklang dir, wĂŒnscht

Elke
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Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Vera-Lena
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Liebe Elke,

"die Gefahr lĂ€uft Gefahr, sich dauerhaft anzuhimmeln" daraus lese ich, dass die Gefahr sich in Abenteuerlustverwandelt innerhalb dieses Textes und dass das Lyri echomĂ€ĂŸig auf diese Abenteuerlust einsteigen wird, obgleich es das doch gar nicht wollte, aber wenn die Hundstage so dicke NĂ€chte, mit den spitzen Ohren haben, so dass sie nichts aber auch gar nichts ĂŒberhören können, noch nicht einmal die GerĂ€usche der kleinen Nager, dann ist die Versuchung viel zu groß, auf ein Abenteuer zu verzichten.

So lese ich Deinen Text.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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ENachtigall
Foren-Redakteur
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Danke Vera-Lena,

das hast Du sehr gut in eigene Worte gefasst und vor Allem: durch den Begriff Abenteuerlust hast Du es auf den Punkt gebracht, der eine wertfreie Auslegung/Sichtweise ermöglicht. Das war mir bislang noch nicht so aufgegangen! (Ich tendierte da mehr zur negativen FÀrbung.)

Liebe GrĂŒĂŸe,

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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